ALG1 - Bewerbungen in Teilzeit?

5. Juli 2024 Thema abonnieren
 Von 
Schalkefan
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Lehrling
(1344 Beiträge, 222x hilfreich)
ALG1 - Bewerbungen in Teilzeit?

Hallo zusammen,
ich habe jetzt das Merkblatt für Arbeitslose komplett durchgelesen, aber eine Frage wurde mir nicht beantwortet (oder ich hab's überlesen?)

man hat bei Arbeitgeber A in Teilzeit 30 Std/Woche gearbeitet. Dann wechselt man zu Arbeitgeber B Mit 35 Std (Eigentlich wollte man dort auch nur 30 Std arbeiten aber B hatte die Stelle für 40 Std. Ausgeschrieben und so einigte man sich auf die Mitte). Bei AG B wurde man nach 3 Monaten in der Probezeit gekündigt.

AN hatte natürlich seine Gründe für Teilzeit. (Kinderbetreuung, Mithilfe im Haushalt und Alltagsbegleitung der gebrechlichen Eltern etc...) AN hat bei AG B gemerkt, dass er mit den 35 Std ( die dort nie eingehalten werden konnten aufgrund des Arbeitsaufkommens, lag eher bei 40+ Std, das aber nur am Rande) nicht mehr seinen privaten Pflichten nachkommen konnte und möchte wieder die Stunden reduzieren.

Um aber nicht den vollen ALG1 Satz zu verlieren, müsste AN wissen, auf wie viele Std. er bei den Bewerbungen runtergehen kann.

A) Gelten die 35 Std. Aus dem letzten Arbeitsverhältnis, welches nur 3 Monate anhielt?
B) oder gilt ein Durchschnitt der letzten 12 Monate (9x30 Std + 3x35Std / 12 = 31,25 Std, aufgerundet 32 Std)
C) oder gilt ein Durchschnitt der letzten 24 Monate (21x30 Std + 3x35 Std / 24 = 30,625 Std (aufgerundet 31 Std)
D) oder gilt eine ganz andere Berechnung, und wenn ja, welche?

Es mag kleinlich klingen, aber AN ist echt stark privat eingespannt und jede zusätzliche eingesparte Stunde entlastet ihn.

-- Editiert von User am 5. Juli 2024 15:19

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20 Antworten
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#1
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(33242 Beiträge, 5787x hilfreich)

zu A) Es gilt das Arbeitsentgelt der letzten 12 Monate der Beschäftigung.
zu B) Auch das Arbeitsentgelt der letzten 12 Monate.
zu C) nein, die letzten 12 Monate und das erzielte Arbeitsentgelt zählen.

§ 150 SGB III. Bemessungsrahmen 1 Jahr
evtl. dort auch Absatz 3
https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_3/__150.html


Bei Bewerbungen kann er runter-oder hochgehen, wie es ihm passt. Was er dann letztlich mit einem Arbeitgeber vereinbart, wie viele Wochenstunden zu welchem Lohn...hat jetzt keinerlei Einfluss auf das jetzige ALG wegen der jetzigen Arbeitslosigkeit.

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

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#2
 Von 
Schalkefan
Status:
Lehrling
(1344 Beiträge, 222x hilfreich)

Zitat (von Anami):
zu A) Es gilt das Arbeitsentgelt der letzten 12 Monate der Beschäftigung.
zu B) Auch das Arbeitsentgelt der letzten 12 Monate.
zu C) nein, die letzten 12 Monate und das erzielte Arbeitsentgelt zählen.


Sorry, aber ums Arbeitsentgelts geht es doch überhaupt nicht.

Zitat (von Anami):
Bei Bewerbungen kann er runter-oder hochgehen, wie es ihm passt


Ach ja? Mir wurde im ersten Termin gesagt, ich müsse mind. Die bisherige Arbeitszeit zur Vermittlung zur Verfügung stehen, um keine Kürzung des ALG1 zu bekommen.
Nur wie bemisst sich die bisherige Arbeitszeit, wenn man im Bemessungszeitraum verschiedene Stundenanzahl gearbeitet hat?

Bisher habe ich nur Vermittlungsvorschläge für Vollzeitstellen bekommen. Ich möchte aber direkt im Anschreiben auf die Teilzeit hinweisen, damit der Ag gleich alle Parameter für seine Entscheidung kennt. Was soll er seine Zeit mit Kandidaten verschwenden, die nur Teilzeit können, wenn er Vollzeit sucht?
Um aber eben auch die MindestAnforderungen der Agentur für Arbeit zu erfüllen, ohne eine Reduzierung des ALG1 zu riskieren, will ich halt wissen, welche Mibdestarbeitszeit ich ansetzen darf.

