Hausbesuch vom Sozialamt

17. Februar 2023 Thema abonnieren
 Von 
jotes94
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 0x hilfreich)
Hausbesuch vom Sozialamt

Die Polizei war bei mir in der Wohnung.
Hab mir nichts dabei gedacht, es sah zu dem Zeitpunkt nur ziemlich aus, aber das ist ja mein Problem, das auch mitlerweile gelöst ist.
Ich habe dann aber einen Brief erhalten, wo ich mich äussern sollte, ob ich einen gesetzlichen Betreuer bräuchte.
Das ist absolut nicht der Fall, hab ich so angegeben und erklärt, dass ich nur weil zu einem bestimmten Zeitpunkt meine Wohnung dreckig war, noch keine Hilfe brauche.
Jetzt kam ein Brief vom Sozialamt mit einem Termin für einen Hausbesuch.
Man wäre vom Amtsgericht gebeten worden.
Das Problem ist, dass ich einfach meine Ruhe und nicht unnötig irgendwelche Leute in der Wohnung haben will.
Muss ich die reinlassen, nur weil ein Polizist vor 2 Monaten meine Wohnung zu dreckig fand?
Hab zwar nichts zu verbergen, aber keine Zeit und Lust mich aktuell weiter mit dem Thema zu befassen...

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30 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38187 Beiträge, 13945x hilfreich)

Nur wegen einer ungeputzten Wohnung wird niemand unter Betreuung gestellt. Wenn denn die Polizei die Anregung an das Gericht weiter gegeben hat, dann aus anderen Gründen. Die Anregung kann aber auch von jedem anderen Bürger erfolgt sein. Von Nachbarn, von Familie, Freunden u.s.w. Niemand kann Dich zwingen, in diesem Verfahren mitzuarbeiten. Nur, dann musst Du auch mit den Konsequenzen leben. So einfach ist das.

wirdwerden

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#2
 Von 
HeHe
Status:
Richter
(8405 Beiträge, 3763x hilfreich)

Die Aufgabe eines Betreuers ist es, dich zu beraten und zu unterstützen.
Wenn man dir einen Betreuer zur Seite stellt, bist du nicht "entmündigt". Er kann dich vertreten gegenüber Behörden, Versicherungen und Sozialleistungsträgern. Er kann also nicht über dich bestimmen, sondern ist an deinen Willen und deine Wünschen grundsätzlich gebunden. Er kann dir aber hilfreich sein.

Eine Betreuung kann man sogar freiwillig für sich selbst beantragen oder für eine andere Person anregen (was bei dir evtl. der Fall war, jemand macht sich Gedanken, ob du vllt. Unterstützung gebrauchen kannst). Gegen deinen freien Willen kann es aber keine Betreuung geben. Natürlich fühlt man sich gegängelt, wenn der "Staat" in das eigene Leben eingreifen will, aber so dramatisch ist es nicht, weil du die letzte Entscheidung triffst. Also hör dir doch einfach mal an, was die vorschlagen, ablehnen kannst du jederzeit. Du kannst denen aber gleichzeitig zeigen, dass eine Betreuung eben nicht notwendig ist.

1x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
jotes94
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von wirdwerden):
ur wegen einer ungeputzten Wohnung wird niemand unter Betreuung gestellt.

3 kleine Btmg Verstösse, einmal Ladendiebstahl im Wert von ca 10€.
Ansonsten hab ich mir in meinen knapp 30 Jahren nicht viel zu schulden kommen lassen.

Zitat (von wirdwerden):
Die Anregung kann aber auch von jedem anderen Bürger erfolgt sein.

Der Polizist meinte das müsse man melden, wenn es so aussieht und danach kam der erste Brief.

Zitat (von wirdwerden):
Nur, dann musst Du auch mit den Konsequenzen leben. So einfach ist das.

Und was sind die Konsequenzen, wenn ich hier niemand brauche, der nachprüft, ob ich auch wirklich mitlerweile brav sauber gemacht habe?

