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Arbeiten bei ALG2

27. Dezember 2009 Thema abonnieren
 Von 
guest-12320.11.2011 16:22:04
Status:
Frischling
(20 Beiträge, 3x hilfreich)
Arbeiten bei ALG2

Ich habe damal eine frage und zwar beziehe ich mit meinem Freund und unseren beiden Mädels ALG2 und Kindergeld ich habe einen Mini-Job wo ich im Monat 91€ verdiene das wird mir ja nicht angerechnet das ist klar aber wie ist das wenn mein Freund jetzt auch noch einen Job annehmen würde wo er auch nur 100€ verdient würden die es dann anrechnen weil ich ja auch schon Arbeiten gehe oder haben beide die möglichkeit 100€ dazu zuverdienen ohne das das Amt es anrechnet???lg Steffi

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8 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(31102 Beiträge, 16644x hilfreich)

Hi,

die 100 Euro gelten pro Arbeitnehmer, nicht pro Haushalt.

Gruß vom mümmel

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1x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
AxelK
Status:
Philosoph
(12830 Beiträge, 4361x hilfreich)

@Steffi:

quote:
oder haben beide die möglichkeit 100€ dazu zuverdienen ohne das das Amt es anrechnet?


Ihr dürft auch jeweils mehr als 100 Euro verdienen. Der Mehrbetrag wird dann zu 80% (bis 800 Euro) auf die Leistungen angerechnet. Ansonsten hat @muemmel Recht.

Je nach Alter dürfen übrigens auch die Kinder dazu verdienen. Auch die haben jeweils ihren eigenen Freibetrag.

Gruß,

Axel

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"Ausführliche Infos zu ALG 2 auf meiner Website: http://www.axelkrueger.info"

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#3
 Von 
guest-12320.11.2011 16:22:04
Status:
Frischling
(20 Beiträge, 3x hilfreich)

@Axel bei den 80% die man dazu verdienen darf wird aber nen Teil angerechnter bis wieviel darf ich den verdienen wo das Amt mir nicht von dem Regelsatz abziehen darf ich meine um die 130€ sind das oder???lg Steffi

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1x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
AxelK
Status:
Philosoph
(12830 Beiträge, 4361x hilfreich)

@Steffi:

Eigentlich habe ich das doch bereits geschrieben. Aber nochmal ganz deutlich:

100 Euro bleiben anrechnungsfrei. Und zwar pro arbeitender Person.

Der Verdienst über 100 Euro, bis 800 Euro, bleibt darüberhinaus zu 20% anrechnungsfrei, oder andersrum - 80% werden angerechnet. Vom Verdienst zwischen 800 und 1.200 Euro(bei Alleinstehenden, bzw. 1.500 Euro bei Leistungsempfängern mit Kind, bleiben nochmal weitere 10% anrechnungsfrei.

Berechnungsgrundlage für den Freibetrag ist das Bruttoeinkommen. Abgezogen wird das anrechenbare Einkommen vom Nettoeinkommen.

Zur Verdeutlichen folgende Beispiele:

1. LE verdient regelmäßig bis zu 100 Euro = keine Anrechnung.

2. LE verdient z.B. 800 Euro brutto/600 Euro netto = 240 Euro Freibetrag (100 + 140) = die Leistungen werden um 360 Euro (Nettoeinkommen - Freibetrag) reduziert.

3. LE verdient 1.000 Euro brutto/750 Euro netto = Freibetrag 260 Euro (100 + 140 + 20) = anrechenbarer Betrag 490 Euro.

Gruß,

Axel

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#5
 Von 
guest-12320.11.2011 16:22:04
Status:
Frischling
(20 Beiträge, 3x hilfreich)

@ Axel jetzt habe ich es verstanden!!!Und wie ist das eigentlich mit dem Kindergeld das wurde ja jetzt um 20 pro Kind erhöht also bei den ersten beiden Kindern,also bei uns sind den 40€ erhöhung darf das Amt komplett die 40€ anrechnen weil ich immer dachte man darf nur die hälft pro Kind??lg Steffi

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1x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
AxelK
Status:
Philosoph
(12830 Beiträge, 4361x hilfreich)

Steffi,

Kindergeld wird leider in voller Höhe angerechnet. Das gilt auch für die Erhöhung. Im Gegensatz zur letzten Erhöhung Anfang 2009 gibt es diesmal auch keine Übergangsfrist.

Ich persönlich habe inzwischen gegen die Anrechnung der KG-Erhöhung Widerspruch eingelegt sowie bezgl. der Anrechnung insgesamt einen Überprüfungsantrag gestellt. Beides wird mit Sicherheit, auf Grund der geltenden Rechtslage, abegelehnt. Ich werden dennoch dagegen klagen und bereite mich langsam aber sicher auf den Weg vor's Bundesverfassungsgericht vor. Ich empfinde nämlich die Anrechnung des Kindergeldes als in höchstem Maße ungerecht. Schließlich soll es sich um eine Leistung zur Förderung der Familie handeln und nicht um eine Leistung zur Existenzsicherung.

Gruß,

Axel

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"Ausführliche Infos zu ALG 2 auf meiner Website: http://www.axelkrueger.info"

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#7
 Von 
guest-12320.11.2011 16:22:04
Status:
Frischling
(20 Beiträge, 3x hilfreich)

@Axel
danke dir ja na klasse also haben wir als ALG2 empfänger nichts von der KGerhöhung und sind halt wieder die dooofen die nichts haben davon!!!Aber irgendwie ungerecht bei den Leute die eh schon genug haben wird nichts angerechnet und die die wenig haben so wie ich rechnen die es an wo bleibt da die gerechtigkeit:-((((
aber soll das ALG2 nicht auch erhöht werden,meine was gehört zu haben??!!
lg Steffi

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#8
 Von 
AxelK
Status:
Philosoph
(12830 Beiträge, 4361x hilfreich)

Steffi,

quote:
aber soll das ALG2 nicht auch erhöht werden,meine was gehört zu haben?


Ich weiß nicht, was Du da gehört hast; eine Erhöhung der Regelleistungen ist derzeit definitiv nicht geplant. Entsprechende Anträge wurde vor kurzem erst im Bundestag abgelehnt.

Allerdings steht noch die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes aus, die voraussichtlich im Januar fallen wird. Und in der Konsequenz dieser Entscheidung ist dann durchaus eine (erzwungene) Regelleistungserhöhung möglich. Wenn Du davon für die Vergangenheit partizipieren willst, dann muss unbedingt noch vor dem Urteil ein Überprüfungsantrag gestellt werden. Ein entsprechendes Muster ist z.B. hier zu finden:

http://www.tacheles-sozialhilfe.de/aktuelles/2009/Rueckwirkend_Ansprueche_Sichern.aspx

Gruß,

Axel

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