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Kindergeld: Voraussetzungen durchgehend erfüllt, Änderungsmitteilung nicht angekommen

1.8.2021 Thema abonnieren
 Von 
KurzGefragt
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)
Kindergeld: Voraussetzungen durchgehend erfüllt, Änderungsmitteilung nicht angekommen

Guten Tag.
Wir stellen uns eine Situation vor wie folgt:
Ein kindergeldberechtigtes Mädchen wechselt nach der 10 auf eine Fachoberschule, diese verlässt sie nach einem Jahr da es doch nicht so das wahre ist, setzt sich sofort mit der ARGE in Verbindung zwecks Ausbildungssuche und beginnt dort nach den Sommerferien ein Coaching zwecks Ausbildungsplatz, ARGE Fallmanagement U25 ist eingebunden, Ausbildungsplatz zeitnah nach Bewerbungen/Praktika etc gefunden für den folgenden Sommer und bis dahin bleibt sie in der Maßnahme.
Nun hätte die Jugendliche da U25 und nachweislich bemüht/eingeschrieben ja durchgehend Anspruch auf Kindergeld, die ARGE hätte es auch durchgehend als Einkommen in Abzug gebracht von den Leistungen.
Wenn denn nun die Familie irrtümlich davon ausging dass da Familienkasse am Arbeitsamt und ARGE auch und ausbildungssuchend gemeldet und aktiv, dass sich das automatisch einträgt da ja auch im Bescheid so eingetragen, könnte da trotzdem etwas anbrennen?
Also im Sinne einer Rückforderung da nicht selbst gemeldet? Eine Bekannte sagte uns der Tage dass Arbeitsamt und ARGE nicht automatisch rückmelden, Vernetzung/Eakte etc hin oder her.
Ist dem so? Selbst wenn, wäre dies unglücklich, aber die Voraussetzungen für den rechtmäßigen Bezug wären ja durchgängig gegeben wesen.
Somit dürfte auch keine Rückforderung nur ob der evtl. misslungenen Rückmeldung folgen?
Auf alle Fälle von alleine nun einmal den beginn der Berufsausbildung zum....melden um nicht ins nächste Fettnäpfchen zu treten?

Einen Schönen Sonntag.

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5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Anami
Status:
Unsterblich
(23264 Beiträge, 4584x hilfreich)

Zitat (von KurzGefragt):
Ein kindergeldberechtigtes Mädchen
Aus welchem besonderen Grund ist das Mädchen kindergeldberechtigt? Ist es Ü18 und wurde ein Abzweigungsantrag gestellt? Ansonsten sind Eltern kindergeldberechtigt.

Weiter:
Die U25jährige ist ausbildungssuchend beim Jobcenter gemeldet, erhält auch Leistungen. Erhält also weniger als den Regelbedarf, weil Kindergeld-Einkommen berücksichtigt/abgezogen wird.
Ganz andere Frage: Wird denn Kindergeld monatlich auf das angegebene Konto gezahlt, seit die U25 Kundin beim Jobcenter ist? Falls ja, erübrigt sich das Nachgrübeln.
Falls später doch eine Rückforderung wegen *zu Unrecht erhaltener Kindergelder* kommt, kann man nachweisen, dass man beim JC gemeldet war. Es gibt ja Bescheide von dort.

Zitat (von KurzGefragt):
könnte da trotzdem etwas anbrennen?
Ja. Der Leistungsempfänger (U25 oder Elternteil) ist gehalten, Veränderungen der FamKasse mitzuteilen. ​Das tun weder JC noch Maßnahmeträger noch sonstwer, Vernetzung hin oder her.
​Da schützt leider der geschützte Datenschutz.
Veränderung muss man selbst mitteilen--- und zwar der Stelle, die zahlt bzw. die zahlen soll---hier soll die Famkasse zahlen.

