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Anhörung wg. Nebenkostenfrage

 Von 
go478343-59
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 0x hilfreich)
Anhörung wg. Nebenkostenfrage

Hallo,

mein Jobcenter wollte vor ca. einem Monat von mir die Heizkostenabrechnung 2017 haben, und ich habe heute ein neues schreiben erhalten, eine Anhörung gem. § 24 Sozialgesetzbuch Zehntes Buch (SGB X).

Ich bezahle ganz normal meine Miete und sämtliche Nebenkosten wie Wasser, Strom und Gas sind mit einer Pauschale in der Miete enthalten.

In dem Schreiben steht, dass aufgrund der Berechnungen ein Guthaben erzielt wurde. Tatsächliche Kosten für Gas: 730€, abzgl. Abschläge für Gas: - 840€ = - 110€
Gemäß § 22 Absatz 3 SGB II mindern Rückzahlungen und Guthaben, die dem Bedarf für Unterkunft und Heizung nach dem Monat der Rückzahlung oder der Gutschrift.
Ich Bedarfe für Unterkunft und Heizung sind im Juni 2018 um den o.g. Betrag zu mindern.
Ihre Leistungen sind daher im Juni 2018 um diesen Betrag überzahlt.

Dann steht noch drin, dass der Bescheid für die Zeit ab Änderung der Verhältnisse insofern aufzuheben und die überzahlten Beiträge zurückzufordern. Und ich kann mich noch bis zum 22.06.2018 dazu äußern.

Meine Fragen: Müsste mir mein Vermieter was ich an NK zu viel bezahlt habe nicht wieder zurück geben bzw. dem Jobcenter? Was soll ich am besten antworten? Sollte ich zu einem Anwalt damit gehen? Muss ich die 110 € aus eigener Tasche bezahlen?


-- Editiert von go478343-59 am 09.06.2018 18:49

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Jobcenter Miete Zurück gehen


10 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(71285 Beiträge, 32410x hilfreich)

Zitat (von go478343-59):
Müsste mir mein Vermieter was ich an NK zu viel bezahlt habe nicht wieder zurück geben bzw. dem Jobcenter?

Wenn Du zahlst, gehen die Nebenkosten an Dich zurück. Du musst disse dann ans Amt erstatten



Zitat (von go478343-59):
Was soll ich am besten antworten?

Das der Vermieter das Guthaben noch nicht erstattet hat und man um Aufschub bittet.



Und dann sollte man den Vermieter mal auffordern das in der Heizkostenabrechnung 2017 ausgewiesene Guthaben unverzüglich zu erstatten.
Oder hat er es schon und es wurde nur übersehen?


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#2
 Von 
go478343-59
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 0x hilfreich)

Vielen dank für deine nette Antwort!

Mein Vermieter hat mir noch nie etwas von den Nk erstattet.

Wie gesagt bezahle ich die NK über die Miete und mein Vermieter bezahlt dann die Stadtwerke.

Ich sage dann meinem Vermieter bescheid, dass er mir das Guthaben zurück erstatten soll und ich werde dem Jobcenter dass dann so schreiben. Sobald ich das Guthaben habe, werde ich dies dem Jobcenter überweisen.

-- Editiert von go478343-59 am 09.06.2018 19:51

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#3
 Von 
Sir Berry
Status:
Schlichter
(7298 Beiträge, 2564x hilfreich)

Zitat (von go478343-59):
Ich bezahle ganz normal meine Miete und sämtliche Nebenkosten wie Wasser, Strom und Gas sind mit einer Pauschale in der Miete enthalten.

Wenn es sich um eine Pauschale und nicht um Vorauszahlungen handelt, gibt es vom Vermieter keine Abrechnung.

Berry

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#4
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(71285 Beiträge, 32410x hilfreich)

Stimmt, aber hier gibt es ja die Heizkostenabrechnung 2017 und das Amt hat das Guthaben eingefordert.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#5
 Von 
go478343-59
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Sir Berry):
Zitat (von go478343-59):
Ich bezahle ganz normal meine Miete und sämtliche Nebenkosten wie Wasser, Strom und Gas sind mit einer Pauschale in der Miete enthalten.

Wenn es sich um eine Pauschale und nicht um Vorauszahlungen handelt, gibt es vom Vermieter keine Abrechnung.

