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Dahlensvereinbarung mit Eltern - ALG II Bezug

 Von 
müllermilch
Status:
Schüler
(336 Beiträge, 112x hilfreich)
Dahlensvereinbarung mit Eltern - ALG II Bezug

Hallo, wie kann man einen Dahrlensvertrag mit den Eltern vereinbaren, ohne dass das erhaltene Geld als Vermögen/Einkommen angerechnet wird.
Zur Sache:
Ich hatte einen ALG II Antrag gestellt. Wie üblich dauerte das recht lang und das Geld reichte nicht um Miete und feste anfallende Kosten zu bergleichen. Man hat mir dann Geld überwiesen, welches ich nach erhalt des ALG II zurückzahlen sollte. Einen Teil habe ich auch dann nach Erhalt zurückzahlen können. Leider war mein von mir errechneter Anspruch höher und deshalb hatte ich nicht alles erhalten. Dies wird derzeit nachberechnet.
Jetzt werden die Kontoauszüge erbeten und natürlich erscheinen dann die EInzahlungen meiner Eltern.
Wie umgehe ich Probleme, bzw. die Anrechung als Einnahme?
Falls nötig, gibt es eine Darlehnsvereinbarung die mir diesbezüglich hilfreich ist?

Gruß Tom

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ALG Geld Kosten Eltern


7 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
guest-12309.11.2018 09:43:45
Status:
Lehrling
(1619 Beiträge, 538x hilfreich)

Die Darlehensvereinbarung muss eine Rückzahlungsverpflichtung enthalten. So könnte dort drinstehen, dass die nicht mehr unterhaltspflichtigen Eltern ein Darlehen in Höhe von y € für die Mietzahlung etc gewähren und dieses bis Datum z zurückzuzahlen ist.

Zitat (von müllermilch):
Falls nötig, gibt es eine Darlehnsvereinbarung die mir diesbezüglich hilfreich ist?

Das Thema ist etwas heikel, sodass das hier niemand gerne formulieren möchte. Erst recht nicht im Nachhinein.

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#2
 Von 
müllermilch
Status:
Schüler
(336 Beiträge, 112x hilfreich)

Ok, schade. Jedoch es ist natürlich bereits ein erheblicher Teil zurückbezahlt worden. Dies kann man auch am Kontoauszug erkennen. Im Betreff "Rückzahlung Darlehen" .
Hier geht es ja nicht um das "Faken" sondern um eine Vorbereitung auf das Gespräch. Aufgrund der Sachlage hatten wir schon eine Vereinbarung, mit Minizins, Zeitpunkt der Rückzahlung, Verwendungszweck.
Aber reicht das aus?
Gruß Tom

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#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(62369 Beiträge, 30612x hilfreich)

Zitat (von müllermilch):
Falls nötig, gibt es eine Darlehnsvereinbarung die mir diesbezüglich hilfreich ist?

Klar, die welche man getroffen hat.

Entweder war die korrekt oder nicht. Kann auch sein, das man die Anerkennung der Korrektheit erst vorGericht erstreiten muss.



Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#4
 Von 
müllermilch
Status:
Schüler
(336 Beiträge, 112x hilfreich)

Hallo, ok, in der Vereinbarung steht u.a., der Betrag, das Datum bis es zurückbezahlt werden muss, ein Minimalzins. Es wurde auch schon 1/3 des Betrages nach Erhalt des ALG II ausgeglichen. Wir hatten einen Zeitpunkt, ohne monatliche Raten, angegeben. Oder muss das eine Ratenzahlung sein?

Da ich noch eine Korrektur nach Einreichung der Lohnzettel erwarte rechne ich damit, dass ich dann mehr als 2/3 zurückzahlen kann. Im Vorfeld wusste ich schon was ich ca. als ALG II erhalte. Das Darlehn war unter dem ALG II und sollte es überbrücken bis letztlich die Auszahlung kam. Jedoch verlangt das JC vor der Korrektur des vorläufigen Bescheides die Kontoauszüge. Und ich glaube einfach, dass sie diese Gelegenheit nutzen, um das Darlehen als Einkommen sehen werden. Womit ich dann eben nicht das Darlehen so schnell ausgleichen kann.

Gruß Tom

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#5
 Von 
AxelK
Status:
Gelehrter
(11608 Beiträge, 3762x hilfreich)

@muellermilch:

Zitat:
Aufgrund der Sachlage hatten wir schon eine Vereinbarung, mit Minizins, Zeitpunkt der Rückzahlung, Verwendungszweck.

Also gab es ja bereits eine Darlehensvereinbarung. Nur eben nicht schriftlich, wass allerdings auch nicht zwingend erforderlich ist; also bezgl. der Wirksamkeit der getroffenen Vereinbarungen, meine ich.

Das Jobcenter wird natürlich etwas schriftliches verlangen, weil Du denen ansonsten viel erzählen kannst. Also das, was mündlich vereinbart war, in Schriftform fassen, von beiden Seiten unterscheiben lassen und beim Jobcenter einreichen. Dann wird man sehen, ob das Jobcenter das als ausreichend anerkennt oder nicht.

Wesentliche Bestandteile einer solchen Vereinbarung sind:

- Die Darlehenssumme und ggf. der Zeitraum über den das Darlehen in Teilbeträgen gewährt wird.
- Eine konkrete Rückzahlungsvereinbarung, entweder in einer Summe zum Stichtag X oder eben in monatlichen Raten.
- Die getroffene Vereinbarung darf nicht zu Lasten Dritter (des Jobcenters) gehen und den Eindruck erwecken, dass Darlehen müsse nicht zurückgezahlt werden, falls die beantragten Leistungen nicht gewährt werden.

Grundsätzlich ist ein Darlehen nicht als Einkommen zu berücksichtigen, wenn die Bedingungen passen.

Gruß,

Axel

Signatur:Ausführliche Infos zu ALG II finden Sie auf meiner Website: http://www.axelkrueger.info
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#6
 Von 
müllermilch
Status:
Schüler
(336 Beiträge, 112x hilfreich)

Hallo Axel vielen Dank. Was meinst du mit zu Lasten Dritter? Natürlich wollte ich das Darlehen größtenteils über die ALG2 Auszahlung zurückzahlen. ist dies schädlich? Den Teilbetrag habe ich über das Konto zurückbezahlt so dass dies auch zu erkennen ist. Den Rest wollte ich dann innerhalb des vorgegebenen Zeitraums über den kommenden Lohn ausgleichen bzw tilgen.

Gruß Tom

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#7
 Von 
müllermilch
Status:
Schüler
(336 Beiträge, 112x hilfreich)

Hallo Axel das war alles kein Problem die schriftliche Darlehensvereinbarung wurde anstandslos akzeptiert und es wurde nichts gekürzt vielen Dank Gruß Tom

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