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#3
 Von 
Frieder01
Status:
Schüler
(221 Beiträge, 42x hilfreich)

Man kann und darf sich ohne Angabe von Gründen auf Teilzeit (ab 15 Std./Wo. aufwärts) einschränken. In dem geschilderten Fall muss man halt wissen, bzw. ist bekannt, dass das Alg aus dem Durchschnitt der letzten 12 Monate (30 Std./35 Std.) errechnet wird. Gibt man für künftig z.B. nur 30 Stunden an zukünftig gewünschter Arbeit an, wird ein Teil des Engelts (3 Monate / 35 Std.) runtergerechnet. Wird vermutlich nicht zu gravierend sein. Man muss es halt wissen.
Es gibt zwei Bedingungen:
Die Arbeitszeit muss üblich sein.
Hat man bereits einen Stellenvorschlag oder einen Maßnahmevorschlag erhalten, gilt eine dann ausgesprochene Änderung der Arbeitszeit erst für die folgenden Vorschläge.

Man kann dann später die gewünschte Teilzeit jederzeit wieder ändern. Nach oben oder unten. Seite 7.

Signatur:

Ich äußere hier meine laienhafte Erfahrung. Genaues geht nur über Anwalt oder Behörde.

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#4
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(33242 Beiträge, 5787x hilfreich)

Zitat (von Schalkefan):
aber ums Arbeitsentgelts geht es doch überhaupt nicht.
Wenn du nach dem vollen ALG-Satz fragst, gehts um Geld, um die Höhe des ALG. Das berechnet sich nach dem Arbeitsentgelt der letzten 12 Monate. Da geht es nicht um die Stunden.
Manche arbeiten nur 10 Std. im Monat und haben xtausend € als Entgelt auf dem Konto...

Zitat (von Schalkefan):
Ach ja? Mir wurde im ersten Termin gesagt, ich müsse mind. Die bisherige Arbeitszeit zur Vermittlung zur Verfügung stehen,
Der Vermittlung zur Verfügung stehen--- Jaaa, das ist doch auch was ganz anderes als was in Bewerbungen zu schreiben.
Ja, mit dieser Auskunft hat die Agentur Recht.

Wieso bekommst du nun Vermittlungsangebote für Vollzeit??? Hast du denn nun Vollzeit angegeben?
Weiterhin kannst du dich auf Vollzeitstellen bewerben oder dir auch selbst Stellen suchen und darauf hinweisen, dass du nur max. X Wochenstunden tätig sein kannst
Bei vielen AG sind 35 Std. schon Vollzeit.
Auf Vermittlungsangebote der Agentur brauchst du dich nicht bewerben, wenn da keine Rechtsfolgenbelehrung dabei ist. Die graben ja manchmal die übelsten uralt-Angebote aus...

Zitat (von Schalkefan):
Nur wie bemisst sich die bisherige Arbeitszeit, wenn man im Bemessungszeitraum verschiedene Stundenanzahl gearbeitet hat?
Ist weiterhin egal...
Zitat (von Schalkefan):
welche Mibdestarbeitszeit ich ansetzen darf.
Mindestens regelmäßig 15 Wochenstunden.
Bei Bewerbungen gern auch Vollzeit anbieten... ob du überhaupt in die Auswahl kommst und dann aus x Gründen weniger Std. willst und kannst---steht jetzt in den Sternen.

Zitat (von Schalkefan):
Was soll er seine Zeit mit Kandidaten verschwenden, die nur Teilzeit können, wenn er Vollzeit sucht?
Das würde ich mal dem AG überlassen...Dem ist die Person evtl. wichtiger als ein paar Std. +/-

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

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#5
 Von 
Schalkefan
Status:
Lehrling
(1344 Beiträge, 222x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Der Vermittlung zur Verfügung stehen--- Jaaa, das ist doch auch was ganz anderes als was in Bewerbungen zu schreiben.

Was ist daran was ganz anderes? Was passiert wohl, wenn mir das Amt einen Vermittlungsvorschlag schickt? Tada, es erwartet, dass ich mich bewerbe! Und wenn ich jetzt - überspitzt ausgedrückt - in diese Bewerbung schreibe, dass ich nur z.b. 20 Std/Woche arbeiten will, obwohl ich vorher 35Std hatte und darauf gerechnet auch ALG1 beziehe, was wird dann wohl passieren? Das Amt wird wohl davon ausgehen, dass ich nur 20 Std zur Verfügung stehe (stehen will) und ALG 1 darauf runterkürzen
Zitat (von Anami):
Wieso bekommst du nun Vermittlungsangebote für Vollzeit??? Hast du denn nun Vollzeit angegeben?

Keine Ahnung, woher soll ich wissen, warum die mir solche Vermittlungsvorschläge senden? Natürlich habe ich angegeben, bisher 30 Std und nur 3 Monate lang 35 Std. Gearbeitet zu haben. ,(Durchschnitt 32 Std also)
Vermutlich gibt's keine Stellen die auf solche krumme Stunden ausgeschrieben werden.
Zitat (von Anami):
Bei Bewerbungen gern auch Vollzeit anbieten...

