Freigesprochen - Opfer lehnt Täter Opfer Ausgleich ab - Schmerzensgeldforderung

7. Juni 2017 Thema abonnieren
 Von 
bikhrobe
Status:
Frischling
(28 Beiträge, 0x hilfreich)
Freigesprochen - Opfer lehnt Täter Opfer Ausgleich ab - Schmerzensgeldforderung

Hallo,
ich wurde im Alter von 17 Jahren im Fall Verdacht auf Körperverletzung freigesprochen und musste dafür an einem Täteropferausgleich teilnehmen, jedoch hat das Opfer abgelehnt und nun nach 2 Jahren eine Schmerzensgeldforderung geschickt. Soll ich dieser direkt nachgehen oder nochmal einen Anwalt einschalten?

-- Editier von bikhrobe am 07.06.2017 13:38

-- Editiert von Moderator am 07.06.2017 13:46

-- Thema wurde verschoben am 07.06.2017 13:46

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5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(31249 Beiträge, 16702x hilfreich)

Soll ich dieser direkt nachgehen oder nochmal einen Anwalt einschalten? Keine Ahnung - es fehlen ja alle Details: Welche Verletzungen, welche Höhe des Schmerzensgeldes... So kann man nur sagen: Sie wurden nicht freigesprochen. Ihr Verfahren wurde eingestellt. Das ist ein völlig anderer Sachverhalt.

-- Editiert von muemmel am 07.06.2017 13:45

Signatur:

Bei nur einer Ratte im Zimmer handelt es sich nicht um einen Reisemangel ( Amtsgericht Köln).

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#2
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(30192 Beiträge, 9444x hilfreich)

Zitat:
Hallo,
ich wurde im Alter von 17 Jahren im Fall Verdacht auf Körperverletzung freigesprochen und musste dafür an einem Täteropferausgleich teilnehmen


Das passt so nicht zusammen. Für die Teilnahme an einem TOA wird man nicht freigesprochen. Das Gericht kann von Strafe absehen (§ 46a StGB - Erwachsenenrecht) oder StA oder Gericht können das Verfahren einstellen (§§ 45 , 47 JGG - Jugendrecht) Nichts davon ist aber ein "Freispruch" im rechtlichen Sinne.

Natürlich kann es auch sein, dass Du freigesprochen wurdest. Das hat dann aber nichts mit dem Täter-Opfer-Ausgleich zu tun.
Für einen Freispruch hätte auch eine "richtige" Gerichtsverhandlung stattfinden müssen. Gab es die? Und hast Du ein "Urteil - im Namen des Volkes" bekommen, in dem ganz dick: "wird freigesprochen" steht?

Das müßtest Du als erstes mal herausfinden und hier mitteilen, denn davon hängt die Antwort auf Deine eigentliche Frage stark ab.

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#3
 Von 
bikhrobe
Status:
Frischling
(28 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von muemmel):
Soll ich dieser direkt nachgehen oder nochmal einen Anwalt einschalten? Keine Ahnung - es fehlen ja alle Details: Welche Verletzungen, welche Höhe des Schmerzensgeldes... So kann man nur sagen: Sie wurden nicht freigesprochen. Ihr Verfahren wurde eingestellt. Das ist ein völlig anderer Sachverhalt.

-- Editiert von muemmel am 07.06.2017 13:45


Habe mich vertan, meinte eingestellt. Bei der Verletzung handelt es sich um eine Gehirnerschütterung mit temporaler Amnesie, Schleimhautriss im Mundwinkel sowie eine Kieferdistorsion, das Schmerzensgeld beträgt 1,500€

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
bikhrobe
Status:
Frischling
(28 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von !!Streetworker!! ):
Zitat:
Hallo,
ich wurde im Alter von 17 Jahren im Fall Verdacht auf Körperverletzung freigesprochen und musste dafür an einem Täteropferausgleich teilnehmen


Das passt so nicht zusammen. Für die Teilnahme an einem TOA wird man nicht freigesprochen. Das Gericht kann von Strafe absehen (§ 46a StGB - Erwachsenenrecht) oder StA oder Gericht können das Verfahren einstellen (§§ 45 , 47 JGG - Jugendrecht) Nichts davon ist aber ein "Freispruch" im rechtlichen Sinne.

Natürlich kann es auch sein, dass Du freigesprochen wurdest. Das hat dann aber nichts mit dem Täter-Opfer-Ausgleich zu tun.
Für einen Freispruch hätte auch eine "richtige" Gerichtsverhandlung stattfinden müssen. Gab es die? Und hast Du ein "Urteil - im Namen des Volkes" bekommen, in dem ganz dick: "wird freigesprochen" steht?

Das müßtest Du als erstes mal herausfinden und hier mitteilen, denn davon hängt die Antwort auf Deine eigentliche Frage stark ab.


Habe es leider verwechselt, dass Verfahren wurde eingestellt. Um nochmal zu wiederholen, Bei der Verletzung handelt es sich um eine Gehirnerschütterung mit temporaler Amnesie, Schleimhautriss im Mundwinkel sowie eine Kieferdistorsion, das Schmerzensgeld beträgt 1,500€.

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#5
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(30192 Beiträge, 9444x hilfreich)

Gut, dann hast Du die Tat also schuldhaft begangen.

1.500 EUR sind für die geschilderten Verletzungen.m.E. nicht unangemessen, jedenfalls nicht komplett überzogen. Ich bezweifele, dass ein Anwalt das Schmerzensgeld so weit drücken kann (schon gar nicht vorgerichtlich), dass auf der anderen Seite sein Honorar dabei rausspringt. Anders gesagt: Es bringt Dir nichts, wenn der Anwalt das Schmerzensgeld um z.B. 400,00 EUR drückt, Dir aber dafür dann eine Rechnung über 500,00 EUR schickt.

Außerdem wird die Gegenseite ja sicherlich auch nicht sagen: "Och, Sie möchten nur 1000,00 € zahlen, ... na gut ... dann haben wir halt Pech gehabt" ... sondern es wird dann ggf. vor Gericht gehen. Und dann wird es richtig teuer (für den der verliert, also höchstwahrscheinlich Du), denn dann fallen noch Gerichtsgebühren an, die Kosten des gegnerischen Anwalts werden noch höher als sie jetzt schon sind (die wirst Du auch tragen müssen, um die 500,00 €) und Deine eigenen Anwaltskosten (wenn Du einen nehmen würdest) kämen auch noch dazu.

Wenn überhaupt würde ich hier ggf. noch mal selbst beim Gegner-Anwalt anrufen (nicht schreiben) und nachfragen, ob man nicht auch mit z.B. 1.200 EUR einverstanden wäre, wenn die sofort und komplett gezahlt würden (müsstest Du dann natürlich auch machen). Wenn da ein klares nein kommt, würde ich -an Deiner Stelle- die 1,500 EUR zahlen.

Falls der Anwalt sich telefonisch mit den z.B. 1.200 EUR einverständen erklärt, bitte ihn um einen schriftlichen 3zeiler in dem er das bestätigt, damit Du was in der Hand hast.

-- Editiert von !!Streetworker!! am 07.06.2017 15:04

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