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Schaden durch Lieferanten

8.7.2020 Thema abonnieren
 Von 
Herbert Richter
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 0x hilfreich)
Schaden durch Lieferanten

Hallo, ich habe mir vor kurzem Beton liefern lassen. Dieser kam mit einem grossen Betonmischer-LKW bei mir an und pumpte mir den Beton in meine Baugrube. Während dieses Vorgangs hat der LKW die Hecke der Nachbarin mit seinen Abgasen beschädigt. Ich hatte natürlich keine Ahnung das die Abgase in diese Richtung gingen. Und der Fahrer hat so geparkt ohne mich zu fragen. Wer zahlt den Schaden?

Das steht in den AGB‘s des Unternehmens. :
Für die Beseitigung aller durch den Arbeitsablauf verursachten Verschmutzungen ist der Käufer verantwortlich. Sind die vorgenannten Voraussetzungen nicht gegeben, hat der Käufer alle daraus folgenden Konsequenzen zu übernehmen, insbesondere haftet der Käufer für alle daraus entstehenden Schäden ohne Rücksicht auf sein Verschulden.

Da steht nichts von Schäden durch Abgase !

-- Editiert von Herbert Richter am 08.07.2020 16:52

-- Editiert von Moderator am 09.07.2020 22:40

-- Thema wurde verschoben am 09.07.2020 22:40

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19 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
radfahrer999
Status:
Richter
(8079 Beiträge, 4594x hilfreich)

Zitat (von Herbert Richter):
Während dieses Vorgangs hat der LKW die Hecke der Nachbarin mit seinen Abgasen beschädigt
Wie darf ich mir das vorstellen?

Signatur:Wenn dir die Antwort nicht gefällt, solltest du die Frage nicht stellen... ;-)
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#2
 Von 
Anami
Status:
Philosoph
(13497 Beiträge, 2056x hilfreich)

Zitat (von Herbert Richter):
Während dieses Vorgangs hat der LKW die Hecke der Nachbarin mit seinen Abgasen beschädigt.
Welchen Schaden hat die Hecke denn davongetragen?

Und sowieso
:forum:

Signatur:auch ich verweise auf § 675 (2) BGB.
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#3
 Von 
Herbert Richter
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 0x hilfreich)

Die Hecke ist an grossflächigen Stellen braun geworden... ( Verbrannt) Ich wusste bis jetzt auch noch nicht dass das möglich ist... Hab aber schon mit einem Gutachter gesprochen der das auch schon gehabt hat.

Der LKW-Fahrer hätte einfach andersherum parken müssen. Und Ich gehe mal davon aus das ein Facharbeiter das hätte wissen müssen.

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#4
 Von 
Herbert Richter
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von radfahrer999):
Zitat (von Herbert Richter):
Während dieses Vorgangs hat der LKW die Hecke der Nachbarin mit seinen Abgasen beschädigt
Wie darf ich mir das vorstellen?
Der LKW-Fahrer hat den Motor laufen lassen und stand zu nahe an der Hecke der Nachbarin. Auspuff Richtung Hecke...

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#5
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(79798 Beiträge, 33747x hilfreich)

Zitat (von Herbert Richter):
Während dieses Vorgangs hat der LKW die Hecke der Nachbarin mit seinen Abgasen beschädigt.

Das halte ich für ein Gerücht ...


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#6
 Von 
Herbert Richter
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Zitat (von Herbert Richter):
Während dieses Vorgangs hat der LKW die Hecke der Nachbarin mit seinen Abgasen beschädigt.
Welchen Schaden hat die Hecke denn davongetragen?

Und sowieso
:forum:

Laut Aussage des Unternehmens fällt das unter Baurecht... Es kann natürlich auch Verkehrsrecht sein... Bitte um Hilfe...

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#7
 Von 
Herbert Richter
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Zitat (von Herbert Richter):
Während dieses Vorgangs hat der LKW die Hecke der Nachbarin mit seinen Abgasen beschädigt.

Das halte ich für ein Gerücht ...

Leider nicht... kannst das Thema gut googeln ... man findet diverse Fälle.

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#8
 Von 
Herbert Richter
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Zitat (von Herbert Richter):
Während dieses Vorgangs hat der LKW die Hecke der Nachbarin mit seinen Abgasen beschädigt.

Das halte ich für ein Gerücht ...

