2 Monate im Jahr Saisonbedingt Arbeitslos

3. September 2019 Thema abonnieren
 Von 
henman
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
2 Monate im Jahr Saisonbedingt Arbeitslos

Hallo,
ich bin 49 Jahre alt und seit 15 Jahren in der Firma beschäftig.
Mein Chef bot mir an das ich mich 2 Monate pro Jahr Arbeitslos melde, mit der schriftlichen Garantie das ich danach wieder eingestellt werde. Der Betrieb in dem ich arbeite ist stark Saison-Abhängig.
Er sagte das wäre kein Problem, und viele Mitbewerber würden das auch so machen. Das Ganze soll wohl auch beim Arbeitsamt unkompliziert sein?
Meine Fragen:

Wieviel % Geld würde ich in den 2 Monaten bekommen?
Kann ich während der Zeit in den Urlaub fahren?
Wie läuft es dann mit der Krankenkasse?
Muss ich mich dann trotz der Arbeitsgarantie beim Arbeitsamt um Jobs bemühen?

Es wäre schön wenn ich einige Antworten darauf bekomme… Vielen Dank schon mal

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7 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(32698 Beiträge, 17211x hilfreich)

Wieviel % Geld würde ich in den 2 Monaten bekommen? 50 bis 60 % Ihres Nettogehaltes.
Kann ich während der Zeit in den Urlaub fahren? Nein.
Wie läuft es dann mit der Krankenkasse? Man ist weiterhin krankenversichert.
Muss ich mich dann trotz der Arbeitsgarantie beim Arbeitsamt um Jobs bemühen? Na sicher - man muß dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Ob der konkrete Bearbeiter bei der Bundesagentur dann darauf besteht, ist eine andere Frage - jedenfalls kann nicht grundsätzlich sagen "Nein, ich bewerbe mich nicht."

-- Editiert von muemmel am 03.09.2019 16:14

Signatur:

Bei nur einer Ratte im Zimmer handelt es sich nicht um einen Reisemangel ( Amtsgericht Köln).

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#2
 Von 
guest-12328.11.2020 13:37:30
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von henman):
Hallo,
ich bin 49 Jahre alt und seit 15 Jahren in der Firma beschäftig.
Mein Chef bot mir an das ich mich 2 Monate pro Jahr Arbeitslos melde, mit der schriftlichen Garantie das ich danach wieder eingestellt werde. Der Betrieb in dem ich arbeite ist stark Saison-Abhängig.
Er sagte das wäre kein Problem, und viele Mitbewerber würden das auch so machen. Das Ganze soll wohl auch beim Arbeitsamt unkompliziert sein?
Meine Fragen:

Wieviel % Geld würde ich in den 2 Monaten bekommen?
Kann ich während der Zeit in den Urlaub fahren?
Wie läuft es dann mit der Krankenkasse?
Muss ich mich dann trotz der Arbeitsgarantie beim Arbeitsamt um Jobs bemühen?

Es wäre schön wenn ich einige Antworten darauf bekomme… Vielen Dank schon mal


Wie stellt sich das dein Arbeitgeber vor?

Sollst du jedes mal befristet eingestellt werden oder wirst du jedes Jahr betriebsbedingt gekündigt?

Die Agentur für Arbeit kann dich Sanktionieren, wenn du selbst kündigst UND wenn ggf. auf einer Kündigung keine Kündigungsschutzklage erhoben wird. Ich kenne auch ein Fall, wo die Agentur für Arbeit auf eine Klage gedrängt hat, weil es immer wieder Befristungen mit kleinen Unterbrechungen gab.

Bekommen würdest du vom Amt 60 Prozent (ohne Kinder) bzw. 67 Prozent.

Aber diese Lösung dürfte nur für den Arbeitgeber vorteile haben...

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#3
 Von 
henman
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo, vielen Dank für die Antworten das hat mir schon sehr geholfen

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
radfahrer999
Status:
Unparteiischer
(9031 Beiträge, 4876x hilfreich)

Ich kenne mich in der Materie zu wenig aus, aber was passiert zum Thema Rente, wenn man eine gewisse Zeit (im schlimmsten Fall über mehrere Jahre und Jahrzehnte) nur 10/12M gearbeitet hat?

Ich finde dieses Konzept nicht zukunftsfähig.

-- Editiert von radfahrer999 am 09.09.2019 09:52

Signatur:

Wenn dir die Antwort nicht gefällt, solltest du die Frage nicht stellen... ;-)

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#5
 Von 
cirius32832
Status:
Senior-Partner
(6902 Beiträge, 1458x hilfreich)

Zitat:
Ich finde dieses Konzept nicht zukunftsfähig.


Ich auch nicht. Vor allem nicht in dem Alter. Bekommt der Betrieb finanzielle Probleme, ist so eine Stelle die erste die auf der Streichliste steht....

Was ist denn in den anderen Zeiten? fällt dann durch den Saisonbe´treib auch Mehrarbeit an? Dann würde sich evtl eine Variante mit einem Arbeitszeitkonto lohnen.

Signatur:

https://www.antispam-ev.de

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#6
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(31543 Beiträge, 5573x hilfreich)

Wenn die Arbeitsagentur bezahlt, dann ist der LB auch rentenversichert und krankenversichert.

Das Konzept ist hoffentlich nicht auf die Zukunft gerichtet. Trotzdem machen das auch schon länger und vermehrt Bildungseinrichtungen. Schulen stellen (neue) Lehrer für 11 Monate ein.
Dann wieder für 11 Monate---vielleicht.
Dem Lehrer wird dadurch der ALG-Anspruch *geschnitten*, falls die Schule ihn doch nicht wieder anstellt. Lehrer gelten bei der Agentur nicht als Saisonarbeiter.

Vielleicht ändert sich die Denke der Arbeitgeber, wenn die tollen Nachhaltigkeits-Ideen der Politiker endlich greifen, nicht nur beim Grünen Knopf :augenroll: .
Ich hab meine Zweifel.

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

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#7
 Von 
Mr.Cool
Status:
Richter
(8429 Beiträge, 3448x hilfreich)

Solche Engpässe werden i.d.R. durch Kurzarbeit geregelt mit Unterstützung der Arbeitsagentur. Das Geld wird zwar gekürzt, der MA bleibt aber beschäftigt. Entweder sollen da faule Dinger laufen oder der AG hat sich nicht bei der AA informiert.

Signatur:

Vernunft ist wichtiger als Paragraphen

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