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
jotes94
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von HeHe):
Natürlich fühlt man sich gegängelt, wenn der "Staat" in das eigene Leben eingreifen will

Zitat (von HeHe):
Also hör dir doch einfach mal an, was die vorschlagen

Die Frage war ja grundsätzlich vor allem, ob ich die reinlassen muss.
Anhören ist ja schön und gut, aber "Wir stehen am soundsovielten um soundsoviel Uhr in deiner Wohnung und schauen an ob alles sauber ist" sehe ich halt nicht ein...

Die Begründung, dass meine Wohnung an dem Tag in schlechtem Zustand war, stand so in dem Brief.
Hätte ich direkt so dazu schreiben sollen....

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
cirius32832
Status:
Senior-Partner
(6947 Beiträge, 1461x hilfreich)

Zitat (von jotes94):
Und was sind die Konsequenzen, wenn ich hier niemand brauche, der nachprüft, ob ich auch wirklich mitlerweile brav sauber gemacht habe?


Das man einen Betreuer bekommt zb.

Signatur:

https://www.antispam-ev.de

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
HeHe
Status:
Richter
(8405 Beiträge, 3763x hilfreich)

Es ist deine Entscheidung!

Aber ein Betreuer unterstützt z. B. auch bei finanziellen Dingen und der richtigen Vorgehensweise - also Umgang mit Behörden. Wie schon gesagt, du vergibst dir gar nichts und nach diesem Termin immer noch sagen "brauch ich nicht". Und wenn doch, kannst du die Betreuung/Unterstützung auch wieder beenden.

-- Editiert von User am 17. Februar 2023 09:22

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
Nana71
Status:
Praktikant
(980 Beiträge, 108x hilfreich)

Zitat (von jotes94):
Die Frage war ja grundsätzlich vor allem, ob ich die reinlassen muss.


M.E. musst du das nicht...ob du dir damit grundsätzlich einen Gefallen tust, steht wieder auf einem anderen Blatt.

Zitat (von jotes94):
Anhören ist ja schön und gut, aber "Wir stehen am soundsovielten um soundsoviel Uhr in deiner Wohnung und schauen an ob alles sauber ist" sehe ich halt nicht ein...


Zumal so ein angekündigter Termin eh für den Boppes ist.

Zitat (von cirius32832):
Das man einen Betreuer bekommt zb.


Das basiert im Regelfall auf Freiwilligkeit.


-- Editiert von User am 17. Februar 2023 09:48

Signatur:

Ich gebe lediglich meine Meinung wieder - Rechtsberatung gibt es gegen Bezahlung beim Anwalt.

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38187 Beiträge, 13945x hilfreich)

Es geht doch nicht um die Kontrolle dahingehend, ob die Wohnung sauber ist oder nicht. Man will (das ist so üblich) den Betroffenen in seiner Umgebung sehen. Deshalb suchen auch viele Richter eben diese Personen zu Hause auf, weil man sich über jemanden in seiner Umgebung ein Bild machen möchte. Und es geht in so Fällen wirklich nicht darum, ob eine Wohnung ungepflegt ist. Man sollte sich darüber Gedanken machen, was wirklich hinter dieser Info an das Betreuungsgericht steht.

wirdwerden

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(31623 Beiträge, 5582x hilfreich)

Zitat (von jotes94):
Jetzt kam ein Brief vom Sozialamt mit einem Termin für einen Hausbesuch.
Nein, reinlassen musst du die Mitarbeiter nicht. Es geht vermutlich nicht darum, zu kontollieren, ob du nach Monaten auch 1x brav sauber gemacht hast. Das Gericht hat was angeregt, mehr nicht. Ein *richtiger* Betreuer würde bei dir garantiert nicht putzen und aufräumen oder gar danebenstehen, während du....
Zitat (von jotes94):
Wir stehen am soundsovielten um soundsoviel Uhr in deiner Wohnung und schauen an ob alles sauber ist"
DAS hat das Amt dir geschrieben? DAS glaube ich mal nicht. :sad:
Aber dann wäre die einfachste Lösung: Reinlassen, die schauen sich am xxDatum bei dir um, sehen das Ergebnis und schreiben ihren Bericht ans Gericht--- alles sauber und ordentlich, kein Handlungsbedarf.
DAS wäre eine win-win- Situation: Die wären schnell fertig und könnten sich um wichtigeres kümmern und du hättest mal wieder ne saubere Bude---was willst du mehr?

