Erwerbsminderungsrente bei psychischer Erkrankung?

16. März 2023 Thema abonnieren
 Von 
Greekmf01
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)
Erwerbsminderungsrente bei psychischer Erkrankung?

Hey mir geht’s psychisch sehr schlecht Depression auch alles mit dabei, habe nach erwerbsminderungsrente gefragt aber steht mir nicht zu da ich nicht 5 Jahre gearbeitet habe, kann man das trotzdem irgendwie beantragen oder andere Gelder bekommen ? Bin 22 Jahre alt männlich falls wichtig

liebe Grüße

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15 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
TazDummchen
Status:
Schüler
(187 Beiträge, 52x hilfreich)

Wovon lebst du denn zurzeit? Was ist dein aktueller Status?

Wenn die versicherungsrechtlichen Bedingungen, wie bspw. Vorversicherungszeit, nicht erfüllt sind, müsste gegebenenfalls entweder das Jobcenter oder das Sozialamt eine Prüfung deiner Erwerbsfähigkeit veranlassen. Letztlich könnte das finale Gutachten sogar von der Rentenversicherung kommen, selbst wenn du keinen Anspruch auf eine Erwerbsminderungsrente hast.

Im Vordergrund dürften aber zunächst Therapien stehen, falls möglich.

Eine teilweise oder vollständige Erwerbsminderung bitte nicht mit einer Arbeitsunfähigkeit verwechseln, die jeder niedergelassene Arzt attestieren kann.

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#2
 Von 
Greekmf01
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Ich warte momentan auf arbeitslosengeld, bin arbeitslos.
Also soll ich beim jobcenter anrufen und sagen ich kann nicht arbeiten und möchte erwerbsminderungsrente anfordern ?

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#3
 Von 
TazDummchen
Status:
Schüler
(187 Beiträge, 52x hilfreich)

Zitat (von Greekmf01):
Ich warte momentan auf arbeitslosengeld, bin arbeitslos
Also Arbeitslosengeld von der Arbeitsagentur gem. SGB III?

Zitat (von Greekmf01):
Also soll ich beim jobcenter anrufen und sagen ich kann nicht arbeiten und möchte erwerbsminderungsrente anfordern ?
Solltest du ausschließlich Alg von der Arbeitsagentur erhalten, sind Jobcenter und Sozialamt für dich zunächst nicht zuständig. Eine Erwerbsminderungsrente steht dir nach eigener Aussage nicht zu (Vorversicherungszeit zu kurz).

Empfehlung: Lass dich dauerhaft krankschreiben (AU-Bescheinigung) und therapieren. Dann wird die Arbeitsagentur irgendwann deine Erwerbsfähigkeit prüfen lassen.

-- Editiert von User am 16. März 2023 23:38

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#4
 Von 
Greekmf01
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Ja arbeitslosengeld von der Arbeitsagentur.
Ok wo kann ich mich dauerhaft krankschreiben lassen ?
Ich bin bei einem Psychiater der kann mich aber nicht dauerhaft krankschreiben lassen nur immer 2-3 Wochen

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#5
 Von 
TazDummchen
Status:
Schüler
(187 Beiträge, 52x hilfreich)

Ja, ich glaube der Arzt darf immer nur für max. 4 (?) Wochen eine AU-Bescheinigung ausstellen. Danach kann aber, soweit die AU immer noch besteht, eine Folgebescheinigung ausgestellt werden. Die Kette aus Folgebescheinigungen kann sich über Monate und Jahre hinziehen. So lange stehst du dem Arbeitsmarkt erst mal nicht zur Verfügung.

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#6
 Von 
Greekmf01
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Danke dir.
Oder kann ich nicht dem Arbeitsamt sagen das ich psychisch krank bin und nicht arbeiten kann?
Sodass sie mich in Ruhe lassen Zweckes Terminen und so ?

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#7
 Von 
MurphysLaw
Status:
Schüler
(178 Beiträge, 48x hilfreich)

Nein, so läuft das nicht. Das muss schon alles seine Richtigkeit haben.

