Jobcenter, Minijob

28. Februar 2023 Thema abonnieren
 Von 
Jvcfffji
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Jobcenter, Minijob

Ich habe da mal eine Frage

Ich bin schon sehr lange krank geschrieben aufgrund psychischer Probleme
Panik Attacken , Depressionen, borderliner usw..

Ich habe auch jahrelang nicht mehr gearbeitet und war schon sehr oft bei Psychologen.

ich hab nun einen Mini Job angefangen seit ungefähr 3 Monaten, was ich selber von mir nicht erwartet hätte nun ja ich freue mich den Job zu haben aber mehr wäre mir zu viel, Ich war vorher beim Jobcenter im Fall Management.

So nun zur meiner Frage aufgrund das ich jetzt einen Teilzeit Job angefangen habe, habe ich wieder eine neue Sachbearbeiterin die mir regelrecht Druck macht.

Ich solle mich um ein Vollzeit Job kümmern oder wenn sie will kann sie mich auch zu einer Maßnahme schicken, da mir das jetzt alles wieder Druck macht bin ich kurz davor zu kündigen.
Ich war eigentlich sehr zufrieden grade wie es war..

Ich würde gerne meinen Mini Job nachgehen aber mehr würde mich komplett wieder aus der Bahn werden

Hab ich da irgendwelche rechte
Was könnte ich da machen..

-- Editiert von Moderator topic am 28. Februar 2023 16:14

-- Thema wurde verschoben am 28. Februar 2023 16:14

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17 Antworten
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#1
 Von 
Dirrly
Status:
Lehrling
(1888 Beiträge, 512x hilfreich)

Also im Strafrecht dürfte das falsch sein. Das ist eher Sozialrecht schätze ich mal.

Wie ist denn der Status im Moment? Wurde mal eine teilweise Erwerbsminderung medizinisch festgestellt? Antrag auf Erwerbsminderungsrente bei der Rentenversicherung?

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#2
 Von 
Zuckerberg
Status:
Lehrling
(1787 Beiträge, 1116x hilfreich)

Leistungen vom Jobcenter kann nur beziehen, wer täglich mindestens 3 Stunden arbeiten kann. Können und wollen Sie das? Damit wären Sie dann nämlich bei monatlich über 700 Euro und damit wäre es schon mehr als ein Minijob.

Wenn Sie der Meinung sind, dass Sie die täglichen 3 Stunden nicht leisten können, dann beantragen Sie Erwerbsminderungsrente. Wenn Sie die täglichen 3 Stunden (oder die Ihnen nach ärztlicher Meinung möglichen Stunden) nicht leisten wollen, dann ist das Ihr persönliches Pech und Sie müssen mit dem "Druck" des Jobcenters leben.

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#3
 Von 
TazDummchen
Status:
Beginner
(121 Beiträge, 41x hilfreich)

Zitat (von Jvcfffji):
da mir das jetzt alles wieder Druck macht bin ich kurz davor zu kündigen.
Ich war eigentlich sehr zufrieden grade wie es war..
Bitte nicht selbst kündigen, da das wahrscheinlich zu einer Sanktion führen würde, gegen die man zwar vorgehen könnte ... aber erst einmal wäre das Monatseinkommen vorübergehend geringer. Besser krankschreiben lassen.

Ansonsten Unterstützung mit ins Boot holen:

Ärzte und/oder Psychotherapeuten etc., die dir ggf. via Kurzattest bestätigen, dass du max. x h/Tag in der Lage bist zu arbeiten, und das auch nur ohne Druck. Der PaP vom JC würde daraufhin wahrscheinlich den Ärztlichen Dienst für ein Gutachten einschalten.

Gehe immer mit mindestens einem "brauchbaren" Beistand zum JC. Kommuniziere niemals telefonisch mit dem JC.

Selbst einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente zu stellen wäre auch eine denkbare Option, allerdings nur dann, wenn die rentenrechtlichen (nicht gesundheitlichen) Voraussetzungen überhaupt gegeben sind.

