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Schadenersatz Deutsche Post wegen falscher Zustellung

10.5.2019 Thema abonnieren
 Von 
kixa
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)
Schadenersatz Deutsche Post wegen falscher Zustellung

Guten Tag zusammen
Folgender Fall
Ich hatte 5 Jahre lang ein Postfach bei einer Postfiliale hier vor Ort.Seid dem 01.01.2019 ist dieses gekündigt .Alles wurde bestätigt durch die Post das ab dem Tag nun die ganze Post zu mir ganz normal nach hause kommt .

Am 12.02.2019 bekomme ich 2 Briefe wo auf dem Umschlag mit Edding steht "Kein PF"
Ich mache den Brief auf und sehe das dieser bereits am 07.01.2019 geschrieben wurde.Der Post Stempel ist vom 08.01.2019.Nach Rücksprache mit der Post,sagte man mir das es Ihnen leid tut und sie wegen der Umstellung vom Postfach auf Briefkasten etwas brauchen bis dieses läuft .

Nun in der Tat sind einige Monate vergangen und ich bekomme immer nur Freitags eine Menge Post .Gestern war es dann so weit das es mal wieder ein Brief zu mir nach Hause schaffte der vom März 2019 ist,wo ich eine Rechnung begleichen sollte mit Frist 01.04.2019 .Da durch das ich den Brief halt nicht erhalten habe ,konnte ich schlecht drauf reagieren .Und nein ich wusste bis gestern nix von der Besagten Rechnung .

Kann ich dazu nun von der Post Schadensersatz verlangen oder eher nicht.
Folgendes auch wenn es komisch klingen mag .Jedes mal wenn ich sehe das Post im Briefkasten ist mache ich ein Video mit Datum und wie ich die Post raus hole .Nicht das die mir sagen ich hab es schon lang zu hause liegen.Der Postboote meinte nett zu mir sie haben gerade etwas enge an Personal daher kommen die Briefe später

Danke

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9 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
drkabo
Status:
Gelehrter
(10254 Beiträge, 7378x hilfreich)

D.h. die Absender der Briefe haben die Briefe an die Postfach-Adresse geschickt, obwohl das Postfach nicht mehr existiert. Und das Absendedatum der Briefe liegt nach dem 01.01.2019?

Dann stellen sich die Fragen:
- Warum verwenden die Absender der Briefe eine nicht mehr existierende Postfach-Adresse?
- Hat der ehemalige Besitzer des Postfachs rechtzeitig alle seine Bekannten informiert, dass die Postfach-Adresse nicht mehr aktuell ist?

Tendenziell sehe ich kaum Erfolgsaussichten.

Signatur:Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.
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#2
 Von 
kixa
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)

Nicht ganz richtig hätte ich vielleicht auch dazu schreiben sollen .
Selbst die Briefe die über die Post an meine normale Adresse versendet wurden sind,wurden immer in das Postfach sortiert .Man musste nicht extra die Postfachadresse dazu schreiben oder drauf schreiben .

Und wie oben bereits gesagt, 1x von der Post als Aussage dessen entschuldigt weil man noch immer aus versehen die Umstellung nicht beachtet hat .Demnach liegt die Schuld nicht bei mir .

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#3
 Von 
Anami
Status:
Junior-Partner
(5250 Beiträge, 1056x hilfreich)

Zitat (von kixa):
Kann ich dazu nun von der Post Schadensersatz verlangen oder eher nicht.
Welcher Schaden ist dir entstanden?
Hast du die Rechnung denn jetzt bezahlt, die schon seit März/April fällig ist? DAS wäre die Aussage für deine Frage nach Schadenersatz.

Signatur:Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen. Karl V.
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#4
 Von 
kixa
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)

Ja bezahlt ist sie.Aber da durch das es nicht Fristgerecht war,kamen Inkassokosten und Mahngebühren hinzu.Hätte ich den Brief pünktlich bekommen und nicht über 1 Monat später wäre es nicht dazu gekommen

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#5
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(34091 Beiträge, 12215x hilfreich)

Zitat:
Aber da durch das es nicht Fristgerecht war, kamen Inkassokosten und Mahngebühren hinzu.