Mal wieder nicht gelesen? Ich will und kann nicht Vollzeit arbeiten. Warum sollte ich das dann anbieten?

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#6
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(33124 Beiträge, 17345x hilfreich)

Es gilt der Durchschnitt des Bemessungszeitraum, also der letzten 12 Monate (SGB 3, § 151(5)). Folglich kann man VZ-Stellen ablehnen.

Signatur:

Bei nur einer Ratte im Zimmer handelt es sich nicht um einen Reisemangel ( Amtsgericht Köln).

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#7
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(33242 Beiträge, 5787x hilfreich)

Zitat (von Schalkefan):
Was ist daran was ganz anderes?
Es wurde schon beantwortet.
Im Antrag auf ALG kreuzt man bei Verfügbarkeit an: JA, regelmäßig mind. 15 Wochenstunden.
Zitat (von Schalkefan):
Was passiert wohl, wenn mir das Amt einen Vermittlungsvorschlag schickt?
ICH schaue zuerst nach, ob eine RFB dabei steht. Falls mit RFB, bewerbe ich mich. Mit Vollzeit. Ansonsten kann der VV ins Altpapier...oder es wäre ein wirklich interessanter Job.
Damit sichere ich mir mein *volles* ALG und spiele das Vermittlungsspiel brav und emsig mit.
ICH habe mir meine Bewerbungen schon fast fix+fertig vorbereitet und brauche nur noch das passende Motivationsschreiben für den entspr. VV ergrübeln.
Oft ist das dann nur eine andere Adresse.
ICH kann wöchentlich ohne weitere Anstrengungen oder Zeitaufwand 20-30 Bewerbungen per-E-Mail versenden.

Es wäre mir nämlich in diesem Moment egal, was ein Vermittler ausgerechnet von mir erwartet. Ich erfülle meine Pflichten als ALG-Bezieher und sichere mein ALG.
Zitat (von Schalkefan):
in diese Bewerbung schreibe, dass ich nur z.b. 20 Std/Woche arbeiten will,
Dann antwortet der AG vllt. gar nicht. Ob der dann nichts Besseres zu tun hat, als der Agentur mitzuteilen, dass Frau Sch. aus W. nicht Vollzeit arbeiten will?
Warum weise ich wohl auf die Rechtsfolgenbelehrung/RFB hin. Oft ist nämlich keine dran und unwissende Bewerber bewerben sich voller Angst auf den größten ***.
Zitat (von Schalkefan):
Keine Ahnung, woher soll ich wissen, warum die mir solche Vermittlungsvorschläge senden?
Ich kanns mir denken. Du sollst vermittelt werden, hast mind. 15 Wostd. im ALG-Antrag angegeben...

Zitat (von Schalkefan):
Natürlich habe ich angegeben, bisher 30 Std und nur 3 Monate lang 35 Std. Gearbeitet zu haben. ,(Durchschnitt 32 Std also)
Ja, darauf wird ja auch das ALG berechnet.

Ich komme zum Anfang zurück:
-Sind RFB an den Vorschlägen?
-Bewirb dich auf Vollzeit und lass die Dinge auf dich zukommen.

Jaaa, ich habe gelesen+verstanden, was du NICHT willst+nicht kannst. :smile:
Jaa, wenn du die 20, 22,5 oder 24,8 Wochenstunden anbietest UND der AG den Vermittler informiert...wird dich der Vermittler anschreiben und fragen, was du nicht verstanden hast...o.s.ä. und dann das ALG evtl. mindern.
Uff.

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

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#8
 Von 
drkabo
Status:
Weiser
(16904 Beiträge, 9419x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Ich komme zum Anfang zurück:
-Sind RFB an den Vorschlägen?

Alg-1-Vermittlungsvorschläge haben doch meines Wissens gar keine RFB.

Signatur:

Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.

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#9
 Von 
Frieder01
Status:
Schüler
(221 Beiträge, 42x hilfreich)

Zitat (von Schalkefan):
Natürlich habe ich angegeben, bisher 30 Std und nur 3 Monate lang 35 Std. Gearbeitet zu haben. ,(Durchschnitt 32 Std also)
Vermutlich gibt's keine Stellen die auf solche krumme Stunden ausgeschrieben werden.

Es geht für die Vermittlung ja darum, wie viel Stunden du in Zukunft arbeiten kannst oder möchtest, nicht wie viel du gearbeitet hast. Deshalb vorsorglich, falls du nicht sicher bist was der SB dazu aufgeschrieben hat, nachfragen.
UND: Was hast du im Alg-Antrag angegeben. Denn danach errechnet das Team Arbeitslosengeld das Alg so lange, bis eine Änderung genannt wird. Bist du sicher, dass du dort Teilzeit mit ... Std. angegeben hast?
Zitat (von Schalkefan):
Keine Ahnung, woher soll ich wissen, warum die mir solche Vermittlungsvorschläge senden? ....
Vermutlich gibt's keine Stellen die auf solche krumme Stunden ausgeschrieben werden.

