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Herausgabeanspruch bei Warenrücksendung

30.12.2020 Thema abonnieren

#31
 Von 
reckoner
Status:
Gelehrter
(11140 Beiträge, 3878x hilfreich)

Hallo,

Zitat:
Das ist und bleibt falsch.
Angesichts dieser Information
Finde den Widerspruch.
Erst sagst du meine Aussage wäre falsch, und dann soll die von dem Anwalt korrekt sein (obwohl beide in die gleiche Richtung gehen).

Meine von dir in #28 zitierte Aussage ist jedenfalls zutreffend.
Konkret zu dem Fall: Für die Sachen deren Kaufpreis erstattet wurde ist der Widerruf angenommen worden (aus Kulanz). Und die anderen Sachen sind weiterhin Eigentum des TS.

Zitat:
Ich bin der Meinung das man sogar den Zugang beweisen müsste.
Sehe ich auch so. Das Versandrisiko ist hier aber nicht relevant, der Zugang des Paketes ist ja unbestritten (oder waren es mehrere Pakete und genau eines davon ist nicht gebucht worden?).

Zitat:
Welche Sachen ich seinerzeit ins Paket legte, hatte ich mir aufgeschrieben. Allerdings habe ich die Handelsbezeichnung vermerkt und den EAN-Code. Diese Angaben sind andere als auf den Rechnungen.
Wenn man Zeugen vereidigen möchte, kann man gerne auch das Alter der Tinte kriminaltechnisch untersuchen lassen.
Was willst du damit sagen? Deine eigenen Aufzeichnungen beweisen doch gar nichts.

Zitat:
Nein, aber er behauptete auch nicht das Gegenteil.
Ich glaube du verstehst mich nicht.
Der Händler muss nicht sagen was nicht in den Paketen ist die er zurück bekommt, sondern allenfalls was drin ist. Und da hast offenbar keinerlei Bestätigung, dass das bei den fraglichen Sachen der Fall war; damit bist du beweispflichtig.
Hätte dir der Händler eine Bestätigung des Inhaltes zukommen lassen (machen bestimmt einige), ja dann wäre es einfach.

Zitat:
Nein, nicht nur eine Kampagne. Vieles wird auch containerweise an Reseller veräußert.
Das mag sein, ist aber (politisch) unproblematisch. Ich meinte mit Kampagne den Vorwurf in den Medien, dass Amazon einwandfreie Ware entsorgt und damit nicht nachhaltig wäre, und das bestreite ich.

Zitat:
Nun, länger als heute kann ich eh nicht warten
Doch, kannst du. Du kannst es nämlich einfach sein lassen anstatt noch mehr Geld hinterher zu schmeißen. Ich würde dazu raten.

Zitat:
Noch dazu glaubwürdige Zeugen, das sollte für den Versandnachweis reichen.
Wie kommst du auf glaubwürdig?
Ich will das nicht ausschließen, aber die Regel ist das Geschilderte sicher nicht. Erstens packt man seine Pakete für gewöhnlich alleine, und zweitens lässt man sich - wenn man schon extra für Zeugen gesorgt hat - nicht so lange Zeit.
Wenn ich hier wetten müsste würde ich das ganz klar gegen den/die Zeugen tun, sogar ohne sie zu kennen oder gesehen zu haben. Jeder mittelmäßige Anwalt erreicht da schnell widersprüchliche Aussagen.

Stefan

Signatur:Auf einem Schiff befinden sich 26 Schafe und 10 Ziegen. Wie alt ist der Kapitän?
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#32
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(84593 Beiträge, 34542x hilfreich)

Zitat (von reckoner):
Finde den Widerspruch.
Erst sagst du meine Aussage wäre falsch, und dann soll die von dem Anwalt korrekt sein (obwohl beide in die gleiche Richtung gehen).

Was genau war denn an der Begründung
Zitat (von Harry van Sell):
denn der Anwalt wird sicherlich den kompletten Fall geprüft haben bevor er zu dem Schluss kam.

unverständlich?