Die allerdings unberechtigt waren, weil der Brief nicht rechtzeitig zugestellt wurde.

Wenn Du freiwillig ohne Rechtsgrund derartige Kosten übernimmst, dann kannst Du dafür keinen Schadenersatz fordern.

Dass ein Brief auf dem Postweg verloren geht oder durch Umstände wie hier beschrieben in der Zustellung erheblich verzögert wird liegt im Risiko des Absenders, nicht im Risiko des Empfängers.

Ggf. könnte hätte daher der Aussteller der Rechnung Schadenersatz für vergeblich aufgewendete Inkassoleistungen fordern können. Damit wäre er aber auch nicht erfolgreich gewesen, da die Post keine Zustellgarantie abgibt.

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#6
 Von 
Anami
Status:
Junior-Partner
(5250 Beiträge, 1056x hilfreich)

Zitat (von kixa):
kamen Inkassokosten und Mahngebühren hinzu.
Die Rechnung war spätestens bis zum 1.4. zu begleichen.
Wann hast du die Mahnung mit Mahnkosten erhalten?
Wann hast du die Inkasso-Kosten-Post erhalten?
Alles innerhalb 6 Wochen?
Wie hoch sind nun die Inkasso-/Mahnkosten?

Signatur:Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen. Karl V.
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#7
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(68167 Beiträge, 31815x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Die Rechnung war spätestens bis zum 1.4. zu begleichen.

Nö, da die meisten der Rechnungen nicht den gesetzlichen Anforderungen entsprechen um Verzug auszulösen, dürfte das nur ein "Wunsch" gewesen sein...


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#8
 Von 
kixa
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Zitat (von kixa):
kamen Inkassokosten und Mahngebühren hinzu.
Die Rechnung war spätestens bis zum 1.4. zu begleichen.
Wann hast du die Mahnung mit Mahnkosten erhalten?
Wann hast du die Inkasso-Kosten-Post erhalten?
Alles innerhalb 6 Wochen?
Wie hoch sind nun die Inkasso-/Mahnkosten?


Den Inkasso Brief habe ich zusammen mit dem Schreiben bekommen wo die Frist bis 01.04 war.Diese beiden Schreiben habe ich Zeitgleich am 09.05 erhalten.Ich rief bei dem Inkasso an um Ihnen mitzuteilen das ich zuvor nix bekam oder wusste.Das selbe habe ich dem Auftraggeber des Inkasso gesagt.

Inkassokosten plus Mahngebühren usw beliefen sich auf etwa 83 Euro

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#9
 Von 
Anami
Status:
Junior-Partner
(5250 Beiträge, 1056x hilfreich)

Zitat (von kixa):
Den Inkasso Brief habe ich zusammen mit dem Schreiben bekommen wo die Frist bis 01.04 war.
Das war also nicht die Rechnung. Diese kam schon viel früher. Bevor der Inkasso beauftragt wurde.
Ob du dem Inkasso das am Telefon schilderst--- rein ins Ohr und drüben wieder raus. Nicht zuständig.
Warum hast du alles bezahlt? Warum nicht nur die korrekte Rechnungssumme?

Jetzt hast du ca 83,- bezahlt, obwohl du selbst gar nichts versäumt hast.
Du hast demnach einen Vermögensschaden in Höhe der Mahn-und Inkassokosten erlitten.
Diesen Betrag kannst du von der träumenden Post einklagen.
Freiwillig werden sie nichts zahlen. Wer soll das tun? Haben ja zu wenig Mitarbeiter. Sie schaffen ja ihre logistischen PF-Änderungen nicht einmal...

Aber viel Erfolg!

Signatur:Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen. Karl V.
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