Hier noch ein Link.

http://www.bwb-norderstedt.de/schadensfall_01_2013.pdf

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#9
 Von 
Anami
Status:
Philosoph
(13497 Beiträge, 2056x hilfreich)

Zitat (von Herbert Richter):
Laut Aussage des Unternehmens fällt das unter Baurecht.
Unsinn. Verkehrsrecht auch nicht.
Für sowas gibts Versicherungen--- fraglich ist immer, welche zahlt und ob.

Was für eine Hecke war das bei dir und wie lange hat der Mischer entladen/den Motor laufen lassen?

Zitat (von Herbert Richter):
Und Ich gehe mal davon aus das ein Facharbeiter das hätte wissen müssen.
Nun ja, davon kann man wohl nicht ausgehen---es sei denn, der LKW-Fahrer (wie kommst du auf Facharbeiter?) ist ein Natur-und Pflanzenschutzexperte...

Signatur:auch ich verweise auf § 675 (2) BGB.
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#10
 Von 
Herbert Richter
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Zitat (von Herbert Richter):
Laut Aussage des Unternehmens fällt das unter Baurecht.
Unsinn. Verkehrsrecht auch nicht.
Für sowas gibts Versicherungen--- fraglich ist immer, welche zahlt und ob.

Was für eine Hecke war das bei dir und wie lange hat der Mischer entladen/den Motor laufen lassen?

ca. 30 min / irgendeine Laubhecke

Zitat (von Herbert Richter):
Und Ich gehe mal davon aus das ein Facharbeiter das hätte wissen müssen.
Nun ja, davon kann man wohl nicht ausgehen---es sei denn, der LKW-Fahrer (wie kommst du auf Facharbeiter?) ist ein Natur-und Pflanzenschutzexperte...

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#11
 Von 
Herbert Richter
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Herbert Richter):
Zitat (von Anami):
Zitat (von Herbert Richter):
Laut Aussage des Unternehmens fällt das unter Baurecht.
Unsinn. Verkehrsrecht auch nicht.
Für sowas gibts Versicherungen--- fraglich ist immer, welche zahlt und ob.

Was für eine Hecke war das bei dir und wie lange hat der Mischer entladen/den Motor laufen lassen?

ca. 30 min / irgendeine Laubhecke

Zitat (von Herbert Richter):
Und Ich gehe mal davon aus das ein Facharbeiter das hätte wissen müssen.
Nun ja, davon kann man wohl nicht ausgehen---es sei denn, der LKW-Fahrer (wie kommst du auf Facharbeiter?) ist ein Natur-und Pflanzenschutzexperte...

Ein Normaler LKW-Fahrer kann einen Mischwagen nicht bedienen und darf es auch nicht ohne Schulung... Ich gehe davon aus dass ein eingewiesener Facharbeiter auch darüber informiert wird, welche Auswirkungen länger im Stand betriebene Verbrennungsmotoren auf Ihre Umgebung haben... und wenn nicht... kann das doch nicht mir in die Tasche geschoben werden... Oder?

-- Editiert von Herbert Richter am 08.07.2020 19:48

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#12
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(79798 Beiträge, 33747x hilfreich)

Zitat (von Herbert Richter):
Hier noch ein Link.

Da sehe ich einige Angriffspunkte in dem Gutachten ...



Zitat (von Herbert Richter):
Ein Normaler LKW-Fahrer kann einen Mischwagen nicht bedienen

Doch kann er. Es gibt Bedienungsanleitungen ...


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#13
 Von 
Kalanndok
Status:
Schüler
(429 Beiträge, 89x hilfreich)

Zunächst mal gilt die zitierte AGB (so sie denn überhaupt gültig ist) ausschließlich für das Verhältnis Käufer zu Lieferant.
Der Ansprechpartner der geschädigten Nachbarin ist ausschließlich der Schädiger, also die Person die (ganz pragmatisch) beim Entladen seines KFZ mit selbigem den Schaden an der Hecke verursacht hat. Das sollte der Lieferant also ganz schnell seiner KFZ-Haftpflicht melden oder die Nachbarin über den Zentralruf der Versicherungen. Dafür hat jeder KFZ-Halter eine solche Versicherung!

Was dann als "Schaden" für den Belieferten übrigbleibt (so denn die AGB überhaupt gültig ist), ist dann allerhöchstens der Prämienschaden für die Hochstufung.