Zitat (von reckoner):
Konkret zu dem Fall: Für die Sachen deren Kaufpreis erstattet wurde ist der Widerruf angenommen worden (aus Kulanz).

Absolut nicht. Selbst beim TS ist in der Zwischenzeit angekommen, das er wohl gar nicht widerrufen hat.
Auf welcher Rechtsgrundlage soll denn der Verkäufer etwas annehmen das gar nicht erklärt wurde? Klar, Kulanz. Aber ich kann mir nicht vorstellen das amazon hier freiwillig den Widerruf anerkannt hat, zumal die geschilderte Kommunikation ja genau das Gegenteil besagt.



Zitat (von reckoner):
Wie kommst du auf glaubwürdig?

Weil Gerichte nun mal keine unglaubwürdigen Zeugen berücksichtigen, also bedarf es denknotwendigerweise glaubwürdiger Zeugen.



Zitat (von reckoner):
Das Versandrisiko ist hier aber nicht relevant, der Zugang des Paketes ist ja unbestritten

Das Versandrisiko erstreckt sich aber auch auf den Inhalt.



Zitat (von reckoner):
Ich meinte mit Kampagne den Vorwurf in den Medien, dass Amazon einwandfreie Ware entsorgt und damit nicht nachhaltig wäre, und das bestreite ich.

Richtig, das ist auch nicht so.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#33
 Von 
reckoner
Status:
Gelehrter
(11140 Beiträge, 3878x hilfreich)

Hallo,

Zitat:
Auf welcher Rechtsgrundlage soll denn der Verkäufer etwas annehmen das gar nicht erklärt wurde?
Was interessiert mich was Amazon angenommen hat? - jedenfalls ist es als Widerruf behandelt worden, die Schilderung ist doch sonnenklar. Wieso streitest du das ab?
Ware zurück, Geld zurück, das ist ein Widerruf.

Zitat:
Weil Gerichte nun mal keine unglaubwürdigen Zeugen berücksichtigen, also bedarf es denknotwendigerweise glaubwürdiger Zeugen.
Und, wer bestreitet das?
Du behauptest aber, die Zeugen wären glaubwürdig, und das zweifele ich an; schon allein, weil es über 3 Jahre her ist. Und bitte nicht falsch verstehen, ich sage nicht, dass die Zeugen lügen, sondern nur, dass sie sich nicht komplett erinnern können.
Du musst mir doch zustimmen, dass man sich nach so langer Zeit nicht einmal selbst an all' die bestellten Sachen erinnert die man zurückgeschickt hat, ja sogar nicht mal an alle die die man behalten hat (ein Blick in den Kleiderschrank kann da immer wieder mal kleine Überraschungen bringen).
Und jetzt soll sich ein Zeuge an Sachen von jemand anderem erinnern? - das ist doch abwegig. Letzte Woche, OK, vor 2 Monaten vielleicht auch noch, aber nach Jahren ...

Zitat:
Das Versandrisiko erstreckt sich aber auch auf den Inhalt.
Was soll denn immer solch' ein unpassender Unsinn?
Ein Händler trägt das Risiko, dass die Sendung verloren geht, oder dass sie - trotz korrekter Verpackung - beschädigt wird. Er trägt aber nicht das Risiko, dass der Kunde erst gar nicht alles in das Paket hinein legt - und genau darum wird es hier gehen.
Ergo könnte sich der TS auch im Falle eines ganz korrekten Widerrufs nicht auf das Versandrisiko berufen, und daher ist deine diesbezügliche Anmerkung in #28 zwar nicht falsch (ich hatte dem ja auch zugestimmt), aber eben auch nicht relevant (außer es fehlt genau die gesamte Ware aus einem Paket - auch das hatte ich den TS schon gefragt).

Stefan

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#34
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(84593 Beiträge, 34542x hilfreich)

Zitat (von reckoner):
Was interessiert mich was Amazon angenommen hat?

Was Dich interessiert ist nicht relevant.
Aber vor Gericht wird so was durchaus interessieren - auch wenn es außerhalb Deiner Vorstellungskraft liegt.

