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Kindergeldrückforderung rechtens? Hilfe benötigt!

 Von 
ChrisNeuer
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)
Kindergeldrückforderung rechtens? Hilfe benötigt!

Guten Abend liebe Jurathek,

ich bin neu hier und hoffe auf Eure Hilfe.

Meine Situation ist die folgende:

Ich war vom Wintersemester 09/10 bis zum Wintersemester 10/11 an der Universität Halle-Wittenberg eingeschrieben.(Erststudium)
Am 27.01.2011 habe ich mich exmatrikulieren lassen, da ich einen Studiengangwechsel anstrebte.

Der ausgewählten Studiengang kann leider erst zum Wintersemester diesen Jahres begonnen werden.
In der Zwischenzeit habe ich mir schnellstmöglich einen Job auf 400€ Basis gesucht(habe mich vorher nicht "arbeitssuchend" gemeldet auf dem Arbeitsamt)
um die Zeit zu überbrücken.

Am 15.3 konnte ich das Arbeitsverhältnis antreten und bin bis 15. Juni
noch darin beschäftigt.(Wahrscheinlich noch bis zum 30.09.11 aber dann in "Teilzeit")

Nun meldet sich vor ca. einer Woche die Familienkasse.
Ich muss eingestehen das die Exmatrikulation der Famlienkasse leider erst Ende Mai mitgeteilt wurde, sodass meine Eltern bis dahin Kindergeld bezogen haben.
(Wir hatten uns unglücklicherweise etwas spät darum gekümmert und waren uns nicht im klaren das mit einem Studiengangwechel der Verlust des Kindesgeldanspruchs einher gehen würde)

Diese verlangte erst das ich mich sofort in dem jeweiligen Studiengang bewerbe um den Anspruch noch geltend zu machen.
Dennoch wurde mir 2 Tage später mitgeteilt das dies nicht "ausreicht".

Nun will die Familienkasse das Kindergeld der Monate Februar bis Mai(?) zurückerstattet bekommen. Zudem verfliegt natürlich der Anspruch auf Kindergeld bis ich wieder studiere...(Meine Mutter bekommt noch einen Zuschlag auf das Kindergeld welcher auch noch dazukommt...)

Soviel zu meiner Situation...
..achso im Juni werde ich 21, sollte ich vlt noch erwähnen.

Kann ich noch etwas tun?
Bekommt man als "geringfügig Beschäftigter" nicht auch Kindergeld?
Schließlich bin ich ja nicht untätig und auch meine weitere Ausbildung ist und war in "Blickweite".


Ich hoffe ihr könnt mir helfen.
Vielen Dank schonmal an alle.


Mit freundlichen Grüßen,

Chris

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Job Anspruch Mai Familienkasse


6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
altona01
Status:
Weiser
(17741 Beiträge, 7882x hilfreich)

Die Rückforderung ist berechtigt. Kindergeld gibt es, solange man sich in Ausbildung befindet oder für bis zu vier Wartezeit zwischen zwei Ausbildungsabschnitten.
Ansonsten hätten Sie sich umgehend arbeits- oder ausbildungsplatzsuchend melden müssen, dann hätte der Anspruch auch weiterhin bestanden.

Als geringfügig Beschäftigter besteht kein Anspruch auf Kindergeld. Ein 400€-Job ist keine tagesfüllende Beschäftigung, von einem Volljährigen wird erwartet, dass er für sein Auskommen selber sorgt.

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#2
 Von 
ChrisNeuer
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)

@hamburgerin01: Danke für die schnelle Antwort.

Nun ich sehe nicht recht den sinn, weshalb ich mich sofort bei der Argentur für Arbeit als arbeitssuchend melden muss..

Schließlich ist das ja auch nicht vorraussetzung dafür einen Job zu bekommen bzw. anzutreten.
Ist es nicht sinnvoller sich sofort um eine Stelle zu kümmern, anstatt sich erst arbeitssuchend zu melden?

Zudem habe ich folgendes auf der Seite der Argentur für Arbeit gefunden:

"Kind ohne Arbeitsplatz"

>Kindergeld kann bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres des Kindes bezogen werden, wenn es bei der Agentur für Arbeit oder einem anderen für Arbeitslosengeld II zuständigen Leistungsträger (Jobcenter) arbeitsuchend gemeldet ist und keine mehr als geringfügige Tätigkeit ausübt.

Geringfügige Tätigkeiten schließen den Kindergeldanspruch nicht aus. Geringfügigkeit liegt vor, wenn die Bruttoeinnahmen im Monatsdurchschnitt nicht mehr als 400 Euro betragen.<

Insofern besteht wohl auch für geringfügige Beschäftigungen Kindergeldanspruch?

Kann man dies nicht als "Ausbildungsplatz mangel" anrechnen...? Das Studium hätte ich auch sofort im Sommersemester angefangen, nur leider ist dies erst zum Wintersemster möglich.

mit freundlichen Grüßen,

Chris

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#3
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(31541 Beiträge, 12504x hilfreich)

Du übersiehst das "und". Du musst also ausbildungssuchend gemeldet sein und wenn dies der Fall ist, schliesst ein 400 € Job das Kindergeld nicht aus. Ein 400 € Job ohne Meldung schliesst aber aus.

wirdwerden

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#4
 Von 
AxelK
Status:
Philosoph
(12360 Beiträge, 4165x hilfreich)

@wirdwerden:

Meines Erachtens muss man überhaupt nicht ausbildungsuchend gemeldet sein, wenn man nachweisen kann, dass man sich intensiv um eine Ausbildungsstelle bemüht hat und auch weiter bemüht. Die Meldung als ausbildungsuchend wird lediglich prinzipiell als ausreichendes Indiz dafür gewertet, auch tatsächlich auf der Suche nach einer Ausbildung zu sein.

Gruß,

Axel

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"Ausführliche Infos zu ALG 2 auf meiner Website: http://www.axelkrueger.info"

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#5
 Von 
ChrisNeuer
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)

Hey,

nun einen Nachweis zu erbringen das ich Anfang des Jahres schon "ausbildungswillig" war wird etwas schwer.

Natürlich habe ich dieses Vorhaben der Studienberatung und dem Bafög-Amt breit dargelegt.
Dies war sogar noch Tage vor der Exmatrikulation.
Aber eine "Quittung" hab ich natürlich nicht bekommen.>.<

Und mich gleich arbeitssuchend/ausbildungssuchend zu melden
ergab für mich eigentlich keinen sinn...einen Job suche ich indem ich Bewerbungen verschicke, da muss ich doch nicht zum Arbeitsamt :/
und ausbildungssuchend wollte ich mich auch nicht melden weil ich ja mein studium schon im Blick hatte...

Unfair das ganze......

mit freundlichen Grüßen,

Chris

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#6
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(31541 Beiträge, 12504x hilfreich)

Nein, dafür musst Du nicht zum Arbeitsamt. Aber, um Kindergeld zu bekommen, ist das nun mal die Anspruchsvoraussetzung.

wirdwerden

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