Besprich das mit deinem Psychiater und lass dich zusammenhängend krank schreiben.
Diese ist ein wichtiger Grund, nicht zu Terminen zu müssen.
Manche Psychiater schreiben auch ein kleines Attest, dass der Patient auf nicht absehbare Zeit keine Termine im Jobcenter wahrnehmen kann.
Danach wird imho recht schnell der ärztliche Dienst eingeschaltet, welche dich dann begutachtet und u.U. dich "aus dem Verkehr" ziehen kann.

Bekommst du Medikamente und hast du schon einen Psychotherapeuten zwecks Therapie?

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#8
 Von 
Zuckerberg
Status:
Lehrling
(1909 Beiträge, 1138x hilfreich)

Das können Sie machen und das müssen Sie eigentlich sogar machen. Insbesondere über erfolgte "Krankschreibungen" von dem Arzt müssen Sie die Arbeitsagentur immer sofort informieren.

Allerdings ist es die Aufgabe der Arbeitsagentur, für ihre Kunden einen neue Arbeitsstelle zu finden. Wenn Sie gar nicht arbeiten können/wollen, dann brauchen Sie aktuell auch keine neue Arbeitsstelle. Die Arbeitsagentur ist dann nicht mehr zuständig für Sie und dann gibt es auch kein Geld von der Arbeitsagentur. Dasselbe gilt für das Jobcenter. Sie müssen sich dann an das Sozialamt Ihrer Stadt wenden. Dort wird dann Ihre Erwerbsminderung geprüft. Sie bekommen dann Geld vom Sozialamt, sodass es zum Leben reicht. Oft ist das aber weniger Geld als man Arbeitslosengeld von der Arbeitsagentur bekommen würde.

Mit 22 Jahren ist das Leben noch nicht vorbei. Mit der Hilfe von Ärzten und anderen Therapeuten geht es Ihnen bald hoffentlich etwas besser. Dann können Sie hoffentlich auch bald ein paar Stunden pro Woche arbeiten. Sobald es 15 Stunden pro Woche sein werden, die Ihnen möglich sind, dann sind auch wieder die Arbeitsagentur oder das Jobcenter zuständig für Sie.

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#9
 Von 
MurphysLaw
Status:
Schüler
(178 Beiträge, 48x hilfreich)

Zitat (von Zuckerberg):
Wenn Sie gar nicht arbeiten können/wollen, dann brauchen Sie aktuell auch keine neue Arbeitsstelle. Die Arbeitsagentur ist dann nicht mehr zuständig für Sie und dann gibt es auch kein Geld von der Arbeitsagentur. Dasselbe gilt für das Jobcenter. Sie müssen sich dann an das Sozialamt Ihrer Stadt wenden. Dort wird dann Ihre Erwerbsminderung geprüft. Sie bekommen dann Geld vom Sozialamt, sodass es zum Leben reicht. Oft ist das aber weniger Geld als man Arbeitslosengeld von der Arbeitsagentur bekommen würde.


Von nicht wollen kann bei einer Erkrankung wie Depressionen keine Rede sein!
Und solange der medizinische Dienst ihn nicht dauerhaft erwerbsunfähig bewertet, bekommt er, bei dauerhafter, ärztlicher Krankschreibung natürlich ALG und (wenn das ALG nicht den Bedarf deckt) Bürgergeld.
Das Jobcenter MUSS solange leisten, bis eindeutig geklärt ist (vom MD ODER der DRV), dass eine teilweise oder gar volle Erwerbsminderung vorliegt!
Erst damit kann überhaupt das Sozialamt Leistungen übernehmen!
Die JC versuchen es zwar gerne vorher mit Leistungseinstellungen, aber das ist nicht rechtlich!

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#10
 Von 
Zuckerberg
Status:
Lehrling
(1909 Beiträge, 1138x hilfreich)

Zitat:
Von nicht wollen kann bei einer Erkrankung wie Depressionen keine Rede sein!
Doch. Der Threadersteller will nicht.