So ist es. Deshalb denkt so mancher SB ich schick halt mal eine Stelle mit mehr oder weniger (Teilzeit-)Umfang. ABER: Annehmen musst du nur Stellen mit dem angegebenen Umfang bzw. Stellen mit geringerem Stundenumfang als gewünscht, wenn dadurch trotzdem noch das "zumutbare" Gehalt erreicht/übertroffen werden kann.
Du kannst dich auf vorgeschlagene VZ-Stelle mit dem Zusatz bewerben, dass du nur ... Std. arbeiten kannst. Dann kann dir aber das gleiche wie bei der letzten Stelle passieren. Wenn du dich auf eine vorgeschlagene VZ-Stelle bewirbst (ob mit oder ohne Belehrung), bist du trotzdem nicht verpflichtet mehr Stunden als beim SB angegeben zu arbeiten. Kannst also auch nach der Bewerbung noch ablehnen.
Zitat (von Schalkefan):
Und wenn ich jetzt - überspitzt ausgedrückt - in diese Bewerbung schreibe, dass ich nur z.b. 20 Std/Woche arbeiten will, obwohl ich vorher 35Std hatte und darauf gerechnet auch ALG1 beziehe

Wie gesagt, es geht nicht darum, wie viel du gearbeitet hast, sondern wie du dich für die Zukunft zur Verfügung gestellt hast.
Zitat (von Schalkefan):
.... was wird dann wohl passieren? Das Amt wird wohl davon ausgehen, dass ich nur 20 Std zur Verfügung stehe (stehen will) und ALG 1 darauf runterkürzen

Dann passiert zunächst, dass du dazu gehört wirst. Es kann eher eine Sperrzeit drohen, wenn du die (unberechtigte) Stundenreduzierung auf den spez. Vorschlag beziehst.
Wenn aber jemand zu erkennen gibt, dass er grundsätzlich, auch rückwirkend, nur weniger als angegeben arbeiten will, geht es gleich um Rückforderung zu viel gezahlten Alg's und auch um Bußgeld. Eine Änderung auf die Zukunft (mit evtl. Alg-Kürzung) bereitet keine Probleme.

Was ich nicht machen würde: Wenn der Vorschlag ohne Rechtsfolgen ist, einfach in den Papierkorb werfen. Erstens ist es keine Stil. Und spätestens im nächsten Beratungsgespräch erkundigt sich der Vermittler sowieso nach dem Ergebnis der Vorschläge. Deshalb gleich eine Rückmeldung, dann werden (vielleicht) künftige falsche Vorschläge vermieden.
NACHTRAG: Zur Berechnung einer Kürzung (bisher gearbeitete Stunden - künftig gewünschte Stunden) kannst du hier auf Seite 14 lesen.

-- Editiert von User am 6. Juli 2024 10:28

Signatur:

Ich äußere hier meine laienhafte Erfahrung. Genaues geht nur über Anwalt oder Behörde.

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#10
 Von 
Schalkefan
Status:
Lehrling
(1344 Beiträge, 222x hilfreich)

Zitat (von Frieder01):
UND: Was hast du im Alg-Antrag angegeben. Denn danach errechnet das Team Arbeitslosengeld das Alg so lange, bis eine Änderung genannt wird. Bist du sicher, dass du dort Teilzeit mit ... Std. angegeben hast?

Ich hab jetzt nochmal nachgeschaut.
Ich habe das wohl falsch ausgefüllt, aber die Wortwahl ist für mich auch irgendwie irreführend gewesen.

Punkt 2e:
Ich kann bestimmte Beschäftigungen nicht mehr ausüben oder muss mich zeitlich einschränken -> das habe ich so verstanden, dass ich mich, verglichen mit der bisherigen Arbeitszeit (32Std im Bemessungszeitraum), noch weiter einschränken will/muss, also z.b. zukünftig nur noch 20 Std. Das stimmt aber nicht, kann/will weiterhin 32 Std. Also "nein" angekreuzt
War das falsch? Dort steht ja nirgendwo, von welcher "Ursprungsstundenzahl" hier auszugehen ist....

2f
Ich will ohne zwingenden Grund nur noch zeitlich eingeschränkt arbeiten -> auch hier so verstanden: ich will ja bei der bisherigen Arbeitszeit von 32Std bleiben und mich nicht darüberhinaus weiter einschränken. Also auch "nein" angekreuzt.

