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Reiserücktritsversicherung kündigen

 Von 
treelode
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Reiserücktritsversicherung kündigen

Hallo!!
Ich habe am 20.08.2015 eine Reise in die Türkei bei Ab in den Urlaub gebucht, mit Veranstalter ITT.Die Reise betrug 798,-€.Wurde aufgrund eines Preisfehlers des Veranstalters am 8.09.2015 storniert. Wir haben mit dieser Reise eine Reise Rechtsschutz und eine Reiserücktrittsversicherung abgeschlossen. Diese brauchten wir ja nicht mehr.Anruf bei Ab in der Urlaub,uns wurde mitgeteilt, das wir innerhalb von 14 Tagen hätten zurück treten müssen.konnten wir ja nicht weil wir es nicht wussten. Heute kam die mail,das auf kulanz die Rechtsschutz von ihnen storniert wurde.die Rücktritts Versicherung jedoch nicht.was soll ich mit dieser wenn es keine Reise mehr gibt.wie kann ich dagegen vorgehen?auf E-Mails wird nicht reagiert.danke schon mal!!!!!

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Reise Veranstalter storniert gebucht


1 Antwort
Sortierung:
#1
 Von 
JogyB
Status:
Bachelor
(3155 Beiträge, 3065x hilfreich)

Ich sehe zwei Ansatzpunkte:

1. Gegenüber Ab-in-den-Urlaub: Eine Bindung an die Rücktrittversicherung kann gemäß §242 BGB vom Reisenden nicht verlangt werden, wenn die von Ab-in-den-Urlaub vermittelte Reise ohne Verschulden des Reisenden nicht stattfinden kann.
2. Gegenüber ITT: Wenn schon eine Buchungsbestätigung vorlag, dann kann ITT den Vertrag nicht einfach stornieren, sondern muss den Weg über eine Anfechtung wegen Irrtums wählen (*). Der Preis erscheint jetzt auf den ersten Blick nicht so niedrig, dass Du einen Preisfehler erkennen konntest und damit hat ITT gemäß §122 Abs. 1 BGB den Vertrauensschaden zu ersetzen. Und dieser besteht hier in den Kosten der Reiserücktrittsversicherung, denn diese hättest Du ja nicht gebucht, wenn Du nicht auf die Durchführung der Reise zu den genannten Konditionen vertraut hättest.

(*) Da könnte man auch nochmal einhaken. ITT hat im Zweifelsfall zu belegen, wie der Irrtum entstanden ist. Da könnte man durchaus hergehen und auf die Durchführung der Reise bestehen. Je nachdem was dann kommt, könnte man seinen Anspruch auf die Durchführung der Reise zum genannten Preis durchaus durchsetzen. Hängt aber davon ab, wie groß die Preisdifferenz war (bei 50€ wird dem Veranstalter die Begründung sicher schwerer fallen als bei 1000€ ;) und ob für eine Klage noch genug Zeit ist.

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