Abitur Zeugnis Fälschung aufgeflogen - Job verloren - Geld zurückzahlen?

7. Juli 2024 Thema abonnieren
 Von 
ichhabeinefrage123
Status:
Frischling
(28 Beiträge, 1x hilfreich)
Abitur Zeugnis Fälschung aufgeflogen - Job verloren - Geld zurückzahlen?

Hallo,

wenn man sein Abitur fälscht und damit studiert und zb seinen Bachelor macht und das irgendwann auffliegt - muss man dann das "fälschlich" verdiente Geld zurückzahlen oder trifft das nur auf bestimmt Jobs zu?
Habe mir viel dazu durchgelesen und teilweise kam es zu den Geldstrafen an sich noch dazu, dass die Täter das verdiente Geld zurückzahlen mussten.
Trifft das zB nur auf Verbeamtete oder auf jeden?

MfG

-- Editiert von Moderator topic am 8. Juli 2024 00:33

-- Thema wurde verschoben am 8. Juli 2024 00:33

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20 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(122523 Beiträge, 40147x hilfreich)

Zitat (von ichhabeinefrage123):
Trifft das zB nur auf Verbeamtete oder auf jeden?

Üblicherweise muss der Betrüger - neben der Geld / Freiheitsstrafe - seine Beute zurückgeben. Egal ob er verbeamtet ist oder nicht.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#2
 Von 
ichhabeinefrage123
Status:
Frischling
(28 Beiträge, 1x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Üblicherweise muss der Betrüger - neben der Geld / Freiheitsstrafe - seine Beute zurückgeben. Egal ob er verbeamtet ist oder nicht.


Okay danke für die Antwort.
Und da ist auch egal in welchem Bereich man arbeitet?
Wenn man den Job zb nur wegen eines speziellen Bachelors bekommen hat muss man alles zurückzahlen?
Also warum man welchen Job bekommt hat liegt ja am Ende immer noch im Ermessen des dafür Zuständigen in der jeweiligen Firma, oder?
Also wie weisen die sozusagen nach dass man den Job ohne den fälschlichen Bachelor nicht bekommen hätte?

LG

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#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(122523 Beiträge, 40147x hilfreich)

Zitat (von ichhabeinefrage123):
Also wie weisen die sozusagen nach dass man den Job ohne den fälschlichen Bachelor nicht bekommen hätte?

Es wird sich z.B. in der Stellenanzeige finden, meist auch aus dem Arbeitsvertrag sich ergeben oder einfach aus dem Berufsbild.

Bei einem Parkplatzwächter wird in der Regel weder Abitur noch Bachelor notwendig sein, also dürfte da eine Rückforderung ins Leere laufen.


Signatur:

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#4
 Von 
ichhabeinefrage123
Status:
Frischling
(28 Beiträge, 1x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Es wird sich z.B. in der Stellenanzeige finden, meist auch aus dem Arbeitsvertrag sich ergeben oder einfach aus dem Berufsbild.

Bei einem Parkplatzwächter wird in der Regel weder Abitur noch Bachelor notwendig sein, also dürfte da eine Rückforderung ins Leere laufen.


Okay ja das macht natürlich Sinn.
Habe jetzt nochmal recherchiert, und anscheinend kommt es primär bei Jobs mit nötiger Approbation zwangsläufig zu Rückzahlungen.
Bei vielen anderen Jobs anscheinend nicht, da man ja trotz gefälschtem Zeugnis arbeitet. Halt im Endeffekt Arbeit gegen Lohn

LG

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#5
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(122523 Beiträge, 40147x hilfreich)

Zitat (von ichhabeinefrage123):
anscheinend kommt es primär bei Jobs mit nötiger Approbation zwangsläufig zu Rückzahlungen.

Da ist es auch sehr eindeutig, die Beweislast erfüllt sich da praktisch automatisch.

Auch bei Berufen wo ein Bachelor anderen Titeln wie z.B. Meister oder Ingenieur gleichgestellt wäre, ist es recht eindeutig.


Oft wird das ganze aber nichtöffentlich abgewickelt, ist ja auch für das Unternehmen ein Imageproblem.


Signatur:

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#6
 Von 
ichhabeinefrage123
Status:
Frischling
(28 Beiträge, 1x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Da ist es auch sehr eindeutig, die Beweislast erfüllt sich da praktisch automatisch.

Auch bei Berufen wo ein Bachelor anderen Titeln wie z.B. Meister oder Ingenieur gleichgestellt wäre, ist es recht eindeutig.


Oft wird das ganze aber nichtöffentlich abgewickelt, ist ja auch für das Unternehmen ein Imageproblem.


Also in meinem beschriebenen Szenario macht man ja mit gefälschtem Abitur sozusagen wirklich seinen Bachelor und besteht den auch "ehrlich".
Mit diesem bewirbt man sich dann und wird genommen und arbeitet.

