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Antrag auf höheren Grad Schwerbehinderung erneut abgelehnt

 Von 
alewie
Status:
Beginner
(92 Beiträge, 8x hilfreich)
Antrag auf höheren Grad Schwerbehinderung erneut abgelehnt

Der Antragsteller hat 2010 einen Grad der Behinderung von 30 erhalten.

2012 hat er einen Antrag auf Höhereinstufung eingereicht, der aber abgelehnt wurde. Daraufhin hat der Antragsteller Widerspruch eingelegt, der aber ebenfalls abgewiesen wurde. Aufgrund privater Belastungen hat es der Antragsteller dann dabei belassen.

Nun hat er, nachdem eine ganze Reihe weiterer Erkarnkungen dazu gekommen war, erneut einen Antrag auf Höhereinstufung einegreicht. Dieser Antrag wurde erneut abgelehnt. Auch zur Verwunderung der angeschriebenen Ärzte.

Eine Kopie der Stellungnahme der gutachterlichen Ablhenung /(MdK?) war nicht beigefügt. Es steht dort nur "Um Ihren Gesundheitszustand zu beurteilen, habe ich den medizinischen Sachverhalt aufgeklärt und unter ärztlicher Beteiligung ausgewertet. Folgende Beeinträchtigungen sind hinzugekomme: X und y. Die Auswirkungen dieser Beeinträchtigungen sind nicht so wesentlich, dass sie den bisher festgestellten Grad der Behinderung erhöhen. Es bleibt bei...."

Jetzt aber möchte der Antragsteller das nicht mehr akzeptieren.

Wie vorgehen?

Selbst Widerspruch einlegen? Einen Rechtsanwalt beauftragen (er ist rechtsschutzversichert)? Die ärztlichen Stellungnahmen einfordern?

Danke!!

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Antrag Widerspruch MDK


14 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Loni12
Status:
Schüler
(456 Beiträge, 103x hilfreich)

Zitat:
Nun hat er, nachdem eine ganze Reihe weiterer Erkarnkungen dazu gekommen war,

Die Krankheiten spielen keine Rolle, nur die Einschränkungen dadurch, wurden diese angegeben, falls vorhanden.

Zitat:
Eine Kopie der Stellungnahme der gutachterlichen Ablhenung /(MdK?) war nicht beigefügt

Was hat der MdK damit zu tun? Der GdB wird doch nicht bei der Krankenkasse beantragt.

Widerspruch einlegen, dann dürfte eine Begutachtung bei einen Gutachter stattfinden, den Arzt nennt das Versorgungsamt.

Und falls der Widerspruch nichts bringt, kann Klage eingereicht werden. Ist aber nur sinnvoll, wenn ein Sozialrechtschutz vorhanden ist.
Mein Klageverfahren dauerte 4 Jahre. Dank eigenem Gutachter war es erfolgreich.
Ließ alles einen Rentenberater erledigen. RA für Sozialrecht kann ebenfalls hilfreich sein.

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#2
 Von 
Ratsuchender@123net
Status:
Lehrling
(1502 Beiträge, 295x hilfreich)

Zitat (von alewie):
Wie vorgehen?

Fristgerecht Widerspruch einlegen und beantragen, Zeugnisse und Gutachten, die den Bescheid begründen sollen, zu übersenden.

Zitat (von alewie):
Selbst Widerspruch einlegen? Einen Rechtsanwalt beauftragen (er ist rechtsschutzversichert)?

Der Widerspruch kann auch selbst eingelegt werden. In der Regel wird dem sowie nicht abgeholfen, so dass eine Klage vor dem Sozialgericht erforderlich wird.

Zitat (von alewie):
Die ärztlichen Stellungnahmen einfordern?

Ja, siehe oben.

Zitat (von Loni12):
Widerspruch einlegen, dann dürfte eine Begutachtung bei einen Gutachter stattfinden, den Arzt nennt das Versorgungsamt.

Ein Gutachten wird erst im Klageverfahren eingeholt.

Zitat (von Loni12):
Und falls der Widerspruch nichts bringt, kann Klage eingereicht werden. Ist aber nur sinnvoll, wenn ein Sozialrechtschutz vorhanden ist.

Auch ohne Rechtsschutzversicherung kann eine Klage vor dem Sozialgericht geführt werden, zumal der Ausgang maßgeblich von dem einzuholenden Gutachten abhängt.

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#3
 Von 
alewie
Status:
Beginner
(92 Beiträge, 8x hilfreich)

Zitat (von Loni12):

Zitat:
Eine Kopie der Stellungnahme der gutachterlichen Ablhenung /(MdK?) war nicht beigefügt

Was hat der MdK damit zu tun? Der GdB wird doch nicht bei der Krankenkasse beantragt.

