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Einbehaltung eines seitens des Hotels irrtümlich erstatteten Betrags wegen offensichtlichem Reiseman

22.8.2019 Thema abonnieren
 Von 
Max Richter
Status:
Beginner
(89 Beiträge, 1x hilfreich)
Einbehaltung eines seitens des Hotels irrtümlich erstatteten Betrags wegen offensichtlichem Reiseman

Hallo,
als Rollstuhlfahrer war ich einige Tage in Hamburg im Hotel in einem schon vor Monaten als rollstuhlgerecht angebotenen und mir auch per Mail so verbrieften Zimmer. Meine Tochter in einem separaten Zimmer, welches okay war. Mein Zimmer (insbesondere Bad) in keinster Weise rollstuhlgerecht: ich konnte weder ans Waschbecken heranfahren noch hatte ich (was das Schlimmste war) irgendwie die Möglichkeit, parallel ans Klo heranzufahren um dann gefahrlos überzusetzen. Auch die Duschmöglichmöglichkeit deutlich eingeschränkt. Auf meine Beschwerde konnte mir kein passenderes Zimmer zugeteilt werden; außerdem gab die Empfangsdame zu, dass man normalerweise bei der Buchung den Kunden sage, dass das Zimmer nicht komplett rollstuhltauglich sei. Da ich Musicalkarten etc. hatte, war ich gezwungen, zumindest einige Tage dort auszuhalten, bin dann aber früher abgereist und sollte die Zuviel gezahlten Nächte erstattet bekommen. Tatsächlich hat mir das Hotel Zuviel erstattet und fordert nun den Betrag zurück. Ich bin immer noch sauer aufgrund der Strapazen, die ich dort durchmachen musste (will gar keine Details erzählen) und möchte anbieten, die Hälfte des Zuviel gezahlten Betrages zu erstatten und den Rest wegen der offensichtlich nicht erbrachten Leistung "Rollstuhltauglichkeit" einzubehalten. Ist das okay so? Will mich wirklich nicht bereichern, aber für mich war die Situation die Hölle..
Hab übrigens auch Fotos von dem Badezimmer.

Vielen Dank
Max

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4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
vundaal76
Status:
Student
(2892 Beiträge, 1516x hilfreich)

Mit welcher Begründung will das Hotel das Geld zurückerhalten?

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#2
 Von 
bernardoselva
Status:
Bachelor
(3261 Beiträge, 1800x hilfreich)

Die von Ihnen geschilderten Mängel sind derart erheblich, dass Sie den Beherbergungsvertrag fristlos hätten kündigen sollen.

In Hamburg gibt es eine Zimmervermittlung, dort hätte man Ihnen vermutlich sofort weitergeholfen und Ihnen ein Zimmer besorgt, dass Ihren Ansprüchen genügt hätte.

Das ursprünglich gebuchte Hotel hätte alle Kosten die Ihnen entstanden wären zu tragen gehabt. Dieses Recht haben Sie jedoch nicht wahrgenommen.

Wenn Sie jetzt irrtümlich an Sie gezahlte Beträge verrechnen wollen, dürfte dies meiner Auffassung nach nicht rechtens sein es sei denn, das Hotel stimmt dem zu. Sie werden also die Ihnen nicht zustehenden Gelder vollständig zurückzahlen müssen und Ihre Mängel anderweitig durchzusetzen haben.

Zitat (von Max Richter):
.....Da ich Musicalkarten etc. hatte, war ich gezwungen, zumindest einige Tage dort auszuhalten.....,

Das waren Sie ganz sicher nicht!!!! Sie hätten sofort ausziehen müssen, und sich eine Bleibe suchen sollen, die Ihren Ansprüchen gerecht geworden wäre. Wäre dies nicht möglich gewesen, dann hätte das Hotel bei berechtigter fristloser Kündigung die Reisekosten nach Hamburg und zurück sowie die Eintrittskarten zu erstatten gehabt und Schadenersatz für entgangene Urlaubsfreuden!

Das ist ein Drecksladen, wenn man weiss, da kommt eine behinderte Person und macht Versprechungen und hält die dann nicht ein.


Viele Grüsse
bernardoselva


Viele Grüsse
bernardoselva

Signatur:Touristiker. Hinweise sind meine persoenliche Meinung und keinesfalls Rechtsberatung!
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#3
 Von 
guyfromhamburg
Status:
Student
(2289 Beiträge, 465x hilfreich)

Zitat (von vundaal76):
Mit welcher Begründung will das Hotel das Geld zurückerhalten?

Zitat (von Max Richter):
Tatsächlich hat mir das Hotel Zuviel erstattet und fordert nun den Betrag zurück.

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#4
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(75752 Beiträge, 33104x hilfreich)

Zitat (von Max Richter):
möchte anbieten, die Hälfte des Zuviel gezahlten Betrages zu erstatten und den Rest wegen der offensichtlich nicht erbrachten Leistung "Rollstuhltauglichkeit" einzubehalten. Ist das okay so?

Klar, den Vorschlag kann man machen.
Nur mus das Hotel den nicht annehmen und durchsetzen könnte man den Anspruch vor Gericht eher nicht.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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