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Angeblich verspätete Meldung über Arbeitsaufnahme

 Von 
fb560976-31
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Angeblich verspätete Meldung über Arbeitsaufnahme

Liebe Mitglieder,

Im August 2019 bin ich leider nach Auslaufen meines Vertrages arbeitslos geworden. Ich habe dann ALG 1 beantragt.

Bei der persönlichen Meldung meiner Arbeitslosigkeit hatte ich bereits eine Zusage für eine Stelle ab dem 01.11.2019. Dies teilte ich im persönlichen Gespräch mit und die Dame sagte, dass es schwierig wird in meinen Beruf (Erzieherin) eine Stelle für 3 Monate zu bekommen. Deshalb gab sie mir auch nur 2 Stellenangebote mit. Dort habe ich mich beworben aber natürlich für die 3 Monate keine Rückmeldung erhalten.

Das ALG 1 wurde auch ganz normal gezahlt und ich habe am 01.11.2019 meinen Dienst angetreten.
Mein Arbeitsvertrag kam leider verspätet bei mir an (sollte eigentlich Anfang Oktober eintreffen) und war fehlerhaft. Daraufhin musste er korrigiert werden. Daher konnte ich ihn natürlich nicht einreichen.

Im Dezember (06.12.2019) fiel mir dann auf, dass ich erneut ALG 1 gezahlt bekommen habe woraufhin ich bei der Agentur für Arbeit anrief, um erneut mitzuteilen, dass ich bereits wieder in einem Arbeitsverhältnis bin. Zudem habe ich sie gefragt, wohin ich das überzahlte Geld überweisen kann. Die Dame nahm dies dann zur Kenntnisse und bat mich, wegen der gezahlten Leistungen auf den Bescheid zu warten.

Dieser kam dann auch und ich bezahlte die zu viel geleisteten Leistungen umgehend.

Im August 2020 bekam ich dann einen Brief für eine Anhörung.
Die Frist zur Anhörung endete am 18.08.2020, der Brief kam allerdings am gleichen Tag an. (Durch einen Umzug haben wir einen Nachsendeauftrag bei der Deutschen Post, aber die Zustellung dauert leider immer etwas)

Ich habe sofort angerufen und auf den Anrufbeantworter gesprochen, dass der Brief zu spät hier angekommen ist und ich die Erklärung umgehend heute per Post versende und um Rückruf gebeten. (Leider habe ich den Brief nur normal raus geschickt, dass wird mir wahrscheinlich jetzt zum Verhängnis.)

Am nächsten Tag, rief die Mitarbeiterin zurück und sprach mir auf die Sprachbox, dass es kein Problem sei, den Brief noch zu verschicken und falls ich nur deswegen angerufen habe, sich die Sache geklärt hat und ich nicht erneut anrufen müsse.

Jetzt kam allerdings ein Bußgeldbescheid. Ich soll an die 150€ zahlen, weil ich mich zu spät gemeldet habe. Angeblich ist der Brief mit meiner Erklärung nicht angekommen und auf die Voicemail Nachricht hätte ich ja auch nicht reagiert.
Die Mitteilung der Arbeitsaufnahme wäre zu spät eingetroffen.

Da frage ich mich ernsthaft, was ich falsch gemacht habe? Es war von Anfang an klar, dass ich ab dem 01.11 wieder berufstätig bin, somit habe ich es doch rechtzeitig mitgeteilt. Kann ich jetzt Einspruch einlegen? Macht es Sinn oder kommen da aufgrund mangelnder Beweise nur noch höhere Kosten auf mich zu?

Vielen Dank fürs lesen

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Kosten Frage Macht Brief


4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(83182 Beiträge, 34300x hilfreich)

Zitat (von fb560976-31):
somit habe ich es doch rechtzeitig mitgeteilt.

Wann hat es denn mitgeteilt? Und wie genau könnte man beweisen, das die Mitteilung zugegangen und wann sie zugegangen ist?


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#2
 Von 
fb560976-31
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von fb560976-31):
Bei der persönlichen Meldung meiner Arbeitslosigkeit hatte ich bereits eine Zusage für eine Stelle ab dem 01.11.2019. Dies teilte ich im persönlichen Gespräch mit[/BBC]

Somit gibt es natürlich keine Beweise, aber ich finde es komisch, dass jetzt behauptet wird, dass ich es zu spät mitgeteilt habe. Die Mitarbeiterin müsste das ja im Gespräch dokumentiert haben.

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#3
 Von 
Anami
Status:
Wissender
(15391 Beiträge, 2305x hilfreich)

Zitat (von fb560976-31):
Jetzt kam allerdings ein Bußgeldbescheid.
Von wem kam dieser Bescheid? Bußgeld? Was steht denn drauf/drin/hintendrauf, was du dagegen machen kannst?
Zitat (von fb560976-31):
Da frage ich mich ernsthaft, was ich falsch gemacht habe?
Telefon-Telefon-Telefon.

Mit Behörden telefoniert man NICHT.
Außerdem haben nun in 2020 (Corona sei mal Dank) die allermeisten Behörden auf elektronische Übermittlung umgestellt. Jederzeit geht also e-mail und/oder über das Agentur-System sowieso längst die persönliche online-Meldung.
Vielleicht ging auch alles drunter und drüber---grad wegen Corona...

Dass Mitarbeiter irgendwas *Besprochenes* dokumentieren, wünscht man sich immer. Und dann kommt die Bescherung. Man weiß nie, wo sie den Zettel mit der *Dokumentation* ablegen.

Zitat (von fb560976-31):
Mein Arbeitsvertrag kam leider verspätet bei mir an...Daher konnte ich ihn natürlich nicht einreichen.
Auch dein Fehler. Damit erklärt sich, warum du nochmal ALG1 erhalten hast.
Im System wurde nicht hinterlegt, dass die Arbeitsaufnahme erfolgte und auch nicht, dass der AV vorliegt.

Ganz allgemein: Dort arbeiten viele Mitarbeiter in vielen verschiedenen Bereichen mit entspr. Zuständigkeiten. Vieles läuft auch parallel und nicht jeder weiß jederzeit, was grad besprochen, geändert, usw. wurde. Oder es fehlen Häkchen in der Akte.
Prinzip: binischnich zuständig, ischmachmeins.

Signatur:auch ich verweise auf § 675 (2) BGB.
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#4
 Von 
AxelK
Status:
Philosoph
(12359 Beiträge, 4164x hilfreich)

@fb:

Ich würde trotz schlechter Beweislage Einspruch gegen den Bußgeldbescheid einlegen und den damit begründen, dass Du bereits beim Erstgespräch angegeben hast, ab dem 01.11.2019 wieder eine Arbeitsstelle zu haben. Und dann mal schauen, wie die AfA reagiert. Wenn das Gespräch ordentlich dokumentiert wurde, lassen sich Deine Angaben nämlich sehr wohl nachvollziehen und die Chancen sind nicht so schlecht, dass ein Widerspruchssachbearbeiter an den entsprechenden Stellen nachschaut, was für Vermerke so im System hinterlegt sind.

Schau bitte in die Rechtsbehelfsbelehrung. Es kann durchaus sein, dass die Einspruchsfrist hier nur zwei Wochen ist. Innerhalb der Frist muss der Einspruch nachweislich bei der zuständigen Behörde eingegangen sein.

Gruß,

Axel

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