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Umziehen in der Coronakrise ja oder nein

18.5.2020 Thema abonnieren
 Von 
Tobby123
Status:
Beginner
(99 Beiträge, 3x hilfreich)
Umziehen in der Coronakrise ja oder nein

Guten Abend,

da meine Wohnung sehr teuer wird wg. Modernisierungsmaßnahmen und da die aktuelle Wohnung aus der Sozialbindung gefallen ist,erwäge ich umzuziehen, wg. Corona bin ich allerdings noch sehr zurückhaltend.
Ich hoffe die Mieten werden durch Corona zurückgehen und dass ich dann eine preiswertere Bleibe finde.Ist es besser noch zu warten und erst in 2021 umzuziehen? Meint ihr dass sich die Miet-und Wohnsituation auch in den Metropolen etwas entspannen wird?
Ich möchte von Bonn nach Heidelberg zurückziehen, es erscheint mir aktuell sehr kompliziert wg. Corona.Ist es da doch klüger dies zu verschieben?
Danke für eure Feedbacks.

Viele Grüße von Tobby

-- Editiert von Moderator am 18.05.2020 18:48

-- Thema wurde verschoben am 18.05.2020 18:48

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11 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(31061 Beiträge, 12371x hilfreich)

Warum sollte Corona den Mietmarkt entspannen? Verstehe ich nicht so ganz. So viele werden ja hoffentlich nicht wegsterben, dass wir eine Flut von freien Wohnungen bekommen.

wirdwerden

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#2
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(81292 Beiträge, 33951x hilfreich)

Zitat (von Tobby123):
Ich hoffe die Mieten werden durch Corona zurückgehen

Im Gegensatz zu anderen Ländern ist die Übersterblichkeit hier sehr gering.
Und da es sonst keine Coronabedingten Entspannungen gibt, würde ich nicht daruf hoffe das die Preise sinken.

Im Gegenteil, viele Bauvorhaben sind im Zeitplan hinten an oder sogar ganz eingestellt worden.



Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#3
 Von 
Tobby123
Status:
Beginner
(99 Beiträge, 3x hilfreich)

Hallo,

ich dachte eher dass die Mieten vllt sinken werden weil sich bald einige Menschen diese teure Mieten nicht mehr leisten können und wir uns in einer schlimmen Rezession befinden.Ich bin mir nicht sicher ob man zur Not sich nicht auch mit einem virtuellen Besichtigungstermin begnügen kann.Ich denke es ist sicher blöd aktuell auf Whg.ssuche zu gehen aber wenn man muß dann hat man keine Wahl.Wohnungssuche kostet sonsti viel Zeit und Nerven, manche suchen ein paar Jahre in den Grosstädten wenn sie schlecht verdienen oder arbeitsssuchend sind

Viele Grüße

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#4
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(81292 Beiträge, 33951x hilfreich)

Zitat (von Tobby123):
Ich bin mir nicht sicher ob man zur Not sich nicht auch mit einem virtuellen Besichtigungstermin begnügen kann.

Viele Makler bieten das inzwischen an.

Die 2 Monate "Coroana" haben die Digitalisierung durchaus beschleunigt.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#5
 Von 
altona01
Status:
Weiser
(17700 Beiträge, 7838x hilfreich)

@Tobby123,
Wenn es ein "Nach-Corona" gibt, dann werden zu dem Zeitpunkt die Mieten in den Metropolen eher richtig explodieren. Es scheint wesentlich klüger zu sein, die ganze Zeit zu suchen!
Ich würde Ihnen raten, sich auf jeden Fall schonmal bei den Baugenossenschaften in Heidelberg anzumelden.

Signatur:Nur wer sich bewegt, hört seine Ketten rasseln.
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#6
 Von 
Tobby123
Status:
Beginner
(99 Beiträge, 3x hilfreich)

ich habe bereits damit begonnen, habe auch einen WBS der Stadt Heidelberg, leider hatte mich eine große Baugenossenschaft mit der Begründung abgelehnt dass ich nicht aus Heidelberg komme und man zunächst die Heidelbergeriinnen mit Wohnraum versorgen muß.Es müßten gewichtige Gründe vorliegen weshalb meine Bewerbung akzeptiert würde bzw. diese nochmals geprüft würde.Ich hatte ja in einem Anschreiben incl. WBS schon aufgeführt dass ich eine Schwerbehinderung habe, sich die alte Whg. im DG befindet.Vllt. fallen euch noch gewichtige Gründe ein?

Die Tatsache dass ich dort Angehörige habe reicht wohl nicht aus.Ich hatte mich für ein öffentlich-gefördertes wohnprojekt beworben das erst im nächsten Jahr fertiggestellt wird.Es ist alles sehr mühsam.In Bonn suche ich keine Whg. mehr, es sei denn das Amt würde mich dazu nötigen.Durch das Auslaufen meines minijobs im März ist das Geld was ich früher in die aktuelle Whg. gesteckt hatte, weggebrochen und meine aktuellen Bewerbungen laufen ins Leere wg. Corona.Kaum jd. stellt aktuell jd. ein, auch w.g der Rezession und der zu erwartenden Insolvenzen.Somit muß ich meine Erwerbsminderungsrente mit dem SGB XII / Sozialamt aufstocken was die Wohnungssuche fast aussichtslos werden läßt.Dieses jahr denke ich wird es keinen Umzug geben, auch nicht in Bonn wo ich aktuell noch wohne.Mich belastet das alles sehr und Leute die vom Amt abhängig sind haben kaum Aussicht auf eine bezahlbare Sozialwohnung.Ich habe ja mal in Heidelberg studiert.
Ich hatte ja mit der Heidelberger Baugenossenschaft über ein ärztliches Attest diskutiert welches einen Umzug als dringend notwendig ansieht, das ärztliche Attest müßte aktualisiert werden.Die Baugenossenschaft meinte es würde nicht viel helfen, ich dachte dabei an eine gewisse Dringlichkeitsstufe.Meine Schufa ist sehr gut, habe ich denen mitgeteilt, auch hatte ich nie Mietschulden.Ich habe mir dennoch überlegt, das Attest dennoch nachzuschieben.Ich könnte natürlich erwähnen dass ich mit meiner seltenen Autoimmunerkrankung sehr gut in Heidelberg in den Kliniken behandelt werden könnte, abgesehen von meinen orthopäd. Beeinträchtigungen.Danke für eure Geduld.Ich bin für jeden Tipp dankbar, mich deprimiert das alles sehr.Herzliche Grüße, eure Tobby