Aber aus meinen Arbeitsbescheinigungen geht ja hervor, dass es bisher nur Teilzeit war und ich diese Stundenzahl weiterhin bedienen möchte, also dürfte es ja bei weiteren Bewerbungen in Teilzeit keine ALG-Kürzung geben?

Zitat (von Frieder01):
Du kannst dich auf vorgeschlagene VZ-Stelle mit dem Zusatz bewerben, dass du nur ... Std. arbeiten kannst.

Genau das war ja die Frage, ob ich das "gefahrlos" tun kann. Ich denke das werde ich so handhaben.

-- Editiert von User am 6. Juli 2024 14:06

-- Editiert von User am 6. Juli 2024 14:07

-- Editiert von User am 6. Juli 2024 14:08

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#11
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(33124 Beiträge, 17345x hilfreich)

also dürfte es ja bei weiteren Bewerbungen in Teilzeit keine ALG-Kürzung geben? Bitte meinen gestrigen Beitrag lesen - da steht die Antwort drin, samt Paragraph...

Signatur:

Bei nur einer Ratte im Zimmer handelt es sich nicht um einen Reisemangel ( Amtsgericht Köln).

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#12
 Von 
Frieder01
Status:
Schüler
(221 Beiträge, 42x hilfreich)

Zunächst:
Mir liegt evtl. nicht der neueste Antrag vorliegt. Mir fehlt Pkt. 2f, es geht gleich weiter mit 2g.

Meine pauschale Berechnung (Vorsicht) der bisherigen durchschnittlichen Arbeitszeit ergibt: 31,25 Std./Wo
Wenn du bereit bist 32 Std./Wo. zu arbeiten, liegst du darüber. Also steht dir trotz deiner Einschränkung das erwirtschaftete Alg zu. Es müsste nicht gekürzt werden.

Zitat (von Schalkefan):
Punkt 2e: ..... das habe ich so verstanden, dass ich mich, verglichen mit der bisherigen Arbeitszeit (32Std im Bemessungszeitraum), noch weiter einschränken will/muss, also z.b. zukünftig nur noch 20 Std. Das stimmt aber nicht, kann/will weiterhin 32 Std. Also "nein" angekreuzt
War das falsch?

Grundlage ist immer Vollzeit. Richtige Antwort deshalb mit deinen "Einschränkungen" : „ja"
Die Agentur geht hier als Grundlage immer von Vollzeit aus und auch hinsichtlich Lage von rund um die Uhr.
Natürlich könnte man aus deiner Sicht sagen, eine weitere Einschränkung (unter 32 Std.) ist von dir nicht gewünscht. Die Agentur würde dem nicht folgen.

Zitat (von Schalkefan):
2f
Ich will ohne zwingenden Grund nur noch zeitlich eingeschränkt arbeiten - Also auch "nein" angekreuzt.

Muss in deinem Fall ebenfalls mit "ja" angekreuzt werden.

Ich habe dann noch Frage 2g:
Zitat:
Bei Einschränkungen der Dauer, Lage und Verteilung der Arbeitszeit (siehe Erläuterungen zum Antrag):
Wöchentliche Arbeitsstunden ohne Pausen/Wegezeiten höchstens:____________
Ggf. mit folgender Lage und Verteilung.......

Hier wäre die Stundenzahl einzutragen und ggf. spezielle Wünsche zur Lage.

Was gibt es für Möglichkeiten der Berichtigung:

1) Der Agentur melden, dass du ab jetzt (heute oder Datum in der Zukunft) nur noch (z.B.) 32 Std./Wo. arbeiten kannst. Ab da würde das Alg neu berechnet. Es wird aber vermutlich in gleicher Höhe weitergezahlt, da du ja mehr Stunden arbeiten kannst, als du vorher gearbeitet hast.

2) Du erklärst der Agentur, dass du von Anfang an nur 32 Std./Wo. arbeiten konntest. Könnte nur dann problematisch sein, wenn du vorher im Durchschnitt mehr gearbeitet hättest und das Alg jetzt gekürzt werden müsste. Mögliche Überzahlung, die nach meiner Berechnung aber nicht vorliegt, könnte zu Bußgeld führen.

Jetzt müsste man noch wissen, was du deinem Arbeitsvermittler gesagt hast, bzw. von welchen Stunden der ausgeht. Denn im Moment weiß ich nicht, ob die Antwort aus deinem Alg-Antrag (Vollzeit, weil du nein angekreuzt hast), in seinen Unterlagen steht. Wenn du dort 32 Std./Wo. angegeben hast, er aber aus dem Alg-Team Vollzeit stehen hatte, hätte er eine Reduzierung der Stundenan das Alg-Team melden sollen. Ich "denke" aber, dass dies nicht so einfach geschieht. Er hätte dich sicher dann etwas hinsichtlich Stunden-Reduzierung unterschreiben lassen. Es geht ja letztendlich um (Arbeitslosen-) Geld.

