BAföG - Darf ich in Aktien/ETF investieren?

1. September 2023 Thema abonnieren
 Von 
Hendrik2214
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
BAföG - Darf ich in Aktien/ETF investieren?

Guten Tag,

ich hätte eine Frage bezüglich BAföG. Ich habe einen BAföG-Antrag gestellt (wurde noch nicht genehmigt, wird derzeit noch bearbeitet) und mein aktuelles Vermögen angegeben.

Da ich weder ein Auto noch ein Haus besitze, ist mein Vermögen nicht besonders hoch. Jetzt möchte ich jedoch monatlich einen kleinen Betrag von etwa 50-100€ in meine Zukunft investieren. Muss ich dies dem BAföG-Amt melden, oder wird es automatisch mitgeteilt? Oder spielt es bei solchen Kleinbeträgen keine Rolle? Mein Gesamtvermögen übersteigt die 15.000€ nicht.

Vielen Dank für eure Hilfe im Voraus!

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11 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(31611 Beiträge, 5580x hilfreich)

Zitat (von Hendrik2214):
Muss ich dies dem BAföG-Amt melden,...oder wird es automatisch mitgeteilt?
2x Nein.
*AUSGABEN* müssen nicht gemeldet oder mitgeteilt werden.

Mitzuteilen ist *Einkommen*, dafür gibt es ein Formular 07, Aktualisierung des Einkommens. Das kann zB nötig sein, wenn du später einen Job neben deiner Ausbildung hast und daraus Lohn/Einkommen beziehst.

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#2
 Von 
Kalanndok
Status:
Student
(2236 Beiträge, 349x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Mitzuteilen ist *Einkommen*, dafür gibt es ein Formular 07, Aktualisierung des Einkommens.


Da werden dann aber die ETFs doch wieder relevant.
Denn entweder zahlen die jährlich ihre Erträge aus oder sie thesaurieren sie, was sich in Werterhöhungen niederschlägt.
Beides ist jedoch meiner Meinung nach Einkommen.

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#3
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(31611 Beiträge, 5580x hilfreich)

Zitat (von Kalanndok):
Da werden dann aber die ETFs doch wieder relevant.
Ja, wenn der TE seine erste Formular-07-Erklärung macht, und sieht, was aus der Geldanlage wurde, kann er gern wieder fragen...
Kapitalertrag ist Einkommen.
Ich wollte den BAföG-Neuling nicht überfrachten. Noch ist nicht einmal sein Antrag bewilligt. Oft werden noch Nachweise/Unterlagen/Erklärungen von der BAföG-Stelle gefordert...bevor dann endlich bewilligt und geleistet wird :wink:

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

1x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Hendrik2214
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Anami):
2x Nein.
*AUSGABEN* müssen nicht gemeldet oder mitgeteilt werden.

Mitzuteilen ist *Einkommen*, dafür gibt es ein Formular 07, Aktualisierung des Einkommens. Das kann zB nötig sein, wenn du später einen Job neben deiner Ausbildung hast und daraus Lohn/Einkommen beziehst.



Vielen dank für Ihre Rückmeldung, also wäre es in Ordnung, wenn ich mich bei einem Broker registriere und monatlich einen Sparplan von 50-100 Euro in thesaurierende ETFs investiere. Sollte ich dann angeben, dass ich mit dem Investieren in ETFs begonnen habe, erst nachdem mein Bafög-Antrag akzeptiert wurde, oder erst zu einem späteren Zeitpunkt, wenn ich tatsächlich Gewinne erzielt habe, beispielsweise durch gestiegene Aktienwerte? Oder ist das für die Bafög-Stelle bei solch geringen Beträgen eher unerheblich?
Es ist wichtig zu beachten, dass ich das Geld vom Bafög eigentlich für diesen Zweck verwende. Das bedeutet, dass es sich nicht um zusätzliche Einnahmen handelt, die ich generiere, sondern vielmehr um eine Umschichtung von meinem Bankkonto zum Broker.

-- Editiert von User am 1. September 2023 21:36

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#5
 Von 
TazDummchen
Status:
Schüler
(184 Beiträge, 50x hilfreich)

Wenn du aus deinem dem Amt bereits per Antrag mitgeteiltem Vermögen etwas anderes kaufst, wie bsp. ETF-Anteile, dann ensteht dadurch erst einmal weder zusätzliches Vermögen noch weiteres Einkommen. Extra melden musst du das folglich nicht.