Ja, "gutachterliche Stellungnahme"....wer auch immer diesen medizinischen Sachverhalt ausgewertet hat. Ich hoffe nicht der Sachbearbeiter bei der Behörde alleine....

Ein angeschriebenr Arzt war verwundert, dass seine Stellungnahme offensichtlich überhaupt keine Rücksicht fand, da aus seiner Sicht diese alleine schon zu deutliche über 50 % hätten führen müssen!?


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#4
 Von 
alewie
Status:
Beginner
(92 Beiträge, 8x hilfreich)

Danke, hat mir sehr geholfen.

Widerspruch (mit Hinweis auf späterer Begründung) mit Anforderung der Unterlagen geht gleich noch raus :-)

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#5
 Von 
Loni12
Status:
Schüler
(456 Beiträge, 103x hilfreich)

Zitat (von Ratsuchender@123net):
Zitat (von Loni12):
Widerspruch einlegen, dann dürfte eine Begutachtung bei einen Gutachter stattfinden, den Arzt nennt das Versorgungsamt.

Ein Gutachten wird erst im Klageverfahren eingeholt.

Zitat (von Loni12):
Und falls der Widerspruch nichts bringt, kann Klage eingereicht werden. Ist aber nur sinnvoll, wenn ein Sozialrechtschutz vorhanden ist.

Auch ohne Rechtsschutzversicherung kann eine Klage vor dem Sozialgericht geführt werde

Das Versorgungsamt kann nach einem Widerspruch ein Gutachten veranlassen. War bei mir der Fall und ist nach einem Widerspruch üblich, zumindest bei meinem zuständigen Versorgungsamt.
Aufgrund des Gutachtens wurde mir ein GdB von 40 gewährt. Da ich aber die Rente wg. Schwerbehinderung wollte, klagte ich.
Wo schrieb ich, dass ein Klageverfahren nur mit Rechtsschutz geführt werden kann? Nirgends, ich wies nur daraufhin, dass ein Sozialrechtsschutz sinnvoll ist, da ohne, kaum Chancen auf Erfolg bestehen.
Ein eigenes Gutachten ist da hilfreich, meines hat über 3000 € gekostet und wurde vom Sozialrechtsschutz bezahlt.

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#6
 Von 
Loni12
Status:
Schüler
(456 Beiträge, 103x hilfreich)

Zitat (von alewie):

Ein angeschriebenr Arzt war verwundert, dass seine Stellungnahme offensichtlich überhaupt keine Rücksicht fand, da aus seiner Sicht diese alleine schon zu deutliche über 50 % hätten führen müssen!?

Wenn bei einem Arzt eine Befundvorlage vom Versorgungsamt angefordert wird, findet die in der Regel auch Beachtung. Es muss halt immer die wichtigste Fachrichtung an erster Stelle stehen.

Es gibt aber viele Krankheiten/Beschwerden, welche sich überlappen und somit werden die nicht einzeln bewertet werden.

Ich habe Einzel GdB von 130 und diese ergeben aufgrund von Überlappungen einen Gesamt GdB von 60.

Es kommt auch immer auf das Versorgungsamt an. Manche sind kleinlich, andere großzügiger. Meines zählt z.B. zu den kleinlichen.

Und geben sie in der Begründung auch die Einschränkungen in der Freizeit an, diese werden berücksichtigt.

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#7
 Von 
Ratsuchender@123net
Status:
Lehrling
(1502 Beiträge, 295x hilfreich)

Zitat (von Loni12):
Wo schrieb ich, dass ein Klageverfahren nur mit Rechtsschutz geführt werden kann?

Wo schrieb ich, dass Du es schriebst? Nirgends!

Zitat (von Loni12):
ich wies nur daraufhin, dass ein Sozialrechtsschutz sinnvoll ist, da ohne, kaum Chancen auf Erfolg bestehen.

Das ist Unsinn. Es kommt - wie gesagt - an erster Stelle auf das Ergebnis der gutachterlichen Stellungnahme an.

Zitat (von Loni12):
Ein eigenes Gutachten ist da hilfreich, meines hat über 3000 € gekostet und wurde vom Sozialrechtsschutz bezahlt.

Zunächst sollte erst einmal das gerichtlich angeordnete Gutachten abgewartet werden.

Zitat (von Loni12):
Es muss halt immer die wichtigste Fachrichtung an erster Stelle stehen.

Wo soll das denn geregelt sein?

Zitat (von Loni12):
Ich habe Einzel GdB von 130

Es ist wohl eher gemeint, dass die Summe der Einzel-GdB 130 beträgt.

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#8
 Von 
Loni12
Status:
Schüler
(456 Beiträge, 103x hilfreich)

Zitat:
Zunächst sollte erst einmal das gerichtlich angeordnete Gutachten abgewartet werden.

