Aerger mit der nach dem Wechse Familienkasse (Wechsel von Bundesfamilienkasse zu Familienkasse Magde

30. Oktober 2023 Thema abonnieren
 Von 
Jedimeisterin
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Aerger mit der nach dem Wechse Familienkasse (Wechsel von Bundesfamilienkasse zu Familienkasse Magde

Hallo alle Zusammen,

ich muss mir mal den Frust rausschreiben. Ich bin Bundesbeamtin. Ich war bis Februar 2023 bei der Bundesfamilienkasse, die ihre Aufgaben zum März 2023 an die Familienkasse Agentur für Arbeit nach Magdeburg abgegeben hatte. Vorweg: Ich hab einen behinderten volljährigen Sohn, der seit dem 01.09.2022 im Berufsbildungsbereich einer Werkstatt für behinderte Menschen beschäftigt ist. Diese Maßnahme geht bis
Ende November 2024. Es ist eine Maßnahme von der Agentur für Arbeit aus Niedersachsen. Den Bescheid hatte ich damals im Sommer 2022 bei der Bundesfamilienkasse eingereicht und bekam dann auch den Kindergeldbescheid, wo die Kindergeldzahlung bis November 2024 geht.
Nun bekam ich Anfang Oktober2023 ein Schreiben von der Familienkasse Magdeburg ein Formular auszufüllen für ein "ausbildungsplatz bzw. arbeitplatzsuchendes Kind. Ich füllte den soweit aus, schickte nochmals den alten Kindergeldbescheid von der Familienkasse (gültig bis 11/2024), den Berufsbildungsvertrag der Werkstatt und den Bescheid von der Agentur für Arbeit über diese genannte Maßnahme. Und fragte auch was das nun soll. Die Bundesfamilienkasse hatte ja im Normalfall alle ihre Unterlagen sämtlicher Beschäftigter in der Bundesverwaltung nach Magdeburg übergeben. Das was ich da nun noch mal einreichte langt im im Normalfall.

Heute bekam ich Post aus Magdeburg. Aber kein neuer Kindergeldbescheid, sondern einen Antrag auf Kindergeld für ein behindertes Kind. So einen Antrag hatte ich mal versucht bei der Bundesfamilienkasse gestellt, der damals aber abgewunken wurde mit der Begründung, diesen Antrag erst zu stellen, wenn mein Kind von dem Berufsbildungsbereich in den Arbeitsbereich wechselt. Die eingereichte Unterlagen für den Berufsbildungsbereich werden so ähnlich wie eine Berufsausbildung bzw. berufsvorbereitende Maßnahme behandelt. Einen Antrag auf ein volljähriges behindertes Kind könnte ich dann stellen kurz bevor er in den Arbeitsbereich der Werkstatt für behinderte Menschen kommt. Vorher kommt aber nochmals eine Prüfung, ob mein Kind für den 1.Arbeitsmarkt geeignet ist so die Bundesfamilienkasse von damals.

Ich komme mir hier langsam ein wenig verarscht vor. Ich habe einen Kindergeldbescheid von der Bundesfamilienkasse, der bis 11/2024 geht. Warum muss ich jetzt so einen Antrag stellen.
Nun soll ich diesen Antrag auf ein behindertes Kind stellen, sonst wird die Kindergeldzahlung eingestellt. Ich habe allerdings parallel dazu noch einen Kindergeldantrag für ein volljähriges Kind (berufsvorbereitende Maßnahme, steht übrigens auch im Bescheid der Agentur für Arbeit drinne) vorbereitet, den ich und mein Mann dann noch unterschreiben. Ich habe mir auch noch die Dienstanweisung zum Kindergeld <<ausgedruckt,
wo drinne steht unter A 15.4. die könnte ich denen in Magdeburg auch noch um die Ohren hauen.

https://www.steuertipps.de/gesetze/dienstanweisung-kindergeld-da-kg/abschnitt-a-15-4-kinder-mit-behinderung-die-fuer-einen-beruf-ausgebildet-werden
<<<Ein Kind mit Behinderung wird auch dann für einen Beruf ausgebildet, wenn es durch gezielte Maßnahmen auf eine - wenn auch einfache - Erwerbstätigkeit vorbereitet wird, die nicht spezifische Fähigkeiten oder Fertigkeiten erfordert. 2Unter diesem Gesichtspunkt kann z. B. auch der Besuch einer Schule für Menschen mit Behinderung, einer Heimsonderschule, das Arbeitstraining in einer Anlernwerkstatt oder die Förderung im Berufsbildungsbereich einer Werkstatt für behinderte Menschen den Grundtatbestand des § 32 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 Buchst. a EStG erfüllen.<<<

Weiß jemand einen Rat für mich? Den Antrag für ein behindertes Kind stellen und parallel dazu einen zweiten Antrag (falls der erste abgelehnt wird) für ein volljähriges Kind (berufsvorbereitende Maßnahme) und die dazugehörigen Unterlagen?

