Bewilligung zur Kostenübernahme für das Seniorenheim

18. Oktober 2019 Thema abonnieren
 Von 
loera
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Bewilligung zur Kostenübernahme für das Seniorenheim

Hallo,

meine Mutter hat folgendes Problem: Sie betreut ihre Mutter (90 Jahre alt) und pflegt sie zuhause. Nervlich macht sie das nur noch krank weil das sehr anstrengend ist und das Verhältnis auch nicht das Beste ist. Meine Oma hat letztes Jahr ihr Haus verkauft und 30.000 Euro bekommen, das sie unter anderem dafür benutzt hat um in dem Haus zur Miete weiter wohnen zu können. Nachdem das eine Weile gut geklappt hat, hat sie sich irgendwann dazu entschieden doch ins Altersheim zu gehen. Da war sie dann paar Monate bis das Geld irgendwann weg war. (Beerdigung im Voraus schon von dem Geld bezahlt, die ganze Miete in der Zeit, in der sie noch nicht im Altersheim war etc.) Da sie in der Zwischenzeit aber auch für generelle Dinge schon ein wenig Geld hier und da gelassen hat, (was man durch Belege natürlich nicht nachweisen kann, wo das Geld hingegangen ist, weil man vorher nicht wusste, dass man alles haargenau nachweisen können muss,) sagt die Kreisverwaltung, dass sie die Kosten für meine Oma nicht übernehmen wollen, weil meine Mutter nicht nachweisen kann, wo das Geld geblieben ist, und ist somit gezwungen gewesen meine Oma bei sich aufzunehmen. Sie sind sogar so weit gegangen meiner Mutter zu unterstellen, dass sie das Geld genommen hat, was nicht stimmt und was sie auch gar nicht darf, da sie Hartz4 bezieht, weil sie chronisch krank ist.
Darf die Kreisverwaltung das überhaupt ablehnen? Seit Monaten drücken die sich davor, sich zurückzumelden und ständig wird man hingehalten. Sämtliche Pflegegelder sind schon verbraucht, sodass sie bald theoretisch auf die Straße gesetzt werden müsste.

mit freundlichen Grüßen

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7 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(32892 Beiträge, 5760x hilfreich)

Zitat (von loera):
und pflegt sie zuhause.
Zitat (von loera):
irgendwann dazu entschieden doch ins Altersheim zu gehen.
Zitat (von loera):
und ist somit gezwungen gewesen meine Oma bei sich aufzunehmen.
Zitat (von loera):
was sie auch gar nicht darf, da sie Hartz4 bezieht, weil sie chronisch krank ist.
Zitat (von loera):
sodass sie bald theoretisch auf die Straße gesetzt werden müsste.


Sorry, aber es fällt mir sehr schwer, hier zu lesen, wo die Oma denn nun lebt.
Du solltest bitte geordnet nach Zeit und Ort aufschreiben.
Pflegegeld für die Pflege zu Hause kommt jeden Monat. Von der Pflegekasse/Krankenversicherung. Die können nicht verbraucht sein.
Es wird weder theoretisch noch praktisch eine 90 jährige Oma auf die Straße gesetzt.

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#2
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(121751 Beiträge, 40057x hilfreich)

Zitat (von loera):
Sie betreut ihre Mutter (90 Jahre alt)

Ist sie gerichtlich bestellte Betreuerin?
Wer hat die Anträge gestellt?



Zitat (von loera):
pflegt sie zuhause.

Zitat (von loera):
sodass sie bald theoretisch auf die Straße gesetzt werden müsste.

Was denn nun? Heim oder zu Hause,wo ist sie nun?



Zitat (von loera):
weil meine Mutter nicht nachweisen kann, wo das Geld geblieben ist,

Warum sollte sie das müssen?


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#3
 Von 
loera
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo und danke für die Antworten

momentan lebt sie für 30 Tage im Altenheim aufgrund Kurzzeitpflege + Verhinderungspflege. Wäre diese Zeit um, müsste sie theoretisch wieder zurück zu meiner Mutter.

