Erste Hilfe in Rechtsfragen seit 2000.
13.493 Ratgeber, 2.347.261 Forenbeiträge, 254.709 Rechtsberatungen
616.592
Registrierte
Nutzer

Glücksspieleinnahme während ALG2-Bezugs

17. September 2021 Thema abonnieren
 Von 
Lukas.85
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Glücksspieleinnahme während ALG2-Bezugs

Hallo, ich wende mich aufgrund einer veralteten Angelegenheit an dieses Forum. Wie ihr oben aus dem Titel entnehmen könnt, habe ich mit Sportwetten einen Wettgewinn in Höhe von 8.000,00 EUR erzielt, das Jobcenter aber nicht informiert. Das Geld ließ ich mir Ende 2016 auf mein Bankkonto, das ich auch für meinen Alg2-Bezug nutze, überweisen, weil ich davon ausging, dass Einnahmen aus Glücksspielen nicht meldepflichtig sind. Dem ist jedenfalls nicht so, wie ich gestern bei einem Gespräch mit einem älteren Herren aus meiner Nachbarschaft erfuhr. Dieser, so ließ er jedenfalls verlauten, hatte die selbe Problematik und wurde nach jahrelanger Inaktivität des Jobcenters urplötzlich dafür belangt. Er habe nahezu alle Leistungen zurückzahlen müssen, weil er mit dem Gewinn finanziell nicht mehr hilfebedürftig war. Da musste ich mehrmals kräftig schlucken! Ich habe nun die Befürchtung, dass mir dasselbe widerfahren wird. Von dem Wettgewinn ist leider nichts mehr vorhanden, der Großteil des Geldes wanderte in nur 5 Monaten wieder zurück zum Buchmacher. Den anderen Teil habe ich mit Restaurantbesuchen und Klamottenkäufen verprasst.

Wie sollte ich nun vorgehen? Ich selbst bin der Ansicht, dass ich zum Jobcenter gehen und es darauf aufmerksam machen sollte, dass ich vor 5 Jahren einen sehr hohen Gewinn hatte. Die Kontoauszüge des Jahres 2016 bis Mitte 2017 müssten dem Jobcenter eigentlich nicht vorliegen, weil mein damaliger Bezug bis Mitte 2017 bewilligt war. Erst dann wurde ich nach aktuellen Kontoauszügen der letzten 4 Monaten verlangt, in denen der Gewinn aber nicht zu sehen sein kann. Auch besaß ich wegen des raschen Ausgebens des Gewinns keinen auffällig hohen Betrag mehr auf meinem Konto. Das Jobcenter hätte nur davon erfahren können, wenn A: eine Einsicht in mein Bankkonto erfolgte oder B: meine Bank den Gewinn meldete. Wenn dem so sein sollte, hätte ich ein ernstes Problem mit dem Jobcenter. Ich weiß absolut nicht mehr weiter, ich bin zwiegespalten, welchen Weg ich gehen soll

Bescheid anfechten?

Bescheid anfechten?

Ein erfahrener Anwalt im Sozialrecht gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Ein erfahrener Anwalt im Sozialrecht gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Kostenlose Einschätzung starten Kostenlose Einschätzung starten



2 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(25046 Beiträge, 4775x hilfreich)

Zitat (von Lukas.85):
weil ich davon ausging, dass Einnahmen aus Glücksspielen nicht meldepflichtig sind.
Wie kamst du denn damals auf eine solche (ziemlich eigenartige) Annahme?
Zitat (von Lukas.85):
Das Geld ließ ich mir Ende 2016 auf mein Bankkonto, das ich auch für meinen Alg2-Bezug nutze, überweisen,
Du hattest also mehrere Konten? Und eins davon für den Alg2-Bezug angegeben?
Zitat (von Lukas.85):
Ich selbst bin der Ansicht, dass ich zum Jobcenter gehen und es darauf aufmerksam machen sollte,
Dann folge doch deiner Ansicht. Dann hört wenigstens der Zwiespalt auf und du weißt wieder weiter. Oder melde dich hier nochmal, wenn die Befürchtung zur Tatsache wurde.

Zitat (von Lukas.85):
oder B: meine Bank den Gewinn meldete.
Das tun Banken nicht. Ansonsten hätte das JC sich längst bei dir gemeldet.
-----------------------------------------
Meine Glaskugel ist wegen des trüben Wetters und der märchenhaften Schilderung auch nicht nutzbar.

Signatur:

ist nur meine Meinung.

2x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(30866 Beiträge, 16547x hilfreich)

Das könnte dann auch strafrechtliche Konsequenzen haben ( wobei Betrug nach 5 Jahren verjährt - evtl. ist es also schon zu lange her).

Signatur:

Bei nur einer Ratte im Zimmer handelt es sich nicht um einen Reisemangel ( Amtsgericht Köln).

0x Hilfreiche Antwort

Und jetzt?

Für jeden die richtige Beratung, immer gleich gut.
Schon 234.446 Beratungen
Anwalt online fragen
Ab 30
Rechtssichere Antwort in durchschnittlich 2 Stunden
96.423 Bewertungen
  • Keine Terminabsprache
  • Antwort vom Anwalt
  • Rückfragen möglich
  • Serviceorientierter Support
Anwalt vor Ort
Persönlichen Anwalt kontaktieren. In der Nähe oder bundesweit.
  • Kompetenz und serviceoriente Anwaltsuche
  • mit Empfehlung
  • Direkt beauftragen oder unverbindlich anfragen
Alle Preise inkl. MwSt. Zzgl. 2€ Einstellgebühr pro Frage.

Jetzt Anwalt dazuholen.

Für 60€ beurteilt einer unserer Partneranwälte diese Sache.

  • Antwort vom Anwalt
  • Innerhalb 24 Stunden
  • Nicht zufrieden? Geld zurück!
  • Top Bewertungen
Ja, jetzt Anwalt dazuholen
Wurde Ihr Pflegegrad zu niedrig eingestuft?
Wir schreiben Ihre Widerspruchsbegründung. Dabei entstehen für Sie keine Kosten.