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Antrag auf Erwerbsminderungsrente - Gutachter abgelehnt! Nun Konsequenzen??

23. Oktober 2021 Thema abonnieren
 Von 
Siggi86
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)
Antrag auf Erwerbsminderungsrente - Gutachter abgelehnt! Nun Konsequenzen??

Meine Tante ist 63 Jahre alt. Wir haben vor einigen Monaten einen Antrag auf Rente wegen Erwerbsminderung gestellt. Daraufhin wurde sie von der DRV zu einem Gutachten bei einem Arzt eingeladen. Der Gutachter hat keinen guten Ruf und einige Freunde meiner Tante hatten leider sehr negative Erfahrungen mit diesem. Daraufhin habe ich den Gutachter wegen "Befangenheit" abgelehnt. Wahrscheinlich war das ein Fehler denn einige Monate später haben wir einen Brief von der DRV bekommen wo steht das mir dieses Recht nicht zusteht. Meine Tante soll nun innerhalb 3 Wochen antworten und sagen ob ich zum Gutachter will oder nicht. Ansonsten wird nach Aktenlage entschieden. Sie wird förmlich dazu gedrängt zu diesem Gutachter zu gehen. Wie sollen wir uns jetzt verhalten? Bitte um eine ausführliche Antwort. Sollen wir denen Schriftlich antworten und schreiben das meine Tante doch einverstanden mit dem Gutachten ist?? Im Endeffekt ist sie ja nicht gegen ein Gutachten an sich aber halt nur gegen diesen einen Gutachter.

Was wäre hier der Schlauste Weg eurer Meinung nach?

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5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(102541 Beiträge, 37405x hilfreich)

Zitat (von TAMEK):
wo steht das mir dieses Recht nicht zusteht.

Richtig. Du hast da gar nichts zu melden, das muss die Tante schon selber machen oder Dich entsprechend bevollmächtigen.



Zitat (von TAMEK):
Meine Tante soll nun innerhalb 3 Wochen antworten und sagen ob ich zum Gutachter will oder nicht.

Und warum sollte das Diene Tatne sagen dürfen?
Und warum sollst Du jetzt zu dem Gutachter.



Zitat (von TAMEK):
Daraufhin habe ich den Gutachter wegen "Befangenheit" abgelehnt.

Und diese "Befangenheit" hat man wie genau begründet?



Zitat (von TAMEK):
Sie wird förmlich dazu gedrängt zu diesem Gutachter zu gehen.

Nö. sie hat die freie Wahl ob sie nun hingehen will oder nicht.



Zitat (von TAMEK):
aber halt nur gegen diesen einen Gutachter.

Gibt es dafür auch irgendwelche substantiierten Gründe?


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Loni12
Status:
Student
(2180 Beiträge, 364x hilfreich)

Zitat (von TAMEK):
Der Gutachter hat keinen guten Ruf und einige Freunde meiner Tante hatten leider sehr negative Erfahrungen mit diesem


In der Regel beschweren sich nur diejenigen, welche schlechte Erfahrungen machten, muss aber nicht unbedingt am Gutachter gelegen haben. Die mit ihm zufrieden waren, schreiben eher nicht.
Einen Gutachter kann man nur dann ablehnen, wenn man bei diesem mal in Behandlung war. War bei mir, bei einem der Fall.
Warum kümmern sie sich darauf, haben sie eine Vorsorgevollmacht, kann ihre Tante nicht selbständig handeln?
Ihre Tante hat die Wahl, Entscheidungen nach Aktenlage muss nicht dem erhofften Ergebnis entsprechen.

Einen Gutachter nach Wunsch, kann sie bei einer Klage bestimmen, als Gegengutachter, aber bis es so weit wäre, könnte sie ihre Regelaltersrente erreicht haben.
Ihre Tante hat eine Mitwirkungspflicht, der kommt sie im Moment nicht nach.
Es sind immer Einzelfallentscheidungen, es kommt schon auch auf das Verhalten der Person bei einer Begutachtung darauf an.

1x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(35081 Beiträge, 13280x hilfreich)

Es ist bei Gutachtern doch wie bei Richtern. Bei letzteren finden so etwa 50% diesen speziellen Richter sachunkundig, unmöglich. Nämlich die 50%, die das Verfahren verloren haben. Ich schließe aus dem Bekanntheitsgrad dieses Gutachters nur, dass er regelmäßig mandatiert wird, also ein erfahrener Gutachter ist. Auf seine Qualität lässt das keine Rückschlüsse zu. Außerdem ist mir schleierhaft, wie man sich gegen ein Gutachten wehren will, welches noch gar nicht existiert. Wenn das Gutachten da ist, dann kann man schauen, ob es fehlerhaft ist oder nicht. Aber im Vorfeld? Wohl eher nicht.

Außerdem hat der Neffe keinerlei Befugnis in dem Rechtsverhältnis Tante/Rentenversicherung. Um ihren Krempel muss sich die Tante schon selbst kümmern.

wirdwerden

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Anami
Status:
Unsterblich
(24400 Beiträge, 4724x hilfreich)

Zitat (von TAMEK):
Wie sollen wir uns jetzt verhalten? Bitte um eine ausführliche Antwort.
Wenn deine Tante weiterhin die EM-Rente will, sollte sie (deine Tante) den Gutachter-Termin wahrnehmen.
Du kannst sie gern begleiten, hast aber ansonsten gar nichts zu melden. Es geht nicht um WIR. Es geht um sie, um deine Tante.
Zitat (von TAMEK):
Sollen wir denen Schriftlich antworten und schreiben das meine Tante doch einverstanden mit dem Gutachten ist??
Nicht WIR. Deine Tante sollte schreiben, dass sie den Termin bei diesem Gutachter gern wahrnimmt.

Entscheidung nach Aktenlage bedeutet höchstwahrscheinlich Ablehnung der EM-Rente.

Signatur:

ist nur meine Meinung.

1x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
sonnen8licht
Status:
Schüler
(309 Beiträge, 148x hilfreich)

1. Derjenige, der die Leistung will, muss sich äußern zur GA-Auswahl oder dessen wirksam Bevollmächtigter.

2. Einen GAer ablehnen kann man nur mit stichhaltiger Begründung. Allgemein wegen Befangenheit oder weil andere schlechte Erfahrungen gemacht haben reicht nicht.

Entweder passt das Fachgebiet oder man hat selber schlechte Erfahrungen gemacht oder es ist unzumutbar, weil ...

3. Selbst wenn man den einen GAer ablehnt, sollte man seine Bereitschaft zu einer gutachterlichen Untersuchung ausdrücklich betonen.

1x Hilfreiche Antwort

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