Zitat (von wirdwerden):
was wirklich hinter dieser Info an das Betreuungsgericht steht.
Ähm, das Sozialamt schreibt, vermutlich wegen ---aufsuchender Hilfe---

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

2x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
jotes94
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Anami):
DAS hat das Amt dir geschrieben?

Natürlich nicht 1 zu 1.
Es stand nur, dass meine Wohnung vor zwei Monaten in einem schlechten Zusatand war und man deswegen zum besimmten Datum zu bestimmter Uhrzeit einen Hausbesuch machen will.

Der Beamte war relativ unsympathisch und ich weiß natürlich nicht, was der erzählt hat.
Klassischer Fall von "Ich habe eine Uniform, ich habe Macht und geniesse es".
Solche gibts eben und deshalb wollte ich wissen, was man mir wegen so nem Blödsinn kann.
Weil ich ja eigentlich alles darf, solange ich jetzt kein Ungeziefer hab und der Vermieter Probleme macht, o.ä...
Und wenn da irgendwas von "das Amtsgericht hat gebeten.." steht, macht man sich natürlich Gedanken, was da los ist^^
Aber durch die Antworten haben sich definitiv Fragen geklärt, danke!

0x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
eh1960
Status:
Senior-Partner
(6221 Beiträge, 1491x hilfreich)

Zitat (von jotes94):
Es stand nur, dass meine Wohnung vor zwei Monaten in einem schlechten Zusatand war und man deswegen zum besimmten Datum zu bestimmter Uhrzeit einen Hausbesuch machen will.

Wenn das tatsächlich die Begründung ist, ist das hanebüchen und ohne Rechtsgrundlage, und der Betreffende sollte sich jegliche Hausbesuche verbitten.

Da müsste schon viel konkreter stehen, daß von der Wohnung Geruchsbelästigung für die Nachbarn ausgeht, oder daß dort "Ungezieferbefall" vorhanden ist, der ein behördliches Eingreifen nötig macht.

Stichwort "Rechtsgrundlage": man könnte auch spaßeshalber mal zurückschreiben, daß man gerne erstmal die Rechtsgrundlage für den geplanten Besuch mitgeteilt hätte - denn diese Belehrung fehlt ja offensichtlich in dem besagten Schreiben.

Signatur:

Eine "UG" gibt es nicht. Es gibt nur die "UG haftungsbeschränkt".

0x Hilfreiche Antwort

#12
 Von 
eh1960
Status:
Senior-Partner
(6221 Beiträge, 1491x hilfreich)

P.S.: "Messie" zu sein und wie ein "Messie" zu leben ist durch das Grundrecht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit (Art.2 GG) geschützt, sofern dabei keine Gesetze verletzt werden.

Wer also seine Wohnung mit den letzten 40 Jahrgängen des "Grevenbroicher Tagblatt" vollstopft oder seine Schmutzwäsche nach den Gesetzen des Feng Shui auf dem Fußboden seiner Wohnung verteilt, nimmt damit durchaus ein Grundrecht wahr.

Signatur:

Eine "UG" gibt es nicht. Es gibt nur die "UG haftungsbeschränkt".

2x Hilfreiche Antwort

#13
 Von 
Loni12
Status:
Bachelor
(3456 Beiträge, 549x hilfreich)

Zitat (von jotes94):
Der Beamte war relativ unsympathisch und ich weiß natürlich nicht, was der erzählt hat.
Klassischer Fall von "Ich habe eine Uniform, ich habe Macht und geniesse es".

Stammtischparolen mehr nicht.
Zitat (von jotes94):
Das Problem ist, dass ich einfach meine Ruhe und nicht unnötig irgendwelche Leute in der Wohnung haben will.

Die Ruhestörung wird nicht so lange dauern.
Zitat (von jotes94):
Natürlich nicht 1 zu 1.
Es stand nur, dass meine Wohnung vor zwei Monaten in einem schlechten Zusatand war und man deswegen zum besimmten Datum zu bestimmter Uhrzeit einen Hausbesuch machen will.

