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Alg 1 Umzug zum Ehepartner

 Von 
fb505014-43
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Alg 1 Umzug zum Ehepartner

Hallo,
Mein Mann zieht nach seiner Umschulung nach Baden Württemberg. ,, Dort bessere Jobchancen, mehr verdienst und alte Heimat" Wir haben 2 Kinder. Eins muss dann auch eingeschult werden. Ich habe in Berlin einen festen Job. Muss den kündigen um mit unseren Kindern mit nach Bawü zu ziehen. Sperre vom Alg1 gerechtfertigt für mich oder nicht?
Ratlos!

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ALG1 Umschulung Sperre


3 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
fb367463-2
Status:
Master
(4653 Beiträge, 2304x hilfreich)

Wenn Ihr Mann dort schon eine Arbeit hat und Sie nachziehen, dann gibt's überhaupt keine Probleme. Wenn Sie beide quasi in die Arbeitslosigkeit ziehen, dann kann es sein, daß Sie sich auf eine Sperre von 12 Wochen einstellen müssen.

Zitat:
Gemäß § 159 Abs. 1 Drittes Buch Sozialgesetzbuch – Arbeitsförderung (§ SGB III) ruht der Anspruch für die Dauer einer Sperrzeit, wenn die Arbeitnehmerin sich versicherungswidrig verhalten hat, ohne dafür einen wichtigen Grund zu haben. Versicherungswidriges Verhalten liegt nach Satz 2 Nr. 1 vor, wenn die Arbeitslose das Beschäftigungsverhältnis gelöst oder durch ein arbeitsvertragswidriges Verhalten Anlass für die Lösung des Beschäftigungsverhältnisses gegeben und dadurch vorsätzlich oder grob fahrlässig die Arbeitslosigkeit herbeigeführt hat (Sperrzeit bei Arbeitsaufgabe).

Ein wichtiger Grund ist dabei anzunehmen, wenn dem Arbeitslosen unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalles und unter Abwägung seiner Interessen mit den Belangen der Versichertengemeinschaft ein anderes Verhalten nicht zugemutet werden kann.

Und genau das wird halt geprüft werden, ob Ihnen unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalles und unter Abwägung seiner Interessen mit den Belangen der Versichertengemeinschaft ein anderes Verhalten nicht zugemutet werden kann.

-- Editiert von fb367463-2 am 07.12.2018 03:00

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#2
 Von 
fb367463-2
Status:
Master
(4653 Beiträge, 2304x hilfreich)

Ups da hat's was verschluckt, sorry! Der Nachzug zum Ehepartner, ganz speziell, weil bei Ihnen ja auch noch Kinder vorhanden sind, dürfte als wichtiger Grund dreimal reichen. Zumindest sagen es so etliche Urteile. Also müssen Sie sich wohl keine Sorgen machen.

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#3
 Von 
Anami
Status:
Lehrling
(1212 Beiträge, 557x hilfreich)

Zitat (von fb505014-43):
Dort bessere Jobchancen, mehr verdienst und alte Heimat"
Hat er dort schon einen Job? Wahrscheinlich ist es besser, erst allein dort einen Job zu finden, die Probezeit zu überstehen und dann die Familie nachzuholen. Damit steuerlich noch doppelte Haushaltsführung geltend machen.
Es besteht immer die Gefahr, dass die Träumereien vom süßen schwäbischen Brei nicht zutreffen. Dann hat die ganze Familie nichts gewonnen.
Ich kann keinen wichtigen Grund sehen, einen festen Job aufzugeben, nur, weil man in der neuen alten Heimat bessere Chancen hätte.
Der TE ist durchaus ein *anderes Verhalten* zuzumuten. Nämlich später aus wichtigen Grund zu kündigen.

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