-- Editiert von User am 28. Februar 2023 16:54

-- Editiert von User am 28. Februar 2023 16:55

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#4
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(28243 Beiträge, 5144x hilfreich)

Zitat (von Jvcfffji):
Hab ich da irgendwelche rechte
Was könnte ich da machen..
Ja, du hast Rechte. Und ja, du kannst was machen.
Dass du nun bei einer anderen Vermittlerin bist, ist normal, denn jetzt bist du nicht mehr arbeitsunfähig--- sondern erwerbstätig.
Da will die natürlich wissen, ob auch noch mehr geht--- denn das ist IMMER das Ziel. JC-Vermittler wollen, dass man gar keine Leistungen mehr braucht.


UNFUG EDITIERT

-- Editiert von Moderator am 28. Februar 2023 18:45

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

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#5
 Von 
AxelK
Status:
Philosoph
(12944 Beiträge, 4403x hilfreich)

Die entscheidenden Fragen sind hier doch erstmal,

- warum wurdest Du bisher vom Jobcenter in Ruhe gelassen?
- Gab oder gibt es ein ärztliches Gutachten, entweder vom ärztlichen Dienst der Agentur für Arbeit oder - noch besser - von der Deutschen Rentenversicherung, das besagt, dass Du nur in einem bestimmten Umfang in der Lage bist, zu arbeiten?
- Lebst Du alleine?
- Was sagen Deine Ärzte/Therapeuten dazu, ob überhaupt und wieviel Du arbeiten kannst.
- Wurde schonmal eine Erwerbsminderungsrente beantragt und wenn ja, wann und mit welchem Ergebnis?

Und ja, bitte nicht kündigen. Das wird nur definitiv zu weiteren Problemen führen.

Beantworte bitte die vorgenannten Fragen, dann kann man zielgerichteter helfen.

Gruß,

Axel

-- Editiert von User am 2. März 2023 18:13

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#6
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(28243 Beiträge, 5144x hilfreich)

@Moderation
bitte lasst einen Fachkundigen über #2 schauen.
Was in #4 als Unfug editiert wurde, war keiner. Es war die Richtigstellung des #2. Und es waren Fragen, die von anderen auch gestellt wurden. WAS das JC überhaupt tut/schreibt/drückt.
:augenroll:

@AxelK
Könntest du bitte etwas zu #2 schreiben?
Richtigstellungen sind doch dein Ding.
Danke.


Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

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#7
 Von 
AxelK
Status:
Philosoph
(12944 Beiträge, 4403x hilfreich)

Zitat:
@AxelK
Könntest du bitte etwas zu #2 schreiben?
Richtigstellungen sind doch dein Ding.


Blöd nur, dass es zu #2 nichts richtigzustellen gibt, sondern eher zu bestätigen.

Fakt ist, der Leistungsanspruch nach dem SGB II setzt Erwerbsfähigkeit voraus. Erwerbsfähig ist, wer mindestens 3 Stunden täglich unter die üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes einer Erwerbstätigkeit nachgehen kann.

1. Aussage aus #2 korrekt.

3 Stunden täglich bei 5 Tagen pro Woche = 15 Stunden pro Woche x 4 Wochen = 60 Stunden im Monat (eigentlch sogar noch etwas mehr) x Mindestlohn 12,00 Euro = 720,00 Euro brutto.

2. Aussage aus #2 korrekt.

Die 3. Aussage (Absatz 2) in #2 ist mehr eine persönliche Meinungsäußerung und Empfehlung zum Vorgehen, die letztendlich aber keine rechtliche Bewertung betrifft, ansonsten aber auch nicht zu beanstanden ist.

Alles weitere kann eigentlich erst nach Beantwortung der Fragen aus #5 gesagt werden.

Also, meinerseits keine Richtigstellung.

Gruß,

Axel

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#8
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(36649 Beiträge, 13624x hilfreich)

Ich überlege, ob es sich hier lohnt, gegen die Vorstellungen des JC anzurennen, insbesondere wenn man psychisch ohnehin angezählt ist.