Im übrigen sollte man sich mal mit der Bedeutung der Worte beschäftigen ...
Ich schrieb

Zitat (von Harry van Sell):
Auf welcher Rechtsgrundlage soll denn der Verkäufer etwas annehmen das gar nicht erklärt wurde?

und das ist ganz was anderes als das
Zitat (von reckoner):
was Amazon angenommen hat?



Zitat (von reckoner):
Ein Händler trägt das Risiko, dass die Sendung verloren geht, oder dass sie - trotz korrekter Verpackung - beschädigt wird.

Quatsch, Unfug, Blösinn.
Das ist einzig der Fall wenn ein Widerruf im Fernabsatz erfolgt oder wenn das vertraglich vereinbart wurde. In allen anderen Fällen der Rückgabe trägt durchaus der Kunde das Risiko.



Zitat (von reckoner):
jedenfalls ist es als Widerruf behandelt worden,

Nö, als was es behandelt wurde ist unklar, nur ein Widerruf war es halt nach bisheriger Schilderung gar nicht, weil dafür die elementaren gesetzlichen Voraussetzungen fehlen.



Zitat (von reckoner):
Ware zurück, Geld zurück, das ist ein Widerruf.

Auch hier: Quatsch, Unfug, Blösinn.
Was ein Widerruf ist, das findet sich recht präzise im Gesetz und in der Rechtsprechung - vor dem Antworten eventuell einfach mal mit den Grundlagen beschäftigen ...



Zitat (von reckoner):
Wieso streitest du das ab?

Wohl weil ich die Rechtgrundlagen bezüglich Widerruf kenne ...



Zitat (von reckoner):
Was soll denn immer solch' ein unpassender Unsinn?

Das ist kein unpassender Unsinn, sondern die passende Antwort auf den Unfug:
Zitat (von reckoner):
Das Versandrisiko ist hier aber nicht relevant, der Zugang des Paketes ist ja unbestritten




Zitat (von reckoner):
Er trägt aber nicht das Risiko, dass der Kunde erst gar nicht alles in das Paket hinein legt - und genau darum wird es hier gehen.

Und warum spricht man dann vom Versandrisiko, wenn man das gar nicht meint? Das der Kunde was nicht reinlegt, das ist kein Versandrisiko.

Wenn aber unterwegs der Inhalt oder ein Teil davon verloren geht, dann kann sich da das Versandrisiko für den Händler realisieren (sofern die Versandverpackung nicht ungeeignet war, das gilt auch im Fernabsatz).


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#35
 Von 
nicht Ihren echten Namen
Status:
Beginner
(58 Beiträge, 4x hilfreich)

Frohes neues Jahr und danke für die bisherigen Antworten!

Zitat (von reckoner):
(oder waren es mehrere Pakete und genau eines davon ist nicht gebucht worden?)

Es waren zwei Pakete mit insgesamt 13 Sachen, von denen drei (aus beiden Paketen) erstattet wurden.

Zitat (von reckoner):
Deine eigenen Aufzeichnungen beweisen doch gar nichts.

Nein, sie beweisen nichts. Es wurde aber darauf verwiesen, dass die Glaubhaftigkeit meiner Erinnerungen nach der langen Zeit zweifelhaft wären.
M.E. hätte jedoch auch Amazon bei einer Rücksendung den Inhalt auch aufnehmen und dokumentieren zumindest "sollen".

Zitat (von reckoner):
damit bist du beweispflichtig.

Das verstehe ich ja auch. Aber welchen Beweis als einen Zeugen hätte man? Selbst wenn ich die Ware im Paket fotografiert hätte, hätte ich sie vor dem Verschließen wieder entnehmen können.

Zitat (von reckoner):
Ich will das nicht ausschließen, aber die Regel ist das Geschilderte sicher nicht. Erstens packt man seine Pakete für gewöhnlich alleine, und zweitens lässt man sich - wenn man schon extra für Zeugen gesorgt hat - nicht so lange Zeit.

