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Jobcenter verlangt Geld zurück

14.9.2011 Thema abonnieren
 Von 
guest-12314.05.2013 22:16:13
Status:
Beginner
(95 Beiträge, 30x hilfreich)
Jobcenter verlangt Geld zurück

Hallo, ich bin nun seit Januar 2011 aus dem Hartz4 Bezug draußen von September 2010 bis Dezember 2010 erhielten wir einen Zuschuß zu meinem Lohn.
Ich habe als wissenschaftliche Mitarbeiterin in einem Forschungsinstitut gearbeitet. Dort ist es üblich, dass in den letzten beiden Monaten keine Lohnabrechnung erstellt wird sondern man bekommt im Januar eine Jahresabrechnung.
Jetzt habe ich im September knapp 200 Euro weniger verdient als im Oktober, November und Dezember.
Den Lohn von Oktober, November und Dezember habe ich damals mit Kontoauszügen nachgewiesen (die Argemitarbeiterin meinte das wäre so schon ok).
8 Monate später verlangt die Arge von mir die Lohnabrechnungen. Ich habe in Folge dessen die Jahresabrechnung, die ich ja erst im Januar 2011 erhalten habe, hingebracht.
Heute habe ich einen Brief erhalten in dem mir vorgeworfen wird dass ich der Verpflichtung alle Änderungen mitzuteilen fahrlässig nicht nachgekommen bin und knapp 200 Euro zurückzahlen soll.
Ist diese Forderung berechtigt? Denn die Nachweise über meinen Lohn habe ich alle rechtzeitig erbracht.

Danke und Grüße.

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-- Editiert Miss.Nevaeh am 14.09.2011 16:11

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5 Antworten
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#1
 Von 
guest-12314.05.2013 22:16:13
Status:
Beginner
(95 Beiträge, 30x hilfreich)

Noch eine Ergänzung/Berichtigung (habe in den Unterlagen nachgesehen): die Lohnabrechnung vom September und Oktober habe ich der Arge nachweislich gebracht. Obwohl ich im Oktober ca. 200 Euro mehr verdient habe wurde der Zuschuß nicht angepasst. Für November und Dezember erhielt die Arge die Kontoauszüge.


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-- Editiert Miss.Nevaeh am 14.09.2011 16:18

-- Editiert Miss.Nevaeh am 14.09.2011 16:31

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#2
 Von 
AxelK
Status:
Gelehrter
(11754 Beiträge, 3861x hilfreich)

@Miss.Nevaeh:

Wenn es tatsächlich zu einer Überzahlung gekommen ist, was anhand Deiner Angaben nicht beurteilt werden kann, ist die Rückforderung berechtigt. Das dem Jobcenter diese Überzahlung erst 8 Monate später auffällt, ändert an der Rechtmäßigkeit der Rückforderung ebenso wenig wie die Tatsache, dass Du die Einkommenshöhe regelmäßig und frühzeitig nachgewiesen hast.

Gruß,

Axel

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"Ausführliche Infos zu ALG 2 auf meiner Website: http://www.axelkrueger.info"

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#3
 Von 
guest-12314.05.2013 22:16:13
Status:
Beginner
(95 Beiträge, 30x hilfreich)

Ok, das heißt wenn das Jobcenter (früher Arge) den Zuschuß nicht rechtzeitig anpasst (obwohl die Unterlagen von mir eingereicht wurden) und ich denke das wäre alles richtig berechnet, dann muss ich dennoch die Überzahlung zurückzahlen?



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#4
 Von 
guest-12314.05.2013 22:16:13
Status:
Beginner
(95 Beiträge, 30x hilfreich)

Hallo, habe nochmals mittels ALG2 Rechner nachgerechnet im Monat September hätten wir laut Rechner 514 Euro Zuschuß erhalten müssen und in den Monaten Oktober bis Dezember 353 Euro. Wir haben aber bisher jeden Monat nur 350 Euro erhalten.
Ist dieser Rechner zuverlässig?:
http://www.forium.de/alg2

Ich blick irgendwie gar nicht mehr durch.
Was soll ich dem Jobcenter nun am besten Antworten?
Soll ich widersprechen oder eine Überprüfung fordern?

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#5
 Von 
AxelK
Status:
Gelehrter
(11754 Beiträge, 3861x hilfreich)

@Miss.Nevaeh:

Die Online-Rechner sind alle nicht zu 100% zuverlässig. Man müsste also die gesamte Berechnung überprüfen. Dafür würde man den damaligen Bewilligungsbescheid sowie die Höhe des Brutto- und Nettolohnes, die Höhe der Unterkunftskosten und die genaue Zusammensetzung der Bedarfsgemeinschaft kennen.

Wenn Du bisher nur eine Anhörung erhalten hast, würde ich an Deiner Stelle zunächst mal ans Jobcenter schreiben, dass Du der Auffassung bist, dass keine Überzahlung entstanden ist und darum bitten, die genaue Berechnung der angeblichen Überzahlung zu erläutern. Dann kannst Du erstmal abwarten was kommt.

Hast Du bereits einen Erstattungsbescheid, dann solltest Du zur Überprüfung eine Beratungsstelle oder einen im SGB II versierten Anwalt aufsuchen. Alternativ dazu kannst Du auch zunächst fristwahrend Widerspruch einlegen und vor einer Begründung ebenso um eine Darlegung der Berechnung bitten. Sollte sich herausstellen, dass die Berechnung des Jobcenters korrekt ist, kannst Du den Widerspruch immer noch zurücknehmen, ohne das dadurch Kosten für Dich entstehen. Wichtig: Der Widerspruch ist innerhalb eines Monats ab Erhalt des Bescheides einzureichen.

Gruß,

Axel

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"Ausführliche Infos zu ALG 2 auf meiner Website: http://www.axelkrueger.info"

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