Versicherung will Geld

21. August 2009 Thema abonnieren
 Von 
b-lash
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)
Versicherung will Geld

Hallo,
Ich wurde vor kurzem vor dem Jugendschöffengericht wegen Einbruch verurteilt. Nun hat sich heute die Versicherung von einem gemeldet. Sie wollen 3000 Euro von mir. Die wollen, dass ich das Geld innerhalb von 4 Wochen bezahle. War ganz normaler Brief stand nicht mal drinnen was alles 3000 Euro gekostet hat. Hab kein Geld . Was soll ich nun tun? Hab auch kein Einkommen. Bin 18 Jahre alt und Schüler...
Mein Anwalt hat gemeint, dass ich mich melden sollte falls Schadensersatzforderungen kommen. Wenn ich jetzt zum Anwalt gehe zahlt es die Rechtsschutzversicherung oder muss ich den Anwalt selber zahlen wenn ich zu einem gehen würde?

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15 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Jogibear.
Status:
Schüler
(373 Beiträge, 160x hilfreich)

und wieder ein junges Leben zerstört... *kopfschüttel*

Wurde der Einbruch alleine begangen?

Wurden die 3000 € auch belegt...( Fenster kaputt...Armbanduhr xy?), sonst nachfragen.

Bei einem Streitwert von 3000 € würde ich den Gang zum Anwalt vorerst sein lassen. Die Rechtschutz zahlt das auch nicht.

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#2
 Von 
BigMikeOWL
Status:
Student
(2629 Beiträge, 674x hilfreich)

Handeln und den Rest versuchen zu stunden bzw. eine Rzv. zu treffen.

Wenn nix gemacht wird vollstrecken die und das wird noch teurer.

Ist doch alles nur fiktiv hier oder etwa nicht?

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" Ich hab keine Ahnung :( "

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#3
 Von 
Stefan 5
Status:
Bachelor
(3905 Beiträge, 1292x hilfreich)

Fordern Sie die Versicherung auf den geforderten Schadensersatz konkret zu beziffern und zu belegen.

Ferner sollten Sie der Versicherung mitteilen, dass Sie noch Schüler sind und über kein Einkommen oder Vermögen verfügen.


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#4
 Von 
BigMikeOWL
Status:
Student
(2629 Beiträge, 674x hilfreich)

quote:
Fordern Sie die Versicherung auf den geforderten Schadensersatz konkret zu beziffern und zu belegen.
Damit würde ich vorsichtig sein!

Meistens regressieren die Versicherer in diesen Fällen nur einen geringen Pauschalbetrag. Sie wissen das eh nicht viel zu holen ist uns sagen sich deshalb, lieber etwas als gar nichts!

Die konkrete Forderung könnte weitaus höher sein!!

:D:D

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" Ich hab keine Ahnung :( "

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#5
 Von 
Stefan 5
Status:
Bachelor
(3905 Beiträge, 1292x hilfreich)

"Meistens regressieren die Versicherer in diesen Fällen nur einen geringen Pauschalbetrag."

Waum soll die Versicherung nicht den vollen Schaden geltend machen?

Und warum soll die Versicherung einen Pauschbetrag fordern ohne Kenntnis der Schadensumme? Nach dieser Logik wäre es dann ja auch möglich, dass der Schaden nur EUR 100,-- beträgt und die Versicherung die "Pauschale" fordert.

Wenn sowieso nichts zu holen ist, kann man sich immer noch vergleichsweise auf eine Summe einigen. Und in diesem Fall wäre die Nenung der deutlich höheren Schadensumme sicher vielmehr geeignet den Schädiger zur Zahlung von "nur" EUR 3000,-- zu bringen.



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#6
 Von 
b-lash
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

das problem ist ich weiß selber nicht was da überhaupt beim Einbruch kaputt gegangen ist weil ich das nicht mal war :( war damals noch 17 und war wegen 3 einbrüchen angeklagt von denen ich 2 tatsächlich war und bei einem halt unschuldigt und gerade von diesem wo ich unschuldig war kommt nun eine forderung.