Hier könnte (?) das Hauptproblem darin liegen, dass er Vollzeit vermerkt hat, weil im Alg-Antrag keine Einschränkung steht und du im Vermittlungsgespräch nichts anderes genannt hast. Dann könnte (weiß ich aber nicht mit Sicherheit) bei Ablehnung eines Stellenvorschlags in Vollzeit und mit Rechtsfolgenbelehrung eine Sperrzeit geprüft werden.

Deshalb: Möglichst schnell klären bzw. erklären, dass du ab sofort nur 32 Std./Wo. arbeiten kannst.

Ob das alles aber jetzt für dich verständlich ist?

Fast vergessen:
Zitat (von Frieder01):
Du kannst dich auf vorgeschlagene VZ-Stelle mit dem Zusatz bewerben, dass du nur ... Std. arbeiten kannst.
Zitat (von Schalkefan):
Genau das war ja die Frage, ob ich das "gefahrlos" tun kann. Ich denke das werde ich so handhaben.

Und die kann ich dir jetzt nicht verbindlich beantworten, nachdem für mich unklar ist, was hat der Arbeitsvermittler in seiner Datei als gewünschte Stundenzahl stehen.

-- Editiert von User am 6. Juli 2024 16:58

Signatur:

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#13
 Von 
Frieder01
Status:
Schüler
(221 Beiträge, 42x hilfreich)

Zitat (von muemmel):
Es gilt der Durchschnitt des Bemessungszeitraum, also der letzten 12 Monate (SGB 3, § 151(5)). Folglich kann man VZ-Stellen ablehnen.

Es fehlt aber die Berechnung. Du hast sie vermutlich gestern vorgenommen. Ich habs erst heute gemacht. Frage mich aber, was ist in den Unterlagen des Arbeitsvermittlers angekommen. Steht dort Vollzeit, könnte er von Zumutbarkeit in Vollzeit ausgehen. Denn in den Fachlichen Weisungen zu § 139 SGB III steht u.a. :
Zitat:
Erklärungen über die Arbeitsbereitschaft wirken nur für die Zukunft; frühestens ab dem Zeitpunkt des Zugangs in der Agentur.


-- Editiert von User am 6. Juli 2024 17:05

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#14
 Von 
Schalkefan
Status:
Lehrling
(1344 Beiträge, 222x hilfreich)

Zitat (von Frieder01):
Ob das alles aber jetzt für dich verständlich ist?

Das, was du mir erklärt hast, finde ich schon verständlich. Nur so gut hat es mir die Dame bei der BFA nicht erklärt.
Zitat (von Frieder01):
Und die kann ich dir jetzt nicht verbindlich beantworten, nachdem für mich unklar ist, was hat der Arbeitsvermittler in seiner Datei als gewünschte Stundenzahl stehen.

Tja, da bin ich auch überfragt. Ich hatte ein Gespräch mit einer Dame A. Diese sagte aber, sie sei aus einer anderen Abteilung und würde erstmal nur meine Daten abfragen. Meine eigentliche Sachbearbeiterin sei dann aber Dame B, die sich dann auch irgendwann bei mir melden würde.

Dame A hat meine Kenntnisse erfragt, ob ich ein Auto habe und eben auch wie viele Stunden ich bisher gearbeitet habe. Ich hab das dann wie hier angegeben, aber sie sagte, dass ich ja zum Schluss 35 Std hatte und bei manchen AGs das ja schon Vollzeit wäre und sie das erstmal so eingeben würde. Dann wäre die Chance von Stellenmatches ja höher. Das ganze hätte mit dem ALG Antrag erstmal nichts zu tun. Ich hab mir nix dabei gedacht, ich kenne doch das ganze Prozedere nicht....

Ich glaube, ich werde nochmal einen Termin mit Dame B ausmachen. Ich hoffe, sie kann da irgendwie den ALG Antrag löschen, so dass ich ihn nochmal korrekt stellen kann

-- Editiert von User am 6. Juli 2024 20:44

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#15
 Von 
Frieder01
Status:
Schüler
(221 Beiträge, 42x hilfreich)

Hab jetzt erst wieder deinen ersten Beitrag gelesen. Du hattest ja die bisherigen Stunden schon ausgerechnet. Hatte das vergessen.

Die erste Anlaufstelle ist eigentlich die Anmeldung. Diese MA nehmen die Daten auf: Adresse, bisherige Tätigkeiten, Tätigkeitswunsch usw.
Der nächste Termin war/ist beim Vermittler/in. Erst der/die bespricht genau was Sache ist und was von dir erwartet wird.