Das dürfte jedoch nicht die Glaubwürdigkeit bezweifeln. Ich habe den Inhalt damals aufgezeichnet und der Zeuge kann bestätigen, dass diese aufgezeichneten Dinge ins Paket gelegt wurden.
Muss er sie heute ohne die handschriftlichen Aufzeichnungen vor sich zu haben aufzählen können?

Zitat (von Harry van Sell):
Selbst beim TS ist in der Zwischenzeit angekommen, das er wohl gar nicht widerrufen hat.

Es ist angekommen, dass die Rücksendungen keinen Widerruf darstellten. Aber gleichwohl hat der Empfänger dies ja als solchen akzeptieren können, oder?

Ich würde gerne nochmals meine frühere Frage stellen, ob ich nach Erlass des Mahnbescheides bzw. dessen Beantragung Amazon anschreiben darf, die Beantragung ankündigen und den Sachverhalt nochmal schildern darf, um evtl. doch noch eine Einigung ohne Klageverfahren herbeizuführen.

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#36
 Von 
reckoner
Status:
Gelehrter
(11140 Beiträge, 3878x hilfreich)

Hallo,

Zitat:
Es waren zwei Pakete mit insgesamt 13 Sachen, von denen drei (aus beiden Paketen) erstattet wurden.
Möglicherweise könnte man den Beweis führen, dass das Gewicht der Pakete eher zu 13 Sachen passt. Bei Kleidung könnte das aber schwierig werden weil die eh' nicht so viel wiegt; da ist man schnell in irgendwelchen Toleranzen (Gewicht der Verpackung, Ungenauigkeit der Waage).

Zitat:
Das verstehe ich ja auch. Aber welchen Beweis als einen Zeugen hätte man?
Ein Zeuge ist sogar ein sehr guter Beweis, solange er glaubwürdig ist.

Zitat:
Muss er sie heute ohne die handschriftlichen Aufzeichnungen vor sich zu haben aufzählen können?
Nein, natürlich nicht. Wenn er glaubhaft aussagt, dass er damals den Paketinhalt mit der Liste abgeglichen hat, dann ist diese Aussage OK.
Er wird aber weitere Fragen beantworten müssen, etwa warum er das überhaupt bezeugen kann (habt ihr das immer so gemacht? Oder nur bei höherem Wert einer Sendung? etc.), und gerade bei solchen scheinbar nebensächlichen Fragen kommt es häufig zu Widersprüchen.

Und es bleibt natürlich die Möglichkeit, dass du später wieder Sachen entnommen hast, und dabei geht es dann um deine Glaubwürdigkeit. In diesem Punkt spricht imho aber die lange Zeit sogar für dich, denn jemand der wirklich derart betrügen will macht das recht zeitnah und nicht erst nach 3 Jahren, und erst recht nicht nachdem die Firma/Marke aufgelöst wurde.

Zitat:
Es ist angekommen, dass die Rücksendungen keinen Widerruf darstellten.
Doch, natürlich war es einer, und zwar weil du es so gemeint hast. Das die Formalien nicht korrekt waren ändert daran rein gar nichts.

Zitat:
Aber gleichwohl hat der Empfänger dies ja als solchen akzeptieren können, oder?
Eben. Im Gesetz sind Anforderungen gestellt - aber man darf in bestimmte Richtungen davon abweichen.
Konkret darf ein Händler natürlich auch einen verfristeten Widerruf akzeptieren, was hier offenbar geschehen ist (er nennt es dann Kulanz, und zwar damit es nicht als übliche Praxis verstanden wird).
Das ist also erledigt, offen sind nur die fehlenden 10 Artikel. Hier ist offenbar gar nicht über eine Rücknahme entschieden worden, sondern die 10 Sachen sind einfach verschwunden (wie wo und wann auch immer).

Wir brauchen gar nicht darüber zu diskutieren, wer nun das Versandrisiko getragen hat, denn darum wird es in einem Gerichtsprozess kaum gehen. Vielmehr geht es darum, ob nun wirklich 13 Artikel in den Paketen waren oder nicht. Und dafür bist du beweispflichtig (zu deinen Zeugen hatte ich ja schon viel gesagt).

