Fragen wegen Schadensersatz/Schmerzensgeld

6. Juni 2012 Thema abonnieren
 Von 
fraglosbin
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 1x hilfreich)
Fragen wegen Schadensersatz/Schmerzensgeld

Hallo,
ich bin neu hier im Forum.
Habe versucht über das Internet Fragen beantwortet zu bekommen, habe gesucht, aber leider nichts passendes gefunden. Bin aber immer wieder auf dieses Forum gestoßen.

Hier meine Geschichte mit anschließenden Fragen:

1996 habe ich einen Hodentumor gehabt, mit einer Metastase neben der Niere, der gesamte Lymphknotenbereich musste im Bauchraum entfernt werden. Habe durch eine Chemotherapie und anschließender Chemotherapie den Krebs besiegt. Aufgrund der Schwere der OP kann ich meinen Beruf als Industriemechaniker nicht mehr ausführen, habe eine Umschulung zum Bürokaufmann gemacht.

Ab dem Jahre 2009 bekam ich weitere gesundheitliche Beschwerden, wie Diabetes, weiter hin zum Fibromyalgiesyndrom, Arthrose in den Gelenken in den Extremitäten, Trombose im rechten Auge (Sehkraft nur noch 10%), Kleinhirninfakt und letzendlich einem Gehörsturz.
Die Ärzte sind sich sicher, das dies Nebenwirkungen sind von der Chemotherapie (Cisplatin, Bleomezin, Etoposit), da es ein schwerwiegender und agressiver Dopeltumor war.

Als Ursachen KÖNNTEN sein:
-Schwerer Schlag auf den Hoden (fällt aus, habe ich nei gehabt)

- Eventuellen Pilzverzehr in Regionen, die von Tschernobyl verseucht waren in den bayrischen Wäldern (1987 war ich im Oberpfälzer Wald, nahe der damals Tschechischen Grenze, dort haben wir auch Pilze gegessen die aus dieser region stammten)

-Zu enge Hosen (Fällt auch aus, habe relativ weite Hosen getragen)

-Meine ehemalige Schule, die auf einer ehemlaliegn Mülldeponie gebaut wurde aus den 60ern Jahren.

Der 3. Punkt ist der, den man als Wagrscheinlichsten hält, in der Zeit, wo der Krebs aufgetaucht ist, sind einige Lehrer an Krebs verstorben, auch meist an einem agressiven Doppeltumor.
Bei Gesprächen mit den Ärzten wurde auch angesprochen, das verhältnismäßig viele Lehrer an der Schule an der Schule an Krebs erkrankt seien, einige davon an Krebs gestorben seien.
Ohne auch nur Ansatzweise in diese Richtung zu lenken, reagierte der Arzt damals sehr agressiv auf dieses Thema und meinte, wir sollen auf keinen Fall auf die Idee kommen, das Land zu verklagen, wir hätten keine Beweise und wir hätten eh keine Chance, das Land würde uns fertig machen.
Diese Aussage schockt mich bis heute. Aber vergessen habe ich es nicht, seit 16 Jahren mache ich mir Gedanken, ob jemand dafür verantwortlich gemacht werden kann, wenn ja, WER?

Dann stellt sich mir die Frage, ob mir überhaupt Schadenersatz/Schmerzensgeld zustünde. Denn dadurch kann ich keine Kinder mehr bekommen, bin nicht mehr Erwerbsfähig.

Tut mit Leid für diese lange Ausführung und hoffe, das man mir Tips geben könnte oder mich aufklären könnte.

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3 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
HeHe
Status:
Richter
(8427 Beiträge, 3804x hilfreich)


Ich verstehe zwar nicht, warum der Arzt auf eine solche Frage so abweisend reagiert, aber dass das ein Kampf gegen Windmühlen werden kann, sehe ich auch so. Besteht denn die Möglichkeit, sich vorab einfach mal mit scheinbar ebenfalls Betroffenen auszutauschen und dann ggfs. Schritt für Schritt weiter vorzugehen?

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1x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
fraglosbin
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 1x hilfreich)

Da ich völlig am Anfang stehe mit meinen Gedanken, weiß ich leider nicht, wo ich anfangen soll, wer die richtigen Ansprechpartner sind usw. Darum versuche ich auf diesem Wege ja Tips zu erhalten, wie man vorgehen könnte usw.
Vor allem, weil es ja auch schon 16 Jahre her ist mit dem Krebs.

Das es kein leichter Weg sein wird, ist mir bewusst.

Leider kenne ich keine Zahlen, wie viele Lehrer es genau sind, die verstorben sind, wer alles damals erkrankt war usw. Und ich denke, da wird es schwierig, an diese Zahlen heran zu kommen.

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1x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(130341 Beiträge, 41516x hilfreich)

1. Nach 16 Jahren müsste man sich als erstes mal Gedanken über Verjährung und Verwirkung machen.

2. Müssten die Behauptungen und Vermutungen in konkrete Beweise gewandelt werden. Was bei 4 Alternativen und dem langen vergangenen Zeitraum sehr problematisch wird.

3. Wird eine Klage gegen staatliche Institutionen in der Regel sehr lange dauern und anstrengend werden.





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"Die Beiträge stellen ausschließlich meine persönliche Meinung/Interpretation dar !

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