ALG + Abfindung

25. Februar 2008 Thema abonnieren
 Von 
bond
Status:
Beginner
(97 Beiträge, 6x hilfreich)
ALG + Abfindung

Hallo zusammen,
es steht bei mir demnächst eine Entlassung mit Zahlung einer entsprechenden Abfindung an.
Kann mir jemand sagen, inwieweit dieser Geldbetrag auf das ALG (für den Fall das ich mich arbeitslos melden muß) angerechnet wird.
Ich meine, muß ich die Abfindung erst verbrauchen, sprich davon leben bis ich in den Genuß von ALG komme?

Kann mir evtl. auch jemand auch sagen, wie hoch der Freibetrag ist und wie hoch dann der Rest versteuert wird.
Vielen Dank
Gruß
Bond

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11 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Schnebi
Status:
Lehrling
(1061 Beiträge, 601x hilfreich)

Wwenn unter Einhaltung aller Kündigungsfristen entlassen wird, wird die Abfindung in der Regel nicht angerechnet

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#2
 Von 
himbermond
Status:
Beginner
(99 Beiträge, 30x hilfreich)

Steuerliche Freibeträge gibt es keine mehr. Mal nach *Abfindungsrechner* suchen und alle Daten eingeben.

himbermond

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#3
 Von 
bond
Status:
Beginner
(97 Beiträge, 6x hilfreich)

wenn man eine Abfindung erhält, werden in der Regel keine Künd.-Fristen eingehalten.
D.h. sofortige Entlassung; was ist dann?

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(45386 Beiträge, 16151x hilfreich)

Dann wird bis zum Ende der regulären Kündigungsfrist das ALG gesperrt.

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
bond
Status:
Beginner
(97 Beiträge, 6x hilfreich)

Das gefällt mir natürlich dann gar nicht.
D.h. wohl, ich muß auf die Einhaltung der Künd.-Frist bestehen und wenn man mich auf der Arbeitstelle nicht mehr einsetzen will, soll eine Freistellung mit Zahlung einer Abfindung erfolgen.
Richtig...?!?!

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#6
 Von 
AxelK
Status:
Philosoph
(12937 Beiträge, 4398x hilfreich)

Ich weiß nicht genau, ob bei ALG I Abfindungen angerechnet werden, oder nicht. Mit Sicherheit ist diese Frage aber unabhängig davon, ob fristgerecht oder fristlos gekündigt wird. Bei einer fristlosen Kündigung geht die AA davon aus, dass diese selbst verschuldet wurde und verhängt eine dreimonatige Sperrzeit. Dieses hat aber nichts mit der Abfindung zu tun. Diese wird - wenn sie angerechnet wird - dann auch noch nach Ablauf der Sperrzeit angerechnet.

Worum geht es denn hier eigentlich? Du weißt schon, dass Du die Kündigung und eine Abfindung bekommen wirst, hast aber noch keine Kündigung erhalten? Du kannst Dir aussuchen, ob mit oder ohne Kündigungsfrist gekündigt wird? Ist alles ein wenig suspekt. Und solltest Du darauf aus sein, einen Aufhebungsvertrag mit dem AG zu vereinbaren, so wird auch dann eine Sperrezit verhängt.

Und diese Aussage

quote:
wenn man eine Abfindung erhält, werden in der Regel keine Künd.-Fristen eingehalten.


ist nun ausgemachter Unsinn. Bei einer fristlosen Kündigung gibt es keinen Anspruch auf eine Abfindung. Diese kann allenfalls freiwillig vom AG gezahlt werden, was aber der fristlosen Kündigung irgendwie widersprechen würde, oder im Rahmen eines Kündigungsschutzprozesses ausgehandelt werden. Bei regulären, betriebsbedingten Kündigungen kann es dagegen sehr wohl Abfindungen geben, z.B. wenn ein Sozialplan existiert.

Gruß,

Axel

-----------------
"Rechtschreibfehler dienen der allgemeinen Belustigung. Wer welche findet, darf sie gerne behalten."

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
Schnebi
Status:
Lehrling
(1061 Beiträge, 601x hilfreich)

Es ist sehr wohl davon abhängig, ob die Kündigungsfrist eingehalten wurde. §143a (1) S.1 besagt nämlich folgendes:

Hat der Arbeitslose wegen der Beendigung des Arbeitsverhältnisses eine Abfindung, Entschädigung oder ähnliche Leistung (Entlassungsentschädigung) erhalten oder zu beanspruchen und ist das Arbeitsverhältnis ohne Einhaltung einer der ordentlichen Kündigungsfrist des Arbeitgebers entsprechenden Frist beendet worden, so ruht der Anspruch auf Arbeitslosengeld von dem Ende des Arbeitsverhältnisses an bis zu dem Tage, an dem das Arbeitsverhältnis bei Einhaltung dieser Frist geendet hätte.

DAs heißt es ist ganz genauso wie hh gesagt hat...

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
bond
Status:
Beginner
(97 Beiträge, 6x hilfreich)

Danke für Eure Antworten.

@"Bei betriebsbedingten Kündigungen kann es dagegen sehr wohl Abfindungen geben, z.B. wenn ein Sozialplan existiert."

genauso verhält es sich bei mir.
_______________________________

Kündigungsfrist bei über 20 jähriger Betriebszugehörigkeit = 7 Monate zum Ende eines Kalendermonats.

D.h. ich bekomme 7 Monate kein ALG ....??? :augenroll:

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
guest123-2065
Status:
Lehrling
(1119 Beiträge, 248x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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#10
 Von 
AxelK
Status:
Philosoph
(12937 Beiträge, 4398x hilfreich)

@bond:

Wenn die Kündigungsfrist eingehalten wird, dürfte es mit dem ALG Bezug eigentlich keine Probleme geben. Du wirst mit Beginn der Arbeitslosigkeit ALG erhalten. Eine Sperrzeit gibt es lediglich bei selbstverschuldeten Kündigungen. Dieses kann bei einer betriebs bedingten Kündigung eigentlich nicht der Fall sein.

Gruß,

Axel

-----------------
"Rechtschreibfehler dienen der allgemeinen Belustigung. Wer welche findet, darf sie gerne behalten."

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#11
 Von 
Schnebi
Status:
Lehrling
(1061 Beiträge, 601x hilfreich)

@meinefresseaberauch

DIe Agentur wird damals bei dir bestimmt nachgefragt haben, ob du eine Abfundung bekommen hast. Eine Frage danach steht nämlich in der Arbeitsbescheinigung, die dein Arbeitgeber ausfüllen muss. Ob dieser das dann auch wahrheitsgemäß angegeben hat ist natürlich eine andere Frage.

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