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#7
 Von 
BigMikeOWL
Status:
Student
(2629 Beiträge, 674x hilfreich)

quote:
Und warum soll die Versicherung einen Pauschbetrag fordern ohne Kenntnis der Schadensumme?
Versteh es oder lass es :(

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" Ich hab keine Ahnung :( "

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#8
 Von 
Stefan 5
Status:
Bachelor
(3905 Beiträge, 1292x hilfreich)

@ BigMikeOWL,

"Versteh es oder lass es "

solch treffenden und überzeugenden juristischen Argument kann man nichts mehr entgegensetzen. Sie bringen jede Diskussion um Meilen weiter.
Auf den Inhalt einer Ansicht brucht man da natürlich nicht mehr einzugehen.



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" "

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#9
 Von 
Stefan 5
Status:
Bachelor
(3905 Beiträge, 1292x hilfreich)

@ b-lash,

ich verstehe Sie dahingehend, dass die Versicherung Schadensersatz für einen Einbruch fordert, den Sie nicht begangen haben.

Wurden Sie für diesen Einbruch verurteilt?

Falls ja, würde Ihnen der Nachweis gelingen, dass Sie diesen Einbruch nicht begangen haben.

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#10
 Von 
BigMikeOWL
Status:
Student
(2629 Beiträge, 674x hilfreich)

@ Stefan 5

Und Sie das gleiche um Meilen zurück!

Ein Versicherer kann nur seine tatsächlichen Aufwendungen regressieren und nicht

quote:
ohne Kenntnis einer Schadensumme


Der (Hausrat)Versicherer hat Neuwertersatz geleistet, kann jedoch nur den Zeitwert regressieren. Den hat er jedoch wahrscheinlich gar nicht bzw. kann ihn nur mit großem Aufwand ermitteln, darum setzt er die Regressforderung ganz unten und abgerundet an. Gleichwohl auch im Hinterkopf, dass wahrscheinlich eh nix zu holen ist lässt er damit auch den Streitwert gering.

Fordere ich nun den Versicherer auf konkret zu belegen wird mit tödlicher Sicherheit eine weit höhere Summe dabei heraus kommen und vielleicht sogar Begehrlichkeiten wecken.

Der Einbrecher wird wissen was er beschädigt, zerstört oder gestohlen hat und sollte einfach überlegen, ob er mit den 3.000 gut dabei ist.

Ansonsten verweise ich auch noch auf meinen ersten Hinweis, handeln.

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" Ich hab keine Ahnung :( "


-- Editiert am 25.08.2009 09:32

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#11
 Von 
b-lash
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

@ Stefan 5 ja wurde verurteilt obwohl unschuldig. das war eine Einrichtung die ich oft besucht habe . ein Fußabdruck auf der Toilette hat dem Gericht wohl für eine Verurteilung ausgereicht. Die Exakte Summe die die Versicherung will sind 3073,66. Ich schreibe denen heute mal ein Brief, dass ich eine Schadenliste will und das ich über kein Einkommen verfüge. Was machen die dann , wenn die wissen das ich nicht zahlen kann?

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#12
 Von 
icecycle
Status:
Junior-Partner
(5311 Beiträge, 1990x hilfreich)

quote:
Was machen die dann , wenn die wissen das ich nicht zahlen kann?


Sie können warten, Du bist ja noch jung. 30 Jahre lang wirdst Du keine Ruhe haben.

-- Editiert am 25.08.2009 17:03

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#13
 Von 
Stefan 5
Status:
Bachelor
(3905 Beiträge, 1292x hilfreich)

Dies hängt davon ab, wie hartnäckig die Versicherung ihren anspruch verfolgt.