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#14
 Von 
Herbert Richter
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 0x hilfreich)

Die Firma will das anscheinend nicht und sagt weiter, dass Ich als Kunde Bauleiter wäre und dafür Sorge zu tragen hab, dass ein Abstellen der Baufahrzeuge ohne Beschädigung anderer Gegenstände eingehalten wird. Ich hätte also den Fahrer einweisen müssen.

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#15
 Von 
Anami
Status:
Philosoph
(13497 Beiträge, 2056x hilfreich)

Durch dein tröpfchenweises Nachschicken weiterer Informationen wird es auch kein Baurecht.

Du selbst bist garantiert kein Bauleiter, denn dazu müsstest du eine spezielle Ausbildung haben. Damit du eine Fachkraft Bauleiter sein könntest. Vielleicht bist du--Bauherr--, denn es gibt eine Baugrube, dort willst du etwas bauen.

Was will denn die Eigentümerin der beschädigten Hecke überhaupt haben?
irgendeine Laubhecke---- wie hoch, wie alt, und was bedeutet großflächig?

Zitat (von Herbert Richter):
Ich gehe davon aus dass ein eingewiesener Facharbeiter auch darüber informiert wird, welche Auswirkungen länger im Stand betriebene Verbrennungsmotoren auf Ihre Umgebung haben...
Du kannst gern davon ausgehen. Ich halte das für Unsinn.
Zitat (von Herbert Richter):
kann das doch nicht mir in die Tasche geschoben werden
Darf man nochmal fragen, was die Versicherung sagt...?

Darf man auch fragen, was man mit einem fremden Gutachten aus 2013 will?

Signatur:auch ich verweise auf § 675 (2) BGB.
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#16
 Von 
Sir Berry
Status:
Richter
(8709 Beiträge, 2821x hilfreich)

Zitat (von Herbert Richter):
kann das doch nicht mir in die Tasche geschoben werden... Oder?
Unter Umständen schon. Und zwar immer dann, wenn es sie einzige Möglichkeit war das Fahrzeug zu stellen.

Was besagen den die AGB des Lieferanten dazu? Vor Jahren, als ich zweimal betonieren ließ, war ich in der Pflicht für störungsfreien Zugang zu sorgen.

Berry

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#17
 Von 
Anami
Status:
Philosoph
(13497 Beiträge, 2056x hilfreich)

Zitat (von Herbert Richter):
Wer zahlt den Schaden?
Ich rudere hier mal langsam zurück... :sweat:
Wenn der Fahrer sich nicht selbst vergewissert hat, dass er ohne Schäden zu verursachen, dort fahren/leisten kann und er wegen der Enge auch nicht selbst anders fahren wollte und er sich auch nicht *enthaftet* hat (also dir als Auftraggeber/Käufer die Haftung übertragen hat)--- dann könnte der Fahrer schadenersatzpflichtig sein.
Dann weiterhin: Oft sind die Fahrer keine Angestellten der Betonfirma, sondern *Spediteure*.
Wenn der Fahrer also ein solch Freier Unternehmer war, kann er persönlich schadensersatzpflichtig sein. Er sollte eine HPV haben --- eine Berufs-HPV.

Signatur:auch ich verweise auf § 675 (2) BGB.
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#18
 Von 
Kalanndok
Status:
Schüler
(429 Beiträge, 89x hilfreich)

Warum eigentlich nicht die KFZ-Haftpflicht?
Es geht doch um einen Schaden während eines Entladevorgangs...das ist Gebrauch des KFZ...

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#19
 Von 
Herbert Richter
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo Zusammen,

Ich habe den Verbraucherschutz nun eingeschaltet. Selbst hier ist man Sich nicht ganz sicher wie man mit diesem Fall umgehen muss. Der Schaden beläuft sich zwar nur auf ca. 300 € aber jeder Beteiligte scheint sich zu wehren.

Eingeschaltet sind bis jetzt:

KFZ-Versicherer (LKW) - Er Behauptet ,dass das Fahrzeug in Diesem Fall nicht als Fahrzeug verwendet wurde sondern als Arbeitsgerät.

Das Lieferunternehmen - Behauptet dass Ich dafür zu sorgen haben ,dass kein Schaden entsteht.

Die Versicherung des Fahrers - Behauptet dass die KFZ-Versicherung zahlen muss.

Verbraucherschutz - Ist sich noch nicht ganz sicher. ( Aber Sie glauben nicht ,dass mir eine Beteiligung nachgewiesen werden kann)

Ich bin gespannt.

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