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Ärger mit dem AA

7.11.2008 Thema abonnieren Zum Thema: Sohn AA Arbeit Mai
 Von 
Sharkbait
Status:
Frischling
(40 Beiträge, 12x hilfreich)
Ärger mit dem AA

Hallo alle zusammen,

ich habe folgendes Problem, mein Sohn wurde nach Beendigung seiner FOS zum 24.07.07 arbeitslos und bekam ALG I. Da er schon vorher einen Nebenjob (befristet bis 15.12.07) hatte, hat er das seinem Vermittler auch mitgeteilt und eine Veränderungsmeldung unterschrieben. Er bekam dann im September oder Oktober auch die Formulare zugeschickt die vom Arbeitgeber ausgefüllt werden müssen und hat diese ausgefüllt beim AA abgegeben (leider nicht persönlich, sondern in den Briefkasten). Im Frühjahr diesen Jahres bekam er Bescheid das er ca. 500 Euro zurückzahlen müsse da der Nebenverdienst etwas höher als zulässig war.
Soweit alles gut und schön, jetzt hat mein Sohn Bescheid vom Gericht bekommen, der Zoll hat Ihn wegen Schwarzarbeit angezeigt, sein Vermittler wisse nichts von einem Nebenjob. Da gerät man erstmal total in Panik.
Meine Fragen dazu ist jetzt, 1. wie stehen die Chancen auf Erfolg, hat da jemand Erfahrung?
2. Wie sieht es mit PKH aus, er hat seit Mai Arbeit (Zeitarbeit) und noch jede Menge Schulden (u.a. AA) abzuzahlen, d.h. er hat Angst sich einen Anwalt zunehmen weil er Ihn nicht bezahlen kann.
3. Müssen im Formular zur PKH Angaben zur Lebensgefährtin gemacht werden (Studentin)
Leider, oder zum Glück, haben wir rel. wenig Erfahrung mit Behörden, Gerichten etc. und sind da vielleicht auch etwas blauäugig. Man fühlt sich diesen Institutionen immer völlig ausgeliefert und erst durch immer wieder neg. Erfahrungen wird man schlauer.
Für Tipps und Infos wäre ich sehr dankbar, auch wo man gegebenfalls einen komp. RA findet.
Viele Grüße Sharkbait

-- Editiert von Sharkbait am 07.11.2008 08:11

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Sohn AA Arbeit Mai


3 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Sunbee 1
Status:
Gelehrter
(10629 Beiträge, 2384x hilfreich)

@sharkbait

er soll rückzahlung leisten, weil sein verdienst zu hoch ist? wie erfuhr die agentur f. arbeit denn vom verdienst, wenn nicht durch angabe des jobs? da würde ich ansetzen.
ausserdem hatte er mit sicherheit zeugen beim einwurf des briefes mit der mitteilung und genau das würde ich der afa mitteilen.
es ist leider oft so, dass briefe u. unterlagen im schwarzen loch bei behörden verschwinden und dann solche sachen dabei rauskommen. seltsamerweise tauchen unterlagen aber ratzfatz auf, wenn zeugen o.ä. ins spiel kommen.

zukünftig ALLES was mit behörden kommuniziert wird schriftlich nachweisbar (einschreiben/ rückschein) oder persönlich abgeben mit (eingangs) stempel auf einer bei dir/ euch bleibenden kopie der abgegebenen papiere.

wenn er sich einen anwalt nehmen möchte, aber ein niedriges einkommen hat, geht es zunächst nicht um PKH sondern um einen beratungshilfeschein. den bekommt er b. amtsgericht (unterlagen zu einnahmen u. ausgaben, perso, kontoauszüge vollständig d. letzten 3 monate). damit geht er zum anwalt für sozialrecht und muss höchstens 10€ zahlen.
einen geeigneten anwalt findet er über die anwaltskammer. wenn du sagst, aus welcher region ihr kommt, hat viell. hier jemand einen tipp.

sunbee

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#2
 Von 
Sharkbait
Status:
Frischling
(40 Beiträge, 12x hilfreich)

@sunbee
Vielen Dank erstmal für Deine Antwort.
Nach diesen Erfahrungen mit dem AA ist man dann immer schlauer, mein Sohn war so wütend, das er "nie wieder" etwas mit dem Verein zu tun haben möchte :grins:
Zum Beratungsschein habe ich bei Google die Info gefunden, das man ihn nur bei ALG I oder II bekommt.
Mein Sohn verdient ca. 800-900 Euro (Miete 400 Euro) und er wohnt in Dresden. Unter Anwaltsuche habe ich auch ein paar Anwälte für Sozialrecht gefunden. Hilfreich wären evtll. Empfehlungen, falls jemand in Dresden einen guten RA kennt.

Mein Sohn hatte sich von den Arbeitgeberbescheinigungen auch Kopien gemacht und diese dem AA und dem Zoll geschickt, ich glaub das war aber wirkungslos.
Bei sowas kann man sich nur an den Kopf fassen, wer wirklich als Sozialbetrüger agiert kennt sich meist sehr gut mit allen Tricks aus. Durch seine rigide Vorgehensweise gehen dem AA eher unerfahrene Neulinge ins Netz, die irgendeine Prozedur nicht form- und oder fristgerecht einhalten oder zu vertrauensseelig gegenüber der grassierenden Amtsdemenz sind. :kotz:

Viele Grüße Sharkbait

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#3
 Von 
Sunbee 1
Status:
Gelehrter
(10629 Beiträge, 2384x hilfreich)

@sharkbait

nein, nicht nur alg1 oder alg2 empfänger bekommen den beratungsschein, sondern generell menschen mit geringem einkommen.
es gibt durchaus alg1 empfänger, die über dieser einkommensgrenze liegen ;)

sunbee

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