Was genau in dem Brief stand werden wir wohl nicht erfahren. Und warum der Polizist den Zustand der Wohnung mitteilte, mag auch Gründe haben.
Man hat zwar das Recht zu verwahrlosen, allerdings wenn dieser Zustand über staatliche Gelder finanziert wird, mag das anders aussehen.
Die Besichtigung mag zwar war unangenehm sein, aber trotzdem eine Hilfe sein.
Es muss keine Betreuung geben, aber Hilfestellungen wie sie besser leben können. Das Zeil wenn sie Bürgergeld erhalten ist doch, dass sie wieder einer geregelten Arbeit nachgehen können und den Unterhalt selber finanzieren können.
Zitat (von jotes94):
3 kleine Btmg Verstösse, einmal Ladendiebstahl im Wert von ca 10€.
Ansonsten hab ich mir in meinen knapp 30 Jahren nicht viel zu schulden kommen lassen.

Bei den gen. wurden sie halt erwischt, es gibt idR eine Dunkelziffer, man möchte halt soweit kommen, dass sie mit dem Gesetz nicht mehr in Konflikt kommen.

0x Hilfreiche Antwort

#14
 Von 
jotes94
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von eh1960):
Wenn das tatsächlich die Begründung ist, ist das hanebüchen und ohne Rechtsgrundlage, und der Betreffende sollte sich jegliche Hausbesuche verbitten.

Wörtlich hieß es in dem Schreiben "desolat", aber ja, das war die Begründung

Zitat (von eh1960):
P.S.: "Messie" zu sein und wie ein "Messie" zu leben ist durch das Grundrecht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit (Art.2 GG) geschützt, sofern dabei keine Gesetze verletzt werden.

Ich fand es zu der Zeit selbst zu viel, aber genau das hab ich mir eben auch gedacht

Selbst wenn ich bis heute nicht aufgeräumt hätte, wäre ja meine Sache...
Sah schon schlimm aus, aber kein Ungeziefer, keine Geruchsbelästigung für Nachbarn, usw,,,

Aber dann bin ich da erstmal beruhigt und werde freundlich am Telefon erklären, dass ich mir lieber selbst aussuche mit wem ich wann und wo reden will bzw keinen Termin für Wohnungsbesichtigungen aufgedrückt bekommen möchte.
Irgendwo zu einem Gespräch erscheinen und sich anhören, was es zu sagen gibt ist das eine, auf einmal selbst ernannte Gäste in der Wohnung zu haben halt das andere, grad wenn man sich schon ne dem ersten Brief dazu geäussert hat...

Nochmal danke für die Aufklärung!

0x Hilfreiche Antwort

#15
 Von 
-Laie-
Status:
Weiser
(16827 Beiträge, 5864x hilfreich)

Zitat (von jotes94):
Es stand nur, dass meine Wohnung vor zwei Monaten in einem schlechten Zusatand war und man deswegen zum besimmten Datum zu bestimmter Uhrzeit einen Hausbesuch machen will.

Das ist ein Angebot dich zu unterstützen! Wenn du das Angebot nicht annehmen möchtest, dann steht dir das völlig frei. Man hat den Verdacht, dass du evtl. Hilfe benötigst und diese bietet man dir an. Was du daraus machst, das ist deine Entscheidung. Nur weil man ein einziges Mal aufgeräumt und sauber gemacht hat bedeutet das noch lange nicht, dass man sein Leben ab jetzt unter Kontrolle hat.
Es gibt ein Angebot an dich. Nimm es an oder lehn es ab. Es ist deine Entscheidung.

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0x Hilfreiche Antwort

#16
 Von 
jotes94
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Loni12):
Zitat (von jotes94):
Der Beamte war relativ unsympathisch und ich weiß natürlich nicht, was der erzählt hat.
Klassischer Fall von "Ich habe eine Uniform, ich habe Macht und geniesse es".


Stammtischparolen mehr nicht.