Für mich bleibt es weiterhin seltsam, dass du nicht schon viel früher und mehrfach die fehlenden Artikel angemahnt hast. Noch dazu, weil du deiner Meinung nach gute Beweise hast.
Man könnte meinen, du wolltest bewusst dem Händler die Zeugen und Dokumentationen nehmen (die Mitarbeiter können sich nämlich nach so langer Zeit bestimmt nicht an deine Pakete erinnern, und falls etwa Videoaufzeichnungen vom Auspacken gemacht wurden sind die mittlerweile auch vernichtet).

Ich bleibe dabei, das es klüger ist das Geld abzuschreiben als nochmal gutes Geld hinterher zu werfen. Die Chancen eine Klage zu gewinnen sehe ich jedenfalls nicht besonders hoch.

Hast du denn jetzt etwas gemacht?

Stefan

Signatur:Auf einem Schiff befinden sich 26 Schafe und 10 Ziegen. Wie alt ist der Kapitän?
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#37
 Von 
bertram-der-bärtige
Status:
Beginner
(109 Beiträge, 12x hilfreich)

Zitat (von reckoner):
Doch, natürlich war es einer, und zwar weil du es so gemeint hast. Das die Formalien nicht korrekt waren ändert daran rein gar nichts.

Großer Gott. Was ein Stuß. Hast du gar keine Ahnung?

Zitat (von reckoner):
Hast du denn jetzt etwas gemacht?

Hoffentlich nichts. Von dem was du hier erzählst

Signatur:Ich weis das ich nicht alles weis. Manchmal ist es schön nicht alles zu wissen.
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#38
 Von 
nicht Ihren echten Namen
Status:
Beginner
(58 Beiträge, 4x hilfreich)

Zitat (von reckoner):
Man könnte meinen, du wolltest bewusst dem Händler die Zeugen und Dokumentationen nehmen (die Mitarbeiter können sich nämlich nach so langer Zeit bestimmt nicht an deine Pakete erinnern, und falls etwa Videoaufzeichnungen vom Auspacken gemacht wurden sind die mittlerweile auch vernichtet).

Das könnte man meinen, war aber nicht so. Denn ich habe ja erwartet, dass man den Inhalt der ankommenden Pakete scannt oder anderweitig aufzeichnet.
Es war meine Nachlässigkeit bzw. die Vergeblichkeit, dass meine Nachrichten nicht ankamen.

Zitat (von reckoner):
Hast du denn jetzt etwas gemacht?

Einen Mahnbescheid beantragt. Daher ja die Frage, ob ich mich dennoch an den Schuldner wenden darf.
Ich werde mich dann nächste Woche tel. ans Zentrale Mahngericht wenden.

Ich hoffe ja auch, dass es gar nicht erst zum Klageverfahren kommen wird. Dass ich in den Jahren zuvor für tausende Euro bestellt hatte, sollte Amazon hoffentlich auch überzeugen, dass ich keine böswilligen Absichten habe.

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#39
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(84593 Beiträge, 34542x hilfreich)

Zitat (von reckoner):
Doch, natürlich war es einer, und zwar weil du es so gemeint hast. Das die Formalien nicht korrekt waren ändert daran rein gar nichts.

Hast Du auch juristisch relevante Beweise für diese mehr als gewagte Auffassung?



Zitat (von nicht Ihren echten Namen):
Daher ja die Frage, ob ich mich dennoch an den Schuldner wenden darf.

Ja, natürlich.



Zitat (von nicht Ihren echten Namen):
Ich werde mich dann nächste Woche tel. ans Zentrale Mahngericht wenden.

Zu welchem Zweck genau?



Zitat (von nicht Ihren echten Namen):
Dass ich in den Jahren zuvor für tausende Euro bestellt hatte, sollte Amazon hoffentlich auch überzeugen, dass ich keine böswilligen Absichten habe.

