Nach Bewertung auf Google /Anwaltsaufforferung

8. Oktober 2022 Thema abonnieren
 Von 
Kokai49
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 0x hilfreich)
Nach Bewertung auf Google /Anwaltsaufforferung

Liebes Forum falls ich im falschen Unterforum bin bitte ich um Entschuldigung.
Mich hatte eben einen Mail von Google erreicht. Es geht darum im Janaur wurde ich von einem Security beleidigt und handgreiflich angegangen worauf hin ich auf Google (mit einem anonymem Konto- sprich nicht mein echter Name ) eine Bewertung abgab die keine Fake Bewertung ist sondern echt ist. Die Frist die die Kanzlei gesetzt hat ist bereits seit 2 Tagen um, jedoch kahm die Mail erst eben.
Sehr geehrte Damen und Herren, wir erhielten eine Beschwerde im Hinblick auf den folgenden von Ihnen verfassten Inhalt auf Google und bitten Sie um Ihre Mithilfe. ★ Unhöflich und Handgreiflich https://www.google.com/maps/place/Paffen+Wach-+und+Sicherheitsdienst/@50.6910486,7.1652413,17z/data=!4m5!3m4!1s0x47bee4b1242a6cd9:0xa541a2cd7aed665a!8m2!3d50.7441214!4d7.0442968 Der Beschwerdeführer behauptet, dieser Erfahrungsbericht verletze ihn in seinen Rechten. Einen Auszug aus der Beschwerde fügen wir dieser Nachricht als PDF bei bzw. unter dieser Nachricht an. Wir bitten Sie nun innerhalb von sieben (7) Kalendertagen darzulegen, inwiefern die vom Beschwerdeführer behauptete Rechtsverletzung nicht vorliegt. Google begrüßt ehrliche und unvoreingenommene Erfahrungsberichte. Bitte beachten Sie, dass Google aber als Dienstanbieter die Hintergründe des Inhalts nicht kennt. Wir bitten Sie daher freundlich, die Angaben Ihrer Erfahrungsberichts sowie die Hintergründe wie insbesondere den Zeitraum, in dem Sie die beschriebenen Erfahrungen gemacht haben, möglichst konkret darzulegen. Bitte gehen Sie dabei auch explizit auf die einzelnen Punkte des Beschwerdeführers ein und schicken Sie uns Nachweise. Dies können je nach Leistung z.B. Rechnungen, Lieferscheine, Terminkarten, Eintragungen auf Bonuskarten, Rezepte oder ähnliche Nachweise sein. Es steht Ihnen dabei frei, bestimmte Informationen zu schwärzen, bevor Sie uns diese Dokumente senden. Die zur Verfügung gestellten Informationen werden wir dann gegebenenfalls an den Beschwerdeführer übermitteln, damit dieser dazu Stellung nehmen kann. Bitten antworten Sie auf diese Email, damit wir den Fall weiter prüfen können. Vielen Dank für Ihre Unterstützung. Weiterführende Hinweise: Sofern der Beschwerdeführer behauptet, Sie seien nie Kunde, Patient etc. gewesen bzw. ihm nicht bekannt, möchten wir Sie bitten, uns Ihren richtigen Namen mitzuteilen und uns ggf. Nachweise für die tatsächlichen Hintergründe Ihres Erfahrungsberichts zu übermitteln, soweit solche vorliegen (vgl. BGH, Urt. 01.03.2016, VI ZR 34/15). Mit der Übermittlung Ihrer Stellungnahme an uns willigen Sie darin ein, dass wir Ihre Stellungnahme einschließlich ggf. überlassenen Nachweise ohne weitere Bearbeitung an den Beschwerdeführer übermitteln. Soweit die Informationen, die Sie an uns übermitteln, sensible Informationen wie zum Beispiel Angaben über Ihre Gesundheit enthalten, umfasst Ihre Einwilligung auch die Weitergabe dieser Informationen an den Beschwerdeführer. Sofern Sie eine Stellungnahme nicht abgeben möchten, können Sie den von Ihnen verfassten Inhalt auch entsprechend editieren oder entfernen. Sollten wir innerhalb von sieben (7) Kalendertagen keine Antwort von Ihnen erhalten, Sie keine konkreten Hintergründe für Ihren Erfahrungsbericht mitteilen bzw. keine Nachweise überlassen oder einer Weiterleitung Ihrer Stellungnahme und ggf. überlassener Nachweise widersprechen, werden wir Ihren Erfahrungsbericht unter Umständen leider entfernen müssen (vgl. BGH, Urt. 25.10.2011, VI ZR 93/10 und Urt. 01.03.2016, VI ZR 34/15). Wir sind daher auf Ihre geschätzte Mithilfe angewiesen. Bei rechtlichen Fragen zu dieser Benachrichtigung können Sie sich an Ihren Rechtsbeistand wenden. ***********************Beschwerde***************************** Sehr geehrte Damen und Herren, wir zeigen -Vollmacht anwaltlich versichernd- an, dass wir die rechtlichen Interessen des Sicherheitsdienst vertreten. Wir weisen darauf hin, dass sich dieses Schreiben an Google Ireland Limited und nicht etwa an eine deutsche Tochtergesellschaft oder die Google LLC richtet. Die E-Mailadresse haben wir im beiderseitigen Interesse aufgenommen, damit dadurch das Verfahren beschleunigt werden kann. Grund unserer Mandatierung ist folgender Sachverhalt: Ausweislich des unter https://www.google.de/contact/impressum.html abrufbaren Impressums sind Sie für den Internetauftritt von Google rechtlich verantwortlich. Unsere Mandantschaft musste jüngst feststellen, dass auf Ihren Seiten unter https://www.google.com/maps/place/Paffen+Wach-+und+Sicherheitsdie/@50.6910486,7.1652413,17z/data=!4m5!3m4!1s0x47bee4b1242a6cd9:0xa541a2cd7aed665a!8m2!3d50.7441214!4d7.0442968 rechtsverletzende Bewertungen über sie veröffentlicht worden sind, welche sie offensichtlich diskreditieren sollen. Die angegriffenen Bewertungen auf Ihrem Portal sind über folgende Links abrufbar: J. https://goo.gl/maps/wPn11cEg5UXb7fVT7 r https://goo.gl/maps/5nRNXugGcaJSa9Gk9 Tina E. https://goo.gl/maps/TFmK7eiZw951iDvp7 Wir wollen auch gegenüber den Verfassern der Bewertungen vorgehen und fordern Sie hiermit zu Übermittlung der jeweiligen Kontaktdaten auf. Sachverhalt Es handelt sich um die folgenden Bewertungen: 1-Stern-Bewertung von „Jens U." Text: Der Sicherheitsdienst Paffen "sichert" im Moment das St. Marienhospital.