Trägt jetzt nichts zum Thema bei, aber sowas ärgert mich immer ein wenig...
Ich hab ja noch geschrieben, dass es solche eben auch gibt, nicht, dass alle so wären.
Und ich mir deshalb nicht sicher bin was der da genau erzählt hat.
Natürlich gibt es Leute, die irgendwie ihr Ego pushen müssen und sich dann eine Uniform nehmen, weil sie körperlich fit genug sind...
"Alle Polizisten sind so" wäre eine Stammtischparole, aber dass man einen solchen Mensch erwischen kann, ist doch Fakt, die sind nicht automatisch was Besseres, als andere Menschen...
...Nur manche denken und geniessen es eben.
So wie es auch ohne Uniform Menschen gibt, die sich als was Besseres fühlen und das toll finden ihre Macht möglichst zu demonstrieren...
Und bei dem war ich mir eben nicht sicher, ob er evtl sogar übertreibt, um den minderwertigen Typ mit seiner Assi-Wohnung schlecht zu machen, deshalb hab ich das erwähnt.
Wie gesagt, es gibt solche Menschen und die Art und Weise, wie mit mir geredet wurde war ein Warnzeichen dahingehend...

0x Hilfreiche Antwort

#17
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(31623 Beiträge, 5582x hilfreich)

Zitat (von jotes94):
dass meine Wohnung vor zwei Monaten in einem schlechten Zusatand war
schlechter Zustand---desolat---lies besser nochmal nach... Und je nachdem, WAS in dem Schreiben steht--- brauchst du keinen Sozialamtsmitarbeiter in deine Wohnung lassen.
Zitat (von jotes94):
grad wenn man sich schon ne dem ersten Brief dazu geäussert hat...
Ach, hat man schon... und warum nun die Fragerei hier?

Beziehst du eigentlich Leistungen vom Sozialamt?

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

0x Hilfreiche Antwort

#18
 Von 
jotes94
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Und je nachdem, WAS in dem Schreiben steht


"Sehr geehrter [..],
bei einem Polizeieinsatz am [...] bei Ihnen, wurde der desolate Zustand ihrer Wohnung festgestellt. Wir wurden vom Amtsgericht [...] gebeten zu überprüfen, ob Sie entsprechende Unterstützung benötigen.
Wir möchten deshalb gerne bei Ihnen einen Hausbesuch am [...] durchführen und die Situation mit Ihnen besprechen bzw. ggf. Hilfsangebote unterbreiten."

"
Zitat (von Anami):
Ach, hat man schon... und warum nun die Fragerei hier?

Weil eben jetzt trotz Äusserung o.g. Brief kam und ich wegen "Amtsgericht" mich gefragt habe, was das soll, bzw ob ich mir da jetzt Gedanken machen muss.
Bin es nicht gewohnt, dass sowas passiert und kenne mich in dem Gebiet nicht aus.

Zitat (von Anami):
Beziehst du eigentlich Leistungen vom Sozialamt?

Aktuell bin ich arbeitssuchend und bekomme Bürgergeld.
Aber da gab es bisher keine Probleme wegen nicht mitwirken, etc....

0x Hilfreiche Antwort

#19
 Von 
-Laie-
Status:
Weiser
(16827 Beiträge, 5864x hilfreich)

Es steht doch klipp und klar alles in dem Brief. Man bietet dir Hilfe an.

Signatur:

Folgende Nutzer werden blockiert, ich kann deren Beiträge nicht lesen: AR377, Xipolis, Jule28

0x Hilfreiche Antwort

#20
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(31623 Beiträge, 5582x hilfreich)

Zitat (von jotes94):
und die Situation mit Ihnen besprechen bzw. ggf. Hilfsangebote unterbreiten."
Wenn du am xxDatum nicht zu Hause bist und/oder nicht über das Angebot reden willst, und keine Hilfe benötigst, dann ist das deine Entscheidung.
Angebote kann man ablehnen. Sogar dankend.

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

0x Hilfreiche Antwort

#21
 Von 
jotes94
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von -Laie-):
Es steht doch klipp und klar alles in dem Brief. Man bietet dir Hilfe an.

Zitat (von Anami):
Angebote kann man ablehnen. Sogar dankend.


