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Flugticket griechisches OTA/Zusatzleistung

24.12.2018 Thema abonnieren Zum Thema: Flug Buchung gebucht
 Von 
harry2772
Status:
Frischling
(20 Beiträge, 1x hilfreich)
Flugticket griechisches OTA/Zusatzleistung

Hallo,
Wir haben einen Flug über ein griechisches OTA gebucht mit Abflug AMS. Am Anfang der Buchung habe ich versehentlich auf den falschen Button gedrückt und dabei habe ich eine "flexible Änderung/Versicherung" mit abgeschlossen. Die Webseite war geschickt programmiert das man dazu verleitet wurde. Alle anderen Versicherungen wurden abgewählt.

Natürlich geärgert, aber vielleicht nicht schlecht wenn mann so eine Versicherung hat hatte ich mir dann gedacht. Dann habe ich mich mal durch die AGB gewälzt von und einen schreck bekommen. Da ist nichts flexibel, man hat mehr Einschränkungen als bei der Airline direkt. Die Versicherung ist nur zum Geld verdienen...

Erklärungsirrtum, Widerruf.... per Mail und Einschreiben an das OTA geschrieben.

OTA meldet sich natürlich nicht.

Ist der Gerichtsstand Griechenland bzgl. der Versicherung leistungen oder?

Hat jemand eine Idee, ausser Chargeback, wie man die ärgern könnte da ich lt. Bewertungen nicht der einzige bin.
Rechtschutz vorhanden


Viele Grüße und schöne Feiertage

Harry

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Flug Buchung gebucht


12 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
fb367463-2
Status:
Junior-Partner
(5694 Beiträge, 2550x hilfreich)

OTA? Kenn' ich nur als Möglichkeit, beispielsweise Firmwares aufzuspielen oder zu aktualisieren. OTA bedeutet in diesem Zusammenhang "over the air" und kann sich somit auch nicht melden. Vielleicht erklärt das das Schweigen.....

-- Editiert von fb367463-2 am 10.01.2019 21:49

Signatur:Wenn mein Beitrag hilfreich ist, freue ich mich über einen Klick auf "hilfreich" unten. Danke :)
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#2
 Von 
vundaal76
Status:
Student
(2358 Beiträge, 1398x hilfreich)

OTA -> Online Travel Agency
In meinen Augen ist kein Vertrag mit der Versicherung zu Stande gekommen, schließlich gibt es das Button-Gesetz, welches Endverbrauchers vor solchen Tricksereien schützt. Den Buchungsprozess würde ich sicherheitshalber per Screenshot dokumentieren.

Ich würde die Versicherung kontaktieren und der Versicherung eine Frist von 14 Tagen setzen, die Versicherungsprovision zu erstatten - ansonsten gibt es eben den Chargeback.

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#3
 Von 
harry2772
Status:
Frischling
(20 Beiträge, 1x hilfreich)

Zitat (von vundaal76):
OTA -> Online Travel Agency
In meinen Augen ist kein Vertrag mit der Versicherung zu Stande gekommen, schließlich gibt es das Button-Gesetz, welches Endverbrauchers vor solchen Tricksereien schützt. Den Buchungsprozess würde ich sicherheitshalber per Screenshot dokumentieren.

Ich würde die Versicherung kontaktieren und der Versicherung eine Frist von 14 Tagen setzen, die Versicherungsprovision zu erstatten - ansonsten gibt es eben den Chargeback.

Vielen Dank für Deine Antwort.

Die Versicherung wird natürlich von der selben Firma angeboten welche auch für die Flugreservierung zuständig ist.
Bei dieser "Flex Versicherung" welche Sie anbieten können Sie nur Gewinn machen, da besteht 0% Risiko für das Unternehmen.

Hatte ja die erste Mail am 08.12... geschrieben, Einschreiben wurde am 24.12 angenommen, bis dato keine Reaktion von dem OTA (Mytrip.com). Bei Trustpilot eine Negativ Bewertung geschrieben, Antwort darauf, man werde sich darum kümmern. Bis heute ebenfalls keine Resonanz.


Werde ende nächster Woche mal unsere Kreditkartenfirma zwecks Chargeback kontaktieren.

Würde mich brennend interessieren wo wohl der Gerichtsstand wäre ,Griechenland oder Deutschland ??

Die Webseite von dem OTA ist in deutsch, deutsche Telefonnummer, deutsche AGB alles vorhanden.


Viele Grüße

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#4
 Von 
vundaal76
Status:
Student
(2358 Beiträge, 1398x hilfreich)

Den Chargeback würde ich erst beantragen, sobald der Flug abgeflogen wurde. Ansonsten annuliert Ihnen das OTA das Flugticket.

