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AGL1 Berechnung bei Teilzeit und Zeiten ohne Beschäftigung

 Von 
Schmiedl
Status:
Frischling
(17 Beiträge, 0x hilfreich)
AGL1 Berechnung bei Teilzeit und Zeiten ohne Beschäftigung

Hallo,
So viel habe ich bisher herausgefunden:
ALG1 ist 60% des letzten Nettolohnes (kein Kind)
Dauer ist die Hälfte der Beschäftigungszeit innerhalb der letzten 24 Monate.

Haben Pausen zwischen verschiedenen Beschäftigungszeiten Einfluss auf diese Rechnung?

Beispiel: A arbeitet 10 Monate (1.1.2018-31.10.2010 - 1000€/Monat) macht eine Pause (ohne ALG, da Zeitraum zu kurz) für 12 Monate und arbeitet erneut 2 Monate (1.11.2011-31.12.2011 - 2000€/Monate) - Bekommt A dann genauso 60% seines letzten Nettolohnes für 6 Monate im Rahmen von ALG1? Also 1200€/Monat?

Hat Arbeit in Vollzeit/Teilzeit Einfluss auf diese Rechnung?
Fortführung oberes Beispiel: In den Zeiträumen arbeitet A jeweils nur 20h/Woche. Ändert dies etwas an der Berechnung?

vielen Dank

-- Editiert von Schmiedl am 31.05.2019 02:56

-- Editiert von Moderator am 31.05.2019 19:00

-- Thema wurde verschoben am 31.05.2019 19:00

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Teilzeit Monat Berechnung Vollzeit


3 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
blaubär+
Status:
Gelehrter
(10266 Beiträge, 4455x hilfreich)

Mit deiner Frage bist du wahrscheinlich besser aufgehoben im Forum Sozialrecht.

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#2
 Von 
schneechen
Status:
Schüler
(202 Beiträge, 68x hilfreich)

Der Bemessungszeitraum umfasst die beim Ausscheiden aus dem jeweiligen Beschäftigungsverhältnis abgerechneten Entgeltabrechnungszeiträume der versicherungspflichtigen Beschäftigungen im Bemessungsrahmen. Der Bemessungsrahmen umfasst ein Jahr; er endet mit dem letzten Tag des letzten Versicherungspflichtverhältnisses vor der Entstehung des Anspruchs. ... Der Bemessungsrahmen wird auf zwei Jahre erweitert, wenn der Bemessungszeitraum weniger als 150 Tage mit Anspruch auf Arbeitsentgelt enthält ... ([link=https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_3/__151.html]§ 151 Abs. 1 und Abs. 3 Nr. 1 SGB III [/link])

Im Jahr 2018 enthält der Bemessungszeitraum nur 61 Tage, daher ist der Bemessungsrahmen auf 2 Jahre zu erweitern.

Beispiel:
01.01.-31.10.17 -> 10.000 € brutto
01.11.-31.12.18 -> 4.000 € brutto
14.000 € brutto / 365 Tage = 38,37 € Bemessungsentgelt täglich
abzgl. Sozialversicherungspauschale und Lohnsteuer -> Leistungsengelt täglich 29,81 € ([link=https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_3/__153.html]§ 153 SGB III [/link])
davon 60% -> Leistungssatz täglich 17,89 €

17,89 € x 30 Tage = 436,70 € Zahlbetrag monatlich ([link=https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_3/__154.html]§ 154 SGB III [/link])

PS: Mangels Angaben zum Bruttoeinkommen habe ich im Beispiel das Nettoeinkommen als Bruttoeinkommen eingesetzt.

Zitat:
In den Zeiträumen arbeitet A jeweils nur 20h/Woche. Ändert dies etwas an der Berechnung?


Das ändert nichts an der Berechnung.

Zitat:
Hat Arbeit in Vollzeit/Teilzeit Einfluss auf diese Rechnung?


In dem oben genannten Beispiel nicht. Es gibt aber Fälle, wo es einen Einfluss auf die Höhe des ALG I haben kann (§ 150 Abs. 2 Nr. 5 und § 151 Abs. 5 SGB III ).

-- Editiert von schneechen am 31.05.2019 08:40

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#3
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(27050 Beiträge, 14803x hilfreich)

Bekommt A dann genauso 60% seines letzten Nettolohnes Nein, und zwar schon deshalb nicht, weil nicht das reale Nettoeinkommen als Berechnungsgröße benutzt wird, sondern ein fiktives Nettoeinkommen ("Leistungsentgelt"). Und davon kriegt man dann 60 %, was real eher 50 % des Nettoeinkommens sind.

Signatur:Bei nur einer Ratte im Zimmer handelt es sich nicht um einen Reisemangel ( Amtsgericht Köln).
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