Gerichtlich bestellte Betreuerin ist sie nicht, allerdings gibt es eine Betreuungsverfügung über meine Oma.

Das Amt will aufgrund des Geldes, was nicht nachweisbar ist wo es geblieben ist, die Kosten für den Platz im Altenheim nicht übernehmen. Die gehen davon aus, dass das Geld noch irgendwo ist oder irgendeiner genommen hat und man könnte das dann davon bezahlen. Aber man kanns weder beweisen, noch ist das Geld noch irgendwo vorhanden und es wird nur spekuliert bzw. unterstellt, man hätte es unterschlagen und deshalb wird sich geweigert das zu übernehmen.

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(121751 Beiträge, 40057x hilfreich)

Zitat (von loera):
allerdings gibt es eine Betreuungsverfügung über meine Oma.

Ist die gültig?

Wer hat wann welche Anträge worauf genau gestellt?
Gab es Bescheide bezüglich der Anträge?


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(32892 Beiträge, 5760x hilfreich)

Zitat (von loera):
Das Amt will
Bitte schreib doch einfach mal ab , was das Amt genau schreibt. Oder stelle das Schreiben anonymisiert hier rein.

Ich verstehe zwar den Sinn und den Hintergrund des Problems, aber man sollte amtliche Schreiben ganz genau mehrmals und auch die Rückseiten lesen.
Damit man erfährt, was das Amt bis wann haben will.
Damit man weiß, was man selber dafür oder dagegen tun kann.

Pflegegelder---- können nicht sämtlich verbraucht sein. Bitte frag deine Mutter, welche *Gelder* die Oma von wem jeden Monat erhält.

Das mit den Belegen des schon verbrauchten/versteckten Geldes--- wird später hier gelöst/erklärt.

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#6
 Von 
fb367463-2
Status:
Schlichter
(7422 Beiträge, 3095x hilfreich)

Man sollte immer bei der Wahrheit bleiben. Wenn die Oma, sagen wir ab 1.1.2018 für das verkaufte Haus Miete zahlen mußte, kann man das ja anhand der Überweisungen feststellen. Ebenfalls eine im Voraus bezahlte Beerdigung. Aber selbst wenn man für Mieten und Beerdigung insgesamt 20.000 Euro ansetzt (was wohl viel zu hoch gegriffen ist, da die Oma offenbar erst "im Laufe des letzten Jahres verkauft hat und das Geld reinkam), dann wären immer noch mindestens 10.000 Euro übrig. Die sind nicht mit

Zitat (von loera):
ein wenig Geld hier und da gelassen
abgefrühstückt.

In so fern sollte man sich durchaus mal Gedanken machen, wo das Geld geblieben ist. Im Allgemeinen bekommt man ja Rechnungen oder Gegenwerte - Rechnungen kann man vorlegen.

Signatur:

"Valar Morghulis"

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
Loni12
Status:
Bachelor
(3628 Beiträge, 578x hilfreich)

Eine Beerdigung und eine Mietvorauszahlung kosten keine 30 000 €. Wenn dafür 10 000 € verwendet wurden, dürfte das großzügig berechnet sein. Und kann auf Kontoauszügen nachgewiesen werden.

Und bei einer Betreuungsverfügung muss die Mutter ja jährlich eine Aufstellung machen und dem Betreuungsgericht geben, auch wenn sie keine amtlich bestellte Betreuerin ist.

Oder hat sie eine Versorgungsvollmacht, dann entfällt der Nachweis an das Gericht.

Die Oma bekam sicher nur ein Taschengeld im Heim, damit konnte sie kleine Geschenke machen, aber in der kurzen Zeit nicht so viel Geld verbrauchen.
Es ist für mich schon nachvollziehbar, wenn das Amt nachfragt und vor allem, da es keine Belege für die Ausgaben gibt.
Es ist kaum anzunehmen, dass die Oma viel Bargeld Zuhause oder im Heim hatte und es somit ausgeben konnte.

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