Änderungen deines Vermögens, die sich aus schwankenden Kursen für die ETFs ableiten, musst du nicht melden. Wie sollte das sonst aussehen - minütliche, stündliche, tägliche Veränderungsmitteilungen?

-- Editiert von User am 2. September 2023 12:38

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(31611 Beiträge, 5580x hilfreich)

Zitat (von Hendrik2214):
also wäre es in Ordnung,
Sag mal bitte...was verstehst du nicht an *AUSGABEN*?
Was du wann von deinem Vermögen oder von Teilen deiner BAföG-Leistung ausgibst oder wem du die ungeheure Summe anvertraust, interessiert doch das Amt nicht. Es will aber in Zeitabständen relevante Einkommen erklärt haben, um zu prüfen, ob du noch leistungsberechtigt bist.
Zitat (von Hendrik2214):
Sollte ich dann angeben,
Nochmal Nein. Bitte schau dir das BAföG-Formular 07 in Ruhe an.

Verstehst du *Kapitalertrag bzw. Einkünfte aus Kapitalvermögen* auch nicht? Bitte google das mal.

Zitat (von Hendrik2214):
Es ist wichtig zu beachten, dass ich das Geld vom Bafög eigentlich für diesen Zweck verwende.
Das ist unwichtig. Mit 50-100,- mtl. willst du deine Zukunft sicherer machen? Ja, manche glauben tatsächlich, dass das klappt. :grins:
Zitat (von Hendrik2214):
Das bedeutet, dass es sich nicht um zusätzliche Einnahmen handelt, die ich generiere, sondern vielmehr um eine Umschichtung von meinem Bankkonto zum Broker.
NÖ. Du irrst dich gewaltig.

Darf ich fragen, welche Art von BAföG du beantragt hast?


Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
TazDummchen
Status:
Schüler
(184 Beiträge, 50x hilfreich)

Zitat (von Anami):
NÖ. Du irrst dich gewaltig.
Nö, du irrst dich.

Vermögensumschichtungen sind nicht meldepflichtig. Steigende Kurswerte der ETF (falls sie nicht fallen) sind keine Kapitalerträge, sondern stellen sich änderndes Vermögen dar (schwankender Verkehrswert). Solange nicht verkauft wird, interessieren sich die Ämter nur für die jährliche Steuerbescheinigung des Brokers. Die Vermögensgrenze beim BAFÖG gilt es im Blick zu behalten.

-- Editiert von User am 2. September 2023 17:50

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#8
 Von 
Nana71
Status:
Praktikant
(981 Beiträge, 108x hilfreich)

Zitat (von Hendrik2214):
Es ist wichtig zu beachten, dass ich das Geld vom Bafög eigentlich für diesen Zweck verwende.


Nö, das ist nicht wichtig, denn wofür du das Geld ausgibst, ist allein deine Angelegenheit.

Signatur:

Ich gebe lediglich meine Meinung wieder - Rechtsberatung gibt es gegen Bezahlung beim Anwalt.

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
cirius32832
Status:
Senior-Partner
(6935 Beiträge, 1461x hilfreich)

Ich würde es ja mit einem ordentlichen, beim Bafög Amt angegebenen (wenn es denn genehmigt ist) Nebenjob probieren

Signatur:

https://www.antispam-ev.de

0x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
altona01
Status:
Weiser
(17802 Beiträge, 8067x hilfreich)

Finde es super, dass du so jung mit Investitionen beginnst! Das ist der beste Weg, um später gut ausgesorgt zu haben. :rock:

Signatur:

Nur wer sich bewegt, hört seine Ketten rasseln.

0x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(31611 Beiträge, 5580x hilfreich)

Zitat (von altona01):
Finde es super, dass du so jung mit Investitionen beginnst! Das ist der beste Weg, um später gut ausgesorgt zu haben
1. Woher weißt du, dass der TE so jung ist
2. Wer garantiert jetzt dem TE, dass er später gut ausgesorgt hätte.

Frühestens in 1 Jahr wird er eine Einkommenserklärung für das BAföG-Amt zu machen haben.


Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

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