Schöner Gruß Jedimeisterin

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3 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(31507 Beiträge, 5569x hilfreich)

Zitat (von Jedimeisterin):
ich muss mir mal den Frust rausschreiben.
Jo. Was ich tun würde?
Nicht grübeln, was das soll und dass es doch im Normalfall genügen müsste...

ICH würde nun beide Varianten mit allen Unterlagen hinschicken, im Anschreiben aber deutlich darauf hinweisen, dass es sich nach wie vor um das 1 Kind handelt, für welches du bisher schon KiG bezogen hast...und ich würde auch die bisherigen Bescheide von der B-Famkasse nochmal mitschicken.
Offenbar ist der Zuständigkeitswechsel kein Normalfall und vermutlich blicken die in ihrem *Reform-und Zuordnungschaos* nicht durch.
Das mit dem Klick auf *Leistung einstellen* ist dagegen schneller getan als man glaubt.

Das man denen (wem auch immer) öfter was um die Ohren hauen will--- ist verständlich, bringt meist wenig bis nichts. Eher mehr Frust auf der anderen Seite. :sad:

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

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#2
 Von 
drkabo
Status:
Weiser
(16280 Beiträge, 9221x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Offenbar ist der Zuständigkeitswechsel kein Normalfall und vermutlich blicken die in ihrem *Reform-und Zuordnungschaos* nicht durch.

Das kann man so nicht sagen.
Vielleicht zum Hintergrund:
Arbeitnehmer aus der Privatwirtschaft und nicht berufstätige Personen haben Kindergeld schon immer über die Familienkasse der Agentur für Arbeit beantragen müssen.
Für Beamte und Angestellte des öffentlichen Dienstes gab es aber eine Sonderregelung - die haben das Kindergeld direkt beim Arbeitgeber beantragen können.
D.h. zusätzliche zu den (großen) Familienkassen der Agentur für Arbeit gab es eine Vielzahl von (kleinen) Familienkassen bei den Besoldungs-/Versorgzungsämtern des Bundes und der Bundesländer, die ihr eigenes "Süppchen gekocht haben".
Das ist zum einen natürlich ineffizient, weil es unnötige Doppelstrukturen gab; zum anderen waren einige von den kleinen Familienkassen wohl auch nicht sonderlich kompetent.
Vor allem aber gab es wohl Hinweise darauf, dass das Nebeneinander von Familienkassen der Agentur für Arbeit und der Familienkassen des öffentlichen Dienstes zum Betrug eingeladen hat und mutmaßlich in vielen Fällen für das selbe Kind von zwei Familienkassen gleichzeitig Kindergeld gezahlt wurde.
Konsequenterweise wurde die Sonderregelung für Beamte und Angestellte des öffentlichen Dienstes beendet. Jetzt sind dafür auch die (großen) Familienkassen der Agentur für Arbeit zuständig.
Die (kleinen) Familienkassen bei den Besoldungs-/Versorgzungsämtern des Bundes und der Bundesländer haben Ihre "Fälle" an die (großen) Familienkassen der Agentur für Arbeit mehr oder weniger geregelt übergeben.
Zumindest in meinem Bundesland ist die Bearbeitungsqualität dadurch deutlich gestiegen, weil die (großen) Familienkassen der Agentur für Arbeit professioneller aufgestellt sind, mehr Erfahrung haben und schneller arbeiten.
Ich kann daher etwaigen Ärger überhaupt nicht nachvollziehen, wohne aber auch weder in Niedersachsen noch in Sachsen-Anhalt.

Signatur:

Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.

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#3
 Von 
smogman
Status:
Student
(2738 Beiträge, 898x hilfreich)

Zitat (von Jedimeisterin):
Weiß jemand einen Rat für mich?
In der Zeit, die du für deinen Beitrag im Forum benötigt hast, hätte ich die Formulare ausgefüllt, abgeschickt und mir Kaffee gekocht.

Es gibt keine verschiedenen Kindergeldanträge (innerhalb des EStG) und relativ sicher wurde dir auch gar keiner übermittelt. Es gibt lediglich verschiedene Anlagen und verschiedene Erklärungen über bestimmte Situationen, damit die Familienkasse die vorliegenden Anspruchsvoraussetzungen eingrenzen und prüfen kann. Solange diese Anlagen nicht angefordert werden, nachdem man sie gerade erst abgeschickt hatte, sehe ich keinerlei Problem, wenn die Familienkasse jährlich, wenigstens aber nach einer Aktenübernahme die Rechtmäßigkeit der Zahlung überprüft oder fehlende Formulare abfordert.

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