Eigenkündigung mit 58 Jahren

12. August 2019 Thema abonnieren
 Von 
Egalität
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)
Eigenkündigung mit 58 Jahren

Hallo,

ich habe meine Frage schon an die AA gerichtet und bis heute keine Antwort bekommen.
Hoffe das man meine Frage hier beantworten kann.

Also los, ich bin 58.Jahre alt und 12.Jahre im Unternehmen tätig.
Nun möchte meinen Job kündigen.

Mit 58.Jahren habe ich einen Anspruch auf 24.Monate ALG1, durch meine Eigenkündigung bekomme ich eine Sperrzeit von 6.Monaten (1/4 des Anspruchs auf ALG1). Somit kommt § 161 Abs.1 Nr. 2 SGB III ins Spiel, der besagt das bei einer Sperrzeit >21.Wochen der Anspruch auf ALG1 entfällt.
Die Folge ist dann bei Eigenkündigung mit >58.Jahren kein ALG1.

Meine Frage ist nun ob meine Schlussfolgerungen korrekt sind?

Danke

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8 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Mr.Cool
Status:
Richter
(8432 Beiträge, 3443x hilfreich)

Sehe ich nicht so. Da wird etwas falsch interpretiert und es kommt auf die Gründe der Kündigung an. Das hat auch Auswirkungen auf die Sperrzeit. Man kann auch mit 60 selbst kündigen ohne Sperrzeiten.

Signatur:

Vernunft ist wichtiger als Paragraphen

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#2
 Von 
smogman
Status:
Student
(2338 Beiträge, 735x hilfreich)

Die Sperrzeit bei Eigenkündigung beträgt doch nur 12 Wochen (§ 159 Abs.3 S.1 SGB III ), weshalb § 161 SGB III hier meiner Meinung nach keine Rolle spielt. Woher kommt dieser Wert von einem Viertel?

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#3
 Von 
Egalität
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

@ smogman

Sperrzeit beiEigenkündigung ohne Grund 12.Wochen wenn mann Anspruch auf 12.Monate ALG1.
Dies ist 1/4 des Anspruchs auf ALG1, bei 24.Monaten sind dies 24.Wochen.

@Mr.Cool
Eigenkündigung ohne Grund

-- Editiert von Egalität am 12.08.2019 13:08

-- Editiert von Egalität am 12.08.2019 13:11

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#4
 Von 
Mr.Cool
Status:
Richter
(8432 Beiträge, 3443x hilfreich)

Die max. Sperrfrist ist m.E. max 12 Wochen und der angeführte § eine Regelung für kumulierte Straf-Sperren. Das sollte sogar im Portal der AA nachlesbar sein. Man kann sich auch im Portal registrieren und Anfragen stellen.

Signatur:

Vernunft ist wichtiger als Paragraphen

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#5
 Von 
Egalität
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Merkblatt fürArbeitslose s.56 (der AA)

Auszug:

... Ihre An­spruchsdauer vermindert sich außerdem um die Tage der Sperrzeit, bei einer zwölfwöchigen Sperrzeit wegen Arbeitsaufgabe mindestens um ein Viertel (z.B. bei einer Anspruchsdauer von 18 Monaten um 4,5 Mo­nate). Die Anspruchsdauer wird nicht gemindert, wenn die Sperrzeit früher als ein Jahr vor der Erfüllung der Voraussetzungen für den Anspruch auf Arbeitslosengeld eingetreten ist.

Ergo Anspruchdauer 24 Monate = 6 Monate Sperrzeit = 24 Wochen = kein ALG1 weil >=21 Wochen Sperrzeit

meine Sichtweise



-- Editiert von Egalität am 12.08.2019 13:58

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#6
 Von 
dummfragerin
Status:
Praktikant
(646 Beiträge, 311x hilfreich)

Meine Meinung:
- Sperrzeit = Am Anfang des Bezugs
- Verminderung des Anspruchs = das ALG läuft früher aus = Am Ende des Bezugs

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#7
 Von 
MurphysLaw
Status:
Beginner
(147 Beiträge, 42x hilfreich)

Zitat (von Egalität):

@Mr.Cool
Eigenkündigung ohne Grund


Und es gibt absolut keine Beweggründe, nach 12 Jahren Betriebszugehörigkeit und mit 58 Jahren, seinen Job zu kündigen?? Ist für mich schwer vorstellbar ....


-- Editiert von MurphysLaw am 12.08.2019 15:58

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#8
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(26680 Beiträge, 4958x hilfreich)

Zitat (von Egalität):
Meine Frage ist nun ob meine Schlussfolgerungen korrekt sind?
Nein, sind sie nicht.
Zitat (von Egalität):
meine Sichtweise
Niemand hat mehr als 12 Wochen Sperrzeit zu schlucken.
Im Merkblatt:
Der Eintritt einer Sperrzeit bewirkt, dass Ihnen Arbeitslosengeld für die Dauer von zwölf Wochen – bei besonderen Tatbeständen drei oder sechs Wochen – nicht gezahlt werden kann.
Im Gesetz: § 159 SGB III

Im § 161 SGB III geht es um das Erlöschen des ALG-Anspruchs.

Du kündigst ohne wichtigen Grund, verhältst dich deshalb --versicherungswidrig--- und bekommst 12 Wochen Sperrzeit.
Dann 21 Monate ALG.

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

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