Wir haben hier jemanden, der bisher davon ausgeht, dass er gar nicht arbeiten kann, nunmehr mit Überraschung feststellt, dass es nicht nur geht, sondern auch gut tut. Was spricht denn dagegen, auch mal mehr auszuprobieren? Dann weiß man selbst, wo man steht. Und, man weiß dann auch, ob man weiterhin ein Fall für das JC ist oder aber eben ein Fall für eine Rente (sofern man die Voraussetzungen erfüllt) oder aber ein Fall für das Sozialamt. Wäre das nicht ein vernünftiger Einstieg?

wirdwerden

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#9
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(28243 Beiträge, 5144x hilfreich)

Zitat (von AxelK):
Erwerbsfähig ist, wer mindestens 3 Stunden täglich unter die üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes einer Erwerbstätigkeit nachgehen kann.
Ja. Der TE ist erwerbsfähig, jetzt sogar erwerbstätig im Minijob.
Der TE hat sich in seinen Anträgen (per Kreuz bei JA) der Vermittlung zur Verfügung gestellt: Ich fühle mich gesundheitlich in der Lage, regelmäßig eine Tätigkeit von mindestens drei Stunden täglich auszuüben.

Keinesfalls muss der TE jetzt täglich mind. 3 Stunden arbeiten wollen/können und gar >700,- Lohn bekommen können. Diese Schlussfolgerung in #2 ist falsch. Das kann und muss der TE nicht.
Der TE muss sich jetzt auch nicht um eine Erwerbsminderungsrente kümmern. Nach der Schilderung der jahrelangen AU bekäme er wohl gar keine...
Er hat jetzt seit 3 Monaten einen Minijob. Das JC (Fallmanagement) hat bisher keinen Anlass gesehen, an der Erwerbsfähigkeit zu zweifeln. Andere Dritte vermutlich auch nicht.

Zitat (von wirdwerden):
Was spricht denn dagegen, auch mal mehr auszuprobieren?
Nichts spricht dagegen. Die TE-Frage war: Habe ich Rechte? Was könnte ich dagegen machen?
... gegen den Druck der Vermittlerin, die bereits einen Vollzeitjob fordert oder eine Maßnahme *androht*.
Außerdem liest man: Mehr wurde mich sofort wieder aus der Bahn werfen...
Zitat (von wirdwerden):
Wäre das nicht ein vernünftiger Einstieg?
NÖ. Wenn dem TE, der lange Zeit AU war, wegen Panik Attacken , Depressionen, borderliner... nun hier gleich ebenso wie vom JC *Druck* gemacht wird, indem erklärt wird, man müsse doch nur tgl.3 Std. zum Mindestlohn arbeiten können/wollen und damit >700,- verdienen können/wollen--- oder eben mit dem Druck leben...dann ist das weder hilfreich noch zielführend noch vernünftig.

@TE
WAS genau schreibt das JC?
Wie viele Std. pro Woche arbeitest du im Minijob?
Gibt es eine EGV/EinV?


-- Editiert von User am 4. März 2023 14:17

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

0x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
AxelK
Status:
Philosoph
(12944 Beiträge, 4403x hilfreich)

@Anami:

Tu uns allen doch bitte den Gefallen und lass Deine Kaffeesatzleserei. Die hilft niemandem.

Zitat:
Der TE ist erwerbsfähig


Und DAS weißt Du woher?

Zitat:
jetzt sogar erwerbstätig im Minijob.


Die geringfügige Erwerbstätigkeit lässt keinerlei Erkenntnis über Erwerbsfähigkeit oder Erwerbsunfähigkeit zu. Selbst voll erwerbsgemeinderte, die sogar eine volle Erwerbsminderungsrente beziehen, können und dürfen ggf. einen Minijob ausüben. Dadurch werden sie jedoch nicht erwerbsfähig im rechtlichen Sinne und zwar weder im Sinne des SGB II, noch im Sinne des SGB VI.

Zitat:
Der TE hat sich in seinen Anträgen (per Kreuz bei JA) der Vermittlung zur Verfügung gestellt: Ich fühle mich gesundheitlich in der Lage, regelmäßig eine Tätigkeit von mindestens drei Stunden täglich auszuüben.