Ist das dann rechtlich überhaupt möglich im Nachhinein die Kohle zurückzahlen zu müssen?
Also wenn man das gefälschte Dokument, das Abitur, nie vorlegt?

MfG

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#7
 Von 
Nana71
Status:
Lehrling
(1230 Beiträge, 137x hilfreich)

Zitat (von ichhabeinefrage123):
Ist das dann rechtlich überhaupt möglich im Nachhinein die Kohle zurückzahlen zu müssen?
Also wenn man das gefälschte Dokument, das Abitur, nie vorlegt?


Das gefälschte Dokument ist aber ja bei der Uni/Hochschule vorgelegt worden, und ohne dieses hätte es das Bachelor Zeugnis, auf dessen Grundlage wiederum die Einstellung für den Job XY beruht, nicht gegeben.

Sofern das im Eingangsbeitrag geschilderte Szenario nicht bereits eingetreten ist, würde ich ganz dringend dazu raten, von solchen Experimenten die Finger zu lassen.



-- Editiert von User am 8. Juli 2024 08:36

Signatur:

Ich gebe lediglich meine Meinung wieder - Rechtsberatung gibt es gegen Bezahlung beim Anwalt.

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#8
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(48068 Beiträge, 16975x hilfreich)

Zitat (von ichhabeinefrage123):
wenn man sein Abitur fälscht und damit studiert und zb seinen Bachelor macht und das irgendwann auffliegt - muss man dann das "fälschlich" verdiente Geld zurückzahlen

Nein

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#9
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(33268 Beiträge, 5789x hilfreich)

Zitat (von ichhabeinefrage123):
wenn man sein Abitur fälscht und damit studiert
Das kommt vor.
Zitat (von ichhabeinefrage123):
Also wenn man das gefälschte Dokument, das Abitur, nie vorlegt?
Was denn nun?
Wie und wann fliegt dann in deinem erdachten Szenario der Betrug auf?

Wer hat in deinem erdachten Szenario einen Bewerber immatrikuliert, wenn das Abitur Voraussetzung für die Zulassung zum Bachelor-Studiengang ist?

Der Bachelor war echt. Den Job hat er auch echt (gut) gemacht.
Zitat (von ichhabeinefrage123):
kommt es primär bei Jobs mit nötiger Approbation zwangsläufig zu Rückzahlungen.
NÖ. Für eine Approbation braucht es mehr als einen ehrlichen oder fälschlichen Bachelor.

Also lies nach, wann und warum das gefälschte Abitur trotzdem zu solchen *Jobs* mit Approbation führte
und von wem der Betrug aufgedeckt wurde und von wem was zurückgefordert wurde.

...zu viele Krimis geguckt?
...noch nichts von Hochstaplern gehört?
...wem ist welcher Schaden entstanden?

-- Editiert von User am 8. Juli 2024 13:37

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

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#10
 Von 
spatenklopper
Status:
Gelehrter
(10917 Beiträge, 4248x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Was denn nun?

Das gefälschte Abizeugnis wurde zwangsläufig der Uni vorgelegt, ansonsten hätte es keinen Studiengang gegeben, nach der Uni wurde das Zeugnis nie wieder verwendet, sprich einem Arbeitgeber vorgelegt.
Nicht all zu schwer zu verstehen.

Zitat (von Anami):
Wie und wann fliegt dann in deinem erdachten Szenario der Betrug auf?

Irgendwann bei einem Arbeitgeber?

Zitat (von Anami):
Wer hat in deinem erdachten Szenario einen Bewerber immatrikuliert

:???:
Wie eine Immatrikulation funktioniert weißt Du aber schon, oder?

Letztendlich kommt es auf die Frage an, ob einem ein real abgeschlossenes und bestandenes Studium nachträglich aberkannt werden kann, nur weil die Immatrikulationsvoraussetzungen nie vorgelegen haben.
Nach meinem Kenntnisstand ist das nicht der Fall.

1x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
ichhabeinefrage123
Status:
Frischling
(28 Beiträge, 1x hilfreich)

Zitat (von spatenklopper):
Das gefälschte Abizeugnis wurde zwangsläufig der Uni vorgelegt, ansonsten hätte es keinen Studiengang gegeben, nach der Uni wurde das Zeugnis nie wieder verwendet, sprich einem Arbeitgeber vorgelegt.
Nicht all zu schwer zu verstehen.


Exakt.
Aber so ich recherchiert habe scheint das mit den Rückzahlungen des Gehalts nur bei zulassungspflichtigen Berufen zu passieren.
Da man da ja rechtlich gar nicht hätte arbeiten dürfen und dadurch alles hinfällig ist.

