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Haftung Minderjähriger

 Von 
Dali
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)
Haftung Minderjähriger

Das Problem: 3 Minderjährige brachen in einen Spielzeugladen ein. Natürlich gab es keine Strafverfolgung, aber Wochen später Schadenersatzansprüche der Versicherung, die die entstandenen Schäden beglichen haben. 2 Pateien ignorierten die Forderung, die 3. zahlte "IHREN" Anteil. Jetzt soll diese 3. Partei auch den REST bezahlen. Sie steht vor der Pfändung, weil der eingeschaltete Anwalt auch zum Ignorieren riet, was auch die Widerspruchsmöglichkeit betraf. Ist es nicht so, dass es gar keine generelle Elternhaftpflicht gibt? Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Versicherung wirklich konkrete Ersatzansprüche an die Eltern hat. Wer hat Erfahrungen mit dieser Problematik oder kann andere Hilfen geben?

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"Heaven"

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BGB Schaden Versicherung


3 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Mareike123
Status:
Unparteiischer
(9596 Beiträge, 1696x hilfreich)

Zumindest bzgl. der anteiligen Haftung gilt:

§830 I BGB :

"Haben mehrere durch eine gemeinschaftlich begangene unerlaubte Handlung einen Schaden verursacht, so ist jeder für den Schaden verantwortlich. Das Gleiche gilt, wenn sich nicht ermitteln lässt, wer von mehreren Beteiligten den Schaden durch seine Handlung verursacht hat. "

§840 I BGB :

"Sind für den aus einer unerlaubten Handlung entstehenden Schaden mehrere nebeneinander verantwortlich, so haften sie als Gesamtschuldner. "

Gesamtschuldner heißt, daß der Gläubiger auch von einem einzelnen die komplette Summe fordern kann, §421 BGB :

"Schulden mehrere eine Leistung in der Weise, dass jeder die ganze Leistung zu bewirken verpflichtet, der Gläubiger aber die Leistung nur einmal zu fordern berechtigt ist (Gesamtschuldner), so kann der Gläubiger die Leistung nach seinem Belieben von jedem der Schuldner ganz oder zu einem Teil fordern. Bis zur Bewirkung der ganzen Leistung bleiben sämtliche Schuldner verpflichtet. "

Die Eltern müssen - soweit mir bekannt - nicht haften, allerdings kann ein gerichtlich festgestellter Schadensersatzanspruch 30 Jahre lang von dem Jugendlichen eingetrieben werden.

-- Editiert von Mareike am 30.01.2005 15:25:17

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#2
 Von 
babu
Status:
Schüler
(392 Beiträge, 53x hilfreich)

Ist die Verjährungsfrist nicht auf 3 Jahre herabgesetzt worden?

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#3
 Von 
Mareike123
Status:
Unparteiischer
(9596 Beiträge, 1696x hilfreich)

Nicht für titulierte Forderungen, also z.B. durch Urteil festgestellte, wie ich auch schrieb; §197 I (3) BGB .

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