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Eigenbemühung + Vorstellungsgespräch

 Von 
guest-12310.01.2013 12:24:31
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)
Eigenbemühung + Vorstellungsgespräch

Guten Tag!

wenn ich durch eine Eigenbemühung ein Vorstellungsgespräch bekomme, den Job aber ablehne (z.B. Gehalt), muss ich dann trotzdem mit einer Sperre von der Arge rechnen?
lLeider konnte ich dazu im Internet nur versch. Aussagen finden, u.a.

Eine Sanktion kan nes nur dann geben, wenn das Stellenangebot von der Arge kommt und eine Rechtsbehelfsbelehrung enthält..

Ist das so korrekt oder muss ich trotzdem mit einer Sanktion rechnen?

Vielen Dank!

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arg Job Sanktion Termin


11 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Blobb
Status:
Schüler
(327 Beiträge, 46x hilfreich)

Wenns ne eigendbemühung ist nd die Firma nicht in verbindung mit der ARGE steht sag ichs mal so:

Was die ARGE nicht weiss macht die ARGE nicht heiss.

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#2
 Von 
guest-12310.01.2013 12:24:31
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

hm, na ja von dem termin wußte die arge, da ich am selben tag einen termin dort hatte und diesen dann ja absagen musste...

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#3
 Von 
AxelK
Status:
Gelehrter
(11606 Beiträge, 3762x hilfreich)

Sanktionen gibt es jedenfalls nicht nur bei Ablehnung von Vermittlungsvorschlägen der ArGe, sondern eben immer dann, wenn der Hilfeempfänger schuldhaft handelt und dadurch keine Arbeit bekommt. Allein schon das fehlen der notwendigen Eigenbemühungen kann Sanktionen nach sich ziehen. Dieses gilt natürlich erst Rech für die Ablehnung eines Arbeitsangebotes, unabhängig davon, ob diese aus einer Eigenbemühung oder einem Vorschlag der ArGe herrührt.

Gruß,

Axel

-----------------
"Rechtschreibfehler dienen der allgemeinen Belustigung. Wer welche findet, darf sie gerne behalten."

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#4
 Von 
realmandozer
Status:
Praktikant
(544 Beiträge, 171x hilfreich)

scheinbar gibt es immer zu viel geld vom staat wenn man es sich leisten kann jobs abzulehnen ... :augenroll:

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#5
 Von 
Kasper22
Status:
Schüler
(361 Beiträge, 28x hilfreich)

Schließem ich Axel an. Und leider muss ich auch realmandozer etwas recht geben! Sie hätten da nen Job bekommen, wo sie zwar nicht die Welt verdient hätten, aber eben den Bezug von Sozialleitungen eingeschränkt hätten oder sogar gar nicht mehr im Bezug gewesen wären! Das ist für mich nicht nachvollziehbar, dass man da den einfacheren weg wählt und das Arbeitslosengeld einstreicht, als sich nach oben zu arbeiten.

Lediglich meine Meinug,
es grüßt, der Kasper

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#6
 Von 
guest-12310.01.2013 12:21:47
Status:
Frischling
(20 Beiträge, 1x hilfreich)

hm, also mal langsam zum einen sagte ich ja nicht das ich einen abgelehnt habe, zum anderen was das geld betrifft, 600-650 euro netto für einen job in dem es leider nicht selten ist mal so eben 10 stunden und mehr zu arbeiten, + wochenenden und schichtsystem, mal davon ab das ich zwar diesen beruf erlernt habe, aber gleichzeitig noch den betriebsbswirt (insg. 3 berufe + ausbilder) für diese branche gemacht habe, der diesbezüglich dann gar nicht erst berücksichtigt wird, man darf dann wohl auch mal darüber nachdenken evtl. ein angebot abzulehnen oder?

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#7
 Von 
AxelK
Status:
Gelehrter
(11606 Beiträge, 3762x hilfreich)

@saturanus:

Also ich für meinen Teil habe lediglich Deine Frage beantwortet und das nach bestem Wissen und Gewissen korrekt.

600 - 650 Euro (brutto oder netto?) für einen Vollzeitjob ist sicherlich viel zu wenig, grenzt an Ausbeutung und dürfte m.E. auch Grund genug sein, ein Jobangebot abzulehnen. Dieses solltest Du mit Deinem Fallmanager besprechen, bevor Du eine Entscheidung triffst.

Auch auf die Gefahr hin, dass jetzt von realmandozer und Kasper22 der große Aufschreib kommt: Ich bin der Meinung, dass man sich auch als Arbeitsloser nicht alles gefallen lassen muss und die Arbeitgeber nicht auch noch bei Ihrer menschenverachtenden Einstellungspraxis unterstützen muss, indem man jeden Job zu allen Bedingungen annimmt. Und 650 Euro für einen Vollzeitjob, für den offensichtlich eine entsprechende Qualifikation benötigt wird, und das auch noch im Schichtbetrieb, einschließlich Wochenendarbeit und Überstunden? Das ist eine Frechheit, soetwas überhaupt anzubieten. :zoff:

Gruss,

Axel


-- Editiert von AxelK am 16.01.2007 14:12:45

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#8
 Von 
altona01
Status:
Weiser
(16701 Beiträge, 7304x hilfreich)

Axel,
stimme dir voll und ganz zu!
Dachte ja auch mal, die Sklaverei wäre abgeschafft.

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#9
 Von 
AxelK
Status:
Gelehrter
(11606 Beiträge, 3762x hilfreich)

@hamburgerin:

Wie heißt es doch immer: Alles kommt irgendwann wieder. :cheers:

Gruß,

Axel

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"Rechtschreibfehler dienen der allgemeinen Belustigung. Wer welche findet, darf sie gerne behalten."

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#10
 Von 
Kasper22
Status:
Schüler
(361 Beiträge, 28x hilfreich)

Nene, ein Aufschrei kommt von mir nicht! Und 600-650 ist wenig! Wenn ich dran denk, dass ich aber mit meinem Anfangsjob (okay mittlerweile hat es sich stark verbessert) gerade mal auf 900 netto gekommen bin... da hatte ich auch zu knapsen! Und da war auch 50-55 Stundenwoche angesagt.

Aber manchmal grenzen die Jobangebote auch an Ausbeuterei! Daher schließ ich mich Axel an: mit dem Fallmanager reden und mal dessen Meinung einholen! ;)

:cheers:

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#11
 Von 
Knuba
Status:
Praktikant
(848 Beiträge, 158x hilfreich)

Also wenn man für diesen Job 600-650 EURO brutto verdient, springt die Arge meines Wissen, mit einem Zuschuß ein.

Eine Freundin hatte auch mal ein Angebot, wo sie für 35 Std. die Woche, 650 EURO brutto verdienen sollte. Ihr SB sagte ihr damals, dass sie einen Zuschuß erwarten könnte. Er sagte ihr, bis zu 750 EUR, andere sagen bis zur Höhe Deiner jetzigen Stütze.

Ist aber auch klar, dass es ein SCH.e.i.ß Gehalt ist und anstatt so etwas zu fördern, sollte man gegen solche Sklaventreiber vorgehen. Andere Freundin hat jetzt einen Job als Chefsekretärin angenommen. Das Gehalt, welches sie dafür bekommen sollte, ist bis zu 48,000 Euro im Jahr für 13 Gehälter. Bekommen wird sie nicht mal 30,000.

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" :wipp: "

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