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Heizkostenteilung

 Von 
eisi125
Status:
Beginner
(61 Beiträge, 6x hilfreich)
Heizkostenteilung

Hallo, ich hätte da mal wieder eine Frage:
Wir wohnen mit 2 Familien in einem Haus. In der untersten Etage wohnt bei Vater der Sozialleistungen im Alter bezieht.
In den oberen Etage wohnen meine Familie und ich.
Die Heizkosten wollten wir unter uns mit 50 % und 50 % aufteilen, da wir komplett neu gedämmt haben und mein Vater
jede Dämmung verweigert (schwerer Fall :-) ).
Nun habe ich die Heizkostenabrechnung gemacht, aber das Sozialamt meint, dass das so nicht ginge und wir nach Quadratmetern abrechnen müssen.
http://www.mietrecht.org/heizkosten/heizkostenabrechnung-aufteilung-von-grundkosten-und-verbrauchskosten/
Der Link besagt ja, dass wir das eigentlich dürfen. Kann das Sozialamt da anders entscheiden?

LG,
eisi

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Wohnung Sozialamt Vater


7 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
AxelK
Status:
Philosoph
(12018 Beiträge, 4033x hilfreich)

@eisi:

Handelt es sich bei dem Haus um ein Zweifamlienhaus, oder gibt es dort noch mehr Wohnungen oder ggf. Gewerberäume? Bist Du der Eigentümer und somit Vermieter Deines Vaters? Wie groß sind die Wohnungen jeweils?

Zitat:
aber das Sozialamt meint, dass das so nicht ginge und wir nach Quadratmetern abrechnen müssen.

Nennt das Sozialamt auch eine Rechtsgrundlage für diese Behauptung?

Gruß,

Axel

Signatur:Ausführliche Infos zu ALG II finden Sie auf meiner Website: http://www.axelkrueger.info
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#2
 Von 
eisi125
Status:
Beginner
(61 Beiträge, 6x hilfreich)

@Axel:
Es ist ein Zweifamilienhaus und es gibt keine weiteren Wohungen oder Räume.
Ich bin der Eigentümer und der Vermieter meines Vaters,
Die Wohnung meines Vaters ist ca 50m², unser Teil des Hauses ist so ca 100m³
Das , was mich an der Sache so ärgert, ist, dass wir komplett kernsaniert und gedämmt haben und damit einen
viel geringeren Heizkostenbedarf haben als mein Vater.
Er weigert sich, seine Alufenster auszutauschen und seine Wände und den Fußboden dämmen zu lassen:-(

Das SA hat keine Rechtsgrundlage genannt.

Lieben Gruß,
eisi

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#3
 Von 
hiphappy
Status:
Master
(4204 Beiträge, 2142x hilfreich)

In dem Link steht nur, dass im Zweifamilienhaus die Verbrauchswerte nicht erfasst werden müssen, und die Aufteilung daher unabhängig vom Verbrauch erfolgt.

Allerdings erfordert das immer noch eine Berechnung nach Fläche.

Weil im Extremfall könntet ihr ja sonst mit eurem Mieter vereinbaren, dass die Kosten 80 : 20 zu seinen Lasten gehen, und das Sozialamt müsste zahlen.

Das Sozialamt hat also meiner Ansicht nach Recht mit seiner Forderung.

In Zukunft bleiben euch also folgende Möglichkeiten:

- Abrechnung nach Fläche aufgeteilt

- Installation von entsprechenden Gerätschaften, um Verbrauchsabhängig abzurechnen

Mal davon abgesehen könnt ihr die energetische Modernisierung auch ohne Zustimmung des Mieters durchführen, 3 Monate vorher ankündigen reicht (stark vereinfacht gesagt). Es ist eure Wohnung, nicht die eures Mieters (ich schreibe bewusst nicht Vater, weil es rechtlich keinen Unterschied macht). Die Kosten könnten teilweise sogar auf die Miete umgelegt werden.

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#4
 Von 
AxelK
Status:
Philosoph
(12018 Beiträge, 4033x hilfreich)

@hipphappy:

Zitat:
Allerdings erfordert das immer noch eine Berechnung nach Fläche.

Und das steht wo?

Unter dem Link findet sich die Information:

Zitat:
Soweit die die Anwendbarkeit der Heizkostenverordnung also vertraglich ausgeschlossen ist, kann die verbrauchsunabhängige Heizkostenabrechnung dann je nach Vereinbarung nach der Wohnfläche der einzelnen Wohnungen oder der Zahl der Familienmitglieder von Vermieter und Mieter oder in pauschalisierter Form erfolgen.

50% pro Wohnung wäre wohl eine pauschalierte Form, die durch die Sanierung/Dämmung der größeren, aber nicht der kleineren Wohnung auch durchaus nachvollziehbar erscheint.

Zitat:
Das Sozialamt hat also meiner Ansicht nach Recht mit seiner Forderung.

Sehe ich anders. Zumindest wird das Sozialamt sich schon eine konkrete Begründung für eine Ablehnung der Heizkostenübernahme einfallen lassen müssen. Die pauschale Behauptung, es müsse nach Fläche abgerechnet werden, ohne dafür eine Rechtsgrundlage zu benennen, ist m.E. nicht ausreichend.

@eisi:

Hat Dein Vater bereits einen Bescheid vom Sozialamt bekommen, mit dem die Übernahme der Nachzahlung (ich nehme an, darum geht es?) abgelehnt wird? Oder ist das "nur" eine Mitteilung, dass die Abrechnung fehlerhaft ist, verbunden mit der Aufforderung, die Abrechnung korrigieren zu lassen.?

Sollte es sich um einen Bescheid handeln, sollte Dein Vater dagegen Widerpruch einlegen, sofern die Frist noch nicht abgelaufen ist. Handelt es sich nur um ein Informations-/Aufforderungsschreiben, sollte schriftlich/nachweislich nach der Rechtsgrundlage gefragt und eine rechtsmittelfähige Bescheidung des Antrages auf Übernahme der Nachzahlung gefordert werden.

Gruß,

Axel

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#5
 Von 
eisi125
Status:
Beginner
(61 Beiträge, 6x hilfreich)

@Axel:
Nein, einen Bescheid hat er noch nciht bekommen.
Nur ein Schreiben, dass die Heizkosten näher erklärt werden sollen.
Ich habe per Mail drauf geantwortet. Und nun schreiben die Angestellte und ich uns Mails zu diesem Fall.

LG,
eisi

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#6
 Von 
AxelK
Status:
Philosoph
(12018 Beiträge, 4033x hilfreich)

@eisi:

Zitat:
Und nun schreiben die Angestellte und ich uns Mails zu diesem Fall.

Wieso die Angestellte und Du? Eigentlich müsste diesen Schriftverkehr Dein Vater mit der Behörde führen, oder bist Du von Deinem Vater bevollmächtigt?

Du, respektive Dein Vater, sollte vom Sozialamt schriftlich/nachweislich und unter Fristsetzung den Erlass eines rechtsmittelfähigen Bescheides einfordern. Erst wenn der vorliegt, kann man dann weitersehen, ob ein Widerspruch Sinn macht oder nicht.

Gruß,

Axel

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#7
 Von 
eisi125
Status:
Beginner
(61 Beiträge, 6x hilfreich)

@Axel:
Ja ich habe eine Vollmacht :-)
Mein Vater hat schon 3 Schlaganfälle und kann mit dem Amt nicht mehr kommunizieren.
Ich habe denen jetzt unsere Wohnfläche geschrieben.
Mal sehen, was sie antworten :-)
LG,
eisi

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