Und das weißt Du woher? Wieder die Glaskugel? Warum stelle ich denn wohl die Nachfragen aus #5 und frage u.a. danach, ob der TE alleine lebt? Er kann durchaus auch als erwerbsunfähiger SGB II Leistungen beziehen, wenn er mit einem erwerbsfähigen Leistungsberechtigten in Bedarfsgemeinschaft lebt und nicht die Voraussetzungen für den Bezug von Leistungen nach dem Vierten Kapitel SGB XII erfüllt. Wissen wir alles nicht und ich fürchte, wir werden es auch nicht mehr erfahren.

Zitat:
Keinesfalls muss der TE jetzt täglich mind. 3 Stunden arbeiten wollen/können


Stimmt. Aber zumindest muss er gesundheitlich in der Lage sein, um das Kriterium der Erwerbsfähigkeit zu erfüllen. Und Erwerbsfähigkeit ist nunmal - auch beim Bürgergeld - eine der Grundvoraussetzungen für den Bezug von SGB II Leistungen, es sei denn.... siehe oben.

Zitat:
und gar >700,- Lohn bekommen können. Diese Schlussfolgerung in #2 ist falsch.


Nein, die Schlussfolgerung ist nicht falsch. Würde der TE nur die mindestens möglichen 3 Stunden täglich arbeiten, wäre ein Lohn von über 700,00 Euro aufgrund des Mindestlohnes die logische Konsequenz.

Zitat:
Der TE muss sich jetzt auch nicht um eine Erwerbsminderungsrente kümmern.


Das er das MUSS, hat auch niemand behauptet. Sinnvoll kann es durchaus sein. Ob es im konkreten Einzelfall auch sinnvoll ist, wissen wir aufgrund mangelndert Informationen nicht.

Zitat:
Das JC (Fallmanagement) hat bisher keinen Anlass gesehen, an der Erwerbsfähigkeit zu zweifeln. Andere Dritte vermutlich auch nicht.


Und wieder die Glaskugel.

Zitat:
dann ist das weder hilfreich noch zielführend noch vernünftig.


Es ist auch überhaupt nicht zielführend, Dinge als Fakt zu unterstellen, von denen Du genauso wenig wie die anderen hier weist/wissen kannst, ob sie tatsächlich Fakt sind. Es kann sein, dass Du mit allem was Du schreibst Recht hast. Was mich stört ist, dass Du Dinge als definitiv gegeben darstellst, von denen Du nicht weist, ob sie wirklich gegenben sind und dann nicht einmal darauf hinweist, dass Deine Antwort ggf. falsch sein könnte, wenn Deine Annahmen zum Sachverhalt sich als falsch herausstellen sollten.

Gruß,

Axel

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#11
 Von 
MurphysLaw
Status:
Schüler
(178 Beiträge, 47x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Der TE muss sich jetzt auch nicht um eine Erwerbsminderungsrente kümmern. Nach der Schilderung der jahrelangen AU bekäme er wohl gar keine...
Er hat jetzt seit 3 Monaten einen Minijob. Das JC (Fallmanagement) hat bisher keinen Anlass gesehen, an der Erwerbsfähigkeit zu zweifeln. Andere Dritte vermutlich auch nicht.


2 Fehler in diesen 3 Sätzen!

1) Die TE war "jahrelang krank geschrieben". Sofern der MDK da mit involviert gewesen war UND WENN er die Erwerbsunfähigkeit "auf Dauer" attestiert hätte, hätte die TE, weil vorrangige Leistung möglicherweise, eine EM beantragen MÜSSEN!
Und selbst jetzt, mit dem zarten Pflänzchen Mini-Job könnte die DRV eine volle EM ermitteln, denn es kommt dabei nicht auf den Zeitpunkt des Antrages an, sondern auf die Schlussfolgerung der DRV, WANN die EM eingetreten ist! Das kann mithilfe von ärztlichen Unterlagen etc. auch schonmal sehr lange vorm Antragszeitpunkt vorgelegen haben!
2) Inwiefern der MDK schon vorher involviert war/ist, ist unbekannt. Jedoch lässt sich in meinen Augen und nach meiner Erfahrung, KEIN SB einen jahrelangen, gelben Schein auf den Tisch legen, OHNE dies durch den MDK prüfen zu lassen.