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#5
 Von 
vundaal76
Status:
Student
(2358 Beiträge, 1398x hilfreich)

Für das Chargeback-Verfahren würde ich angeben, dass ein höherer Betrag als genehmigt vom OTA abgebucht wurde.

Der Chargeback funktioniert nur aber nur, solange kein 3DS Sicherheitsverfahren genutzt wurde.

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#6
 Von 
harry2772
Status:
Frischling
(20 Beiträge, 1x hilfreich)

Zitat (von vundaal76):
Für das Chargeback-Verfahren würde ich angeben, dass ein höherer Betrag als genehmigt vom OTA abgebucht wurde.

Der Chargeback funktioniert nur aber nur, solange kein 3DS Sicherheitsverfahren genutzt wurde.

Hallo vundaal76,

vielen Dank für Deine Antwort.

3DS Sicherheitsverfahren wurde angewandt....

Was ist aber wenn das OTA nicht auf unser Einschreiben bzgl. eines Erkklärungsirrtum §§199 Absatz1, hilfsweise Widerruf/Anfechtung reagiert, Ist dann ein Chargeback doch noch möglich und wenn ja wie lange ?

Wie würdest Du, wenn möglich, das Schreiben an die Kreditkarten Firma formulieren ?

Würde die Online-Streitbeilegung von der EU sonst noch was bringen ?


Rechtschutz ist vorhanden.


Viele Grüße





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#7
 Von 
harry2772
Status:
Frischling
(20 Beiträge, 1x hilfreich)

Hallo an alle,

muss da alte Thema nochmal aufrollen.

Stellungnahme vom OTA ist letzte Woche gekommen mit dem ungefähren Wortlaut " Wir zahlen nichts zurück".
War eigentlich zu erwarten. Auf den Widerruf bzw. Erklärungsirrtum sind Sie nicht eingegangen, ist logisch bei solchen OTA.

Da wir eigentlich regelmäßig von Amsterdam aus fliegen, würde mich brennend interessieren, wo in diesem speziellen Fall der wäre Gerichtsstand wäre, da ja Mittelwelle sehr viele OTA Ihren Geschäftssitz im Ausland.

Vor allem wenn ein Widerruf bzw. Erklärungsirrtum gemacht wird, muss dieser nach dem gültigen Gesetzten des jeweiligen Landes gemacht werden, wo das OTA seinen Firmensitz hat ???

Das wäre ja dann fast dann ein Freibrief für das jeweilige OTA...……

Viele Grüße

Harry

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#8
 Von 
AlinaKl
Status:
Schüler
(221 Beiträge, 84x hilfreich)

Bevor man diesem Unsinn Erklärungsirrtum und ähnlichen kommt (ja im deutschen BGB gibt es diese Möglichkeit bringt nur in der Regel absolut null da man auch durch denn dadurch entstehenden Schaden haftet)
Hier muss man erst einmal prüfen welches Recht zur Anwendung kommt und ob dieses Recht auch ähnliche Regelungen zur Anfechtung enthält.

Grundsätzlich kann man aufgrund der Entscheidung des EuGH den Gerichtsstand am Abflug- oder Zielort begründen sofern es um Ansprüche rund um die EU-Fluggastrechteverordnung geht hier geht es aber um andere Ansprüche bei denen diese Methode nicht so einfach funktioniert.

Ansonsten gilt der Gerichtsstand der im Vertrag vereinbart wurde, ist die E***VO sehr eindeutig die bei einem griechischen OTA zur Anwendung kommen kann.

Daher entweder lässt man den Mist sein und bucht nicht bei Schrott-OTAs um eine handvoll Euros zu sparen oder man muss eben vorher alle seine geistigen Fähigkeiten nutzen damit der gesammte Buchungsprozess auch zu 100% korrekt ausgeführt wird.

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#9
 Von 
Sir Berry
Status:
Senior-Partner
(6583 Beiträge, 2402x hilfreich)

AlinaKL
sehr gut auf den Punkt gebracht.

@ Harry

das oder die OTA vermittelt. Der Gegener ist also nicht die OTA sondern das Unternehmen, welches den Versicherungsschutz bietet.

Jegliche Gestaltungserklärungen wären also wenn Deutsches Recht anwendbar ist, nicht an den Vermittler (OTA) sondern an das Unternehmen selbst zu richten.