Bei mir hat das Gericht keines angeordnet, sondern mir gleich ein eigenes Gutachten erlaubt. Auf Seite des Gerichts waren die ärztlichen Befunde sowie das angeordnete Gutachten des Versorgungsamtes, war ja erst einige Monate alt.
Und beide Gutachten waren unterschiedliche Fachrichtungen, ist auch wichtig.

Bezüglich der Fachrichtung an erster Stelle. Ganz einfach, es gibt Versorgungsämter die verlangen nur von einem Arzt eine Befundvorlage und dann meistens vom erstgenannten. Habe ich beim Antrag zur Erhöhung wieder so gemacht und der erstgen. wurde angeschrieben.

Ja die Summe der Einzel GdB betragen 130.

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#9
 Von 
Ratsuchender@123net
Status:
Lehrling
(1502 Beiträge, 295x hilfreich)

Zitat (von Loni12):
Bei mir hat das Gericht keines angeordnet, sondern mir gleich ein eigenes Gutachten erlaubt.

Ein Privatgutachten kann immer beigebracht werden. Allerdings sind die hierfür anfallenden Kosten nicht erstattungsfähig.

Zitat (von Loni12):
Und beide Gutachten waren unterschiedliche Fachrichtungen, ist auch wichtig.

In diesem Falle kann das selbst eingeholte Gutachten dann aber nicht das vorliegende Gutachten entkräften.

Zitat (von Loni12):
Bezüglich der Fachrichtung an erster Stelle. Ganz einfach, es gibt Versorgungsämter die verlangen nur von einem Arzt eine Befundvorlage und dann meistens vom erstgenannten. Habe ich beim Antrag zur Erhöhung wieder so gemacht und der erstgen. wurde angeschrieben.

???

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#10
 Von 
Loni12
Status:
Schüler
(456 Beiträge, 103x hilfreich)

Zitat:
Ein Privatgutachten kann immer beigebracht werden. Allerdings sind die hierfür anfallenden Kosten nicht erstattungsfähig.

Es war kein Privatgutachten.

Ich suche den § jetzt nicht, dass Gericht kann dem Kläger erlauben ein eigenes Gutachten erstellen zu lassen. Nach Zusage der Kostenübernahme durch den Sozialrechtsschutzes, empfahl mir mein Rentenberater einen Gutachter und dieses Gutachten verhalf mir zu einen GdB von 50.

Da ich gewann, bekam die Sozialversicherung das Geld für das Gutachten erstattet.

So war es in meinem Fall, es sind immer Einzelfallentscheidungen.

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#11
 Von 
Heike J
Status:
Student
(2083 Beiträge, 1274x hilfreich)

Zitat:

Ja, "gutachterliche Stellungnahme"....wer auch immer diesen medizinischen Sachverhalt ausgewertet hat. Ich hoffe nicht der Sachbearbeiter bei der Behörde alleine....
!?

Bei mir wurde vor einem Jahr eine Verlängerung auch mit angeblicher ärztlicher Beratung abgelehnt.
Offenbar wurden meine eingereichten Unterlagen gar nicht gelesen. Meine Stellungnahme hat dann schnell zu einem anderen Ergebnis geführt.

Ich habe kürzlich gelesen, dass ein neuer gut ausgearbeiteter Antrag sinnvoller ist als ein Widerspruch, der sich über Jahre hinziegen kann.

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#12
 Von 
Ratsuchender@123net
Status:
Lehrling
(1502 Beiträge, 295x hilfreich)

Zitat (von Loni12):
Ich suche den § jetzt nicht, dass Gericht kann dem Kläger erlauben ein eigenes Gutachten erstellen zu lassen.


Gemeint hier ist wohl eher ein Gutachten nach § 109 SGG .

Zitat (von Loni12):
Da ich gewann, bekam die Sozialversicherung das Geld für das Gutachten erstattet.


Die Kosten eines Gutachtens nach § 109 SGG sind dann von der Landeskasse zu übernehmen, wenn dies die Aufklärung des entscheidungserheblichen Sachverhalts objektiv wesentlich gefördert hat und dadurch bedeutend war für eine gerichtliche Entscheidung oder eine anderweitige Erledigung des Rechtsstreits. Die Kostenübernahme des Gutachtens muss beantragt werden.

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#13
 Von 
alewie
Status:
Beginner
(92 Beiträge, 8x hilfreich)

Von wem kann ich mich denn nun am besten, nachdem ich formal Widerspruch eingereicht (mit dem Hinweis die Begründung in Kürze nachzureichen) und die Zusendung aller relevanten Unterlagen, die zu der Entscheidung geführt haben, angefordert habe, beraten lassen?

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#14
 Von 
Ratsuchender@123net
Status:
Lehrling
(1502 Beiträge, 295x hilfreich)

Am bestehen konsultierst Du einen örtlichen Fachanwalt für Sozialrecht, alternativ einem Sozialverband.

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