Zitat (von KurzGefragt):
Auf alle Fälle von alleine nun einmal den beginn der Berufsausbildung zum....melden um nicht ins nächste Fettnäpfchen zu treten?
Wenn die U25 dann tatsächlich einen Ausbildungsvertrag unterschrieben hat-- und die Ausbildung auch beginnt, dann ist das wieder eine Veränderung, die man selbst der zahlenden Stelle=Famkasse mitteilen sollte. JA.

Signatur:

ist nur meine Meinung.

1x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
KurzGefragt
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Danke bis hierher für die Antwort.

In Ordnung, absolut korrekt sind natürlich die Eltern für den Bezug berechtigt und Empfänger laut Bescheid. Angegeben bei der Familienkasse ist das Konto der Jugendlichen auf dem die monatlichen Zahlungen eingehen

Die Jugendliche, mittlerweile junge Erwachsene war schon als Schülerin Kundin bei der ARGE durch die Eltern, damals Sozialgeld denke ich, ab 18 dann ALG II, und seit damals wurde Kindergeld in Abzug gebracht von den Leistungen.

Zusammenfassend also lückenlos berechtigter Anspruch aber die ARGE meldet von alleine nichts kurz wenn dort jemand ausbildungssuchend wird, also nun den Ausbildungsbeginn bei der Familienkasse melden aus eigenem Antrieb weil falsch gedacht dass eh alles bei der BA zusammenläuft "dank" ausbildungssuchend.

Da der Anspruch ja lückenlos bestand dürfte nichts anbrennen? Anders würde es sich darstellen wenn die junge Dame nicht lückenlos motiviert und aktiv gewesen wäre im Coronajahr und den ein oder anderen Monat nicht berechtigt gewesen wäre weil irgendwo faul auf der Haut gelegen.
Richtig so?

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(34609 Beiträge, 13184x hilfreich)

Ich weiss nicht, ob ich es richtig verstanden habe. Die Berechtigten (hier die Eltern) haben erwartet, dass sich das Job-Center (die ARGE gibt es schon seit etlichen Jahren nicht mehr) mit der Kindergeldkasse in Verbindung setzt und dort jedwede Veränderung mitteilt? Nö, das tut das JC nicht. Es ist ausschließlich Sache der Berechtigten, die Familienkasse zu unterrichten.

wirdwerden

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Anami
Status:
Unsterblich
(23264 Beiträge, 4584x hilfreich)

Zitat (von KurzGefragt):
Da der Anspruch ja lückenlos bestand dürfte nichts anbrennen?
Anbrennen soll was bedeuten?
Wenn tatsächlich eine Rückforderung käme, würde die erst nach Aufforderung zur Nachweiserbringung kommen. Also falls der Famkasse irgendwelche Nachweise fehlen---dann weist man eben mittels Bescheiden vom JC nach, dass sie lückenlos beim JC gemeldet war und auch an einer Ausbildungs-Findungs-Maßnahme des JC teilgenommen hatte.
Diese Unterlagen sollten sich finden lassen, zur Not bittet man das JC um entspr. Zweitschriften.
Dann ist der Topf vom Feuer.

Signatur:

ist nur meine Meinung.

1x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
KurzGefragt
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Anbrennen meinte jetzt aufgrund des Irrtums dass die Daten intern übermittelt werden einen "Stoss vor den Kopf" im Sinne einer Rückforderung alleine aufgrund der nicht persönlichen Meldung trotz aller erfüllten Voraussetzungen, aber das gibt es wohl nicht, wie ich aus dem Post herauslese.
Sämtliche Fahrten, Praktikaverträge, Ausbildungsvertrag, Bewerbungen im Emailkonto etc sind selbstverständlich dokumentiert/vorhanden.
Es hätte ja sein können dass alleine eine versäumte, persönliche Meldung einen Rückforderungsanspruch begründen könnte am Ende, lieber einmal zu viel gefragt als böse überrascht.
Dann passt das also, Mitteilung über die beginnende Ausblidung geht dann die tage raus, bestens per Fax mit Sendebericht, dann hat man das für die Ablage.

Herzlichen Dank und einen schönen Abend noch.

0x Hilfreiche Antwort

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