Sich das Geld durch chargeback zurückzuholen , wäre in solch einem Fall eine noch dümmere Entscheidung als der ungeprüfte Abschluss der Versicherung. Und wenn das dann noch, wie von vuundal empfohlen mit wissentlich unzutreffender Behauptung geschieht, wird es noch einmal brenzliger.

Rückbuchungen sind kein sinnvolles Mittel um eigenen vermeindlichen Rechten (die es in diesem Fall offensichtlich garnicht gibt) Nachdruck zu verleihen.

Zu eigenen Fehlern sollte man stehen.

Berry

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#10
 Von 
harry2772
Status:
Frischling
(20 Beiträge, 1x hilfreich)

Vielen Dank für euere Feedback, aber so war auch meine Vermutung.

Die Versicherung ist lt. dem OTA keine Versicherung sondern ein Produkt und wird von dem selben angeboten.
Mit dem Produkt wird Geld verdient.....

@ AlinaKl
"Daher entweder lässt man den Mist sein und bucht nicht bei Schrott-OTAs um eine handvoll Euros zu sparen oder man muss eben vorher alle seine geistigen Fähigkeiten nutzen damit der gesammte Buchungsprozess auch zu 100% korrekt ausgeführt wird."

Stimme ich Dir voll zu und selbst danach kann es Probleme geben...Stornierung, Flugzeitenänderung....Du rennst dann immer Deinem Geld hinterher.....

Das gleiche Problem hast Du aber auch wenn Du direkt bei der Airline buchst und die sitzt im Ausland ohne irgendeine Niederlassung in Deutschland...

Wie viele schauen wohl vorher ins Impressum wo das OTA sitz ????

Vielen Dank für euer Hilfe

-- Editiert von harry2772 am 27.03.2019 10:31

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#11
 Von 
AlinaKl
Status:
Schüler
(221 Beiträge, 84x hilfreich)

Ich buche immer direkt bei der Airline die handvoll Euro sind einfach den Mehraufwand nicht wert.
Ansonsten sollte man sich zumindest kurz mal ansehen wer denn der Vertragspartner ist so schwierig ist das nicht.

Ich hatte bei keiner Oneworld oder Skyteam Airline bisher ernsthafte Probleme, zugegeben die bei KLM gebuchtete STR-CDG-SIN-HKT Airfrance/Silkair ausgeführten Flüge in STR-AMS-KUL-HKT mit KLM/Malaysian Airlines zu ändern hat einige Zeit gedauert aber am Ende doch funktioniert, auch wenn ich kurz davor war selbst zu buchen.

Wenn ich dann eben noch einen deutschen Flughafen abfliege ist die Sache noch einfacher wenn die Airline irgendeinen Unsinn anstellt dann buche ich die neue Strecke eben selbst und hole mich das Geld über das nächste Amtsgericht wieder.

Mag natürlich sein dass ein Oneworld Emerald oder SkyTeam Elite Plus Status sehr hilfreich ist und dann die Dinge doch einfacher ablaufen als sonst üblich.

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#12
 Von 
harry2772
Status:
Frischling
(20 Beiträge, 1x hilfreich)

Zitat (von AlinaKl):
Ich buche immer direkt bei der Airline die handvoll Euro sind einfach den Mehraufwand nicht wert.
Ansonsten sollte man sich zumindest kurz mal ansehen wer denn der Vertragspartner ist so schwierig ist das nicht.

Ich hatte bei keiner Oneworld oder Skyteam Airline bisher ernsthafte Probleme, zugegeben die bei KLM gebuchtete STR-CDG-SIN-HKT Airfrance/Silkair ausgeführten Flüge in STR-AMS-KUL-HKT mit KLM/Malaysian Airlines zu ändern hat einige Zeit gedauert aber am Ende doch funktioniert, auch wenn ich kurz davor war selbst zu buchen.

Wenn ich dann eben noch einen deutschen Flughafen abfliege ist die Sache noch einfacher wenn die Airline irgendeinen Unsinn anstellt dann buche ich die neue Strecke eben selbst und hole mich das Geld über das nächste Amtsgericht wieder.

Mag natürlich sein dass ein Oneworld Emerald oder SkyTeam Elite Plus Status sehr hilfreich ist und dann die Dinge doch einfacher ablaufen als sonst üblich.


Hatte bis dato auch noch nie Probleme, aber alles ist eben das erste mal. Nächstes mal besser aufpassen.

Bei der Rechtslage würde ich, wenn ich das OTA wäre auch nichts freiwillig zurückzahlen, warum auch.
Die Margen bei den Tickets sind eh gering, da passt das schon mit den "Zusatz Produkt"..bringen Geld..

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