-- Editiert von User am 6. Juli 2024 21:22

Signatur:

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#16
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(33242 Beiträge, 5787x hilfreich)

Zitat (von drkabo):
Alg-1-Vermittlungsvorschläge haben doch meines Wissens gar keine RFB.
Das ist nicht so. Das würde mE gar keinen Sinn machen. A) Nicht im Interesse der schnellen Vermittlung und B) wg. Wirtschaftlichkeitsgebot der BA.
Wer sich nur einigermaßen auskennt und sein ALG *in aller Ruhe* erstmal in Anspruch nehmen will, bräuchte auf keinen VV ohne RFB reagieren.

Zitat (von Schalkefan):
Dame A hat meine Kenntnisse erfragt, ob ich ein Auto habe und eben auch wie viele Stunden ich bisher gearbeitet habe.
Dann wird mir etliches klar.
Frau A hat bisher nur die im § 37 SGB III geregelte Potenzialanalyse/PA ins System genommen.
Frau A hat aufgrund deiner Angaben schon mal den Suchlauf zu offenen Stellen gestartet und dir diese VV zugeschickt.

Zurück auf LOS:
Du hast bisher die VV nur auf Grundlage der Daten von Frau A erhalten. Die hat dir auch was zu Teilzeit erklärt.
Das alles ist nicht verbindlich gewesen.
Du hast bisher weder ein Gespräch mit Frau B noch eine Eingliederungsvereinbarung nach §37 SGB III erhalten.

Zitat (von Schalkefan):
Ich glaube, ich werde nochmal einen Termin mit Dame B ausmachen.
Frau B ist die Arbeitsvermittlerin. Die wird dich einladen, wenn sie es für angezeigt hält. Dann wird sie dir eine Vereinbarung vorschlagen, was du und was die Agentur tun wird.
Diese EGV/EinV kannst du zu Hause in Ruhe durchlesen und Fragen dazu zb hier stellen. idR hat man ca 2 Wochen Zeit zum Nachdenken oder für Änderungsvorschläge, dann will sie die EGV mit deiner Unterschrift zurück oder du vereinbarst erst noch Änderungen (zB wegen deines wichtigsten Wochenstunden-Themas.
Frau B wird das in die EGV aufnehmen, auch erklären, was das dann gflls. bedeutet.
Erst DANN wird die EGV gültig und bindend und verbindlich.

Ich bleibe bei meiner Ansicht.

-Bewirb dich, ob und wie du es für richtig hältst.
-Es kann dir jetzt noch nichts Nachteiliges bei der Höhe des ALG passieren.
-Vermutlich liegt dir noch gar kein ALG-Bewilligungsbescheid vor.

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#17
 Von 
Schalkefan
Status:
Lehrling
(1344 Beiträge, 222x hilfreich)

Anami, das klingt für mich alles nachvollziehbar. Für jemanden der aber bisher noch nie mit der BFA zu tun hatte, ist das ganze aber nicht so leicht durchschaubar.

Zitat (von Anami):
Du hast bisher weder ein Gespräch mit Frau B noch eine Eingliederungsvereinbarung nach §37 SGB III erhalten.

Genau.
Zitat (von Anami):
-Vermutlich liegt dir noch gar kein ALG-Bewilligungsbescheid vor.

Genau, es fehlt noch eine Arbeitsbescheinigung von dem letzten AG

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#18
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(33242 Beiträge, 5787x hilfreich)

Zitat (von Schalkefan):
Für jemanden der aber bisher noch nie mit der BFA zu tun hatte, ist das ganze aber nicht so leicht durchschaubar.
Richtig, das ist ja auch nicht verwunderlich und soll wohl auch so sein. Ich durchschaue auch längst nicht alles, weiß aber zumindest das Grundlegende, was man als Arbeitsloser zu tun hat, um Nachteile, Ärger und unnötigen Schriftverkehr zu vermeiden.
Die heißt übrigens seit 20 Jahren schon Agentur für Arbeit/AfA. :smile:

- Du wirst mit Frau B als Arbeitsvermittlerin ein Erstgespräch zur Vermittlung führen und die EGV besprechen.
- Frau B ist nicht berechtigt, dir etwas verbindliches zur Berechnung und Risiken und Gefahren bei deiner Std-Überlegung zu sagen. Deshalb solltest du das mit den Std. mE noch nicht so hoch anhängen.
-Berechnungen macht die Leistungsabteilung, mit deren Mitarbeitern/SB du aber persönlich wohl nie etwas zu tun hast.
-Wenn du ca. 4 Wochen nach Vorlage aller Unterlagen/Nachweise den 1. ALG-Bewilligungsbescheid erhältst und die ALG-Höhe für dein zurückliegendes Arbeitsentgelt nicht verstehst, ...hier nachfragen. Dann evtl. Widerspruch erheben.
-Wenn du die Punkte 2e, 2f mit ---nein--angekreuzt hast, erklärt sich, warum du jetzt VV für Vollzeit bekommst.

Ich hoffe, Angst und Gefahr sind für dich nun erkennbar unnötig oder wenigstens viel geringer geworden.