Was für ein Optimismus - aber ist ja nicht so das amazon nicht für Überraschungen gut wäre.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#40
 Von 
reckoner
Status:
Gelehrter
(11140 Beiträge, 3878x hilfreich)

Hallo,

Zitat:
Hast Du auch juristisch relevante Beweise für diese mehr als gewagte Auffassung?
Begründe du doch einmal, warum es kein Widerruf war, du bleibst da - wie so oft - sehr schwammig.

Bisher kam da nur, dass es an der ausdrücklichen Bezeichnung mangelt, und dass die Frist abgelaufen war. Beides ist aber für den Verkäufer nicht zwingend, er kann die Rücknahme trotzdem akzeptieren (und das ist hier geschehen).

Stefan

Signatur:Auf einem Schiff befinden sich 26 Schafe und 10 Ziegen. Wie alt ist der Kapitän?
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#41
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(84593 Beiträge, 34542x hilfreich)

Zitat (von reckoner):
Begründe du doch einmal, warum es kein Widerruf war,

Hab ich schon mehrfach.



Zitat (von reckoner):
du bleibst da - wie so oft - sehr schwammig.

Nach §355 muss der Widerruf erklärt werden, wobei aus der Erklärung eindeutig hervorgehen muss, dass der Verbraucher den geschlossenen Vertrag widerrufen will. Erst dann, wenn dem Unternehmer die ausdrückliche Widerrufserklärung zugeht, ist er zur Rückabwicklung des Vertrages nach den gesetzlichen Vorgaben verpflichtet. Alles davor ist Kulanz.



Zitat (von reckoner):
Bisher kam da nur, dass es an der ausdrücklichen Bezeichnung mangelt

Nein, es kam, das es gar keinen Widerruf gab. Hat der TS ja selber mitgeteilt, das es den nicht gab. Und zwischen "gabs nicht" und "Bezeichnung falsch" liegen Welten.



Zitat (von reckoner):
Beides ist aber für den Verkäufer nicht zwingend, er kann die Rücknahme trotzdem akzeptieren (und das ist hier geschehen).

Natürlich kann der Händler eine Rücknahme akzeptieren. Das habe ich auch nie abgestritten, im Gegenteil das hat der TS ja sogar mitgeteilt das es da eine Kulanzhandlung gab.
Nur wird da halt kein Widerruf draus, weder automatisch und auch nicht mit der Brechstange.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#42
 Von 
nicht Ihren echten Namen
Status:
Beginner
(58 Beiträge, 4x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Zitat (von nicht Ihren echten Namen):
Daher ja die Frage, ob ich mich dennoch an den Schuldner wenden darf.

Ja, natürlich.


O.k.! Hatte Bedenken, weil in irgendwelchen Verfahren es doch schädlich ist, wenn man sich "am Gericht vorbei" an die Gegenseite wendet. Mag sich bei mir als Laien aber aus irgendwelchen Gründen im Kopf festgesetzt haben.

Zitat (von Harry van Sell):
Zitat (von nicht Ihren echten Namen):
Ich werde mich dann nächste Woche tel. ans Zentrale Mahngericht wenden.

Zu welchem Zweck genau?


Um die vorherige Frage zu klären, auf die ich zunächst hier im Forum keine Antwort bekam. Das wäre nun aber obsolet.

Zitat (von Harry van Sell):
Was für ein Optimismus - aber ist ja nicht so das amazon nicht für Überraschungen gut wäre.

Als Pessimist würde ich es wohl lassen. Aber da ich mich im Recht und im (Vermögens-)Nachteil fühle, ist es eine Sache des Prinzips. Ich weiß, dass Recht haben und Recht bekommen zwei unterschiedliche Dinge sind.
Letztendlich ist es so der (zunächst) kostengünstigste Weg, um doch noch mein Geld zu bekommen.
Und für 50 EUR hätte ich den "Aufstand" nicht gemacht.
Als letzte Instanz müsste ich mich dann an ein Verbrauchermagazin wenden. ;-)

Zitat (von reckoner):
Bisher kam da nur, dass es an der ausdrücklichen Bezeichnung mangelt, und dass die Frist abgelaufen war.

