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ungerechtfertigte Abmahnung und Unterlassungsforderung vom Nachbarn

28.11.2018 Thema abonnieren
 Von 
Eva1972
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
ungerechtfertigte Abmahnung und Unterlassungsforderung vom Nachbarn


Hallo
ich habe von dem Anwalt meines Nachbarn eine Abmahnung mit Unterlassungsforderung wegen Lärmbelästigung erhalten. Ein ausführliches Lärmprotokoll ist anbei.
Die Vorwürfe unterstellen mir Vorsatz und Absicht, was nicht stimmt. Die Belästigungen sind in der Regel trampeln in der Wohnung oder andere alltägliche Geräusche, die ich nicht extra mache und die zu normalen Wohngeräuschen gehören. oder aber einfach unwahr, wie Türenknallen.
Meine Vermieterin ist auch im Streit mit ihm (Kommunikation nur noch über Anwalt) und weiß, dass die Vorwürfe ungerechtfertigt sind.
Wie soll ich auf dieses Schreiben reagieren ?
Soll ich überhaupt reagieren?
Stimme ich den Behauptungen von ihm zu, wenn ich nichtt reagiere?
Ich bin nicht Rechtsschutz versichert.

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8 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
spatenklopper
Status:
Junior-Partner
(5543 Beiträge, 2945x hilfreich)

Zitat (von Eva1972):
Soll ich überhaupt reagieren?

Nein.
Ignorieren!

Zitat (von Eva1972):
Stimme ich den Behauptungen von ihm zu, wenn ich nichtt reagiere?

Auch das nicht.

Um es kurz zu machen, ein Anwalt schreibt in solchen Fällen das, was der Mandant gerne möchte, er bezahlt ihn ja schließlich dafür.
Eine rechtliche Relevanz hat weder das Schreiben noch das Ignorieren des Selben.

-- Editiert von spatenklopper am 28.11.2018 18:54

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#2
 Von 
tap
Status:
Beginner
(62 Beiträge, 33x hilfreich)

Stimmt alles soweit.
Aus eigener Erfahrung weiss ich noch: Man macht sich Sorgen.
Es hilft weiterhin, Mitglied z.B. im Mieterschutzbund zu werden.
Insbesondere in schalltechnisch schlecht/nicht gedämmten Mehrfamilienhäusern
(z.B. aus der Nachkriegszeit) sind die üblichen Wohngeräusche zu den üblichen Zeiten hinzunehmen.
Zum restlichen Thema empfehle ich den Dialog mit den Fachlanern.

mfg

tt

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#3
 Von 
fb367463-2
Status:
Master
(4653 Beiträge, 2304x hilfreich)

Zitat (von tap):
Zum restlichen Thema empfehle ich den Dialog mit den Fachlanern.

Was ist ein Fachlaner?

Danke im voraus für die Info.

Signatur:Wenn mein Beitrag hilfreich ist, freue ich mich über einen Klick auf "hilfreich" unten. Danke :)
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#4
 Von 
altona01
Status:
Weiser
(16736 Beiträge, 7311x hilfreich)

Der Mieterschutzbund hilft erfahrungsgemäss insoweit, wenn man den Behauptungen widersprechen will und Zeugen dafür hat, dass die Anschuldigungen unwahr sind. Ansonsten stehen ja ohne Zeugen Aussage gegen Aussage.

Fachlaner kenn ich auch nicht.

-- Editiert von altona01 am 02.12.2018 17:48

Signatur:Nur wer sich bewegt, hört seine Ketten rasseln.
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#5
 Von 
Spezi-2
Status:
Bachelor
(3903 Beiträge, 1950x hilfreich)

Zitat:
Die Belästigungen sind in der Regel trampeln in der Wohnung oder andere alltägliche Geräusche, die ich nicht extra mache und die zu normalen Wohngeräuschen gehören.

Unter "Nachbarn" versteh ich jemanden in einem anderen Haus oder wohnt der "Nnachbar" unter ihnen ?
Dann würde ich an fehlenden Trittschallschutz denken. Gibt es einen Laminatfußboden ?
Beim Einzug neu verlegt ?

Signatur:Meine Beiträge sind keine juristischen Ratschläge, sondern sollen dem Erfahrungsaustausch dienen.
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#6
 Von 
Spezi-2
Status:
Bachelor
(3903 Beiträge, 1950x hilfreich)

Zitat:
Die Belästigungen sind in der Regel trampeln in der Wohnung oder andere alltägliche Geräusche, die ich nicht extra mache und die zu normalen Wohngeräuschen gehören.

Unter "Nachbarn" versteh ich jemanden in einem anderen Haus oder wohnt der "Nnachbar" unter ihnen ?
Dann würde ich an fehlenden Trittschallschutz denken. Gibt es einen Laminatfußboden ?
Beim Einzug neu verlegt ?
Oder grenzen die Wohnungen aneinander ?

Signatur:Meine Beiträge sind keine juristischen Ratschläge, sondern sollen dem Erfahrungsaustausch dienen.
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#7
 Von 
BigiBigiBigi
Status:
Student
(2908 Beiträge, 1269x hilfreich)

Zitat:
Nein.
Ignorieren!

Exakt. Mit gegnerischen Anwälten führt man nur dann Korrespondenz, wenn schon ein Verfahren anhängig ist, und auch dann nur via Gericht. Die interessiert nämlich nicht, was man schreibt. Die natürliche Tendenz, sich - gerade gegenüber Dritten - zu "rechtfertigen" und "etwas klarzustellen" nutzen die im Zweifel nur zum Vorteil ihres Mandanten aus. ;)

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#8
 Von 
eh1960
Status:
Lehrling
(1526 Beiträge, 633x hilfreich)

Zitat (von Eva1972):

Die Vorwürfe unterstellen mir Vorsatz und Absicht, was nicht stimmt.

Bei unzulässigem Lärm ist es übrigens egal, ob man den "vorsätzlich" oder versehentlich verursacht.

Signatur:Eine "UG" gibt es nicht. Es gibt nur die "UG haftungsbeschränkt".
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