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Aufklärungspflicht bei Impfungen

11.1.2019 Thema abonnieren Zum Thema: Arzt Frage
Geschlossen Neuer Beitrag
 Von 
go505370-17
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 0x hilfreich)
Aufklärungspflicht bei Impfungen

Hallo,

muss ein Arzt vor einer Impfung (Hepatitis, Tetanus) über die Risiken aufklären?
In meinem Fall wurde vor einigen Jahren schon mal geimpft und bin daraufhin schwer erkrankt.
Damals war die Imfung nicht als Ursache erkannt worden.

10 Jahre später bin ich nochmals geimpft worden und erkrankte wieder an der selben Krankheit.
Danach hat man den Zusammenhang der Impfung und der Krankheit erkannt und auch als Impfschaden offiziell anerkannt.

Meine Frage wäre jetzt ob der Arzt eine Aufklärungspflicht bei solchen Impfungen hat.
Im Beipackzettel des Impfstoffes steht auf der ersten Seite das Personen die diese spezielle Krankheit schon einmal nach einer Impfung hatten, nicht nochmal ohne Risikoabschätzung geimpft werden sollen. In den möglichen Nebenwirkungen steht diese Krankheit auch nochmal namentlich benannt. (Bitte lesen Sie diesen Hinweis bevor Sie den Patient impfen!)

Ich selbst habe diesen Beipackzettel nie gesehen und der Arzt hat Ihn scheinbar auch nicht durchgelesen.

Im Internet find ich immer wieder Urteile, dass bei den Standard impfungen nicht unbedingt über jedes einzelne Risiko aufgeklärt werden muss, aber in diesem Fall stand es jas explizit als Hinweis auf der ersten Seite und nicht nur als mögliches Risiko.

Besten Dank.

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Arzt Frage


5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(67538 Beiträge, 31685x hilfreich)

Zitat (von go505370-17):
nicht nochmal ohne Risikoabschätzung geimpft werden sollen.

Sollen oder dürfen?

Den Arzt hat man über die Problematik bei der vorhergehenden Impfung informiert?


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#2
 Von 
go505370-17
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 0x hilfreich)

Darf nicht!

Der Arzt wusste von der Krankheit und auch von der Impfung. Den Zusammenhang Impfung und Krankheit hat damals niemand erkannt.

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#3
 Von 
eh1960
Status:
Lehrling
(1899 Beiträge, 693x hilfreich)

Zitat (von go505370-17):

muss ein Arzt vor einer Impfung (Hepatitis, Tetanus) über die Risiken aufklären?

Ein Arzt muss vor jeder Behandlung über die Risiken und möglichen Nebenwirkungen usw. aufklären.

Signatur:Eine "UG" gibt es nicht. Es gibt nur die "UG haftungsbeschränkt".
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#4
 Von 
fb367463-2
Status:
Junior-Partner
(5716 Beiträge, 2554x hilfreich)

Zitat (von go505370-17):

Der Arzt wusste von der Krankheit und auch von der Impfung. Den Zusammenhang Impfung und Krankheit hat damals niemand erkannt.

Deshalb konnte er vermutlich vor der Krankheit auch nicht warnen... Wie hätte er das tun sollen, wenn er nicht mal wusste, dass diese vorlag? Im Normalfall ist es so, dass der Arzt die möglichen Nebenwirkungen und Folgen runter betet. Aber es ist natürlich schlecht möglich, jede auch nur mögliche Nebenwirkung zu schildern. So werden im Allgemeinen eigentlich nur die Nebenwirkungen erwähnt, die mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit eintreten könnten. Und das ist auch vollkommen in Ordnung so, würde ich sagen.

Signatur:Wenn mein Beitrag hilfreich ist, freue ich mich über einen Klick auf "hilfreich" unten. Danke :)
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#5
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(67538 Beiträge, 31685x hilfreich)

Wenn es ein Warnhinweis / Pflichthinweis war, dann hatte er sogar aktiv nachforschen müssen, ob da eine Gefahr besteht.

Das ist nämlich was anderes als die 0815-Nebenwirkungen wie Kopfschmerz und Schwindel.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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