Ich vermute, Frau B wird dir als erste Vermittlungsmaßnahme ein Bewerbungstraining empfehlen oder vorschlagen. Würde dann wohl in der EGV auftauchen.
Das ist üblich bei AN, die schon seit langem keine Bewerbungen mehr schreiben mussten.
Wenn du das selbst kannst oder Hilfe hast, und der Frau B das erklärst, kannst du solche Maßnahme ablehnen.

Ist dir bewusst, dass du wegen der Probezeitkündigung evtl. eine Sperrzeit bekommst?
Die Agentur muss zunächst davon ausgehen, dass du ...durch arbeitsvertragswidriges Verhalten Anlass für die Lösung des Beschäftigungsverhältnisses gegeben und dadurch vorsätzlich oder grob fahrlässig die Arbeitslosigkeit herbeigeführt hat (Sperrzeit bei Arbeitsaufgabe), >>> § 159(1, Nr.1) SGB III.
https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_3/__159.html

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#19
 Von 
Schalkefan
Status:
Lehrling
(1344 Beiträge, 222x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Die heißt übrigens seit 20 Jahren schon Agentur für Arbeit/AfA

Auf den Schreiben, die ich erhalte, steht Bundesagentur für Abreit. Ist doch aber nebensächlich.
Zitat (von Anami):
ch hoffe, Angst und Gefahr sind für dich nun erkennbar unnötig

Ich habe weder was von Angst geschrieben noch sehe ich eine Gefahr. Ich möchte nur nicht ALG1 Kürzungen in Kauf nehmen. Man liest halt so einiges im Netz von "findigen Sachbearbeitern".




Zitat (von Anami):
Ist dir bewusst, dass du wegen der Probezeitkündigung evtl. eine Sperrzeit bekommst?
Die Agentur muss zunächst davon ausgehen, dass du ...durch arbeitsvertragswidriges Verhalten Anlass für die Lösung des Beschäftigungsverhältnisses gegeben und dadurch vorsätzlich oder grob fahrlässig die Arbeitslosigkeit herbeigeführt hat (Sperrzeit bei Arbeitsaufgabe), >>> § 159(1, Nr.1) SGB III.
https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_3/__159.html

Eine Sperrzeit befürchte ich nicht.
Es hat einfach in der Probezeit nicht gepasst. Mir wurde gekündigt. Mehr nicht. Dafür ist die Probezeit da. Ich habe mich NICHT vertragswidrig verhalten.
Warum MUSS die BfA davon ausgehen?


-- Editiert von User am 8. Juli 2024 09:33

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#20
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(33242 Beiträge, 5787x hilfreich)

Ja, es ist nebensächlich. Die Stelle, mit der du nun zu tun hast, ist die örtliche Agentur für Arbeit in X.
Der Hauptsitz der Bundesagentur für Arbeit ist in Nürnberg, dort werden solche Sachverhalte wie deine aber nicht abgewickelt.

Du wolltest wissen, ob du gefahrlos dies und das schreiben kannst... ist inzwischen geklärt.
Wenn es auch keine Angst vor gekürztem ALG ist, dann umso besser.
Im Netz steht viel, das stimmt. Leider liest man oft nicht, ob es tatsächlich ein fieser SB war oder etwas anderes zu xyz führte.
Im Bereich des ALG/SGB III sind die SB mE weniger spitzfindig. Wenn aber 1Bescheid nicht nachvollziehbar oder gar falsch ist, ist das erste Mittel auch da der schriftliche Widerspruch. Man hat während der ALG-Bezugszeit wenig persönliche Gespräche mit seiner Vermittlerin, schon gar nicht zu *Geldfragen*.

Zitat (von Schalkefan):
Warum MUSS die BfA davon ausgehen?
Ich meine, weil es das Gesetz und die fachl. Weisungen zum § 159 SGB III so vorsehen.
https://www.arbeitsagentur.de/datei/fw-sgb-iii-159_ba034410.pdf
Dort ab Seite 14 unter 159.1.2. und 159.1.2.1. findet sich, was die Agentur für Arbeit als wichtigen Grund (für Sperrzeit) anzusehen hat.

Vermutlich hast du noch nirgends bei der Agentur für Arbeit vorgetragen oder geschrieben, wie du das mit der Probezeitkündigung siehst.
Und die Arbeitsbescheinigung dieses letzten AG liegt noch nicht vor. Der trägt dort seine Sicht zur Kündigung ein. (trägt der bei Frage 50 --nein-- ein, ist vermutlich keine Sperrzeit zu befürchten.)
https://www.arbeitsagentur.de/datei/arbeitsbescheinigung_ba032120.pdf

Zitat (von Schalkefan):
Ich habe mich NICHT vertragswidrig verhalten.
Das glaube ich gern.

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

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