Fragen zur BAföG Altersgrenze ab 45 Jahren ab Wintersemester 2022

23. Mai 2022 Thema abonnieren
 Von 
Thomas-vom-Bodensee
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Fragen zur BAföG Altersgrenze ab 45 Jahren ab Wintersemester 2022

Guten Tag :)

Mein Name ist Thomas und ich bin aktuell 39 Jahre jung.

Ich habe im Jahre 2013 auf einer Erwachsenen-Schule (Kolleg) in Berlin mein Abitur gemacht. Danach habe ich ein Semester (Sommerstenester 2014) Betriebswirtschaftslehre (Diplom) an der Universität Greifswald, und zwei Semester (Wintersemester 2014/2015 und Sommersemester 2015)Wirtschaftswissenschaften (Bachelor) an der Technischen Universität Chemnitz studiert.

Hinweis: Ich habe bereits schon drei Semester BAföG für mein Universitätsstudium erhalten. Es gab einen kleinen Richtungswechsel zwischen dem 1. und dem 2. Semester. Vom Studiengang BWL/Diplom zum Studiengang WiWi/Bachelor.

Ich will ab dem Wintersemester 2022/2023 wieder mein Universitäts-Studium aufnehmen.
Ich liebäugel damit wieder BWL oder Wiwi zu studieren. Jedoch sollte ich in Beiden Fällen wieder mit dem 1. Fachsemester beginnen.
Ich habe von beiden Universitäten die Unbedenklichkeitsbescheinigung. Also dass ich noch vollen Prüfungsanspruch habe.

Ich will einen Bachelor-Studiengang studieren, welcher sechs Semester dauert (also drei Jahre).

Ich bräuchte cirka 36 Mal 500,- Euro.
Also für drei Jahre cirka 18.000,- Euro.

Das Geld ist für die Zahlungen der Semestergebühren, Krankenkasse, Lebensmittel, Miete eines WG-Zimmers und für Uni-Sachen.

Dieser obige Betrag ist sehr knapp bemessen. Der obige Betrag betrifft die Städte Chemnitz und Clausthal. Dort sind die Lebenshaltungskosten günstig. Für Konstanz oder für München müsste ich deutlich mehr an Lebenshaltungskosten berechnen.

Ich habe im August 2022 meinen 40. Geburtstag.

Ich suchte bisher Jemanden von privat, der bzw. die mir mein Studium an einer Universität mittels eines privaten Stipendiums finanziert.
Jetzt teilte mir gestern Jemand mit, dass ich doch versuchen soill wieder BAföG zu bekommen, weil die Altersgrenze für das von 30 Jahren auf 45 Jahren angehoben wird zum kommenden Wintersemester 2022/23.

Aktuell lebe ich in Konstanz am Bodensee.
Ich arbeite derzeit in einem Hotel auf der Insel Reichenau. Erspartes habe ich kaum.


Jetzt meine Fragen zur BAföG-Altersgrenze ab 45 Jahren ab dem Wintersemester 2022/23
(Bitte beachtet auch was ich oben bereits an Infos über mich geschrieben habe):

1. Frage:
Würde ich elternunabhängiges BAföG mit 40 Jahren in meinem Fall bekommen, wenn mein Studium ab dem Wintersemester 2022/23 beginnt?

2. Frage:
Wie oft darf man die Richtung des Studiengangs wechseln, wenn man noch elternunabhängiges BAföG bekommen will und kann?

3. Frage.
Wie viel elternunabhängiges BAföG würde es ab dem Winteresemester 2022/2023 maximal geben?

4. Frage:
Als ich noch einen private*n Geldgeber*in für mein Studium gesucht habe (also Stipendium von privat), kam mir häufig die folgende Frage hoch. Lässt sich der Geldbetrag des Stipendium-Zahlers von der Steuer absetzen?


