Unser Nachbar hat als Grundstücksbegrenzung
Tannen gesetzt, die nunmehr eine Höhe von ca 25 bis 30 m erreicht haben, sie sind höher als die umliegenden
EFH und nehmen allen betroffenen Licht und Helligkeit weg.
2 Nachbarn haben den Eigentümer direkt darauf angesprochen,
dieser meinte es sei GEWOHNHEITSRECHT, man hätte
allenfalls nach fünf Jahren etwas machen können, dies sei nun
nicht mehr möglich. Und außerdem ist er nicht bereit die Tannen
zu kürzen, waraum auch Rücksicht nehmen?
Nun, ist es tatsächlich so, müssen die betroffenen Nachbarn
sich damit abfinden, das seine Tannen auch in den nächsten Jahren weiter wachsen und die Sache damit gegessen ist?
Wäre nett , wenn eine Fachfrau oder Fachmann ein paar klärende
Worte schreiben könnte. Die Grundstücke sind in Berlin Tempelhof.
Vielen Dank im voraus.
Tannen als Hecke gesetzt!
Hallo Herr Radkte,
tja wir haben uns ja schon einmal hier ausgetauscht (siehe meine Frage zur Tannenfrage).
Also: Nach einem weiteren Gespräch mit unserem Anwalt gab es nun keine andere Möglichkeit.
Wir haben KLAGE eingereicht und zwar auf RÜCKSCHNITT DER TANNEN, denn die Aussichten auf ENTFERNUNG DER TANNEN sind NULL!
ABER: Ein RÜCKSCHNITT DER TANNEN ist laut unserem Anwalt auch nach den 5 Jahren noch möglich, wenn es richtig formuliert wird.
Dazu:
1: In unserem Fall ist die SÜDSEITE unseres Grundstückes von der Tannenwut unseres Nachbarn betroffen. Dadurch wird die LEBENSQUALITÄT stark eingeschränkt.
2: Wir haben einen Kabelanschluß für TV, möchten aber auf Sat umsteigen. Dies geht aber durch die Tannenwand nicht. Daher ist die UNEINGESCHRÄNKTE NUTZBARKEIT unseres Grundstückes nicht gewährleistet.
So, ich hoffe, Ihnen damit noch ein paar Punkte an die Hand gegeben zu haben. Vielleicht können Sie die ja noch verwerten. Wie gesagt: Unsere Klage läuft und wenn sich wieder was ergibt, melde ich mich. Wenn Sie weitere Erkenntnisse bekommen, wäre es nett, diese hier ebenfalls zu veröffentlichen. Danke im Voraus und viel Glück.
Mit freundlichen Grüßen
Taenzer2000
puh, das sind ja trübe Aussichten,
die Strategie mit der Sat Schüssel
würde bei uns nicht fruchten, schätze ich mal,
zwar ist bei uns logischer WEise auch die Südseite betroffen, aber da wir praktisch
nur die Eckseite , also etwa 1/3 der linken Seite, Südost sozusagen betroffen ist,
könnte man sicher sagen , versucht eure Schüssel woanders zu positionieren, zwar kommt da noch das Haus des andren Nachbarn, aber ich halte es für problematisch!
Irgendwie kann ich mir nicht vorstellen,
das ein Nachbar die Gewalt über die andren hat, in dem er seine Tannen in den Himmel
wachsen läßt, das kann von der Logik nicht sein???Außerdem fällt mir noch ein, es mus s
so etwas wie eine Heckenordnung geben, die
genau festlegt, welche Pflanzen man eben setzten darf und welche nicht, genauso wie
die Höhe eben genau auf 2 m begrenzt ist.
Juristisch gibt es immer einen Weg, denke ich mal, was uns anbelangt, wir kämpfen bis zum Letzten, ganz ehrlich, es ist nicht einzusehen,
weshalb ein menschenfeindlicher Ignorant, darüber die Macht haben soll.
Für Sie auf jeden Fall viel ERfolg bei der Klage.
Philosophisch gesehen frag ich mich , warum
nur sind die Leute teils so? Ich begreif es nicht,
es ist doch so einfach , die Hand auszustrecken, oder, ich würde das immer machen!!!
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Hallo Herr Radtke,
denkbare Alternative zu einer Klage bei solchen Nachbarschaftsstreitigkeiten kann u.U. eine aussergerichtliche Streitschlichtung (Mediation) sein. In ihr sitzen die beteiligten Nachbarn mit einem neutralen Dritten (Mediatior) zusammen und handeln eine Einigung aus.
Anfangs glaubt meist keine Partei, dass "man mit diesem ..... " überhaupt noch vernünftig reden kann.
Doch das ändert sich bald nach Beginn des Gespräches. Aufgabe des Mediators ist die Moderation. Die inhaltliche Einigung erzielen die Nachbarn. Es ist ihr Streit als bestimmen auch sie allein den Inhalt der Einigung.
Oft gibt diese Einigung allen Nachbarn mehr als sie durch ein Urteil erhalten könnten, da am Ende nicht Siegern Verlierern gegenüberstehen, sondern jeder seine Interessen in der Einigung umsetzen konnte.
Mediatoren finden Sie inzwischen überall im Bundesgebiet. In vielen Städten gibt es Vereine und Verbände von Mediatoren, die auf Anfrage geeignete Kollegen empfehlen. AUch die Rechtsanwaltskammern und die Bundesverbändefür Mediation empfehlen Mediatoren.
Entscheidend ist doch, dort wo man lebt, wieder seine Ruhe genießen zu können.
Mit bestem Gruß
v. Graefe
Liebe Frau von Graefe,
zunächst einmal herzlichen Dank für Ihre Zeilen.
Ich gebe Ihnen völlig recht mit dem was
Sie als Lösung vorschlagen, ich werde mich
um einen Mediator oder eine Mediatorin
kümmern, zumal in unserem FAlle wirklich drei
Nachbarschaften sich durch die hohen Tannen
( gab es da nicht einmel ein Lied?)
gestört fühlen.
Der Nachbar mit den hohen Tannen soll sie ja auch behalten, er möge sie nur kürzen ,
damit wäre allen gedient, also ich versuche
diesen Weg auszuschöpfen, habe bei der Hartnäckigkeit dieses Nachbarn wenig Hoffnung, aber gut, warum denn nicht, besser als eine Klage.
Herzliche Grüße aus Berlin nach Hamburg zu Ihnen
Und jetzt?
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