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Agentur für Arbeit - können "die" eine Operation verlangen?

22.10.2020 Thema abonnieren
 Von 
Riddick123
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Agentur für Arbeit - können "die" eine Operation verlangen?

Hallo Forum

Folgende Situation:
Arbeitnehmer hat seit 10 Jahren 30% Behinderung, ist 50% Gleichgestellt.
Arbeitgeber Kündigt nach 3 Jahren, da die Arbeitsstelle weggefallen ist.
Integrationsamtes stimmt der Kündigung zu = Arbeitslos.

Gesundheitlich ist das Knie (durch einen Unfall 1998) geschädigt.
Letzte Stand (Facharztdiagnose in 2020)
"Da ist es Zeit für ein künstliches Kniegelenk".

Laufen geht ca. 500m max. dann braucht es -schmerzbedingt- eine Pause. Treppen ab einer gewissen Stufenmenge / Stockwerke min. ein Geländer zur Unterstützung. Manchmal einen Stockschirm als Gehhife.

Knie geht max. 90 Grad (Bsp. Fahrradfahren (e-bike) geht nur, wenn der Sattel soweit wie möglich oben ist, um unten noch an das Pedal zu kommen. Fuß muss mit der Ferse auf dem Pedal stehen, Hüfte nach hinten schieben...sonst kommt das Pedal oben nicht mehr rum bzw. blockiert das Knie dies). Bei der Frage an Facharzt, was denn passieren würde wenn das Kniegelenk mit Gewalt (z.b. durch Sturz oder Unfall mit dem Auto o.ä. ) mehr als 90 Grad bewegt würde war die AW: "Es würde Brechen !".

Jetzt die Frage:
Kann das Arbeitsamt (evntl. auch die Krankenkasse) eine Operation verlangen (OP, künstliches Kniegelenk).
Kann es zu Einschränkungen der Leistung kommen, wenn man nicht mitziehen würde?

Kurz gesagt: Was darf ein Arbeitamt im o.a. Fall / Situation / Krankheitsbild.... verlangen und was muss der "Kunde" akzeptieren.

PS: Natürlich muss eine OP früher oder später stattfinden.
(der Zeitpunkt ist nicht in absehbarer Zeit, nicht in Cororna zeiten und deren Einschränkungen).

Vielen Dank für eure Hilfe!


-- Editiert von Riddick123 am 22.10.2020 22:48

-- Editiert von Riddick123 am 22.10.2020 23:05

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2 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(83251 Beiträge, 34313x hilfreich)

Zitat (von Riddick123):
Was darf ein Arbeitamt im o.a. Fall / Situation / Krankheitsbild.... verlangen

Freie Auswahl.



Zitat (von Riddick123):
und was muss der "Kunde" akzeptieren.

Nichts von dem verlangten.



Zitat (von Riddick123):
Kann es zu Einschränkungen der Leistung kommen, wenn man nicht mitziehen würde?

Durchaus.
Dann müsste man prüfen, welche Rechtsgrundlage das Amt dafür benennt.
Mir fällt gerade keine gerichtsfeste ein, insbesondere wenn es keine OP-Kapazitäten gibt.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#2
 Von 
Anami
Status:
Wissender
(15434 Beiträge, 2311x hilfreich)

Zitat (von Riddick123):
Kann das Arbeitsamt (evntl. auch die Krankenkasse) eine Operation verlangen
Nein. Aber empfehlen.
Zitat (von Riddick123):
Kann es zu Einschränkungen der Leistung kommen, wenn man nicht mitziehen würde?
Mitziehen soll heißen: Ja, ich lasse mich operieren?
Nein, so gehts nicht.
Welche Leistungen meinst du? ALG1 ?

Vielleicht schreibst du einfach mal, was das Arbeitsamt (die Arbeitsagentur?) überhaupt geschrieben hat.
Möglichst genau.
Seit wann ist der Mensch arbeitslos?

Die ganze Krankheitsbeschreibung ist unwichtig.

Signatur:auch ich verweise auf § 675 (2) BGB.
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