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#7
 Von 
Tobby123
Status:
Beginner
(99 Beiträge, 3x hilfreich)

Wenn ich jetzt jung wäre würde ich ja vorübergehend eine möblierte Bleibe suchen, da ich aber Mitte 50 bin möchte ich dennoch einige Möbel mitnehmen und nicht alles entsorgen.Auf manches kann ich verzichten aber den Großteil meiner Dinge möchte ich schon mitnehmen.Eine gewisse Flexibilität habe ich dennoch möchte ich ja wenn ich noch einmal umziehe auch in der nächsten Wohnung lange bleiben.Hier wohne ich schon 12 Jahre wäre aber auch froh wenn ich hier irgendwann ausziehen kann.Die Zeit hier war oft sehr stressig.Ein Umzug ist teuer und muß gut überlegt sein.Die Speditionen haben wg. Corona die Preise angezogen, ich hatte mich erkundigt.Danke für eure Unterstützung.

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#8
 Von 
Anami
Status:
Wissender
(14206 Beiträge, 2153x hilfreich)

Da du Zeit hast zum Suchen, kannst du doch jede Woche suchen.

Wenn du allerdings auf Heidelberg festgelegt bist, wird es wohl auf lange Sicht eher schlechter als besser werden.
Ich würde einen größeren Radius um Heidelberg herum ziehen und dort je nach Infrastruktur intensiver suchen.

Zum WBS:
Es gibt auch auf dem freien Markt Wohnungen, die nicht teurer als Sozialwohnungen sind.
Das Märchen, dass Sozialwohnungen billig seien, geistert noch immer durchs Land.

Zitat (von Tobby123):
Die Tatsache dass ich dort Angehörige habe reicht wohl nicht aus
Nein, aber deine Angehörigen könnten dich unterstützen und vor Ort bei der Suche helfen. uU kennt man den oder den, der was weiß oder wen kennt... Und von einem näheren Ort dann nach Heidelberg zur Verwandtschaft zu fahren, ist sicher immer mal möglich.

Zur Spedition:
Darüber solltest du dir erst Gedanken machen, wenn du eine Wohnung gefunden, einen Mietvertrag unterschrieben und die jetzige Wohnung gekündigt hast.
Dann ist noch jede Menge Zeit, nach einer Spedition zu suchen.

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#9
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(31061 Beiträge, 12371x hilfreich)

Wenn man eh nicht arbeiten kann, örtlich ungebunden ist, dann kann man sich doch auf Bereiche konzentrieren, die keine absoluten Mangelgebiete sind, auch davon gibt es noch genug. Häufig ist das ja schon der Fall in einer Entfernung von nur etwa 50 km der Fall. Also mit Öffis ist man schnell in den Zentren, hat aber eben nicht die horrenden Mietpreise und auch nicht die Sperren wie in Frankfurt oder Heidelberg. In Frankfurt gab es da vor ca. 15 Jahren einen Beschluß des Stadtparlaments, dass die Berechtigungsscheine nur für Wohnungssuchende ausgestellt werden, die mindestens schon ein Jahr in Frankfurt leben.

Du kannst doch flexibel sein bei der Auswahl des Ortes. Nutz das aus.

wirdwerden

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#10
 Von 
Tobby123
Status:
Beginner
(99 Beiträge, 3x hilfreich)

Danke für eure Tipps.Ich bin aufgrund meiner Behinderung nicht so mobil und 50 km weg von Heidelberg zu wohnen wäre ein bischen weit für mich.Ich befürchte jedoch dass es dort fast aussichtslos ist eine bezahlbare Bleibe zu finden da m.E. die dortigen Mieten weiter steigen werden und man hat keine Chance wenn man nur eine kleine EU-Rente und aufstockende SGB-XII-Leistungen wie ich bezieht.Die meisten Vermieter wollen berufstätige Mieter.Mich deprimiert das alles sehr und aktuell bin ich mutlos.

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#11
 Von 
Tobby123
Status:
Beginner
(99 Beiträge, 3x hilfreich)

Danke für eure Tipps.Ich bin aufgrund meiner Behinderung nicht so mobil und 50 km weg von Heidelberg zu wohnen wäre ein bischen weit für mich.Ich befürchte jedoch dass es dort fast aussichtslos ist eine bezahlbare Bleibe zu finden da m.E. die dortigen Mieten weiter steigen werden und man hat keine Chance wenn man nur eine kleine EU-Rente und aufstockende SGB-XII-Leistungen wie ich bezieht.Die meisten Vermieter wollen berufstätige Mieter.Mich deprimiert das alles sehr und aktuell bin ich mutlos.

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