Der Verfasser der Bewertung ist für den Nachweis der von ihm aufgestellten falschen Behauptungen beweispflichtig.



Zusammenfassung

Die Bewertungen stellen ausschließlich Falschbehauptungen und tatsachenlose unzulässige Kritik dar. Die schweren Vorwürfe verletzen unsere Mandantschaft in ihren durch § 823 Abs. 1 BGB geschützten Rechten, insbesondere in ihrem allgemeinen Persönlichkeitsrecht und stellen überdies jeweils einen empfindlichen Eingriff in den eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetrieb dar.

Die gesamten Äußerungen sind daher vollständig zu löschen.

Wir haben Sie daher gemäß § 10 TMG unter Beachtung der vom Bundesgerichtshof (Urteil vom 25. Oktober 2011 – VI ZR 93/10) entwickelten Grundsätze aufzufordern, die oben genannten Bewertungen unverzüglich dergestalt zu

l ö s c h e n,

dass diese einschließlich aller Kommentare und Likes für niemanden mehr zugänglich, also weder in einem öffentlichen noch in einem privaten Bereich Ihres Portals abrufbar, sind.

Weiterhin fordern wir Sie dazu auf uns die Kontaktdaten der Verfasser zu offenbaren.

Wir setzen Ihnen hierzu eine Frist bis zum
06.10.2022

Die Bewertungen erfüllen im Übrigen noch nicht einmal die Google-Nutzungsbedingungen, da es sich insgesamt nicht um sachliche Bewertungen handelt. Sie haben jeweils einzig und allein das Ziel, unsere Mandantschaft zu diskreditieren.

Sollten Sie trotz Kenntnis der Rechtswidrigkeit der genannten Behauptungen die Beiträge nicht entfernen, machen wir bereits jetzt darauf aufmerksam, dass Sie sich sodann die gerügten Aussagen insgesamt zu eigen machen und für diese Einträge dann unmittelbar selbst in vollem Umfang haften. In diesem Zusammenhang erlauben wir uns den Hinweis auf das aktuelle Urteil des Bundesgerichtshofs vom 4. April 2017, Az. VI ZR 123/16:

„Der Betreiber eines Bewertungsportals haftet für von Dritten in das Portal eingestellte Äußerungen als unmittelbarer Störer, wenn er sich diese Äußerungen zu eigen gemacht hat. Von einem Zu-Eigen-Machen ist dabei dann auszugehen, wenn der Portalbetreiber nach außen erkennbar die inhaltliche Verantwortung für die auf seiner Internetseite veröffentlichten Inhalte übernommen hat, was aus objektiver Sicht auf der Grundlage einer Gesamtbetrachtung aller relevanten Umstände zu beurteilen ist. Für ein Zu-Eigen-Machen spricht es, wenn der Portalbetreiber eine inhaltlich-redaktionelle Überprüfung der auf seinem Portal eingestellten Nutzerbewertungen auf Vollständigkeit und Richtigkeit vornimmt."
(BGH, Urteil vom 4. April 2017, Az. VI ZR 123/16)

