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Falsche Angaben im Bafögantrag

 Von 
estrella1986
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Falsche Angaben im Bafögantrag

Sehr geehrte Damen und Herren,

heute hat meine Freundin einen Brief vom Bafögamt erhalten mit der Aufforderung ihre zu hohen Zinsen nachzuweisen. Sie ist nun total verzweifelt und weiß überhaupt nicht was sie jetzt tun soll.

Sie hat ihren Erstantrag zum Bafög im November 2008 gestellt, im Januar 2008 hatte ihre Mutter ihr Geld (ca. 1000€ ;) für einen Fernseher vorgelegt und im Oktober nocheinmal 2500€ für neue Möbel. Dieses Geld hat meine Freundin nun in den Tagen vor ihrem Bafögantrag im November an ihre Mutter zurücküberwiesen, da es sich ja um Schulden handelte. Wäre dieses Geld als Vermögen zum Zeitpunkt des Bafögantrages angerchnet worden hätte sie den zugelassenen Freibetrag überschritten.

Zu diesem Zeitpunkt ist ihr wirklich nicht bewusst gewesen, dass diese Überweisungen später vielleicht falsch interpretiert werden könnten.

Die Rechnungen zu den Möbeln und dem Fernseher sind noch vorhanden natürlich allerdings auf den namen der Mutter, die Überweisungen des Geldes wurden unter Angebe eines Verwendungszwecks der auf diese Anschaffungen hinweist vorgenommen.

Was kann ich meiner Freundin also raten, wie soll sie handeln?

Sie wird natürlich wie angefordert alle Unterlagen einreichen, aber wie bestehen die Chancen, dass man ihr diese zeitnahen Überweisungen glauben wird und wie hoch könnte ungefähr die Strafe sein?

Nebenbei gefragt: Falls es zu einer Verhandlung oder Untersuchung kommen sollte, da die Lage ja von Bundesland zu Bundesland verschieden ist, besteht hier auch die Frage: Wird in dem Bundesland des Erstwohnsitzes oder in dem Bundesland in dem der Bafögantrag gestellt wurde, also in dem Bundesland in dem sie studiert verhandelt?

Sollte sie bereits jetzt einen Anwalt einschalten?
Wie lange dauert in der Regel ein solches Verfahren?

Ich hoffe sie können meiner Freundin helfen...

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Geld Mutter Freundin Anwalt


3 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(28841 Beiträge, 15700x hilfreich)

Hi,

wie hoch die Strafe ist, hängt einerseits vom Bundesland ab, andererseits von der zu Unrecht bezogenen Summe, welche Sie uns ja nicht verraten haben. Als Gerichtszuständigkeitsort gilt im Strafrecht üblicherweise der Tatort, also der Studienort.
Einen Anwalt kostet das Geld der Freundin - so 400 bis 600 Euro, je nachdem, ob eine Verhandlung stattfindet (eher unwahrscheinlich) oder nicht.
Im übrigen ist Ihr Beitrag höchst widersprüchlich - erst sprechen Sie von "zu hohen Zinsen", im Weiteren ist dann aber offensichtlich von zu hohem Vermögen die Rede.

Gruß vom mümmel

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#2
 Von 
estrella1986
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

hi
danke erstmal für die schnelle antwort...also das bundesland wäre folglich sachsen-anhalt, wo wie ich gelesen habe generell alle fälle an die staatsanwaltschaft weitergeleitet werden...die ja wohl nicht so zimperlich reagieren.

die zu unrecht bezogene summe sind 440€ im monat a 9 monate, dh um die 4000€ insgesamt. das geld wurde im oktober zum letzten mal gezahlt, da dann ein auslandssemester meiner freundin begann.

durch die zu hohen zinsen von 107€ im jahr 2008 die dem bafögamt vom finanzamt durch den datenabgleich mitgeteilt wurden liesen auf ein zu hohes vermögen zur antragsstellung schließen, auch wenn sie das geld ja kurz vorher an ihre mutter überwiesen hatte..tauchte es natürlich in der berechnung der jahreszinsen beim finanzamt auf. so ist der zusammenhang, falls ich das vorher unklar beschrieben habe ;)

vielen dank

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#3
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(28841 Beiträge, 15700x hilfreich)

Hi,

ich habe jetzt keine Zeit, nach Erfahrungswerten aus S-A zu googeln, aber bei 4000 Euro wäre durchaus schon die Verhängung einer Geldstrafe möglich, die dann zwar wohl nicht im Führungszeugnis, aber im Bundeszentralregister stünde (äußerst unpraktisch bei angestrebter Verbeamtung und überhaupt für Jobs im Staatsdienst).

Gruß vom mümmel

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