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#12
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(28243 Beiträge, 5144x hilfreich)

Zitat (von AxelK):
Und DAS weißt Du woher?
Weil er arbeitet, weil nirgends lesbar ist, dass es keine Leistungen vom JC gibt, sondern nun sogar herausgenommen wurde aus dem Fall-Management. Also ein erwerbsfähiger Erwerbstätiger, dessen Vermittlerin gern möchte, dass in Vollzeit gearbeitet wird. Oder ne Maßnahme droht.

Würde an der Erwerbsfähigkeit gezweifelt, hätte das Fallmanagement den TE längst schon zum ÄD schicken können, ihn sogar auffordern können, eine EM-Rente zu beantragen. Alles ist seit Jahren nicht erfolgt bzw. hier kein Thema=nicht lesbar.

Deshalb meine Erfahrung und nicht die Glaskugel: Für Personen ohne GdB, ohne EM-Rente, die nicht mehr AU sind und bereits nachweislich geringfügig erwerbstätig sind, ist die (normale) Arbeitsvermittlung im JC wieder zuständig.
Noch meine Erfahrung: Solchen Personen wird seltenst gleich mit Vollzeit oder Maßnahme gedroht, sondern mind. eine EGV mit weiteren Zielen vereinbart.

Noch meine Erfahrung und keine Glaskugel: Personen mit solchem Krankheitsbild neigen durchaus dazu, gleich in Panik oder Angst zu verfallen, wenn ihnen in unangemessener Weise vor den Latz geknallt wird, man könne/solle doch nun...

Noch meine Erfahrung: X andere Personen haben im Antrag und wiederholt erklärt, Ich fühle mich gesundheitlich in der Lage, regelmäßig eine Tätigkeit von mindestens drei Stunden täglich auszuüben. X andere Personen gehen keiner geringfügigen Beschäftigung nach, haben keinen GdB, keine eingeschränkte L-Fähigkeit, sind nicht AU--- und erhalten anstandslos SGB II-Leistungen in voller Höhe seit Jahr und Tag und---bemühen sich stets.

Das Bemühen eines jeden LB (als zunächst wichtigste *Tätigkeit*) ist hier völlig untergegangen und vermutlich sogar als Unfug editiert.

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

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#13
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(36649 Beiträge, 13624x hilfreich)

Wo steht, dass nur wegen einer geringfügigen Beschäftigung das JC zuständig ist?

Wir wissen doch nur, dass sie bisher im Leistungsbezug des JC war. Offensichtlich hat sich bisher niemand um den Fall gekümmert. Das ist durchaus nicht unüblich. Ich kenne Fälle, in denen die ALG II Empfänger über Jahre hinweg einen möglichen Arbeitsvermittler gar nicht kennen, über Email eine Liste von Bewerbungen, die erfolgten, einreichten und das wars. Die ab und zu an einer Maßnahme teilnahmen (wie bewerbe ich mich richtig), mehr nicht.

So, jetzt ist eine neue Sachbearbeiterin da. Eine, die offensichtlich gründlicher arbeitet. Und die Leistungsempfängerin wird wohl erstmalig in die Pflicht genommen. Ob sie objektiv arbeiten kann, das weiß niemand. Wir wissen nur, dass sie es sich nicht zutraut. Alles andere wie MDK, Rentenansprüche, was weiß ich noch, das sind doch pure Spekulationen.

Ich wiederhole mich: was spricht denn dagegen, dass die Bewerbungen schreibt und sofern sie angenommen wird, einfach austestet, ob sie arbeiten kann? Das JC gibt Ruhe, und sie weiß auch selbst, wie sie ihre Leistungsfähigkeit einnorden kann. Jetzt Stress mit dem JC, muss doch nun wirklich nicht sein.

wirdwerden

0x Hilfreiche Antwort

#14
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(28243 Beiträge, 5144x hilfreich)