Nach der Blogeintrag-Entscheidung des BGH sind Sie aufgrund der obigen Ausführungen als Hostprovider zudem in der Pflicht, das Beanstandungsverfahren einzuleiten und einzuhalten. (BGH, Urteil v. 25.10.2011, Az. VI ZR 93/10). Zudem liegt es nach dem Urteil des BGH vom 1. März 2016, Az. VI ZR 34/15, in Ihrem Verantwortungsbereich, von den Bewertern entsprechende Nachweise über die angeblich erfolgten Vertragsverhältnisse beizubringen und vorzulegen. Liegen diese nicht vor, muss davon ausgegangen werden, dass die Bewerter tatsächlich keine Kunden bei unserer Mandantschaft gewesen und die Bewertungen somit fingiert sind.

Ferner machen wir Sie und die zu informierenden Bewerter darauf aufmerksam, dass nach dem Urteil des Amtsgerichts Köln vom 30. Dezember 2013 die entstandenen Rechtsverfolgungskosten von den Bewertern zu tragen sind, und zwar auch und insbesondere dann, wenn nur der Hostprovider in Anspruch genommen worden ist. (AG Köln, Urteil v. 30.12.2015, Az. 147 C 139/12)

Wir hoffen, dass sich hier weitere Maßnahmen schnellstmöglich erübrigen.

Sollte die vorgenannte Frist allerdings fruchtlos verstreichen, werden wir unserer Mandantschaft dazu raten, ohne jegliche weitere Vorankündigung gerichtliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Mit freundlichen Grüßen



Rechtsanwalt

*****************************************************************

Viele Grüße

Ihr Google-Team

Was mach ich jetzt am besten? Zum Anwalt damit? Geht das auf beratungsschein? Bin AlG 2 Empfänger .

-- Editiert von User am 8. Oktober 2022 22:33

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6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(120126 Beiträge, 39832x hilfreich)

Zitat (von Kokai49 ):
Was mach ich jetzt am besten?

Kommt ganz darauf an, was das Ziel ist.



Zitat (von Kokai49 ):
Zum Anwalt damit?

Und was konkret soll der machen?



Zitat (von Kokai49 ):
Geht das auf beratungsschein?

Einfach man den Anwalt fragen, ob er das will noch Kapazitäten frei hat



Zitat (von Kokai49 ):
mit einem anonymem Konto- sprich nicht mein echter Name

Kein Wunder das die die Beschwerde nicht zuordnen können.
Aber wenn das doch so schön anonym ist, muss man sich ja keine Sorgen machen?


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Kokai49
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 0x hilfreich)

Vielen Dank für deine schnelle Antwort Harry van Sell

Zitat (von Harry van Sell):
Kein Wunder das die die Beschwerde nicht zuordnen können.
Aber wenn das doch so schön anonym ist, muss man sich ja keine Sorgen machen?


Das einzige Problem dürfte sein das man halt safe gucken kann wo das Konto eingeloggt ist in welchem WLAN. Außerdem musste ich meine echte Habdynummer hinterlegen.
Und der Anwalt soll die Lage einschätzen! Ob man es ignoriert oder die Kontaktiert.

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
drkabo
Status:
Weiser
(16522 Beiträge, 9303x hilfreich)

Wenn man nicht reagiert, wird Google die Bewertung einfach löschen.
Mehr wird wahrscheinlich nicht passieren.

Einen Anwalt würde ich nur kontaktieren, wenn man
- aus irgendwelchen Gründen ein besonderes Interesse hat, dass die Bewertung stehen bleibt
- finanzielle Forderungen gestellt werden

Signatur:

Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(120126 Beiträge, 39832x hilfreich)

Zitat (von Kokai49 ):
wo das Konto eingeloggt ist in welchem WLAN. Außerdem musste ich meine echte Habdynummer hinterlegen.

Also alles andere als anonym ...



Zitat (von Kokai49 ):
Und der Anwalt soll die Lage einschätzen! Ob man es ignoriert oder die Kontaktiert.

Gibt es für diese Behauptungen von Dir denn irgendwelche Beweise?



Zitat (von drkabo):
Einen Anwalt würde ich nur kontaktieren, wenn man ...

Oder wenn eine Unterlassungserklärung kommt.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Marc Morjan
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)

Guten Tag,
gibt es zu diesem Thema eigentlich ein Happy End?

0x Hilfreiche Antwort


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