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DHL Auslands-Paket wird zurückgeschickt weil angeblich zu groß, keine Erstattung

18.10.2016 Thema abonnieren Zum Thema: Paket DHL
Geschlossen Neuer Beitrag
 Von 
papalagi
Status:
Schüler
(240 Beiträge, 28x hilfreich)
DHL Auslands-Paket wird zurückgeschickt weil angeblich zu groß, keine Erstattung

Habe auf der DHL Seite einen Online Paketschein ausgedruckt.
Das Paket ging nach Polen, wog 25 kg und war 155x60x60 groß. Der Wert war 2200€.
Ich wählte also Höherversicherung und Sperrgut, das ergab einen stolzen Geamtpreis von 112,34€
Normalpakete dürfen 120x60x60cm sein (Gurtmass 360cm), beim Infobutton Sperrgut stand Länge bis 200cm (Gurtmass ebenfalls nur 360cm, wofür bezahl ich da mehr?), also nahm ich an, daß ich wegen der 35 cm den Sperrgutzuschlag zahlen muß.
Ich verfrachtete das Riesenteil zur Post und schickte es los. Ein paar Tage später kam es zu mir zurück, mit der Begründung, Pakete nach Polen dürfen nur 150cm lang sein!
Das Paket wurde nur zum Paketzentrum und zurück transportiert. Also erbat ich die Rückerstattung des Versandpreises, hilfsweise das Geld, dass ich für den Auslandsservice bezahlt habe, also mindestens 66 €. Man bot mir "kulanterweise" einen kleineren Betrag an. Ich verlangte einen Auszug aus irgendwelchen AGB, die denen gestattet den Betrag einzubehalten ohne den bezahlten Auftrag auszuführen. Habe 5 mal drum gebeten, jedesmal wurde ich abgespeist ohne daß man drauf eingegangen ist.
Wo nehmen die also die Grundlage her für eine Auslandspaket zu kassieren, den Auftrag aber nicht auszuführen. Kann ich auf die Erstattung der Summe bestehen, in welcher Höhe?

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Paket DHL


14 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(77443 Beiträge, 33360x hilfreich)

DHL ist da immer sehr schwerfällig, meist weren die erst aktiv wenn Anwälte und Gerichte im Spiel sind.



Das beste wäre also, denen ein Schreiben zu senden in dem man entsprechend reklamiert und die Erstattung des Betrages wegen Verweigerung der Ausführungs des Vertrages fordert.
Das ganze dann mit Frist nach Datum und per Einschreiben.

Und natürlich die Beweise sichern, also Ablauf der Bestellung, Inhalte der Info-Buttons etc.



Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#2
 Von 
-Laie-
Status:
Philosoph
(12194 Beiträge, 5046x hilfreich)

Zitat (von papalagi):
.....wofür bezahl ich da mehr?
Für 80cm mehr Länge!


Zitat (von papalagi):
Wo nehmen die also die Grundlage her für eine Auslandspaket zu kassieren, den Auftrag aber nicht auszuführen. Kann ich auf die Erstattung der Summe bestehen, in welcher Höhe?
Du hast den Schaden zu erstatten den du verursacht hast. Das Paket wurde teilweise befördert. An irgendeiner Stelle ist dann aufgefallen, dass dein Paket zu groß ist. Das Paket muss wieder zurücktransportiert werden. DHL muss nun also nachweisen welcher Schaden dadurch entstanden ist. DIeses Geld dürfen sie dann einbahelten. Der Schaden kann sogar höher sein, als das was du für den eigentlichen Versand bezahlt hast. Aber das ist etwas was hier wohl niemand abschätzen kann. DHL muss aber auf jeden Fall einen Nachweis liefern.

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#3
 Von 
Paragrafenreiter
Status:
Praktikant
(543 Beiträge, 396x hilfreich)

Bei der Abgabe bei der Post wird das doch überprüft. Ist das nicht eine Annahme der Sendung?
Meine vorfrankierten Pakete werden auch abgewiesen, wenn die schwerer sind als das bereits gekaufte Porto.

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#4
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(77443 Beiträge, 33360x hilfreich)

Zitat (von Paragrafenreiter):
Bei der Abgabe bei der Post wird das doch überprüft.

Nicht immer.

Die große Frage: gibt es eine Prüfpflicht am Schalter bezüglich der Vorgaben? Auf welcher Rechtsgrundlage?



Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#5
 Von 
Flo Ryan
Status:
Senior-Partner
(6907 Beiträge, 4776x hilfreich)

Zitat (von micbu):
Für 80cm mehr Länge!
95 cm. Für Sperrgut nach Polen gilt: max. Gurtmass 300 cm, max. Länge 150 cm, also auch überschritten.

