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2400€ Erstattung ALG 2

 Von 
FabiDoe
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
2400€ Erstattung ALG 2

Schönen Abend zusammen,

es geht hier um meine Freundin, die seit etwa 1 1/2 Jahren ALG 2 bezieht.
Ungefähr genau so lange wohnen wir auch zusammen in einer kleinen Wohnung.
Ich selbst studiere und arbeite zusätzlich nebenher als Werkstudent, um mir meinen Alltag zu finanzieren.
Meine Freundin hat vor kurzem eine Umschulung begonnen die über das Jobcenter läuft.

Vor einem halben Jahr begann das Jobcenter Unterlagen von ihr zu verlangen, wo es um mein Einkommen als Werkstudent geht. Da dieses von Monat zu Monat variiert (je nachdem wie viele Stunden ich arbeite), war es nötig jede einzelne Lohnabrechnung seid beginn Januar 2016 nachzureichen, inkl. Kontoauszüge usw. (Einkommen lag zw. 100€ und 800€ / August 1700€ wegen Ferien).
Nun schließlich nach fast 6 Monaten Unterlagen nachreichen konnte das Jobcenter ihre Berechnungen vollständig abschließen.

Heute bekam meine Freundin einen Brief "Erstattung von Leistungen bei endgültiger Festsetzung des Leistungsanspruches" vom Jobcenter. Darin steht das sie in den Monaten von März bis Sept 2016 Leistungen erhalten hat, ohne dass hierauf Anspruch bestand. Insgesamt fordert Jobcenter 2400€ zurück?! Und die Frist hierfür ist schon in zwei Wochen?!
Seltsamer weise wurden zwei Briefe ausgestellt, in dem einen eine Forderung zur Erstattung von 2000€ und im anderen 400€.
Ebenfalls steht im Brief "Bitte entnehmen Sie dem endgültigen Bewilligungsbescheid die Ihnen tatsächlich zustehenden Leistungen.", im Brief sind jedoch nur die Forderungen aufgelistet und nirgends die zustehenden Leistungen.

Erst jetzt nach einer Recherche kamen wir zur bitteren Tatsache das wir in einer "Bedarfsgemeinschaft" leben (Zuvor gab es keinerlei Informationen diesbezüglich vom Jobcenter). Bedeutet ich muss für meine Freundin mit meinem Geld sorgen bzw. je mehr ich verdiene desto weniger (oder gar nichts) bekommt sie. Lässt sich dagegen Wiedersprechen? Schließlich bin ich selbst noch Student und kann gerade noch so für mich selbst sorgen. Nur weil ich im Schnitt etwa 500€ bekomme (+ Kindergeld welches meine Eltern mir zukommen lassen), reicht das doch noch lange nicht aus um mich und sie über Wasser zu halten.

Nun zur eigentlichen Frage:
Ist es überhaupt rechtlich möglich gegen die 2400€ vorzugehen?
Falls ja was wären die nächste Schritte hierzu?
Widerspruch schreiben? Was schreibe ich sinngemäß rein?
Anwalt verständigen? (Meine Freundin hat nur Rechtsschutz für Verkehr)
Gibt es ein Mindestsatz bei ALG 2 bzw. kann es sein das sie 0€ bekommt?


Sind gerade ziemlich am Ende was das angeht. Unsere Existenz hängt davon ab.
Weder sie noch ich können in zwei Wochen so viel Geld auftreiben.

Ich meine wie lächerlich ist das ganze den? Da kommt das Jobcenter daher, ermöglicht Ihr eine Umschulung und unterstützt sie dabei ebenfalls aus einem dem Teufelskreis der Arbeitslosigkeit rauszukommen und dann wiederum kommen die und verlangen Erstattungen in Höhe von 2400€ ?? Gehts noch? Die sehen ganz genau wie viel Geld wir verdienen und auch das wir kein Kapital haben oder sonstiges und trotz dessen verlangen die das ein ALG 2 Empfänger der monatl. vom Jobcenter 200€ bekommt (was gerade so ausreicht) so eine stattliche Summe zurückzahlen soll?!
Sofern das ganze durchgeht wird sie sich nicht einmal mehr die Benzinkosten leisten können, um überhaupt zur Umschulung anzukommen woraufhin sie gezwungen wäre diese abzubrechen. In soweit hat sich nach 6 Monaten Umschulung die Sache schon erledigt. Wow danke Jobcenter für den Schnupperkurs und die damit verbundenen Schulden von 2400€. Ebenfalls wird damit gedroht falls den Zahlungen nicht nachgekommen wird eine Zwangsvollstreckung durchzuführen.

Hoffe hier kann uns jemand ein guten Rat geben.

Mit freundlichen Grüßen

Fabi

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1 Antwort
Sortierung:
#1
 Von 
guest-12313.09.2017 08:51:03
Status:
Student
(2276 Beiträge, 610x hilfreich)

Zitat (von FabiDoe):
Erst jetzt nach einer Recherche kamen wir zur bitteren Tatsache das wir in einer "Bedarfsgemeinschaft" leben

Richtig, das wird nach einem Jahr Zusammenleben vermutet. Daher wurden die Unterlagen angefordert. Nach dem einen Jahr ist man in der Beweislast diese Vermutung zu widerlegen.

Zitat (von FabiDoe):
Widerspruch schreiben? Was schreibe ich sinngemäß rein?

Erstmal prüfen, ob die Beträge stimmen (Bedarf, fiktiver Bedarf des Studenten, Einkommen, Freibeträge). Dann Widerspruch.

Zitat (von FabiDoe):
Gibt es ein Mindestsatz bei ALG 2 bzw. kann es sein das sie 0€ bekommt?

Kann auch sein, dass man nix bekommt.

Zitat (von FabiDoe):
Anwalt verständigen? (Meine Freundin hat nur Rechtsschutz für Verkehr)

Man kann beim Amtsgericht einen Beratungshilfeschein bekommen. Damit zum Fachanwalt für Sozialrecht.

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