Zitat:
Und solange der medizinische Dienst ihn nicht dauerhaft erwerbsunfähig bewertet, bekommt er, bei dauerhafter, ärztlicher Krankschreibung natürlich ALG
Das ist nicht richtig. Was soll "der medizinische Dienst" sein? Der Ärztliche Dienst der Arbeitsagentur? Ob die Arbeitsagentur diesen einschaltet oder nicht, ist ihr selbst überlassen. Die Arbeitsagentur kann ihre Überzeugung von der nicht gegebenen Arbeitsfähigkeit ihrer Kunden auch in rechtlich nicht zu beanstandender Weise auf andere Erkenntnisse stützen. Und wenn da ein Kunde durchgehend Krankschreibungen seines eigenen Arztes (!) vorlegt, welche totale Arbeitsunfähigkeit attestieren, dann darf die Arbeitsagentur sich dieser Einschätzung selbstverständliche ohne weiteres anschließen. Für eine gegenteilige Behauptung gibt es keinen Beleg im Gesetz.

In § 146 SGB 3 steht ganz unmissverständlich, dass es bei Arbeitsunfähigkeit nur für längstens sechs Wochen noch Arbeitslosengeld gibt. Und da kommt es auf die Arbeitsunfähigkeit an, nicht darauf, wer diese festgestellt hat. Und selbst wenn jetzt "der Medizinische Dienst" die Arbeitsunfähigkeit bestätigt: Dann wird aus der bereits feststehenden Arbeitsunfähigkeit nur eine noch mehr feststehende Arbeitsunfähigkeit. Dann sind wir wieder bei der im Gesetz genannten Grenze von 6 Wochen.

Zitat:
Das Jobcenter MUSS solange leisten, bis eindeutig geklärt ist (vom MD ODER der DRV), dass eine teilweise oder gar volle Erwerbsminderung vorliegt!
Das Jobcenter? Das ist doch aktuell gar nicht im Boot.

Und das Jobcenter muss ganz sicher nicht leisten, wenn zwischen den Beteiligten (zumindest den beteiligten Behörden) völlig unstreitig ist, dass der Betroffene nicht erwerbsfähig ist. Dann ergibt sich aus der fehlenden Erwerbsfähigkeit die Zuständigkeit eines anderen Trägers (Sozialamt?!) und dieser leistet dann. Problem gelöst.

Zitat:
Erst damit kann überhaupt das Sozialamt Leistungen übernehmen!
Unsinn. Das Sozialamt kann Jederzeit in eigener Verantwortung das Vorliegen seiner Leistungspflicht prüfen und bejahen. Insbesondere dann, wenn es zu Recht befürchtet, auf lange Sicht so oder so der Verantwortliche zu sein.

Zitat:
Die JC versuchen es zwar gerne vorher mit Leistungseinstellungen, aber das ist nicht rechtlich!
So pauschal gilt das ganz sicher nicht. Und wie immer gilt: Wo kein Kläger, da kein Richter. Solange sowohl der Betroffene als auch der bei Erwerbsunfähigkeit zuständige Träger genau wie das Jobcenter von fehlender Erwerbsfähigkeit ausgehen, besteht für eine Überprüfung dieser Einschätzung ganz einfach kein Anlass. Hier noch mit der Besonderheit, dass sich bei allseitig bestehender Einigkeit über die fehlende Erwerbsfähigkeit auch tatsächlich keine Leistungspflicht des Jobcenters ergibt.

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#11
 Von 
Greekmf01
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Danke euch, bin bisschen verzweifelt gerade

Wie kann ich mir am besten eine dauerhafte Krankschreibung holen?
Bei meinem Psychiater geht nur 2-3 Wochen
Einen anderen Psychiater suchen?

0x Hilfreiche Antwort

#12
 Von 
Schalkefan
Status:
Lehrling
(1276 Beiträge, 213x hilfreich)

Zitat (von Greekmf01):
Wie kann ich mir am besten eine dauerhafte Krankschreibung holen?
Bei meinem Psychiater geht nur 2-3 Wochen


Es gibt keine dauerhafte Krankschreibung.

Wenn hier von "dauerhafter Krankschreibung" die Rede ist, dann ist genau das gemeint: alle zwei bis drei Wochen zum Arzt gehen und eine Folge-Krankschreibung erhalten.