MfG

0x Hilfreiche Antwort

#12
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(33268 Beiträge, 5789x hilfreich)

Zitat (von spatenklopper):
Das gefälschte Abizeugnis wurde zwangsläufig der Uni vorgelegt
Oh, woher weißt du das denn alles?
Zitat (von ichhabeinefrage123):
Also wenn man das gefälschte Dokument, das Abitur, nie vorlegt?

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

0x Hilfreiche Antwort

#13
 Von 
spatenklopper
Status:
Gelehrter
(10917 Beiträge, 4248x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Oh, woher weißt du das denn alles?

Durch lesen und verstehen.

0x Hilfreiche Antwort

#14
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(122523 Beiträge, 40147x hilfreich)

Zitat (von spatenklopper):
Durch lesen und verstehen.

Das funktioniert bei Anami seit letzter Woche wohl noch schlechter als sonst ...


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#15
 Von 
Nana71
Status:
Lehrling
(1230 Beiträge, 137x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Oh, woher weißt du das denn alles?


Das Zeugnis muss der Uni vorgelegen haben, ansonsten wäre der TE nicht für ein Studium zugelassen worden.

Signatur:

Ich gebe lediglich meine Meinung wieder - Rechtsberatung gibt es gegen Bezahlung beim Anwalt.

0x Hilfreiche Antwort

#16
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(33268 Beiträge, 5789x hilfreich)

Zitat (von Nana71):
Das Zeugnis muss der Uni vorgelegen haben, ansonsten wäre der TE nicht für ein Studium zugelassen worden.
Ja, davon sollte man ausgehen.
Wenn dann aber nach diversen Erklärungen vom TE in #6 kommt:
Zitat (von ichhabeinefrage123):
Also wenn man das gefälschte Dokument, das Abitur, nie vorlegt?


Dann bin ich der Dumme--- oder? Dann gern.

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

0x Hilfreiche Antwort

#17
 Von 
Nana71
Status:
Lehrling
(1230 Beiträge, 137x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Wenn dann aber nach diversen Erklärungen vom TE in #6 kommt:
Zitat (von ichhabeinefrage123):
Also wenn man das gefälschte Dokument, das Abitur, nie vorlegt?


Dann bin ich der Dumme--- oder? Dann gern.


Damit war gemeint, dass der Arbeitgeber das Abiturzeugnis nicht zu sehen bekommt.

Signatur:

Ich gebe lediglich meine Meinung wieder - Rechtsberatung gibt es gegen Bezahlung beim Anwalt.

0x Hilfreiche Antwort

#18
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(33268 Beiträge, 5789x hilfreich)

Zitat (von Nana71):
Damit war gemeint, dass der Arbeitgeber das Abiturzeugnis nicht zu sehen bekommt.
Wieso auch sollte der das sehen wollen/müssen ?
Jemand fälscht sein Abizeugnis--- und geht dann seinen Lebensweg, bis die Fälschung auffliegt.

Zitat (von ichhabeinefrage123):
Aber so ich recherchiert habe scheint das mit den Rückzahlungen des Gehalts nur bei zulassungspflichtigen Berufen zu passieren.
Auch da hat er falsch recherchiert.
Vielleicht recherchiert er erstmal, um was für einen Beruf es ging oder gehen könnte...

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

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#19
 Von 
ReBo123
Status:
Beginner
(54 Beiträge, 3x hilfreich)

Wenn(!) es stimmt, was einer der Vorredner schrieb, dass ein mit allen erforderlichen Leistungsnachweisen und Prüfungen abgeschlossenes Studium nicht nichtig wird aufgrund der Tatsache, dass die Zulassung zum Studium durch Betrug erlangt wurde, dann wäre für mich rein logisch eine Rückzahlungspflicht für Bezüge aus einer auf dem Studienabschluss basierenden Berufstätigkeit ausgeschlossen. Selbst wenn das Studium unabdingbare Einstellungsvoraussetzung war - das war ja dann gefälschtem Abitur zum Trotz gegeben. Wie sich das auf das Vertrauen des Arbeitgebers in den Mitarbeiter und dessen weitere Aufstiegschancen auswirkt, steht auf einem anderen Blatt. Inwieweit Zuschüsse zum Studium zurückgefordert werden können, weiß ich nicht.

Signatur:

Ich bin juristischer Laie, meine Beiträge verstehen sich als Denkanstöße.

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#20
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(122523 Beiträge, 40147x hilfreich)

@ichhabeinefrage123
Es gibt da keine allgemeingültige Antwort.

Zum einen muss man jeden Fall einzeln betrachten.
Zum anderen ist es oft so, dass Unternehmen da gerne versuchen, den Mantel des Schweigens drüber bereiten - "Du schweigst eisern, dafür wollen wir auch nix von Dir".


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