Signatur:Wo lagert die Post eigentlich die ganzen Briefe, die angeblich nie zugestellt worden sind?
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#6
 Von 
-Laie-
Status:
Philosoph
(12194 Beiträge, 5046x hilfreich)

Zitat (von Flo Ryan):
95 cm.
???????? 200-120=80

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#7
 Von 
Flo Ryan
Status:
Senior-Partner
(6907 Beiträge, 4776x hilfreich)

Gurtmass sind bei 155x60x60 = 395cm. Zulässig als Sperrgut nach Polen per DHL sind 300cm, also 395cm - 300cm = 95cm

Signatur:Wo lagert die Post eigentlich die ganzen Briefe, die angeblich nie zugestellt worden sind?
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#8
 Von 
Tiger123
Status:
Praktikant
(998 Beiträge, 569x hilfreich)

Zitat (von Flo Ryan):
Gurtmass sind bei 155x60x60 = 395cm

Genau. Wollte den Fragesteller auch gerade darauf hinweisen dass sein Paket selbst bei seinen falschen Informationen ("Gurtmass ebenfalls nur 360cm") eindeutig erkennbar zu groß gewesen wäre....

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#9
 Von 
ojuujo
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)

https://www.deutschepost.de/content/dam/dpag/images/G_g/Gesamtpreisliste/leistungen-und-preise_092016.pdf

Seite 69:

Zitat:
Ist ein DHL Paket nicht oder nicht vollständig frankiert, kann die Deutsche
Post die Annahme verweigern oder die Sendung zurückgeben bzw. zur
Abholung bereithalten oder ohne Benachrichtigung des Absenders befördern.
Der Absender ist zur Zahlung verpflichtet. Bei der Beförderung der Sendung
an den Empfänger kann dieser das Entgelt anstelle des Absenders bezahlen.
Bei nicht vollständiger Frankierung wird ein Nachentgelt (= fehlendes Porto
+ Einziehungsentgelt) berechnet: Bei nicht vollständiger Frankierung + 2,00 € + 2,00 €

Die Kosten sind relativ überschaubar.
Wenn man jedoch ein Paket einliefert, welches deutlich zu gross ist, sollte man sich nicht wundern,
wenn DHL die vorher bezahlte Frankierung nicht erstatten möchte, ausserdem kann der Fragesteller
sich auch glücklich schätzen, dass DHL hier nicht eine höhere Nachforderung stellt, denn es sind bereits
Kosten für den Transport zum Startpaketzentrum, der manuellen Bearbeitung und der Rücksendung angefallen.

Ich könnte mir vorstellen, insofern der Fragesteller hier eine Rückforderung anstrebt, dass DHL gegen rechnen wird und evtl. würde dann sogar noch nachgezahlt werden müssen.

DHL ist ausserdem bekannt dafür, Angelegenheiten gerne auch in die Länge zu ziehen.

Ich würde vorschlagen, die Waren in zwei normalen Paketen zu versenden, da es ja mit einem Paket nicht
passt.
Natürlich nur, insofern sich die Ware aufteilen lässt.




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#10
 Von 
-Laie-
Status:
Philosoph
(12194 Beiträge, 5046x hilfreich)

Zitat (von Flo Ryan):
Gurtmass
Ja und? ich schrieb 80cm mehr Länge! Nicht 80cm mehr Gurtmaß, deine Rechnung hat nichts mit meiner Aussage zu tun.

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#11
 Von 
reckoner
Status:
Gelehrter
(10371 Beiträge, 3778x hilfreich)

Hallo,

Zitat:
denn es sind bereits Kosten für den Transport zum Startpaketzentrum, der manuellen Bearbeitung und der Rücksendung angefallen.
Für den Transport zum ersten Paketzentrum wurde gezahlt, incl. Sperrgut, und die Rücksendung dürfte ähnlichen Kostenaufwand haben wie eine korrekte Zustellung im Inland (es ging ja nicht bis zum Empfänger und dann wieder zurück, was praktisch 2 Lieferungen wären). Und manuelle Bearbeitung dürfte gerade bei Sperrgut die Regel sein, (auch) dafür zahlt man den Zuschlag.

Imho darf DHL nur den Standardtarif Inland plus Sperrgut berechnen, der Rest ist zu erstatten. Insbesondere die Zusatzkosten "Ausland" sind unberechtigt, DHL hat die Lieferung dorthin ja nicht einmal versucht.

Stefan

PS: DHL ist doch ein Weltkonzern, warum gibt es da überhaupt unterschiedliche Versandbedingungen? Sind etwa in Polen die Transporter kleiner? Oder die Zusteller? :)

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#12
 Von 
Lifeguard
Status:
Student
(2877 Beiträge, 1298x hilfreich)

Wenn die Sendung von der Post angenommen worden ist, dann haben die den Auftrag angenommen. Haben sie den gestempelten Einlieferungsbeleg?
Man kann erstmal eine Schlichtung bei der BNetzA beantragen.

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#14
 Von 
BigiBigiBigi
Status:
Master
(4732 Beiträge, 1602x hilfreich)

Zitat (von reckoner):
DHL ist doch ein Weltkonzern, warum gibt es da überhaupt unterschiedliche Versandbedingungen?

Weil DHL in Polen über deren Partner Poczta Polska zustellt und die vermutlich ihre eigenen Richtlinien für Paketgrößen haben.

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