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Hartz 4 wenn Lohn nicht gezahlt wurde?

 Von 
Pokerface01
Status:
Frischling
(17 Beiträge, 0x hilfreich)
Hartz 4 wenn Lohn nicht gezahlt wurde?

Guten Tag, ich war bis ende Juni bei einer Zeitarbeitsfirma beschäftigt, diese hat aber schon ab Mai keinen Lohn mehr bezahlt da die Firma zahlungsunfähig ist. Ich habe Mitte Juni einen Neuantrag auf ALGII eingereicht und jetzt ist die Frage ob ich für den Monat Juni noch ruckwirkend Leistungen beanspruchen kann, obwohl ich technisch gesehen noch beschäftigt war und Lohn aussteht?

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
ALGII Frage rückwirkend Monat


6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
AxelK
Status:
Philosoph
(12191 Beiträge, 4103x hilfreich)

@Pokerface:

Zitat:
ist die Frage ob ich für den Monat Juni noch ruckwirkend Leistungen beanspruchen kann, obwohl ich technisch gesehen noch beschäftigt war und Lohn aussteht?

Selbst wenn der Lohn noch gezahlt werden sollte, kann er ja im Monat Juni nicht mehr zufließen. Da im SGB II aber das Zuflussprinzip gilt, hattest Du somit im Juni kein Einkommen und insofern ja, Dir steht für den Monat Juni ALG II zu, sofern die übrigen Voraussetzungen vorliegen. Das Du noch im Beschäftigungsverhältnis warst, spielt dabei keine Rolle, sondern nur, ob Dir Einkommen zugeflossen ist.

Zitat:
diese hat aber schon ab Mai keinen Lohn mehr bezahlt da die Firma zahlungsunfähig ist.

Besteht eventuell Anspruch auf Insolvenzausfallgeld?

Gruß,

Axel

Signatur:Ausführliche Infos zu ALG II finden Sie auf meiner Website: http://www.axelkrueger.info
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#2
 Von 
Pokerface01
Status:
Frischling
(17 Beiträge, 0x hilfreich)

Das ist schon mal gut zu wissen. Ich habe einen Antrag auf Insolvenzgeld gestellt, werde aber mit 99% Wahrscheinlichkeit nichts bekommen, da die Firma keine Insolvenz beantragt hat. Der Vorschuss auf Insolvenzgeld wurde bereits abgelehnt und mir wurde mitgeteilt das generell kein Anspruch auf Insolvenzgeld besteht, sollte sich nicht noch etwas an der Situation ändern. Ich versuche gerade Geld bei den Geschäftsführern einzuklagen, aber da wird höchstwahrscheinlich auch nichts bei rumkommen und selbst wenn könnte es Monate dauern. Aber danke für die Info.

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#3
 Von 
guest-12328.05.2020 09:37:38
Status:
Student
(2499 Beiträge, 478x hilfreich)

Unabhängig dieser sozialrechtlichen Fragestellung sollte jetzt dringend (Ausschlussfristen) das Arbeitsentgelt der Monat Mai und Juni 2019 vor dem Arbeitsgericht eingeklagt werden.

Eine entsprechende Klage kann auch durch die Rechtsantragsstelle des Gerichts kostenlos gefertigt werden.

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#4
 Von 
Anami
Status:
Philosoph
(13132 Beiträge, 2000x hilfreich)

Bei der Antragstellung hast du Nachweise über Zuflüsse mit angegeben?
Hast du aus dieser Beschäftigung evtl. Anspruch auf ALG 1 (von der Arbeitsagentur)?
Das JC verlangt iaR auch einen Nachweis, dass man KEINEN Anspruch auf ALG1 hat (Negativbescheinigung)

Signatur:auch ich verweise auf § 675 (2) BGB.
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#5
 Von 
Spejbl
Status:
Praktikant
(835 Beiträge, 141x hilfreich)

Zitat (von AxelK):

Besteht eventuell Anspruch auf Insolvenzausfallgeld?

Den Antrag würde ich auf jeden Fall stellen.

Signatur:Jeder für sich allein, ist nichts. Zusammen aber, sind wir ein unschlagbares Team!
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#6
 Von 
Anami
Status:
Philosoph
(13132 Beiträge, 2000x hilfreich)

https://www.123recht.de/user.asp?user=Pokerface01

Signatur:auch ich verweise auf § 675 (2) BGB.
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