Berry

Das ist jetzt interessant. Also hätte mir mein Vermieter keine Abrechnung erstellen müssen? (hab ich nur vom Vermieter erhalten, weil das Jobcenter dies wollte mit Rechtsbelehrung). Und hat das Jobcenter die Abrechnungen dann zu unrecht angefordert und das nächste Schreiben, worum es hier in diesem Thema geht, ist ebenso nicht zulässig? Weil es ist eine Pauschale die fest im Mietvertrag drinsteht und es keine Vorauszahlung.

Hast du irgendwelche Gesetzestexte oder sowas? Sollte ich vielleicht mal ganz schnell einen Anwalt aufsuchen?

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#6
 Von 
AntoineDF
Status:
Praktikant
(506 Beiträge, 395x hilfreich)

Hallo "go478343-59",

was ist denn zu der monatlich zu zahlenden Miete im Mietvertrag genau vereinbart?

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#7
 Von 
Sir Berry
Status:
Schlichter
(7298 Beiträge, 2564x hilfreich)

Zitat (von go478343-59):
Das ist jetzt interessant. Also hätte mir mein Vermieter keine Abrechnung erstellen müssen?

Es kommt, wie auch die anderen schreiben, halt darauf an, was genau im Mietvertrag steht.

Entweder Komplettmiete ohen Abrechnung oder oder grundmiete mit Vorauszahlungspauschale, die auf die zu erstellende Abrechnung dann angerechnet wird.

Beides ist zulässig.

Also schau in den Mietvertrag und berichte, was vereinbart ist.

Berry

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#8
 Von 
go478343-59
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo, sorry das ich so lange für meine Antwort brauche, aber ich hatte viel zu tun und keine Zeit gehabt hier zu schreiben.

Ich habe nun in den Mietvertrag reingeschaut. Und dort steht, dass die Miete pauschal berechnet wird. Hat mein Vermieter per Hand eingetragen und rot unterstrichen. Daher denke ich, ist dann pauschal, oder? Ich habe bis jetzt immer noch kein Geld von der Abrechnung erhalten. Soll ich vielleicht einfach schreiben, dass die sich doch beim Vermieter melden sollen und das Geld verlangen?

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#9
 Von 
AxelK
Status:
Gelehrter
(11958 Beiträge, 3993x hilfreich)

@go:

Zitat:
Und dort steht, dass die Miete pauschal berechnet wird. Hat mein Vermieter per Hand eingetragen und rot unterstrichen.

Dann verhält der Vermieter sich widersprüchlich, wenn er trotzdem eine Abrechnung erstellt. Oder bezieht sich die Passage im Mietvertrag ausschließlich auf die kalten Betriebskosten aber nicht auf die Heizkosten?

Zitat:
Soll ich vielleicht einfach schreiben, dass die sich doch beim Vermieter melden sollen und das Geld verlangen?

Das Jobcenter hat zunächst einmal keinen direkten Anspruch gegen den Vermieter. Er müsste den Anspruch also zunächst einmal schriftlich auf sich überleiten und dieses dem Vermieter auch mitteilen. Ganz ehrlich: Das wird kein Jobcenter machen, sondern sich an Dich halten. Und wenn sich der Vermieter selbst nicht an seinen Mietvertrag hält und trotz anderslautender vertraglicher Regelung eine Abrechnung erstellt, dann macht das die Angelegenheit für Dich nicht einfacher.

Ich würde an Deiner Stelle tatsächlich den Vermieter auffordern, das Guthaben auszuzahlen und ankündigen, dass Du dieses ansonsten mit der nächsten Mietzahlung verrechnen wirst.

Gruß,

Axel

Signatur:Ausführliche Infos zu ALG II finden Sie auf meiner Website: http://www.axelkrueger.info
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#10
 Von 
go478343-59
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von AxelK):

Dann verhält der Vermieter sich widersprüchlich, wenn er trotzdem eine Abrechnung erstellt. Oder bezieht sich die Passage im Mietvertrag ausschließlich auf die kalten Betriebskosten aber nicht auf die Heizkosten?

Bin ehrlich gesagt ein wenig überfragt. Hier ein Bild: http://abload.de/img/img_1070kqsi1.jpg

-- Editiert von go478343-59 am 20.06.2018 16:06

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