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Hotelstornierung seitens Hotels - falscher Preis

20.1.2015 Thema abonnieren Zum Thema: Hotel gebucht
 Von 
mofl
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 1x hilfreich)
Hotelstornierung seitens Hotels - falscher Preis

Hallo zusammen,

mal angenommen ein Kunde hat über ein deutsches Online-Portal ein Hotel in Thailand gebucht. Die Hotels sind vorher nicht namentlich bekannt und daher in Reisepreis reduziert. Das Hotel wurde gebucht und per Mail bestätigt.

Nach 11 Tagen hat das Hotel das Zimmer über das deutsche Online-Portal storniert. Der Kunde wurde über das Portal dahingehend informiert. Grund "Den bestätigten Preis erklärt das Hotel für nichtig".

Um die Buchung aufrecht zu erhalten wird ein ca. 2.5x zu hoher Preis gefordert. Eine Stornierung seitens des Kunden war laut AGB niemals möglich. Und wird hier auch nicht angeboten. Bzw. bei nicht Rückmeldung einfach durchgeführt.

Nun sind schon die Flüge nach Phuket (Ort des gebuchten Hotels) gebucht sowie Transfers arrangiert.

Welche rechte hat der Kunde und bei wem muss er diese geltend machen?

Vielen Dank

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Hotel gebucht


5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
bernardoselva
Status:
Bachelor
(3253 Beiträge, 1803x hilfreich)

Hallo,

sorry, sind Sie fuer die knappe Antwort nicht sauer: Sie haben in Deutschland keine Rechte auf den gebuchten Preis zu bestehen. Auch, dass Sie den Flug schon gebucht haben und ebenso den Transfer vor Ort interessiert niemanden.

Das Buchungsportal wird lediglich als Vermittler taetig sein, dass koennen Sie aller Wahrscheinlichkeit nach in den AGB des Buchungsportals nachlesen. Vertragspartner ist deshalb das Hotel, klagen muessten Sie also in Thailand - und das ist aussichtslos.

Tja, das ist halt so, wenn man sich nicht einem deutschen Reiseveranstalter anvertraut, dann muss man auch damit rechnen, dass im Falle eines Falles kein deutsches oder EU-Recht Anwendung findet.


Viele Gruesse
bernardoselva



-----------------
"Touristiker. Hinweise sind meine persoenliche Meinung und keinesfalls Rechtsberatung!"

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#2
 Von 
drkabo
Status:
Philosoph
(12486 Beiträge, 8099x hilfreich)


quote:
Welche rechte hat der Kunde und bei wem muss er diese geltend machen?

Da wird er wohl in einem thailändischen Forum nachfragen müssen.
Denn geltend machen müsste er die Rechte beim Hotel, bzw. wenn das nichts wird, beim für den Hotelort zuständigen Gericht in Thailand.
Da es bei den Flügen ja um nicht unerhebliche Summen geht, wäre evtl. einem Beratung bei einem deutsch-thailändischen Anwalt zu empfehlen.
Guhgel liefert da einige Treffer zu Anwaltskanzleien in Deutschland, die sich auf thailändische Rechtsfälle spezialisiert haben (wobei es allerdings in den meisten Fällen primär um Firmenrecht/Investitionen oder dt./thail. Eheschließungen geht).



-----------------
"
Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB ."

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#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(87918 Beiträge, 35105x hilfreich)

quote:
Welche rechte hat der Kunde

Die welche ihm das Thailändische Recht einräumt. Hier kennt die vermutlich keiner



quote:
und bei wem muss er diese geltend machen?

Bei seinem Vertragspartner, dem Hotel in Thailand.





-----------------
"Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB ."

-- Editiert Harry van Sell am 20.01.2015 23:50

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#4
 Von 
mofl
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 1x hilfreich)

Danke. Dann lohnt sich der Aufwand wohl nicht.

-----------------
""

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#5
 Von 
Steffen Meier
Status:
Lehrling
(1529 Beiträge, 1134x hilfreich)

quote:
mal angenommen ein Kunde hat über ein deutsches Online-Portal ein Hotel in Thailand gebucht. Die Hotels sind vorher nicht namentlich bekannt und daher in Reisepreis reduziert.

Das klingt ja fast noch sog. Glückhotels.
Ich gehe auch davon aus, dass das deutsche Online-Portal nur Vermittler ist.
Allerdings sollte man hier noch einmal genauer hinschauen - insb. wg. dieser Glückshotel-Klausel (Hotel nicht namentlich bekannt).

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" "

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