Der Beamte hat eben mit mir geredet, als wär ich ein kleines Kind, das jetzt seine Strafe bekommt und beim ersten Brief hab ich ja schon schriftlich Bescheid gegeben, dass man mit einem Betreuer bei mir definitiv an der falschen Stelle ist.
Als jetzt der Brief mit "das Amtsgericht hat uns gebeten" kam, hab ich mir halt Sorgen gemacht.
Jura-Deutsch interpretiert man oft mal falsch, wenn man keine Ahnung hat, deshalb wollte ich sicher gehen.
Wie gesagt, ich hab nicht mit sowas gerechnet und absolut keine Ahnung.

Aber dann ruf ich da einfach am Montag ganz freundlich an, sage, dass ich auf jeden Fall keinen Besuch möchte, höre mir an was man mir am Telefon erzählt und dann sollte ja alles passen.

0x Hilfreiche Antwort

#22
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118706 Beiträge, 39620x hilfreich)

Zitat (von eh1960):
Wenn das tatsächlich die Begründung ist, ist das hanebüchen und ohne Rechtsgrundlage, und der Betreffende sollte sich jegliche Hausbesuche verbitten.

Da müsste schon viel konkreter stehen, daß von der Wohnung Geruchsbelästigung für die Nachbarn ausgeht, oder daß dort "Ungezieferbefall" vorhanden ist, der ein behördliches Eingreifen nötig macht.

Stichwort "Rechtsgrundlage": man könnte auch spaßeshalber mal zurückschreiben, daß man gerne erstmal die Rechtsgrundlage für den geplanten Besuch mitgeteilt hätte - denn diese Belehrung fehlt ja offensichtlich in dem besagten Schreiben.


Zitat (von eh1960):
P.S.: "Messie" zu sein und wie ein "Messie" zu leben ist durch das Grundrecht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit (Art.2 GG) geschützt, sofern dabei keine Gesetze verletzt werden.

Wer also seine Wohnung mit den letzten 40 Jahrgängen des "Grevenbroicher Tagblatt" vollstopft oder seine Schmutzwäsche nach den Gesetzen des Feng Shui auf dem Fußboden seiner Wohnung verteilt, nimmt damit durchaus ein Grundrecht wahr.

Auch wenn es erstaunen mag, jeweils 2x volle Zustimmung und jeweils ein "hilfreich".



Zitat (von jotes94):
Der Beamte hat eben mit mir geredet, als wär ich ein kleines Kind, das jetzt seine Strafe bekommt

Ein Grund, weshalb ich insbesondere solche Leute nicht freiwillig in meine Refugien lasse.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#23
 Von 
Loni12
Status:
Bachelor
(3456 Beiträge, 549x hilfreich)

Zitat (von jotes94):
Aber dann ruf ich da einfach am Montag ganz freundlich an, sage, dass ich auf jeden Fall keinen Besuch möchte, höre mir an was man mir am Telefon erzählt und dann sollte ja alles passen.

Ob alles passt ist offen.
Sie sind 30 Jahre alt, Drogenkonsum scheint es zu geben usw.
Da sie Bürgergeld erhalten, kann man nicht so einfach in Ruhe gelassen werden, da dies Steuergelder sind, evtl. sah es der Polizist genauso.
Man will sehen wie sie leben und ihren Tag verbringen, nach dieser Analyse wird man versuchen ihnen zu helfen. Es mag Projekte geben, wo sie in einen geregelten Alltag eingegliedert werden können.
Würden sie ihren Lebensunterhalt selber finanzieren, hätten sie ihre Ruhe, so aber könnte es sein, dass sie anstatt berufstätig zu werden, lieber weiterhin Bürgergeld erhalten möchten.
Sehen sie Hilfe als Chance an und nicht als Bevormundung.

0x Hilfreiche Antwort

#24
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(31623 Beiträge, 5582x hilfreich)

Zitat (von Loni12):
Da sie Bürgergeld erhalten, kann man nicht so einfach in Ruhe gelassen werden,
Das kommt schon sehr darauf an, wobei man nicht in Ruhe gelassen wird.
Wer Bürgergeld bezieht, könnte uU Besuch von entspr. Mitarbeitern des Jobcenters erhalten.
Das Sozialamt wäre hier mE gar nicht zuständig.

