BSG Urteil vom 28.05.2019, Kosten für Begleitkinder bei Mutter-Kind-Kur

10. März 2020 Thema abonnieren
 Von 
hola02
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
BSG Urteil vom 28.05.2019, Kosten für Begleitkinder bei Mutter-Kind-Kur

Hallo, ich bin privat versichert und beihilfeberechtigt. Meine minderj. Kinder sind gesetzlich familienversichert über den Kindsvater. Die AOK lehnt eine Kostenübernahme für beide Kinder ab, da ich privat, die Kinder gesetzlich versichert sind. Von der Kurklinik wurde mir nun gesagt, dass diese Auslegung nur bei gesunden Begleitkindern gilt. Wenn die Kinder behandlungsbedüftig mit mir zur Kur fahren, ist vorrangig die AOK für die Kostenübernahme zuständig. Ich möchte in Widerspruch gehen, weiß aber nun nicht, welche Aussage stimmt. Vielleicht können Sie mir hier weiterhelfen. Danke und viele Grüße Anke

Bescheid anfechten?

Bescheid anfechten?

Ein erfahrener Anwalt im Sozialrecht gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Ein erfahrener Anwalt im Sozialrecht gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Kostenlose Einschätzung starten Kostenlose Einschätzung starten



4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
fb367463-2
Status:
Schlichter
(7422 Beiträge, 3095x hilfreich)

Sind die Kinder denn krank oder nicht?

-- Editiert von fb367463-2 am 10.03.2020 16:39

Signatur:

"Valar Morghulis"

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
drkabo
Status:
Weiser
(16791 Beiträge, 9393x hilfreich)

Ein Widerspruch dürfte aussichtslos sein.
Haben Sie das Urteil des BSG ganz durchgelesen?

Kurzfassung:
- Wenn das Kind selbst gesund ist, muss die gesetzliche Versicherung des Kindes nichts zahlen, weil das Kind nicht behandelt wird.
- Wenn das Kind selbst behandlungsbedürftig ist, darf es keine Mutter-Kind-Kur sein. Denn nach der gesetzlichen Regelung ist es Merkmal einer Mutter-Kind-Kur, dass die Mutter behandelt wird und das Kind nur Begleitung ist. Eine Mutter-Kind-Kur mit behandlungsbedürftigem Kind ist quasi unzulässig.
Wenn das Kind behandlungsbedürftig ist, muss eine Kur für das Kind beantragt werden (in einer Kinderkurklinik, die auf die Erkrankung des Kindes spezialisiert ist - und nicht in einem Erholungsheim für Mütter), wo die Mutter dann Begleit-Elternteil sein kann (ohne Behandlung der Mutter).


-- Editiert von drkabo am 11.03.2020 17:05

Signatur:

Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
hola02
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Beide Kinder sollen als behandlubgsbedürftig mitfahren.

Vielen Dank für die Antworten.

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
drkabo
Status:
Weiser
(16791 Beiträge, 9393x hilfreich)

Dann müssen Sie die Mutter-Kind-Kur absagen und bei der gesetzlichen Krankenversicherung der Kinder für jedes Kind eine Kind-Kur beantragen. Wenn die bewilligt wird, können Sie als Begleit-Elternteil mitfahren, bekommen selbst aber keine Behandlung.

Eine Kur, bei der Eltern und Kinder in der gleichen Klinik behandelt werden ist im deutschen Gesundheitssystem nicht vorgesehen. Entweder ist es eine Kur für die Mutter mit Begeit-Kindern oder eine Kur für die Kinder mit Begleit-Elternteil.

Signatur:

Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.

0x Hilfreiche Antwort

Und jetzt?

Für jeden die richtige Beratung, immer gleich gut.
Schon 271.472 Beratungen
Anwalt online fragen
Ab 30
Rechtssichere Antwort in durchschnittlich 2 Stunden
109.661 Bewertungen
  • Keine Terminabsprache
  • Antwort vom Anwalt
  • Rückfragen möglich
  • Serviceorientierter Support
Anwalt vor Ort
Persönlichen Anwalt kontaktieren. In der Nähe oder bundesweit.
  • Kompetenz und serviceoriente Anwaltsuche
  • mit Empfehlung
  • Direkt beauftragen oder unverbindlich anfragen
Alle Preise inkl. MwSt. zzgl. 5€ Einstellgebühr pro Frage.

Jetzt Anwalt dazuholen.

Für 60€ beurteilt einer unserer Partneranwälte diese Sache.

  • Antwort vom Anwalt
  • Innerhalb 24 Stunden
  • Nicht zufrieden? Geld zurück!
  • Top Bewertungen
Ja, jetzt Anwalt dazuholen
Wurde Ihr Pflegegrad zu niedrig eingestuft?
Wir schreiben Ihre Widerspruchsbegründung. Dabei entstehen für Sie keine Kosten.