Es mangelte ja nicht nur an der Bezeichnung, sondern generell an der Form, da die alleinige Rücksendung nicht (mehr) genügte.

Zitat (von Harry van Sell):
Natürlich kann der Händler eine Rücknahme akzeptieren. Das habe ich auch nie abgestritten, im Gegenteil das hat der TS ja sogar mitgeteilt das es da eine Kulanzhandlung gab.

Klarstellend möchte ich darauf hinweisen, dass der Händler nie das Wort "Kulanz" verwendete. Ich habe hier stets von Kulanz gesprochen, da er nach Ablauf der Frist und ohne weitere Nachweise zu verlangen (außer der Sendungsnummer) einen Teil erstattete.

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#43
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(84593 Beiträge, 34542x hilfreich)

Zitat (von nicht Ihren echten Namen):
O.k.! Hatte Bedenken, weil in irgendwelchen Verfahren es doch schädlich ist, wenn man sich "am Gericht vorbei" an die Gegenseite wendet.

Nicht wirklich. Aber am Anwalt vorbei, das wäre richtig schädlich, auch bereits vorgerichtlich.



Zitat (von nicht Ihren echten Namen):
Ich habe hier stets von Kulanz gesprochen, da er nach Ablauf der Frist und ohne weitere Nachweise zu verlangen (außer der Sendungsnummer) einen Teil erstattete.

Genau das meinte ich mit Kulanz bzw. Kulanzhandlung.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#44
 Von 
user08154711
Status:
Lehrling
(1326 Beiträge, 163x hilfreich)

Zitat (von nicht Ihren echten Namen):
da er nach Ablauf der Frist und ohne weitere Nachweise zu verlangen (außer der Sendungsnummer)
Also gab es doch noch eine Kommunikation?

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#45
 Von 
nicht Ihren echten Namen
Status:
Beginner
(58 Beiträge, 4x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Nicht wirklich. Aber am Anwalt vorbei, das wäre richtig schädlich, auch bereits vorgerichtlich.

Der wurde ja aufgrund der Honorarforderung zunächst wieder "entauftragt". ;-)

Zitat (von user08154711):
Also gab es doch noch eine Kommunikation?

Es gab ein oder zwei Telefonate und zwei Bestätigungen über die Gutschriften. Das war's.

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#46
 Von 
reckoner
Status:
Gelehrter
(11140 Beiträge, 3878x hilfreich)

Hallo,

Zitat:
Es gab ein oder zwei Telefonate und zwei Bestätigungen über die Gutschriften. Das war's.
Langsam wird es verrückt. Erstens kommst du erst jetzt damit an, und zweitens fehlt natürlich das Wichtigste: Was wurde kommuniziert?

Also, was hast du gefragt oder gefordert, und was hat der Händler angeboten, bestritten oder erklärt?

Stefan

Signatur:Auf einem Schiff befinden sich 26 Schafe und 10 Ziegen. Wie alt ist der Kapitän?
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#47
 Von 
user08154711
Status:
Lehrling
(1326 Beiträge, 163x hilfreich)

Zitat (von nicht Ihren echten Namen):
Der wurde ja aufgrund der Honorarforderung zunächst wieder "entauftragt". ;-)
Der nächste Beitrag ist sicher ... "Anwalt wurde Mandat entzogen und stellt trotzdem Rechnung".

Zitat (von nicht Ihren echten Namen):
Es gab ein oder zwei Telefonate und zwei Bestätigungen über die Gutschriften. Das war's.
Und damit sind fast alle Antworten in diesem Thread hinfällig ...

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#48
 Von 
nicht Ihren echten Namen
Status:
Beginner
(58 Beiträge, 4x hilfreich)

Zitat (von user08154711):
Der nächste Beitrag ist sicher ... "Anwalt wurde Mandat entzogen und stellt trotzdem Rechnung".