Zitat (von wirdwerden):
Wo steht, dass nur wegen einer geringfügigen Beschäftigung das JC zuständig ist?
WEN fragst du? Bisher war der TE im Fallmanagement des JC, weil krank, krank, arbeitsunfähig...aber immer im Leistungsbezug.
Zitat (von wirdwerden):
jetzt ist eine neue Sachbearbeiterin da
Ja, WEIL der TE ja seit 3 Monaten im Minijob arbeitet, also ---erwerbstätig--- ist. Gehört vorerst nicht ins Fallmanagement, wo Langzeitkranke usw. soz-rechtl. behandelt/archiviert und ztw. in Ruhe gelassen werden. Sondern in die reguläre Arbeitsvermittlung .
Warum soll der TE Bewerbungen schreiben? Er HAT einen Minijob. Vielleicht kann er diesen sukzessive um ein paar Stunden ausweiten.
Zitat (von wirdwerden):
Jetzt Stress mit dem JC, muss doch nun wirklich nicht sein.
Richtig, bisher ist nichts von Stress mit dem JC zu lesen. NUR:... ich verspüre Druck, weil die sagt...Ich solle mich um ein Vollzeit Job kümmern oder wenn sie will kann sie mich auch zu einer Maßnahme schicken...Geschrieben hat die Vermittlerin offenbar nichts... denn iaR wäre das eine EGV.

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

0x Hilfreiche Antwort

#15
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(111289 Beiträge, 38567x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Warum soll der TE Bewerbungen schreiben? Er HAT einen Minijob.

War da nicht mal was ... so was wie eine Pflicht der Bürgergeldbezieher um ernsthafte Bemühungen um den Lebensunterhalt nicht dauerhaft von Steuerzahler finanzieren zu lassen?


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#16
 Von 
bostonxl
Status:
Master
(4889 Beiträge, 807x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Warum soll der TE Bewerbungen schreiben? Er HAT einen Minijob.
Vielleicht mal mit dem SGB beschäftigen, bevor man so einen Unsinn schreibt.

0x Hilfreiche Antwort

#17
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(28243 Beiträge, 5144x hilfreich)

Zitat (von bostonxl):
Vielleicht mal mit dem SGB beschäftigen, bevor man so einen Unsinn schreibt.
Es ist kein Unsinn und im SGB nicht zu lesen, dass der TE jetzt (nach seiner ersten und einzigen Schilderung) Bewerbungen schreiben müsste.
Ein Minijob wird ausgeübt. Mehr ist lt. TE gesundheitlich derzeit nicht möglich.
Ein Termin mit der Arbeitsvermittlerin (für erwerbsfähige Erwerbstätige) hat stattgefunden.

Diese hat was von Vollzeit-Jobsuche gesagt(?) und könnte ne Maßnahme *verordnen*. Das hat Druck beim TE erzeugt. Sorry, es wird nicht mehr Futter in dieser Sache, wenn der TE nicht mehr erklärt.

Zitat (von Harry van Sell):
War da nicht mal was ...
Ja, da ist sogar immer noch was. Immer noch kann etwas etwas gefordert werden, wenn weiter gefördert werden soll. Das ist noch immer im SGB II enthalten, auch wenn das Geld nun anders heißt. Deshalb fragte ich mehrfach in Richtung TE:
- Hat das JC/die Vermittlerin auch was geschrieben?
- Gibt es eine EGV/EinV? (eine Vereinbarung zwischen JC und TE)
- oder...ganz neu... gab es gar Vermittlungsvorschläge mit RFB?
Hat das JC dem TE also irgendeine Forderung gem. irgendeines § des SGB lesbar übergeben?
Ich finde nichts.

Bisher hat der TE in Eigenverantwortung (und ganz ohne Forderung des JC) seine Möglichkeiten genutzt. Damit kann er leider seinen Bedarf nicht decken. Seine Kraft reicht momentan nicht dazu, mehr Einkommen zu erwirtschaften.

p.s.
Eine (gute) Vermittlerin, die einen Kunden hat, über den sie weiß, dass er laaange Zeit verschieden AU war und nun seit 3 Monaten im selbst gesuchten Minijob tätig ist, könnte durchaus mit dem Kunden vereinbaren (schriftlich!!), wie man nun die Hilfebedürftigkeit schrittweise weiter verringert.
Solch eine Vermittlerin könnte/sollte u.a. nach § 14 SGB II vorgehen.
Sie könnte auch mit dem früheren FM in Zimmer xx kurz Rücksprache halten, was dessen persönlicher Eindruck ist und dann die *Forderungen* entsprechend eintakten. Ist alles möglich, wird alles auch gemacht. Je nach Einzelfall.

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

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