Sie kann einen Titel bei Gericht erwirken und dann 30 Jahre versuchen zu vollstreken. Dies kostet aber zunächst Gelld und die Versicherung muss abwägen, ob sie Geld investiert für die Möglichkeit später Regress nehmen zu können.

Sollte es zu einer Klage kommen, können Sie theoretisch ihr Glück darin suchen, dass dem Zivilrichter der Nachweis der Tat nicht ausreicht.

Solte beim Fußabdruck nur die Größe für die Verurteilung entscheidend gewesen sein sind ihre Chancen natürlich größer, als wenn auch das Schuhprofil passte.

Gegen ein Strafrechtsurteil zu bestehen ist aber leider sehr schwer aber nicht unmöglich.






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" "

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#14
 Von 
Stefan 5
Status:
Bachelor
(3905 Beiträge, 1292x hilfreich)

@ BigMikeOWL,

"Ein Versicherer kann nur seine tatsächlichen Aufwendungen regressieren und nicht"

Etwas anderes wurde nie behauptet. Sie gehen doch von einer fiktiven Pauschale aus und nicht ich.


"Fordere ich nun den Versicherer auf konkret zu belegen wird mit tödlicher Sicherheit eine weit höhere Summe dabei heraus kommen und vielleicht sogar Begehrlichkeiten wecken."

Die Versicherung fordert also extra wenig um es sich einfach zu machen und macht sich erst auf Nachfrage die Mühe einen hohen Schaden zu errechnen?

Woher stammt dieses Wissen? Können Sie dies durch Quellen belegen?

Ein "normaler" Gläubiger fordert regelmäßig eher zuviel um sich dann im Rahmen eines Vergleichs mit weniger zufrieden zu geben. Wieso handeln Versicherungen anders und fordern zu wenig?
Welche konkreten Versicherungskonzerne handelm nach Ihren Quellen so?

"Der Einbrecher wird wissen was er beschädigt, zerstört oder gestohlen hat und sollte einfach überlegen, ob er mit den 3.000 gut dabei ist"

Laut dem mir bekannten Sachverhalt war der TE nicht am Einbruch beteiligt.

Im Übrigen:
Selbst wenn die Versicherung hier angeblich "nur" 3000,-- fordert woher wissen Sie, dass damit alle Forderungen abgegolten sind und nicht eine weitere Forderung nachgeschoben wird?
Demnächst könnte also ein Schreiben kommen, dass dies nur für den Schaden X war, verbundne mit einer weiteren unsubstantiierten Forderung in Höhe von EUR 3.000,--. Diese zahlt man dann sinnvollerweise auch ohne zu Wissen wofür. Es könnte dann ja ansonsten nach Ihrer Ansicht viel teurer kommen.

Es ist vollkommen lebensfremd, einen Schaden zu zahlen, wenn man nicht weiß wie sich dieser berechnet.

Solche Schuldner wünscht sich jeder Gläubiger.


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#15
 Von 
BigMikeOWL
Status:
Student
(2629 Beiträge, 674x hilfreich)

quote:
Sie gehen doch von einer fiktiven Pauschale aus und nicht ich
Wer hat denn was von fiktiv gesagt??
quote:
Können Sie dies durch Quellen belegen?
Ja, Erfahrungen, aber keine eigenen ;)
quote:
und nicht eine weitere Forderung nachgeschoben wird?
Das Risiko besteht immer, i.d.R. wird die Akte aber geschlossen.
quote:
dass dem Zivilrichter der Nachweis der Tat nicht ausreicht.
Kommt ja auch in der Praxis so oft vor :(

Beim Regressieren wird in erster Linie gehandelt, Quote gemacht, Akte zu, Deckel drauf und alle sind zufrieden, da wird nicht lange gebohrt. Wie's funktioniert erklär ich dir gerne bei nem Bier aber nicht hier, wo alle mitlesen :D

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" Ich hab keine Ahnung :( "

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