Mit freundlichen Grüßen,
Thomas

Stand: Mai 2022

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5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38187 Beiträge, 13944x hilfreich)

Fangen wir mal mit der ersten Frage an. Ab 30 gibt es elternunabhängiges BaföG nur in absoluten Härtefällen. Dafür sehe ich hier nichts. Damit erübrigen sich die Fragen mit Ausnahme des möglichen privaten Spenders. Das ist sein Problem, und wir wissen nicht , wie das Konstrukt ist.

wirdwerden

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#2
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(32729 Beiträge, 17220x hilfreich)

Wenn der "private Spender" nicht gerade ein Elternteil ist, ist da nichts steuerlich absetzbar. Vielmehr ist das eine Schenkung, die der Schenkungsteuer unterliegt, wobei man mit 18.000 Euro noch knapp unter dem Freibetrag läge.

Signatur:

Bei nur einer Ratte im Zimmer handelt es sich nicht um einen Reisemangel ( Amtsgericht Köln).

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#3
 Von 
Thomas-vom-Bodensee
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Ich habe mit über 30 Jahren drei Semester elternunabhängiges BAföG bekommen :)
Ich habe dann nach dem 3. Semester eine Pause eingelegt, was mit der damaligen BAföG-Chefin des Studentenwerkes Chemnitz so abgestimmt war. Wir haben uns aber nicht über die Länmge der Pause unterhalten. Mittlerweile sind es sieben Jahre.

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#4
 Von 
smogman
Status:
Student
(2763 Beiträge, 906x hilfreich)

Wer bei Beginn des Ausbildungsabschnitts das 30. Lebensjahr vollendet hat, erhält immer elternunabhängiges BAföG, vgl. § 11 Abs.3 S.1 Nr. 2 BAföG. Bevor man zu diesem Schluss kommt, muss jedoch erst mal feststehen, dass man überhaupt einen Anspruch auf BAföG hat. Und den hat man in der Regel nicht, wenn man bei Beginn des Ausbildungsabschnitts, für den man Ausbildungsförderung beantragt, das 30. Lebensjahr, bei Studiengängen nach § 7 Absatz 1a das 35. Lebensjahr vollendet hat. Die Ausnahmetatbestände sind in § 10 Abs.3 S.2 BAföG geregelt. Ob ein solcher hier vorliegt, kann keiner beurteilen.

Zitat (von Thomas-vom-Bodensee):
Wie oft darf man die Richtung des Studiengangs wechseln, wenn man noch elternunabhängiges BAföG bekommen will und kann?
Wenn es keinen wichtigen oder unabweisbaren Grund gibt, gar nicht. Beim erstmaligen Wechsel gilt noch die gesetzliche Vermutung, dass ein solcher Grund vorlag.

Zitat (von Thomas-vom-Bodensee):
1. Frage:Würde ich elternunabhängiges BAföG mit 40 Jahren in meinem Fall bekommen, wenn mein Studium ab dem Wintersemester 2022/23 beginnt?
(...)
3. Frage.
Wie viel elternunabhängiges BAföG würde es ab dem Winteresemester 2022/2023 maximal geben?
Gesetzesänderungen wurden mMn noch nicht im Bundesgesetzblatt veröffentlicht.

Zitat (von muemmel):
Vielmehr ist das eine Schenkung, die der Schenkungsteuer unterliegt
Das ließe sich gut vermeiden, indem der Darlehensgeber ordentlich Zinsen verlangt, als Orientierung 5% über Basiszinssatz.

1x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38187 Beiträge, 13944x hilfreich)

Noch in Ergänzung. Eine Studiumsunterbrechung ist zwar grundsätzlich möglich, ist aber in der Studienordnung geregelt. In der Hochschule, in welcher ich Einblick habe, geht das für ein Semester offiziell, und es muss Gründe geben, etwa Krankheit oder Auslandsaufenthalt. Natürlich kann man auch mal "inoffiziell" einfach mal kürzer treten, vielleicht auch mal keine Scheine erwerben, wenn die Prüfungsordnung das ohne Zwangsexmatrikulation zu lässt. Es geht also in ganz engem Rahmen. Und insoweit musste sich auch die BaföG-Behörde nicht festlegen, weil das schon woanders festgelegt ist.

Ganz sicherlich sind sieben Jahre keine Unterbrechung. Wir haben eine Beendigung des Studiums und jetzt einen Neustart. Und den muss der Staat nicht finanzieren.

wirdwerden

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