(Eventuell mal den Arzt bitten, die maximale Zeit von vier Wochen krank zu schreiben, dann musst du nur alle vier Wochen eine neue AU abholen)

-- Editiert von User am 17. März 2023 08:35

1x Hilfreiche Antwort

#13
 Von 
Loni12
Status:
Bachelor
(3527 Beiträge, 558x hilfreich)

Zitat (von Greekmf01):
Wie kann ich mir am besten eine dauerhafte Krankschreibung holen?
Bei meinem Psychiater geht nur 2-3 Wochen
Einen anderen Psychiater suchen?

Sieht ihr Psychiater die Situation wie sie? Die kurzen AUs sprechen offenbar dagegen.
Bevor es in ihrem Alter eine dauerhafte Krankschreibung gibt, werden genaue Untersuchungen, Test usw. erforderlich sein, vermutlich auch Klinikaufenthalte.
Gab es bereits Klinikaufenthalte, denn häufig gibt es danach Besserungen.
Auch eine Reha, wo ihre Erwerbsleistung getestet wird, könnte sinnvoll sein.
Es wurde vor einiger Zeit festgestellt, dass psychische Erkrankungen und Depressionen häufig besser werden, wenn man im Arbeitsleben eingebunden ist. Da ist Ablenkung vorhanden, was bei dauernden AUs häufig nicht der Fall ist.
Es gibt gemeinnützliche Vereine, wo oft Personen mit diesem Krankheitsbild stundenweise arbeiten. Nehme an, die AfA kann ihnen da Angebote unterbreiten.



-- Editiert von User am 17. März 2023 09:32

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#14
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38424 Beiträge, 13999x hilfreich)

Hier geht es doch offensichtlich um etwas anderes. Das Ziel ist, möglichst unbelästigt von Papierkram und was weiß ich sein Geld aus was für einem Topf auch immer zu bekommen. Und so funktioniert das System bei einem 22-jährigen nun mal nicht. Unbequemlichkeiten sind in Kauf zu nehmen.

wirdwerden

1x Hilfreiche Antwort

#15
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(32102 Beiträge, 5647x hilfreich)

Zitat (von Greekmf01):
Oder kann ich nicht dem Arbeitsamt sagen das ich psychisch krank bin und nicht arbeiten kann?Sodass sie mich in Ruhe lassen Zweckes Terminen und so ?
Das kannst du sagen. Dann zahlen sie dir kein Arbeitslosengeld. Was hast du denn im Antrag angegeben, wenn du jetzt auf ALG wartest?
Zitat (von Greekmf01):
Wie kann ich mir am besten eine dauerhafte Krankschreibung holen?
Bei meinem Psychiater geht nur 2-3 Wochen Einen anderen Psychiater suchen?
Gar nicht. Ärzte sind an die AU-Grenzen gebunden. Dauerhaft krank schreibt dich so schnell kein Arzt.
Bekommst du denn Krankengeld von der KK?
Zitat (von Greekmf01):
nur immer 2-3 Wochen
Und wie lange geht das schon? Hat der Psychiater dir noch keine Therapie vorgeschlagen?
Zitat (von TazDummchen):
Dann wird die Arbeitsagentur irgendwann deine Erwerbsfähigkeit prüfen lassen.
Ob der TE so lange ALG-berechtigt ist, bis die Arbeitsagentur prüft?
Wer nicht mind. 3 Std. täglich der Vermittlung zur Verfügung steht... bekommt vermutlich erstmal kein ALG.
Ob mit 22 Jahren und unbekannter Dauer der Gesamt-AU schon nach §145 SGB III geprüft wird?
Zitat (von Zuckerberg):
Dort wird dann Ihre Erwerbsminderung geprüft. Sie bekommen dann Geld vom Sozialamt, sodass es zum Leben reicht.
Das Sozialamt prüft keine Erwerbsminderung. Auch der MD nicht.
Zitat (von Zuckerberg):
wenn zwischen den Beteiligten (zumindest den beteiligten Behörden) völlig unstreitig ist, dass der Betroffene nicht erwerbsfähig ist.
Das tritt mE garantiert in absehbarer Zeit nicht ein.
Zitat (von MurphysLaw):
Das Jobcenter MUSS solange leisten,
Der TE erklärt evtl. noch, was er mit Arbeitslosengeld meint...?

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

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