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

0x Hilfreiche Antwort

#25
 Von 
Tehlak
Status:
Praktikant
(921 Beiträge, 271x hilfreich)

Zitat (von Loni12):
Da sie Bürgergeld erhalten, kann man nicht so einfach in Ruhe gelassen werden, da dies Steuergelder sind, evtl. sah es der Polizist genauso.


Die Quelle des Einkommens geht einen Polizisten nichts an.

Und wer Bürgergeld bekommt hat trotzdem die gleichen Grundrechte wie jeder andere auch. Er muss nur dann eventuell damit rechnen, dass die Leistungen gekürzt/eingestellt werden. Wobei der Besuch des Jobcenters sich dann nicht um desolate Zustände dreht sondern um "formale" Dinge wie: "Lebt der Leistungsbezieher überhaupt in dieser Wohnung" und "liegt eventuell eine Bedarfsgemeinschaft vor".

1x Hilfreiche Antwort

#26
 Von 
Loni12
Status:
Bachelor
(3456 Beiträge, 549x hilfreich)

Zitat (von Tehlak):
Die Quelle des Einkommens geht einen Polizisten nichts an.

Er wird es trotzdem gewusst haben. Und ist hier auch Nebensache.
Die desolaten Zustände will man eben ändern und der Person helfen. Deshalb wurde offenbar das Amtsgericht und Sozialamt aktiv.

0x Hilfreiche Antwort

#27
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118706 Beiträge, 39620x hilfreich)

Zitat (von Loni12):
Da sie Bürgergeld erhalten, kann man nicht so einfach in Ruhe gelassen werden, da dies Steuergelder sind, evtl. sah es der Polizist genauso.

Beunruhigenderweise gibt es auf den Ämtern tatsächlich Leute die den gleichen, rechtsgrundlosen, grundgesetzwidrigen Schwachsinn propagieren.

Da muss man dann besonnen reagieren und schauen solche Leute mit den eigenen Waffen zu schlagen ...


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#28
 Von 
MurphysLaw
Status:
Schüler
(178 Beiträge, 48x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Das Sozialamt wäre hier mE gar nicht zuständig.


Es wird der Sozialdienst des S-Amtes, der den Besuch vornimmt. Dieser ist im Sozialamt beheimatet und wird i.d.R. aus Sozialarbeitern bestehen.
Es geht doch in erster Linie hier um ein Angebot für Hilfe, niemand spricht hier eine Entmündigung aus oder einen Verweis aus der eigenen Wohnung!
Wenn wir in der Zeitung lesen, dass ein Mensch in einem Mietshaus nach X Tage/Wochen unbemerkt von anderen, gefunden wird, schreien alle, wie das passieren konnte und prangern die soziale Kälte untereinander an und wieso demjenigen und anderen nicht geholfen wird.
In einer durchaus abgestumpften Gesellschaft in der wir heute leben, finde ich es durchaus gut, dass mal jemand HINGESCHAUT hat.

Was der TE draus macht, ist das ein anderes Thema.

0x Hilfreiche Antwort

#29
 Von 
Nana71
Status:
Praktikant
(980 Beiträge, 108x hilfreich)

Zitat (von Loni12):
Da sie Bürgergeld erhalten, kann man nicht so einfach in Ruhe gelassen werden, da dies Steuergelder sind, evtl. sah es der Polizist genauso.


Das alles hat mit dem Bürgergeld null zu tun.

Signatur:

Ich gebe lediglich meine Meinung wieder - Rechtsberatung gibt es gegen Bezahlung beim Anwalt.

0x Hilfreiche Antwort

#30
 Von 
Moderator9
Status:
Praktikant
(664 Beiträge, 452x hilfreich)

Zitat:
Das alles hat mit dem Bürgergeld null zu tun.


So ist es. Und bevor der Thread endgültig ins Paranoide abgleitet, mache ich hier mal lieber zu...

0x Hilfreiche Antwort

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