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Erwerbsminderungsrente Verhandlung

 Von 
Ruebezahl1
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 3x hilfreich)
Erwerbsminderungsrente Verhandlung

Hallo an die Experten,

habe folgendes Problem. Ich habe 2012 einen Antrag auf Erwerbsminderung gestellt.
Trotz Medikation geht es mir nicht so gut, das ich arbeiten könnte. Bin auch seit Mai 2011 krank geschrieben.
Die Rente wurde abgelehnt, auch der von mir eingelegte Widerspruch, so dass ich vor dem Sozialgericht eine Klage einreichte.
Jetzt hatte ich beim Gericht einen Termin zur „Erörterung der Rechts- und Sachlage." Dort wurde mir geraten, die Klage zurückzunehmen, weil es nur sehr wenige Befunde von der Zeit gibt. Die Befunde bescheinigen mir komischer Weise eine „den Umständen zufriedenstellende Gesundheit."
Da sich mein Gesundheitszustand ab Ende 2013 dramatisch verschlechterte überweist mich der Rheumatologe Ende April in eine Rheumaklinik.
Auf grund der vorliegenden Befunde empfahl man mir die Klage zurück zu ziehen, den Klinikaufenthalt abzuwarten um, falls keine Besserung eintritt, erneut einen Antrag auf EM zu stellen.
Dies wurde vom Anwalt der Rentenkasse vorgeschlagen.
Ich beziehe Hartz 4 und das Amt zahlt ab 01.01.2011 nicht mehr in die Rentenkasse ein, d.h ich hab in den letzten 5 Jahren keine 3 Jahre Beiträge zur Rentenversicherung gezahlt.
Meine Frage, kann ich wirklich einen neuen Antrag auf Rente stellen und warum soll ich die Klage zurückziehen. Was wären die Vor- bzw. Nachteile. Mein Anwalt vom Sozialverband schien mit der Situation auch überfordert, meinte nur das müsse ich entscheiden.
Geht es der Rentenkasse um die Nachzahlung EM Rente?
Ändert sich die Höhe der EMR bei einer erneuten Antragstellung?
Wäre schön wenn mir jemand raten könnte. Hab nur ein paar Tage Bedenkzeit bekommen.


Mit freundlichen Grüßen


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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Rente Antrag Frage Nachzahlung


2 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
AxelK
Status:
Gelehrter
(11979 Beiträge, 4006x hilfreich)

@Ruebezahl:

quote:
ich hab in den letzten 5 Jahren keine 3 Jahre Beiträge zur Rentenversicherung gezahlt.
Meine Frage, kann ich wirklich einen neuen Antrag auf Rente stellen

Zumindest die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen für die Gewährung einer Erwerbsminderungsrente sollte Dir der Anwalt des VdK allerdings beantworten können. Ich bin - völlig unverbindlich - der Meinung, dass ein erneuter Antrag, wegen Nichterfüllung der Wartezeit, von vornherein zum Scheitern verurteilt wäre.

quote:
Ändert sich die Höhe der EMR bei einer erneuten Antragstellung?

Wegen der zuletzt fehlenden Beitragszahlungen durchaus möglich.

quote:
Hab nur ein paar Tage Bedenkzeit bekommen.

Ob es Sinn macht, die Klage weiterzuverfolgen, wird Dir hier niemand beantworten können, weil wir weder Juristen, noch Mediziner sind und die vorliegenden Befundberichte nicht kennen.

Wurde während des laufenden Verfahrens denn mal im Auftrag des Gerichts ein aktuelles medizinisches Gutachten erstellt? Das wäre ja mal die Mindestvoraussetzung, bevor das Gericht überhaupt entscheiden kann.

Gruß,

Axel

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"Ausführliche Infos zu ALG II finden Sie auf meiner Website: http://www.axelkrueger.info "

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#2
 Von 
Ruebezahl1
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 3x hilfreich)

Danke erstmal AxelK,

Zumindest die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen für die Gewährung einer Erwerbsminderungsrente sollte Dir der Anwalt des VdK allerdings beantworten können.

Nein konnte der VdK Anwalt nicht, ganz im Gegenteil, ich musste erst auf die Nichterfüllung der Wartezeit hinweisen.
Das Gericht meinte aber im Amtsdeutsch, eine erneute Antragstellung ist möglich auch bei Nichterfüllung der Wartezeit. Man Sprach von der 5/3 Regelung aber bei mir würde man dann eben "zurückrechnen", so hab ich das Amtsdeutsch verstanden. Z.B was ist der "Leistungsfall".

Ob es Sinn macht, die Klage weiterzuverfolgen...

Das ist mir schon klar aber vielleicht war jemand hier im Forum in ähnlicher Situation.

Wurde während des laufenden Verfahrens denn mal im Auftrag des Gerichts ein aktuelles medizinisches Gutachten erstellt?

Nein, wurde nie erstellt. Wie gesagt man stützt sich auf Befunde von 2012. Seit dem geht es mir dramatisch schlechter. Desswegen der Klinikaufenthalt( der Reuhmatologe kommt scheinbar auch nicht weiter).
Und genau diesen Klinikaufenthalt wollt das Gericht abwarten. Falls keine Besserung neuer Antrag.
Ich trau dem Frieden nicht. Wir der Befund der Kilnik nicht sowieso mit in die Verhandlung einfließen?
Ich habe mich entschieden das Verfahren laufen zu lassen, ein Neuantrag ist zu riskant.

MfG

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