Das ganze passierte einvernehmlich. Der RA hatte zum Jahresultimo dringlichere Aufgaben zu erledigen, war daher nicht unglücklich und ich hatte ihm von Anfang an gesagt, dass ich natürlich nur gerichtliche Schritte einleiten lassen möchte, sofern es sich wirtschaftlich noch lohnt, mithin nicht mehr als 100% meiner etwaigen zugesprochenen Geldes für sein Honorar draufgeht.
Dass er für etwaige Beratungen im Vorfeld berechtigt wäre, ein Honorar zu verlangen, ist mir bewusst.
Ganz so dämlich wie ich hier dargestellt werde, bin ich dann doch nicht.

Zitat (von reckoner):
Langsam wird es verrückt. Erstens kommst du erst jetzt damit an, und zweitens fehlt natürlich das Wichtigste: Was wurde kommuniziert?
Also, was hast du gefragt oder gefordert, und was hat der Händler angeboten, bestritten oder erklärt?

Gegragt hatte ich, warum keine Erstattung komme.
Telefonisch bestätigte mir "der Händler", dass die Pakete zugegangen seien. (Andernfalls hätte er wahrscheinlich auch auf die Haftung DHLs verwiesen).
Weil er jedoch nicht sagen könne, was in dem Paket enthalten gewesen sei, erstattete er mir das, was ich ihm ad hoc benennen konnte.
Das wurde - wie üblich - per Mail bestätigt.
Kein Wort von Widerruf oder Kulanz und insbesondere nicht davon, dass ich auf weitere Ansprüche verzichten würde.
Wegen der weiteren Sachen war ein Kontakt aus den genannten Gründen nicht möglich.

M.E. widerspricht das nicht vorherigen Aussagen, insbesondere nicht vom 31.12. 14:22 Uhr (habe auf dem Handy keine #).
Inwieweit ändern diese zusätzlichen Angaben die Beurteilung.
Ich hatte sie in Kurzform dargestellt (z.B. Erstattung aus Kulanz), ohne Informationen bewusst vorenthalten zu wollen.
Tut mir leid, falls sich dadurch die Einschätzung geändert hat.

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#49
 Von 
user08154711
Status:
Lehrling
(1326 Beiträge, 163x hilfreich)

Zitat (von nicht Ihren echten Namen):
Gegragt hatte ich, warum keine Erstattung komme.
Telefonisch bestätigte mir "der Händler", dass die Pakete zugegangen seien. (Andernfalls hätte er wahrscheinlich auch auf die Haftung DHLs verwiesen).
Weil er jedoch nicht sagen könne, was in dem Paket enthalten gewesen sei, erstattete er mir das, was ich ihm ad hoc benennen konnte.
Das hättest Du alles auch direkt schreiben können!

Wie dem auch sei, Du hast doch mit Deiner eigenen Aussage dem Händler mitgeteilt, was Du ihm zurück geschickt hast. Und dafür auch die Erstattung erhalten. Und dann fällt Dir plötzlich ein, dass doch mehr in dem Paket / den Paketen enthalten war?

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#50
 Von 
nicht Ihren echten Namen
Status:
Beginner
(58 Beiträge, 4x hilfreich)

Zitat (von user08154711):
Du hast doch mit Deiner eigenen Aussage dem Händler mitgeteilt, was Du ihm zurück geschickt hast.

Ich habe ihm nur einen Teil ad hoc am Telefon mitteilen können. Problem war, die einzelnen zurückgesandten Sachen nicht während des Gesprächs den einzelnen Bestellungen zuordnen zu können.

Zitat (von user08154711):
Und dann fällt Dir plötzlich ein, dass doch mehr in dem Paket / den Paketen enthalten war?

Nein, ich habe von Beginn an dem Händler gegenüber erklärt, dass noch weitere Sachen im Paket gewesen sind!
Die hätte ich aufgrund meiner Aufstellung auch benennen können. Aber die Handelsbezeichnung oder der EAN-Code hätte dem Händler nichts gebracht.

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